YouTube Instagram Vimeo RSS VIDEOAKTIV

Praxistest: DJI Mini 3 Pro: kleine, fĂŒhrerscheinfreie Drohne - großes Kino? - Flugbetrieb und Kamera

Beitragsseiten

Ganz anders ist das bei der optionalen und im Paket 170 Euro teuren RC-N1 Fernbedienung. Sie arbeitet Ă€ußerst zuverlĂ€ssig und liefert auf dem 5,5 Zoll Display eine gute Vorschau die bei Tageslicht noch gut, bei direkter Sonneneinstrahlung zwangslĂ€ufig etwas schwerer erkennbar ist. Die Steuerelemente sind sinnvoll dort untergebracht, wo man sie schnell erreicht. Die Tasten auf der Unterseite lassen sich individuell mit Funktionen belegen. Die Joy-Stick-KnĂŒppel fĂŒr die Flugbewegungen sind sehr feinfĂŒhlig bedienbar und erlauben auch die Steuerung von zwei Flugrichtungen gleichzeitig. Wer noch nie geflogen ist sollte sich aber dennoch nicht zu viel zumuten, denn zwangslĂ€ufig muss man bei den Steuerbewegungen je nach Flugrichtung umdenken: Bewegt sich die Drohne von einem weg, dreht sich die Drohne beim Kippen des SteuerknĂŒppels nach rechts auch nach recht. Doch kommt sie einem entgegen, dreht sich sich (in Sichtbeziehtung) natĂŒrlich nach links, auch wenn sie weiterhin, aus Flugrichtung betrachtet, eine Drehung nach rechts macht. Einzig das Aufsteigen und Absinken bleibt logischerweise unabhĂ€ngig von der Flugrichtung.

DJI Mini3Pro Schraeg 1047661

Die DJI Mini 3 Pro steht stets etwas schrĂ€g in der Luft, was natĂŒrlich durch das Gimbal ausgeglichen wird. Sie "liegt" fĂŒr so eine kleine Drohne aber vergleichsweise stabil in der Luft.

Apropos Aufsteigen: DJI braucht inzwischen nur noch eine knappe Minute um beim Start per GPS die Position zu erkennen und als RĂŒckkehrpunkt zu definieren. Im Falle eines Abbruchs der Funkverbindung oder bei knapp werdender Energieversorgung kehrt die Drohne hier hin zurĂŒck. Doch tatsĂ€chlich konnten wir mit der Drohne teilweise sogar etwas lĂ€nger als die versprochenen 34 Minuten in der Luft bleiben. ZwanglĂ€ufig nicht am windigsten Tag unserer Testserie – offiziell entsprach das mittler WindstĂ€rke mit teils krĂ€ftigen Böen. Dabei muss die stets etwas schrĂ€g in der Luft stehende Drohne einfach mehr Ausgleichsbewegungen machen, was mehr Energie kostet. Dennoch waren selbst hier noch knappe 30 Minuten drin.

DJI Mini3Pro 1047625

Gewicht gespart hat DJI durch die nicht vorhandenen Landekufen. Man benötigt also wirklich ebenen und glatten Untergrund fĂŒrs Abheben. Am besten man hat mehr Platz als hier im Bild, denn sonst landet sie im Notfall nicht sicher.

KAMERA
Erfreulich ruhig hĂ€lt das Gimbal auch bei Wind noch das Bild. Man kann zwar durchaus erkennen, dass der Winzling gewaltig arbeiten muss – doch gerade durch die höhere Auflösung lĂ€sst sich mit einer nachtrĂ€glichen Stabilisierung noch die meisten Bewegungen glĂ€tten. Das bedeutet aber auch: An die BildstabilitĂ€t der grĂ¶ĂŸeren DJI Drohnen kommt die Mini 3 Pro nicht ganz heran. Das mag zum einen an den kleineren Rotormotoren liegen, dĂŒrfte aber auch dem Gimbal geschuldet sein. Bei leichten Prisen ist von der Unruhe dagegen nichts zu sehen. DafĂŒr ĂŒberzeugt die Kamera mit den inzwischen ĂŒblichen satten Farben – fast schon etwas zu satt. Entsprechend ist es durchaus sinnvoll hier eine leichte Korrektur durchzufĂŒhren oder besser die aktuelle Firmware zu nutzen und Videos im Modus 10-Bit D-Cinelike aufzuzeichnen. Hier hat man deutlich verbesserte nachtrĂ€gliche Korrekturmöglichkeiten, so dass das Material auch besser an andere Kameras angeglichen werden kann.