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  1. #1
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    Konvertierung in Zeitlupe

    Hallo,
    ich verzweifle bei dem Versuch, ein Video mit 240 FPS bzw. 120 FPS so zu konvertieren, dass nach der Konvertierung ein 4-fach bzw. 8-fach Zeitlupeneffekt zu sehen ist. Ich konvertiere in H.264 mit 30 FPS. Zum Abspielen habe ich verschiedene Mediaplayer (VLC, Windows MP, MPC-HC) ausprobiert.

    Zur Konvertierung habe ich verschiedene Programme wie z.B. Handbrake oder Any Video Converter ausprobiert. Das Ausgangsvideo stammt von einer Gopro 6 und hat die Auflösung 1920x1080 mit 120 FPS bzw. 240 FPS. Nach der Konvertierung wird das Video von den Playern stets wieder im Normaltempo abgespielt, obwohl die FPS nur noch 30 ist.

    Nur mit Photoshop Premiere Pro CC hat es geklappt, da habe ich allerdings nur eine Testversion.
    Versuche das Problem schon seit Tagen zu lösen, brauche aber wohl mal dringend Hilfe.
    Martin

  2. #2
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    Wenn du 120p-Material tatsächlich in 30p umrechnest, dann verwirft das Schnittprogramm einfach drei Viertel der Bilder nach dem Motto: Frame 1 behalten, 2,3,4 weg, 5 behalten, 6,7,8 weg undsoweiter. Das Ergebnis ist ein mit Normalgeschwindigkeit laufendes 30p-Video, das wahrscheinlich wegen der fehlenden Zwischenbilder und der für den Rest zu kurzen Belichtungszeit auch noch ruckelt.

    Für eine Zeitlupe brauchst du jedoch alle Bilder und eine Differenz zwischen Aufnahme- und Wiedergabegeschwindigkeit. Erstell im Schnittprogramm also eine 30p-Sequenz, zieh den 120p- oder 240p-Clip hinein und lass ihn von der Software als 30p "interpretieren". Dabei wird am Clip selber nichts verändert, nur das Abspielen dauert nun viermal bzw. achtmal so lange - fertig ist die Zeitlupe.

  3. #3
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    Hallo Bernd!
    Heißt das, dass es mit den (genannten) Konvertierungsprogrammen gar nicht geht? Kannst Du mir ein alternatives Schnittprogramm empfehlen?

  4. #4
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    Ich habe den Markt nicht so im Blick, um ein Schnittprogramm gezielt empfehlen zu können, aber diese Funktion sollte eigentlich bei jedem vorhanden sein. Shotcut zum Beispiel wird gern genommen, wenn kostenlose Software gefragt ist, und damit lassen sich Zeitlupen erstellen. Tutorials dazu finden sich bestimmt bei Youtube.

  5. #5
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    Falls Websuche ansteht und Englisch auch geht:

    Das von Bernd beschriebene Vorgehen läuft auch unter der Bezeichnung "conform" oder "conforming" - nichts umrechnen, aber der Abspielsoftware eine andere 'Frame Rate' (Bildrate, Bildfrequenz) vorgeben.

  6. #6
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    Super, vielen Dank erst mal für die Tipps. Ich hatte offensichtlich einen Denkfehler mit der Annahme, dass Konvertierungsprogramme eine Zeitlupe erstellen können. Ich gehe also jetzt davon aus, dass weder Handbrake, Any Video Converter, Xmedia Recode, WinX HD Video etc. dies können.
    Mit shotcut habe ich es jetzt auch hinbekommen, kommt auch mit HEVC 240 FPS klar. Dieses Programm finde ich allerdings nicht gerade simpel. Falls es da noch leichtere Programme für Anfänger gibt, wäre ich dankbar für Hinweise.
    Eine weitere Frage von mir: Warum wird ein Gopro Video mit 240 FPS von allen Playern bei mir nur ca. in halber Geschwindigkeit angezeigt (ohne zu Ruckeln)? Kann das an meiner Hardware liegen?

  7. #7
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    Ich habe mal mit HandBrake versucht, ein 1080_50p Video in ein doppelt so langes 1080_25p herauszurechnen. Das ist mir leider nicht gelungen (was nicht heissen muss, dass es vielleicht doch irgendwie geht) - der neu berechnete Clip war stets gleich lang.

    Ich nehme an, dass dies Dein Ziel ist:
    Du nimmst ein 120p oder 240p Video aus der GoPro 6 von z. B. 10 Sekunden Länge und möchtest daraus ein 30p-Video berechnen, dass 40 Sekunden (aus 120p) oder 80 Sekunden (aus 240p) lang ist.
    Damit hättest Du einerseits alle Bilder, die aufgenommen wurden, beim Abspielen angezeigt, und andererseits müsstest Du Dich beim Abspielen nicht um irgendwelche Bildraten-Anpassungen für den Media-Player oder das Schnittprogramm kümmern.

    Einen Programmtipp habe ich leider nicht, aber wie oben bereits erwähnt: Man müsste das Video zunächst "conformen" (also hier die Abspiel-Bildrate gegenüber der Aufnahme-Bildrate absenken (ganzzahliger Teiler!)), und dann mit der neuen Bildrate (Frame Rate) so herausrechnen, dass es um den entsprechenden Teiler (nun Faktor) länger wird. Bei gleicher Cliplänge würde hingegen das geschehen, was Bernd beschrieben hat, nämlich, dass einfach Bilder ausgelassen würden.
    Geändert von Skeptiker (04.08.2018 um 08:36 Uhr)

  8. #8
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    Man muss den Clip, wie Bernd schon geschrieben hat, lediglich neu interpretieren.
    Das beherrschen die meisten Schnittprogramme und stellt keine große Aufgabe dar.
    Das bedeutet also ganz einfach, dass die Clips mit höherer Framezahl zeitlich gestreckt werden.
    Wird also aus einen 120p Clip ein 30p Clip gemacht, dann werden jeweils 30 Einzelbilder für 1 Sekunde genommen.
    Der Clip wird dann also 4 x so lang wie vorher.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  9. #9
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    Das Problem lässt mir noch keine Ruhe.

    Das Neu-Interpretieren des Clips wie von Bernd beschrieben und von Hans-Jürgen bestätigt ist das Eine. Das Andere ist das korrekte Herausrechnen (und anschliessende Abspielen in einem Mediapayer) eines so veränderten Clips.

    Ich habe noch etwas getestet, will aber als Mac-User hier nicht in die Details gehen, weil der Fragesteller ja einen PC benutzt.

    Jedenfalls stellt sich das Problem bzw. die Lösung bei meinen Tests als nicht ganz einfach dar.

    Ein Grund könnte sein, dass bei einem H.264 (oder neu auch H.265) komprimierten Clip direkt aus der Videokamera die GOP-Struktur (Group Of Pictures - Kompression in Bildergruppen, nicht Einzelbildern) von der (Schnitt-)Software zunächst in einzelne Bilder geändert werden muss, die dann erneut in H.264-GOPs umgerechnet werden müssen, die zur geänderten 'Frame Rate' (Bildfrequenz) passen.

    Jedenfalls sah das wieder-abgespeicherte Ergebnis nach 1080/50p MOV/H.264 Import in eine 1080/25p Timeline mit anschliessender Geschwindigkeitsverlangsamung des Clips auf 50% (und folglich Verdoppelung der Cliplänge) nicht überzeugend aus.

    Überzeugend hinbekommen (nach vergeblichen Versuchen mit HandBrake und MPEG Streamclip) habe ich die herausgerechnete Bildratenänderung (und entsprechende Cliplängen-Änderung) dann mit einem kommerziellen Konvertierungsprogramm (50 USD) für den Mac, das eigentlich zur ProRes-Erzeugung (oder auch Avid-Format-Umrechnung) aus stark komprimierten Videofiles (z.B. H.264 als MP4 oder MOV aus der Kamera) gedacht ist, um den Videoschnitt flüssiger auszuführen (weniger Dekompressions-Aufwand zum Abspielen nötig, da die Einzelbilder weniger stark 'verpackt' sind). Das Programm bietet nach Änderung der Abspiel-Bildrate auch die direkte Erzeugung von MOV/H.264 an, man kann sich den Umweg über ProRes oder die Avid Codecs also sparen.

    Vielleicht könnte generell ein vorheriges Umrechen des H.264-kodierten GOP-Clips in ein Einzelbild-komprimierendes Editing-Format wie ProRes oder Avid DNxHD oder DNxHR (kostenlos installierbar, erscheint im QuickTime Pro Export-Menü) oder auch den Canopus / Grass Valley / Edius Intermediate Codec HQX (kostenlos installierbar) helfen, die Bildraten-Änderung und Wieder-Abspeicherung des Clips sauber hinzubekommen.

    Alles reichlich spekulativ (bin mir auch nicht sicher, ob der Erklärungsversuch richtig ist - vielleicht ist es ja mit dem richtigen Schnittprogramm viel einfacher als gedacht), das stimmt - aber es käme auf eigene Tests mit überzeugendem Ergebnis an!


    Zitat Zitat von Martin01 Beitrag anzeigen
    Eine weitere Frage von mir: Warum wird ein Gopro Video mit 240 FPS von allen Playern bei mir nur ca. in halber Geschwindigkeit angezeigt (ohne zu Ruckeln)? Kann das an meiner Hardware liegen?
    Falls mit "voller Geschwindigkeit" das Abspielen eines 240fps-Clips in Echtzeit gemeint ist, so kommen bei 240 'auszupackenden', stark komprimierten (H.264 oder das noch anspruchsvollere H.265) Bildern pro Sekunde sowohl Abspiel-Software als auch Computer-Hardware an ihre Grenzen!
    Geändert von Skeptiker (05.08.2018 um 10:28 Uhr)

  10. #10
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    Ich wüsste einfach bei Magix: dort auf "Geschwindigkeit" gehen und 120 (240) fps einstele. Dann wird jedes Frame verwendet und es hat eine saubere Zeitlupe.
    Ähnliches tool haben viele Schnittprogramme.
    man lernt nie aus...

  11. #11
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    Das wäre zu einfach.
    Gruß

    Hans-Jürgen

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