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Praxistest: filmen mit der Nikon Z 50

Vollformatkameras ohne Spiegel liegen voll im Trend – da stellt sich die Frage, warum Nikon nun mit der Z 50 seine spiegellose Kamera mit kleinerem DX-Sensor mit Z-Bajonett nachschiebt. Um es kurz zu machen: Weil es die Z 50 deutlich günstiger macht.

Doch allein der Preis wird es wohl nicht sein, der Interesse an Nikons Z 50 weckt. Viel wahrscheinlicher ist, dass sich Filmer durch das leichte Gewicht und die kompakten Außenmaße überzeugen lassen. Denn mit dem aufgesetzten 16 – 50 Millimeter Standardzoom passt die Kamera immer noch in die Jackentasche. Gerade mal 580 Gramm wiegt sie.

Im Video vergleichen wir die Z 50 mit der Panasonic GH5, die bei den filmenden Fotokameras ohne Vollformatsensor schon länger den Ton angibt. Die zwei eigentlich in unterschiedlichen Preisregionen angesiedelten Kameras, liegen derzeit auf einem sehr vergleichbaren Niveau. Gleichzeitig gibt es aber bei den Filmeigenschaften sehr deutliche Unterschiede. Wir haben deshalb nicht nur die üblichen ISO-Aufnahmen gemacht, sondern auch den Autofokus, oder um exakter zu sein die Gesichtserkennung getestet. Dazu gibt es Tonaufnahmen vom integrierten Mikrofon. Wir zeigen mit den Aufnahmen wieder das, was wir in unserem ausführlichen Test für die VIDEOAKTIV 3/2020 nicht abdrucken können. Doch in der ab 24. Februar am Kiosk liegenden Ausgaben finden Sie viele weitere Testergebnisse.

Die Nikon Z 50 arbeitet mit einen DX-Sensor und ist deutlich kompakter als die beiden Vollformatkameras der Z-Serie. Die Optiken der Z6/Z7 passen auf die Z 50, doch die extra dafür konstruzierten Nikkor-Optiken sind deutlich kompakter und leichter.

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Die Nikon Z 50 hat einen Mikrofoneingang, jedoch keinen Kopfhörerausgang für die Tonkontrolle.

Bedienung

Das Bedienkonzept der Z 50 ist wenig erstaunlich nahezu identisch mit dem der Z6/Z7-Serie. Schon bei diesen Kameras haben wir die klare Logik gelobt. Auch die Verteilung der Tasten am Gehäuse ist ähnlich, doch durch das kompaktere Gehäuse eben doch auch unterschiedlich. Die Kamera liegt gut in der Hand, der Auslöser ist gut erreichbar aber für die Videoaufzeichnung nicht wichtig. Denn dafür gibt es eine eigene recht klein geratene Record-Taste. Viel störender ist dagegen das vorn im Griff untergebrachte Wahlrad, das sich mit dem Finger kaum ertasten lässt.

Filmer werden sich aber wohl viel eher daran stören, dass die Kamera zwar einen Mikrofoneingang, jedoch leider keinen Kopfhörerausgang für die Tonkontrolle hat. Auch die nur umständlich anzunavigierende Audioaussteuerung zeigt, dass Nikon für Filmer noch die ein oder andere Nachbesserung liefern darf.

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Der Akku hält nicht allzulange durch und mit einem Speicherkartenschacht gibt es auch beim Speicherplatz klare Einschränkungen.

Hintergrund zu Nikons Sensorformaten FX/DX

Nikon nennt seine Sensoren-Formate FX und DX, doch tatsächlich stecken dahinter die bekannten Sensorformate. Bekannt dürfte sein, dass Nikon die Vollformatsensoren als FX-Format bezeichnet. Doch beim DX-Format kommen viele ins Straucheln. Grund für die Unsicherheit ist dabei, dass das DX-Format dem der APS-C-Sensoren entspricht, doch dieses eigentlich auf Kodak zurückzuführende Sensorenformat nicht ganz so klar in der Größe zu bestimmen ist.

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Wir haben die Nikon Z 50 zusammen mit den beiden Kit-Optiken Nikkor 16-50 mm + Nikkor 50-250 mm getestet. Das Kit mit beiden Optiken kostet 1339 Euro.

Je nach Hersteller sind die Sensoren einige zehntel Millimeter größer, doch stets im Seitenverhältnis von 2:3. Kameras mit APS-C Sensoren gibt es von Canon, wo die Sensoren in der Regel 22,3 mal 14,9 Millimeter groß sind. In die gleiche Klasse gehört auch noch der Sigma Foveon-Sensor, der noch etwas kleiner ist. Bei Sony und Pentax als auch Nikon sind die APS-C-Sensoren dagegen mit 23,5 mal 15,7 Millimeter etwas größer, so dass der Crop-Faktor ganz leicht abweicht und statt 1,6 bei Canon, hier bei 1,5 liegt. So entsteht mit einer Vollformatoptik mit 100 Millimeter an der APS-C-Kamera der Blickwinkel wie bei einer 150 Millimeter-Optik.

In Konkurrenz steht das APS-C-Format mit MicroFourThirds-Sensoren bei dem das 4:3-Seitenverhältnis namensgebend ist. Die Sensoren sind mit 17,3 mal 13 Millimeter dann doch deutlich kleiner als APS-C, zumal das nutzbare Feld für 16:9-Videos erheblich beschnitten ist. Insofern liefert der APS-C-Sensor unter Videogesichtspunkten eine deutlich größere nutzbare Fläche und bieten damit mehr Möglichkeiten mit der Unschärfe spielen zu können.

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Den Test der Nikon Z50 sowie viele weitere Kameratests und Reportagen finden Sie in der VIDEOAKTIV 3/20, die es im Rahmen der Corona-Krise zum reduzierten Preis von 8 Euro als PDF-Ausgabe gibt. Zudem haben wir den Lieferservice aufgestockt und liefern die VIDEOAKTIV versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. An welcher Verkaufsstelle Sie die VIDEOAKTIV finden erfährt man hier

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