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  1. #1
    Foren-Profi Avatar von wabu
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    Pentax und Sigma 10/20

    Ein mir nicht erklärbares Phänomen:
    Fotos mit dem Objektiv sind einwandfrei. Insbesondere der Hintergrund (=unendlich) ist scharf. Wechsle ich in den Video Modus ist das nicht mehr der Fall
    Der Schärfebereich liegt dann (hinten) bei maximal 60/ 70 cm.
    Zum Verstärken: ich mache ein Foto, top
    drehe den Schalter auf Video: schade
    Das ist nicht nur bei einer bestimmten Pentax so (hier die K30)
    Das Sigma ist das ältere 3,5 / 4,5 10/20
    Hat jemand eine Idee??
    man lernt nie aus...

  2. #2
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    Eine Erklärung für dieses Phänomen habe ich nicht, aber kannst du prüfen, ob jeweils mit derselben Blende und identischer Fokussierung belichtet wird? Den beschriebenen Effekt könnte ich mir eigentlich nur vorstellen, wenn sich bei einem oder beiden etwas ändert. Mysteriös wäre allerdings auch das.

  3. #3
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  4. #4
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    Die ganze Geschichte:
    Prolog
    Ich nutze Pentax Kameras seit den 70er Jahren.
    Seit etwa 2005 mache ich Videos und inzwischen überwiegend Videos.
    Vor 12 Jahren kaufte ich eine K10D, war auch zufrieden und legte mir ein Sigma 10/20 zu, das 18/200 von Sigma war mein Standardobjektiv.
    Irgendwann dachte ich: Schade das dieser Bildwinkel nicht für Video zur Verfügung steht. Da kam die K30D und ich schlug zu (2013).
    Ich konnte vorher ausgiebig testen, hatte mich aber in die eigene Tasche gelogen: der Hintergrund war nie scharf und ich habe es der Auflösung 1920/1080 zugeschrieben.


    Darum geht es:
    Erst jetzt (Mitte 2018) hatte ich von meinen (gedachten) Fehlbedienungen die Nase voll. Fotos mit dem 10/20 sind astrein.


    Dann habe ich Vergleiche gemacht um am Ende zu sehen: Bei Video geht "unendlich" nicht - sondern die weiteste Entfernung liegt bei etwa 50 cm.
    Arbeite ich in dem Bereich gibt es tolle Videos - aber der Hintergrund darf keine Rolle spielen.


    Es wirkt so als wenn für Video der Sensor um etwa 0,2 mm nach vorne geht - damit ist unendlich nicht erreichbar - sehr schade


    Derzeit nutze ich einen Workaround im Bereich wo ich das Objektiv nutzen kann ( dicht ran, hinten egal) - sonst bin ich ja froh das es im Fotobereich exzellent arbeitet - selbst Riesengruppen (200+) habe ich damit perfekt aufnehmen können.


    Ich bin ausgebildeter Fotograf und habe mich schwerpunktmäßig eher mit der Technik als mit der Kreativität beschäftigt.
    Ich dachte immer ich versteh was davon...... aber hier kam ich nicht weiter, erst recht wenn der Sensor nicht bewegt wird.
    Was ja auch der Fall ist: von den 4.928 x 3.264 Pixel werden nur 1920 x 1080 gebraucht - wie das geschieht ist mir nicht klar. Rechnerisch wird möglicherweise die ganze Auflösung genommen und das intern runterscaliert. Hat aber mit dem Fokusproblem nix zu tun.


    Es geht weiter:
    Dann bin ich beim Service (Pentax) und bekomme folgenden Hinweis:


    Ihre Kamera hat einen starken Frontfocus und Ihre Optik einen Backfocus.
    Beim fotografieren heben sich der Back-und Frontfocus auf, sodass die Focuslage "Null" ergibt.
    Der Videomodus geht direkt über den Sensor, sodass der Backfocus der Optik und somit eine Unschärfe in
    gewissen Bereichen sichtbar wird.
    Wenn wir die Kamera korrekt justieren muss im Anschluss die Optik auch justiert werden, sonst
    haben Sie kein zufriedenstellendes Ergebnis.


    Das habe ich getan - erst zu Pentax dann zu Sigma geschickt.
    Vorher hatte ich auf der Photokina versucht mir dazu Meinungen, Wissen zu holen.....


    Inzwischen habe ich die Kamera wieder in den Händen. Im Fotobereich ist sie gut wie zuvor und im Filmbereich so schlecht wie zuvor.
    Das Geld für die Focus Korekktur habe ich als Lehrgeld abgehakt.


    Nach meinen vielfältigen Tests/Versuchen scheint mir klar zu sein das es sich um ein Problem der Kamera handelt.
    Das die Videos alles, was entfernt liegt, nicht scharf abbilden (im Gegensatz zu den Fotos) habe ich nicht nur bei dem Sigma 10/20 festgestellt sondern auch bei dem Sigma 18/200


    Im kurzen Brennweitenbereich das gleiche Leiden. Erst ab etwa 80mm wird auch "unendlich" scharf.


    Vermutlich bin ich der einzige (zumindest in Deutschland) der die Kombination nutzt:
    Mit einer Pentax filmen und das mit kurzen Brennweiten.
    Alle die mit DSLR filmen, machen das gerne mit langen Brennweiten um eine geringe(!) Schärfentiefe zu erzielen.


    Ich konnte bei einem Fachhändler eine neuere Pentax testen mit dem 10/20 und auch da war der Hintergrund nicht scharf, obwohl unendlich eingestellt war.
    Schon blöd wo doch die kurzen Brennweiten so einen großen Schärfentiefebereich haben - oder doch besser Tiefenschärfe.


    Ich habe alte M42 Linsen getestet, 35mm und 28mm und das dann noch mit so einem Fisheye Vorsatz. Erkennbar ähnliche Probleme. Die Fotos sind o.k.


    Mein Fazit:
    Interessant (für mich) ist je kürzer die Brennweite umso größer der Fehler - das ist auch reproduzierbar.
    Um das noch einmal ganz deutlich zu machen: Kamera ist auf einem Stativ - der Focus manuell eingestellt: Ich mache ein Foto, schalte nur auf Video und es fehlt die Schärfe im Hintergrund.
    In der pdf ist zu sehen das im Bereich bis zu von 7cm bis 70cm Schärfe zu sehen ist. Bei 70cm muss ich auf unendlich eistellen. Video hat unscharfen Hintergrund, Foto nicht.......
    Ich habe meine Erfahrungen mal mit etwas rechen untermauert. Wobei ich die geometrische Optik zu Grunde lege - auch wenn ich um die Unterschiede weiß zwischen Brennweite und Schnittweite.


    Sigma 10 bis 20mm – auf 10mm eingestellt.
    Die kürzeste Einstellung ist 240mm – die Bildweite dafür ist 10,435mm
    Bedeutet: von unendlich bis 240mm ist der Hub 0,435mm
    Wird auf Video umgestellt liegt die hintere Schärfe nicht bei unendlich sondern bei 500mm.
    Die Bildweite dafür ist eigentlich 10,204mm – was bei Foto so auch richtig ist.
    So ist aber ein Versatz von 0,204mm zu konstatieren.
    Dieser Versatz würde für Video bedeuten : es wird ab 167mm scharf abgebildet – das ist auch so zu beobachten.


    Sigma 10 bis 20mm – auf 20mm eingestellt.
    Die kürzeste Einstellung ist 240mm – die Bildweite dafür ist 21,82mm
    Bedeutet: von unendlich bis 240mm ist der Hub 1,82mm
    Ist hier der gleiche Versatz vorhanden dann liegt auf der unendlich Einstellung eine Bildweite von 20,2mm vor.
    Das entspricht einer Gegenstandsweite von 2020mm – also etwa 2m.
    Das erklärt auch die Verringerung des Schärfeproblems bei längeren Brennweiten:
    Bei 28mm ist es 3,9m (statt unendlich)
    Bei 35mm ist es 6,2m (statt unendlich)
    Bei 50mm ist es 12,6m (statt unendlich)
    Bei 80mm ist es 32,1m (statt unendlich)
    Bei 135mm ist es 91,2m (statt unendlich)
    Bei 200mm ist es 200m (statt unendlich)
    Dabei kann ab etwa 50mm davon ausgegangen werden das die Schärfentiefe bis unendlich reichen kann.
    Bleibt die Hoffnung das dieses Problem nach Japan durchgesteckt wird...
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  5. #5
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    Das meine Kombination sehr untypisch ist - klar.
    Im Rahmen der Möglichkeiten kann über das Display die Schärfe bestimmt werden. Bei längerer Brennweite und eher nahe liegende Objekte gibt es ja auch tolle Videobilder.
    Was sehr eingeschränkt ist: Ich habe gerne durch den Sucher die Schärfe manuell eingestellt. Das ist aber durch das Delta zwischen Video und Foto nicht sinnvoll.
    An zwei Beispielen habe ich das mal gerechnet.


    Brennweite-Einstellung-tatsächlich-Delta (m)
    10--- 1--- 0,3--- 0,7
    20--- 1--- 0,7---- 0,3
    28--- 1--- 0,8--- 0,2
    35--- 1--- 0,87--- 0,13
    50--- 1--- 0,93--- 0,07
    80--- 1--- 0,974--- 0,026
    135--- 1--- 0,992--- 0,008
    200--- 1--- 0,997--- 0,003


    Brennweite-Einstellung-tatsächlich-Delta (m)
    10--- 10--- 0,48--- 9,52
    20--- 10--- 1,659--- 8,341
    28--- 10--- 2,8--- 7,2
    35--- 10--- 3,781--- 6,219
    50--- 10--- 5,5--- 4,5
    80--- 10--- 7,6--- 2,4
    135---10---9,02---0,98
    Am Ende hilft die Schärfentiefe....
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