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Kunst im Bild

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Wer urheberrechtlich gesch├╝tzte Kunstwerke abfotografiert oder abfilmt, ben├Âtigt f├╝r die Ver├Âffentlichung h├Ąufig die Zustimmung des K├╝nstlers. Werke der bildenden Kunst, seien es Gem├Ąlde oder Plastiken, sind in aller Regel zugunsten des K├╝nstlers urheberrechtlich gesch├╝tzt. Der urheberrechtliche Schutz erlischt erst 70 Jahre nach dem Tod des K├╝nstlers.
 

Wird ein Kunstwerk abfotografiert oder abgefilmt, so ist dies eine Vervielf├Ąltigung des Kunstwerkes. Solche Vervielf├Ąltigungen sind in aller Regel zustimmungspflichtig. Nur unter engen Voraussetzungen m├╝ssen Sie keine Zustimmung des K├╝nstlers einholen: Sie benutzen das Foto oder den Film ausschlie├člich zu eigenen privaten oder wissenschaftlichen Zwecken. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Foto oder der Film f├╝rs eigene Archiv oder Fotoalbum gedacht ist und nur im Freundes- oder Bekanntenkreis gezeigt wird. Schon nicht mehr zul├Ąssig ist es, wenn Sie das Foto oder den Film, auf dem das Kunstwerk zu sehen ist, auf Ihre eigene private Internetseite einstellen - selbst wenn kein Download m├Âglich ist.

Eine weitere Ausnahme liegt vor, wenn das Kunstwerk, das auf dem Foto oder dem Film zu sehen ist, nur ÔÇ×unwesentliches Beiwerk" neben dem eigentlichen Gegenstand der Abbildung ist.

Hundertwasser
Bleibend: Das Hundertwasser-Haus in Wien bleibt dauerhaft stehen. Es ist damit von der Stra├čenansicht jederzeit abzufilmen und zu fotografieren.
couch1
Werbung: Im Wohnprospekt sind Kunstwerke nicht zu sehen, da sie als wesentlich f├╝r den Endruck eingestuft werden. (Bild: Mit freundlicher Genehmigung von PosterXXL)

ÔÇ×Unwesentliches Beiwerk" ist nur, was in Bezug zum Hauptgegenstand der Abbildung so nebens├Ąchlich ist, dass es aufgrund seiner fehlenden Beziehung zum eigentlichen Hauptgegenstand ausgetauscht werden k├Ânnte, ohne die Gesamtwirkung zu beeintr├Ąchtigen und ohne dass der nicht eigens darauf achtende Betrachter dies bemerkt. Dies ist nur selten der Fall. So hat z.B. das OLG M├╝nchen in einem Urteil aus dem Jahre 1988 entschieden, dass der Abdruck eines Werkes der bildenden Kunst in einem Werbeprospekt eines M├Âbelh├Ąndlers, in dem eine Wohnlandschaft abgebildet und im Hintergrund ein Kunstwerk an der Wand zu sehen war, kein ÔÇ×unwesentliches Beiwerk" ist. Folge war, dass der werbende M├Âbelh├Ąndler die Zustimmung des bildenden K├╝nstlers ben├Âtigt hatte.