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Panasonic Lumix S1H: Details und Hands-on

Die S1H hat Panasonic schon lĂ€nger angekĂŒndigt. Gestern hatten wir die erste Chance die 6K-Kamera genauer anzuschauen und  erste eigene Aufnahmen zu beurteilen.

Die Panasonic S1H hat einen komplett neu entwickelten 24,2-Vollformat-Sensor mit Tiefpassfilter, dank dem die 6K-Aufzeichnung nativ vom kompletten Vollformat gelingt. Die S1H hat den Formfaktor einer Vollformat-Fotokamera und hat auch die Eigenschaften einer S1 – dennoch ist sie ganz eindeutig als Filmkamera konzipiert und positioniert. DafĂŒr sprechen die zwei nativen Grundempfindlichkeiten, die Panasonic bereits zur GH5S umgesetzt hat. Die S1H filmt wahlweise mit ISO 640 oder mit ISO 4000, so das auch bei höherer Empfindlichkeit das Bildrauschen sehr gering sein soll. Dabei liegen an jedem Pixel zwei analoge Schaltkreise an, so dass, je nach Empfindlichkeit der rauschfreiere genutzt wird. Entsprechend war beim gestrigen Hands-on auch das Setup klar auf Low-Light oder besser gesagt availible-Light ausgelegt.

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Mit der S1H macht Panasonic der eigenen Camcorder-Riege beziehungsweise explizit dem DVX 200 Konkurrenz. Die S1H ist die kleinste Panasonic-Kamera die nun das "große" V-Log unterstĂŒtzt und auch bei der Datenrate und Formatvielfalt nichts anbrennen lĂ€sst.

Leider waren eigene Aufnahmen mit der Kamera noch nicht machbar – wir haben versucht, ein Teil der Szenerie im Video aufzufangen und zeigen AuszĂŒge aus dem Panasonics Demo-Film der in den frĂŒhen Morgenstunden im Hamburger Hafen von Bollinger gedreht wurde. Wobei die Kamera mit einem Dynamikumfang von 14+ Blenden tatsĂ€chlich sehr groß ausfĂ€llt, so dass im Setup selbst im Fenster mit starken Sonnenlicht noch Zeichnung vorhanden war.
Erstmals integriert Panasonic zudem die „große“ LUT-Lösung aus den VariCam-Modellen (V-Log) und ermöglicht das direkte Einlesen von LUTs in die Kamera. Vier LUTs kann die Kamera intern speichern, wer mehr will, muss sich diese von der Speicherkarte holen. So kann die Kamera beim Filmen mit flachem Profil das LUT auf den unverĂ€ndert guten und hochauflösenden Sucher geben, fĂŒr den man eine richtige Augenmuschel bekommt.

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Das Monochrom-Display in der Kameraschulter ist deutlich grĂ¶ĂŸer geworden und kann nun wahlweise auch den Audiopegel darstellen. Es ist somit in dem was es anzeigen kann deutlich flexibler nutzbar.

Alternativ kann man das Signal via HDMI ausgeben oder aber auf das rĂŒckwĂ€rtige Display anwenden. Beim Display hat Panasonic die vielen Stimmen erhört und integriert wieder ein klappbares als auch drehbares Display. Dabei hat die Mechanik durchaus Ähnlichkeiten mit der von S1 und S1R, was den Vorteil hat, dass der Drehmechanismus nicht direkt an der Kamera angebracht ist uns somit das rĂŒckwĂ€rtige Display auch noch drehbar ist, wenn man die AnschlĂŒsse nutzt.
Apropos AnschlĂŒsse: Panasonic liefert wieder zur Absicherung der Stecker eine Kabelabsicherung mit. Zudem ist wieder das Adapterkabel im Lieferumfang, mit dem man ein Timecodesignal via Blitzbuchse anlegen kann.

Gestern wurde die Panasonic S1H in Hamburg den Fachjournalisten vorgestellt. Wir haben die Gelegenheit fĂŒr ein Interview mit Markus Matthes genutzt und soweit es möglich war fĂŒr erste EindrĂŒcke vom Videomaterial aus der neuen Kamera gesorgt.

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Äußerlich wirkt die S1H den zwei Geschwistern sehr Ă€hnlich, doch intern ist mit einem neuen Sensor sowie einer LĂŒftereinheit sehr viel passiert.

Weitere Besonderheit: Auch der auf dem Zubehörschuh aufsetzbare (optionale) XLR-1-Tonadapter funktioniert wieder. Via HDMI kann man HDR mit HLG (Hybrid Log Gamma), 4:2:2 10 Bit und anamorphes 4:3-ausgeben. Die S1H kann Videoaufnahmen mit 6K/24p (SeitenverhĂ€ltnis 3:2), 5,9K/30p (SeitenverhĂ€ltnis 16:9) oder 10-Bit 60p 4K/C4K aufzeichnen – hier alle Formate aufzuzĂ€hlen sprengt aber tatsĂ€chlich die Grenzen, denn tatsĂ€chlich ist die Formatvielfalt enorm.
Das Bildmaterial sieht insgesamt faszinierend rauschfrei aus und scheint dabei die bereits gut beurteilte S1 zu toppen. Besonders aufgefallen ist uns aber auch der Dynamikumfang, den Sie selbst im Video nachvollziehen können.

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Markus Matthes hat am Montag die neue Kamera bereits vor einem kleinen Kreis von Journalisten vorgestellt, die anschließend die Gelegenheit zum Hands-on hatten. Das klapp- und nun auch wieder drehbare Display ist ein klarer Fortschritt.

Entsprechend hat sich Panasonic hier etwas fĂŒr die Bedienung einfallen lassen mĂŒssen, damit man noch eine Chance hat, durch die Formateinstellungen durchzukommen. Zumal Panasonic auch höhere Bildwiederholraten integriert hat, so dass mehr Zeitlupenformate verfĂŒgbar sind.
Mit der VFR (Variable Frame Rate) können Filmer Zeitlupen-/Zeitraffer-Videos in C4K/4K (60 B/s, maximal 2,5x langsamer in 24p) und FHD (180 B/s, maximal 7,5x langsamer in 24p) aufnehmen. Die minimale Bildrate fĂŒr Zeitraffer-Videos betrĂ€gt 2 B/s. DarĂŒber hinaus ist HFR (High Frame Rate)-Video mit Ton und Verwendung des Autofokus aufnehmbar.
Via Filter kann man also nun Bedingungen vordefinieren, so dass die angebotene Formatauswahl zusammenschrumpft.

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Die Formatvielfalt ist extrem hoch. In dieser Liste sind ausschließlich die MOV-Formate enthalten. Mit den AVCHD und MP4-Formaten steigt die Vielfalt noch einmal um ein Vielfaches.

Intern zeichnet die Kamera weiter auf SDXC-II-Karten auf, wobei man mindestens V60, besser V90 Karten benötigt. Es gibt wieder zwei KartenschĂ€chte, wobei man die Option hat, beide Karten gleichzeitig oder nacheinander zu beschreiben. Das GehĂ€use der S1H ist bis auf Details unverĂ€ndert und daher immer noch recht wuchtig, liegt aber immer noch gut in der Hand. Unten am Boden gibt es nun eine Aufnahme fĂŒr den zweiten kleinen Splint der Video-Stativplatten, damit sich die Kamera nicht mehr drehen lĂ€sst. Eine weitere Record-Taste ist auf der linken Seite neben der Optik positioniert und der Einschalter ist nun wieder in einem Ring um den Auslöser und somit im schnelleren Zugriff.


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Mit den zwei Grundempfindlichkeiten im V-Log-Modus wurde das Beispielmaterial von Panasonic gedreht. Die dunkleren Passagen sind mit ISO 4000 bei Sonnenaufgang aufgenommen und per Farbbestimmung etwas ins Magenta gedreht.

Die wohl auffallendste Neuerung ist das grĂ¶ĂŸere Display in der Kamera-Schulter, das so mehr Informationen darstellen kann. Dazu gehört nun zum Beispiel auch der Audiopegel. Zudem hat man nun auch ein Tally-Light sowohl hinten als auch vorn in die Kamera integriert, so dass man den Aufnahmemodus besser erkennen kann. Zudem kann man im Display auf der RĂŒckseite einen roten Rahmen anzeigen lassen.
Weiteres Detail: Den Platz, den die nun wahlweise im oberen Display einblendbaren Audiopegel eingenommen haben, kann man nun mit einer grĂ¶ĂŸenverĂ€nderbaren Waveform-Grafik belegen. Schaut man sich das GehĂ€use dann etwas genauer an erkennt man, dass nun, quasi hinter dem Display, LĂŒfterein- und -auslĂ€sse integriert sind. Die S1H hat intern entsprechend ein KĂŒhlsystem, das sich ĂŒber das MenĂŒ steuern lĂ€sst.

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Die helleren Passagen des Beispielmaterials wurden dagegen mit ISO 640 aufgenommen und ebenfalls ĂŒber die Farbbestimmung leicht

ÜberprĂŒfen konnten wir es im Hands-on leider nicht, aber Panasonic betont, dass man den LĂŒfter nahezu nicht hört und in kritischen Situationen bewusst runterschalten kann. Zudem sollen die Luftströme komplett unabhĂ€ngig von der Elektronik laufen, so dass trotz LĂŒftung die Kamera Spritzwasser- und Staubresistent und weiterhin robust sein soll. Auch wenn bei vielem die GH5S Pate stand: Die LUMIX S1H ist mit einem gehĂ€useintegrierten Bildstabilisator (Body I.S.) ausgestattet und kann, zusammen mit den entsprechenden Optiken, auf einen dualen Bildstabilisator zurĂŒckgreifen. Dabei kombiniert Panasonic den Body I.S. (5-Achsen) und dem O.I.S. (Optischer Bildstabilisator, 2-Achsen).

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Keine Angst vor Wasser und Staub: Die S1H schĂŒtzt die Elektronik trotz LĂŒfter indem der Luftstrom nie direkt an den elektronischen Bauteilen, sondern immer nur an KĂŒhlkörpern vorbei streicht.

VerĂ€nderungen am teils deutlich kritisierten Autofokus hat Panasonic im ersten Schritt nicht anzubieten – man nimmt die Kritik aber, so hat man uns gegenĂŒber betont, ernst. Mit einem Akku soll die Kamera zwei Stunden filmen können, wobei man die Kamera wĂ€hrend des Filmens via USB-C mit Strom versorgen kann – auf Wunsch eben auch via Powerbank. Ebenfalls identisch ist die Option die Kamera via App oder Tethering, sprich vom Rechner aus, zu steuern.
Die S1H liegt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung fĂŒr das S1H GehĂ€use von 3.999 Euro an der Spitze der S-Serie und wird ab September 2019 im Handel erhĂ€ltlich sein.