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Großer Praxistest: Canon EOS R5 - ISO- und AF-Testaufnahmen, Ergonomie

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Die EOS R5 hat die inzwischen übliche Ausstattung an Schnittstellen – sowohl im Audiobereich, als auch für die Kommunikation mit dem Rechner. Wir konnte sie allerdings nicht via USB mit einem Mac verbinden, beim PC war´s kein Problem.

Die Kamera hatte zum Testzeitpunkt die Firmware 1.1.0, wobei Canon nach deutlicher Kritik im Internet am Wärmeverhalten bereits Verbesserungen in dieser Version umgesetzt hat. Der Hersteller stellt auch weitere Verbesserungen in Aussicht. Sicher dürfte aber sein, dass es weiterhin Aufnahmebegrenzungen aus thermischen Gründen gibt.
Doch trotz der Einschränkungen: Die EOS R5 liefert eine für die Social-Media-Produktion ausreichende Aufnahmelänge. Solange man Aufzeichnungen von über 10 Minuten vermeiden kann, stößt man eigentlich nicht an die Schwelle, an der die Kamera zum Selbstschutz für eine knappe Stunde die Aufnahme verweigert. Das dürfte für Dokumentationen reichen – bei Interviewsequenzen dürfte man damit allerdings schon Schwierigkeiten bekommen.


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Geschickt ist das Quickmenü, das zum Beispiel schnellen Zugriff zur Tonaussteuerung bietet.

Ergonomie
Experimente beim Gehäuse macht Canon nicht. Es ist ein kleines bisschen größer als das der EOS R aber ein gutes Stück schwerer. Der Griff liegt gut in der Hand, die Wahlräder vorn und hinten sind gut erreichbar und weiterhin aus Metall. Die Wahl der Betriebsmodi verlegt Canon weiterhin auf eine Taste, die sich im hinteren Wahlrad befindet. Der Auslöser hat den nötigen Druckpunkt um den Autofokus sicher vom Fotoauslöser trennen zu können. Wobei Canon für die Videoaufzeichnung wieder eine eigene Taste auf der Oberseite anbietet. Gleich daneben ist in der Kameraschulter ein Informationsdisplay untergebracht. Wenn man die EOS R neben die R5 stellt muss man also schon sehr genau hinschauen, um Unterschiede zu erkennen. Einen deutlichen Unterschied sieht man dagegen, wenn man in den Sucher schaut, denn hier arbeitet nun ein Display mit 1.920.000 RGB-Bildpunkten, wobei man hier einfach sagen muss: Bildpunkte sehen kann man da nun wirklich nicht mehr.

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Bis ISO 400 ist das Bild einwandfrei und frei von Bildrauschen und Schärfeverlusten.

Der Sucher liefert also inzwischen eine Auflösung, die einer Mattscheibe nicht nachsteht. Zumindest bei einem Standbild, denn sobald sich Objekte durchs Bild bewegen, sieht man, dass die Bildwiederholfrequenz des Suchers niedriger ist: Das Bild ruckelt störend, was eine ordentliche Bildbeurteilung schwer macht. Dabei bietet der Sucher eigentlich die bessere Qualität gegenüber dem rückwärtigen, mit der EOS R identischen, spiegelnden Display. Hier ist bei Sonnenschein die Bedienung sehr schwer. Zumal wir die Navigation durchs Menü via Touchscreen nicht nur wegen der Fingertapser lästig finden, sondern auch weil die Symbole für die direkte Anwahl mit dem Finger etwas zu klein sind. Letztendlich navigieren wir eben doch lieber mit dem gut erreichbaren Joystick, der das Menü auch dann einfach bedienbar macht, wenn man durch den Sucher schaut.