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Hands-On Canon XF 605: Ist ein Camcorder überhaupt noch sinnvoll? - Bedienung, Fazit, Plus/Minus

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Bedienung

Das Menü ist vielleicht etwas kleinteilig aber gut strukturiert. Oft bemühen muss man es nicht, denn wie in der Profiklasse üblich sind alle wichtigen Tasten direkt am Gerät. Das beginnt mit der praktisch in der Nähe der Zoomwippe positionierten Display-Vergrößerung bis zum auf der linken Seite befindlichen Bedienfeld, das Canon auch optisch gut strukturiert: Vorn sind die Schalter für die Automatik-Funktionen, daneben Tasten für Hilfsfunktionen und eine Reihe wieder Schiebeschalter für weitere Automatiken. Optisch etwas abgetrennt davon die Funktionstasten für Menü und Display sowie auf der anderen Seite die ND-Filter. Welchen Knackpunkt wir in der Bedienung des Audioteils sehen, zeigen wir im Video.

Der XF 605 kommuniziert natürlich auch mit einer App: Content Transfer Mobile (CTM) erlaubt die Eingabe von Metadaten vor und nach der Aufnahme und organisiert die Übertragung auf einen Server. Allerdings hat sich Canon hier was einfallen lassen: Die App gibt es nur einen Monat kostenfrei. Wer dann Geschmack daran gefunden hat muss 4,49 Euro pro Monat berappen.

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Ohne Frage liefert der XF 605 eine professionelle Audioumgebung, allerdings verteilt Canon das gut über den gesamten Camcorder.

Fazit

Ja, ein Camcorder kann seine Vorteile immer noch ausspielen: Um den Brennweitenbereich abzudecken braucht man bei einer Vollformatkamera mindestens 3 Objektive, was zum einen teuer ist und bei den Dreharbeiten immer wieder Unterbrechungen mit sich bringt. Und natürlich kann man mit drei Objektiven nicht komplett durchzoomen – ob man das so häufig benötigt ist allerdings dahingestellt. Wir drehen selbst mit Systemkameras und kennen deren Vorteile beziehungsweise lieben deren Bildeindruck mit eleganter Unschärfe. Hier kann der XF 605 sicher nicht mithalten. Selbst die erreichbare Unschärfe sieht vergleichsweise hart aus. Doch dafür liefert er so zuverlässige Automatiken, die auch die beste Vollformat-Fotokamera derzeit nicht bietet. Und mit der klassischen Henkel-Camcorder-Bauform und den vielen Tasten ist er zudem in der Handhabung klar im Vorteil.

+ guter Bildstabilisator
+ sehr viele Direkttasten
+ gute Netzwerkfunktionalität (mehr dazu im Test der VIDEOAKTIV 1/22)
- unangenehmes Lüftergeräusch

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Der Akku sitzt leicht angeschrägt im Gehäuse, was das entnehmen erleichtert. In das Gehäuse passen Akkus mit verschiedenen Leistungsklassen, so dass die Laufzeit eigentlich immer ausreichen sollte.

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Der Camcorder lässt sich via USB-C als Webcam am Rechner anschließen. Noch nicht aktiv war das direktes Streaming via Netzwerk. Das Speichern von Videodaten auf einem FTP-Server klappte im Test.

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Autor: Joachim Sauer / Bilder: MEDIENBUREAU

Artikel begleitend zur VIDEOAKTIV 6/2021:

Forumthemen


28.10.2021, 13:03

28.10.2021, 13:13
Was meint ihr, ist ein solcher Camcorder wie der Canon XF605 in 2021 noch interessant?icon_5

28.10.2021, 17:10
Die Frage ist schon interessant: wer ist „ihr“? in 2016 war ich kurz davor mir so ein Gerät zu kaufen. aber da war 4K noch neu und ich habe es gelassen - außerdem bin ich Amateur- da ist so eine Kamera keine Notwendigkeit. Über die Jahre werde ich älter und merke: ...

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