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Test: Sony PXW-Z100 - Bild und Ton - MXF-Format, Bild und Ton

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Der AX 1 erzeugt einfach lesbare MP4-Dateien, der Z 100 schreibt im MXF-Format. Das versteht nicht jeder PC, bietet aber bessere M├Âglichkeit zur Metadaten-├ťbertragung. Metadaten, etwa Bildlook-Presets f├╝r mehrere Camcorder einer Produktion, kommen ├╝ber eine WLAN-App oder per SDSpeicherkarte ins Ger├Ąt. Ein zweiter SDXCSchacht, gleich neben den XQD-K├Ąrtchen, ist noch arbeitslos. Ab Sommer sollen ├╝ber ihn die g├╝nstigen K├Ąrtchen auch mit einer 4K-Variante von AVCHD bespielbar sein. Dieses Format muss aber noch richtig fertiggestellt, verabschiedet und dann von Schnittsystemen akzeptiert werden. Au├čerdem handelt es sich dabei um ein Long- GoP-System, welches vermutlich gr├Â├čere Kantenunsch├Ąrfe bei Bewegung im Bild produzieren wird. Auch eine kleine USB-Buchse findet sich. Sie ├╝berspielt nach dem Update die 4K-Dateien auch ohne PC auf Festplatten.
AX1 Formate
Sony Z 100: Beim Consumer-AX 1 fehlt das Cinema-Format, und die Datenraten (am Ende der Zeilen) sind deutlich geringer, da eine v├Âllig andere Kompression angewendet wird.
B5
Sony Z 100: Das Henkelmann-Konzept scheint so ausgereift, dass Sony die Bauform in den letzten Jahren beibehielt ÔÇô der Camcorder gleicht einem AX 2000 von 2010. Hinten liegen die Anschl├╝sse: links Einsch├╝be f├╝r die beiden XQD-Speicherkarten, daneben der vorl├Ąufig arbeitslose SDXC-Slot (1). Bei der Berechnung von 4K-Dateien entwickelt der Prozessor viel W├Ąrme, was einen gr├Â├čeren L├╝fter n├Âtig machte (2). Rechts gibt es Analog- und HDMI-Anschluss, darunter einen HD-SDI-Ausgang (3) und einen Timecode-Anschluss f├╝r eine externe Synchronisation (4).

Zurzeit gibt es noch Hemmnisse bei der Verarbeitung von 4K-Dateien. Immerhin lesen Premiere, Avid, Edius und Final Cut in der neuesten Version XAVC in 4K und in HD. Auch Vegas 12 versteht die Daten, ein Gratis-Programm namens Content Browser darf jeder Z-100-Besitzer bei Sony aus dem Web ziehen.

Geschnittene 4K-Filme speichern zurzeit nur Festplatten oder YouTube. Die R├╝ck├╝berspielung auf QXD-Karten und Abspielen aus der Kamera funktioniert erst, wenn die Schnittprogramme auch XAVC-Movies enkodieren ÔÇô nicht nur abspielen.

Bild und Ton

Viele Profis warten auf einen g├╝nstigen Camcorder mit 10-Bit-Quantisierung und 4:2:2-Farbaufl├Âsung. Diese Kombination sorgt f├╝r eine nuanciertere Farbabstufung wie beim Sony F5 oder einer wenig ausgereiften Blackmagic Cinema Camera. Und der Z 100 zeigte tats├Ąchlich feine Hautt├Âne, realistische Landschaft in zahllosen Gr├╝nt├Ânen und weniger Banding, also sichtbare Schattenstufungen bei Ton-in- Ton-├ťberg├Ąngen. Weniger gefiel aber das Bildrauschen: Vor allem in Gr├╝nt├Ânen zeigte sich selbst bei Tageslicht noch deutlich zu viel Grieseln. Die Schlange im Testaufbau sschien f├Ârmlich zu leben. Im Schwachlicht (30 Lux) rauschte die Kamera jedoch kaum mehr als viele Konkurrenten und ├╝berzeugte durch realistische Farben und geringe Verwischung bei Schwenks.

Bei Bewegung zahlte sich die hohe Datenrate von 220 Megabit pro Sekunde (Full- HD/50p) aus, die Bildkanten blieben bei langsamen Schwenks in 50p gut erhalten, bei 25p ging die Automatik prompt auf 1/25 Sekunde Belichtungszeit herunter, bei 24p im NTSC-Modus w├Ąhlte sie 1/48 Sekunde. Sinnvoll, denn die Schwenks liefen damit ruhig ├╝ber den Bildschirm, fahrende Autos und Fahrr├Ąder verschliffen weniger, als wenn ich die 1/24 von Hand einstellte.

(Martin Biebel)

 

Dies ist der erste Teil des Tests - den zweiten Teil haben wir hier ver├Âffentlicht. 

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