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Tontest: Tascam Portacapture X6 - 4-Spur-Feldrecorder mit Touchscreen - Nutzungsvarianten und Bedienung

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NUTZUNGSVARIANTEN
Alternativ kann man den X6 auch via USB-C-Buchse an den eigenen Computer anschließen und als 6-Kanal-Audiointerface benutzen – die sechs Kanäle bestehen hier aus den beiden Stereomikrofonen, den Audiokanälen drei und vier sowie einem Mix-Signal, welches alle Kanäle in einer Audiodatei bündelt. Damit man während der Aufnahme nicht versehentlich an den falschen Knöpfe dreht, kann man den Einschalter in eine Hold-Position schieben, sodass Touchscreen und Tasten gesperrt sind. Das Kunststoffgehäuse des X6 ist gut verarbeitet, alle Tasten haben einen guten Druckpunkt, lediglich die Stereomikrofone sitzen etwas wackelig. Wer seinen Rekorder ferngesteuert bedienen will, kann das über die App „Portacapture Control“ und einen separat erhältlichen Bluetooth-Adapter tun.

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Der Fieldrecorder lässt sich als XLR-Adapter für die Kamera nutzen, wobei er intern die deutlich bessere Tonqualität liefert.

BEDIENUNG
Etwa acht Sekunden braucht der X6 zum Hochfahren, dann empfängt er den Filmer mit einem übersichtlichen Hauptmenü. Es hält gerade für Einsteiger sehr nützliche Bedienmodi bereit. Jeder Modus hat eigene Besonderheiten: Im ASMR-Modus sind die Mikrofone besonders empfindlich, „Stimme“ ermöglicht schnelle Sprach- oder Gesangs-Stereoaufnahmen. Im Modus „Musik“ passt der X6 den Eingangspegel und die Dynamikeinstellungen automatisch über Presets an, zudem lässt sich dem Tonsignal noch ein regelbarer Hall hinzufügen. Ähnlich funktioniert auch der „Feld“-Modus für Atmo-Aufnahmen. „Podcast“ hält zwei Touchscreen-Tasten mit zuweisbaren Soundeffekten parat, „Manuell“ ermöglicht 4-Kanal-Aufnahmen. Jeder Modus hat ein eigenes kleines Symbol, bedient wird wie bei Smartphones über Fingerwischen und -drücken.

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Das SchnellmenĂĽ wird wie ein Smartphone mit dem Touchscreen-Display bedient und liefert sinnvolle Voreinstellungen.

Wir haben nahezu ausschließlich im „Manuell“-Modus gearbeitet. Dort erfolgt die Signal-Pegelung über den „Eingang“-Reiter im Aufnahmemenü, worüber auch die Eingangswahl und das Routing machbar sind. Der Fieldrecorder bietet bei Kanal 3 und 4 die Auswahl zwischen dem XLR-Anschluss oder dem externen Klinkeneingang, Kanal 1 und 2 sind fest auf das Stereomikrofonpaar festgelegt. Kanäle 1 und 2 sowie 3 und 4 können dabei sowohl einzeln Mono-Signale aufzeichnen oder lassen sich als Stereospur zusammenfassen. Dazu offeriert das Eingangsmenü eine zuschaltbare Phantomspeisung sowie einen Hochpassfilter und ein Noise-Gate mit unterschiedlichen Voreinstellungen. Dazu kommen entweder ein Kompressor oder ein Limiter, welche man beide nicht weiter modifizieren kann. Der 4-Band-Equalizer bietet dagegen nicht nur Presets, sondern kann auch manuell bedient werden. Jeder Eingang ist individuell pegelbar. Damit sich im Mix nicht zwei Kanäle gegenseitig auslöschen, kann man pro Kanal dessen Phase umkehren.

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Wer etwas tiefer einsteigen möchte, kann in das monochrom gehaltene Grundeinstellungsmenü eintauchen, das weniger hübsch anzusehen, aber durchaus funktional ist.

Apropos Mix: Der Portacapture zeichnet zusätzlich zu jedem Tonkanal separat eine Stereomischung auf. Im Reiter „Mixer“ des Aufnahmemenüs kann man diese nach eigenem Gutdünken abmischen. Pegeln und die Kanäle im Stereopanorama platzieren kann man wiederum über Fingertipp auf den jeweiligen Regler und anschließend entweder über Schieben oder das Bedienrad – je nachdem ob eine schnelle oder eine genaue Änderung gewünscht ist.

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Der Recorder bietet einen Vierband-Equalizer und hilft damit bereits intern den Ton anzupassen.