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  1. #1
    Aktiver Nutzer Avatar von tobias
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    iMovie und die schiere Datenflut auf der Festplatte

    Hallo zusammen, sehr geehrte Redaktion von VA,

    ich habe seit ein paar Monaten die HDC-SD909 von Panasonic und nutze auch schon seit meiner MiniDV-Camcorder-Zeit iMovie und habe zu dem "Einstiegs"-Schnittprogramm aus dem Hause Apple eine Frage:

    Wie verhindere ich für und mit iMovie '11 wirklich riesige Datenmengen / Dateimengen?

    Beispiel: Gerade habe ich knapp über 16 GB Filmmaterial auf AVCHD Basis via iMovie (-Importfunktion) auf meine Festplatte kopiert. - Wie passiert es, dass ich dann über 150 GB "Filmmaterial" auf der HDD habe?

    In Ihrer letzten Ausgabe stand etwas bzgl. der (ich sage mal leider) "automatischen" Umkonvertierung in Quicktime etc drin. - Wie ich das verhindern kann weiß ich aber nicht. Was kann ich also nun konkret tun? Muss ich diese Problematik hinnehmen, wenn ich möchte auf Final Cut Pro X umsteigen, oder sonstige Ideen?

    Ich würde mich um Ihre Antwort freuen, natürlich auch von anderen Lesern oder Nutzer von iMovie etc. Vielen Dank im Voraus.

    MfG Tobias

  2. #2
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    iMovie verarbeitet AVCHD nicht nativ, also so wie es von der Kamera kommt, sondern macht automatisch das, was aus gutem Grund bewusst oft auch mit weit teurerer Schnittsoftware im professionellen Bereich gemacht wird. Es wandelt beim Import in ein so genanntes "Intermediate"-Format (hier den Apple Intermediate Codec AIC), das wesentlich leichter zu bearbeiten ist, da die Komprimierung viel geringer ist. Logischer Nachteil der Geschichte, der bei den heutigen Festplattenpreisen allerdings nicht weiter ins Gewicht fallen sollte: Die Datei wird dadurch rund zehnmal größer. Falls das für dich dennoch ein Problem ist und du vielleicht auch nicht so aufwendig bearbeiten willst, dass AVCHD an die Grenzen käme, könnte Premiere Elements von Adobe für dich interessant sein. Soweit ich weiß, verarbeitet das AVCHD nativ. Schwierigkeiten könnte es jedoch mit 50p-Aufnahmen geben, aber dazu kann dir sicher jemand etwas sagen, der dieses Programm näher kennt.

  3. #3
    Aktiver Nutzer Avatar von tobias
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    Hallo, vielen Dank für die Antwort Bernd. Jetzt verstehe ich wirklich was "native" also nativ bedeutet. - Sehr gut und verständlich erläutert. Kompliment. -

    Ja, für mich ist der hohe "Festplattenwust" sprich der hohe Speicherbedarf bald ein Problem, ich habe nur eine 500 GB HDD in meinem MacBook Pro 13 Zoll Modell, Baujahr 2011.

    Ich habe schon ernsthaft überlegt Adobe Premiere 5.5 als Schülerversion legal zu erwerben, auf der anderen Seite kaufe ich mir dafür für rund 500 Euro sehr gute externe Festplatten mit zwei oder mehr Terabyte, Firewire 800 und RAID-Option. - Was denkst du? Eine gute Alternative?


    Nochmals DANKE an dich.

    MfG Tobias

  4. #4
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    Ich kenn mich jetzt nicht genau mit iMovie aus und auf der Apple-Seite findet man auch keine vernünftigen Informationen, aber hast du es mal mit Quicktime-Files mit h264 versucht? Ich habe mir - um die 50p-Files meiner NEX-5N in Final Cut Pro X verwenden zu können - ein kleines Skript geschrieben, um mts-dateien in kompatible Quicktime-Dateien zu wandeln. Vielleicht hilft dir das, falls du das mal ausprobieren willst: https://github.com/irieger/mts2mov

    Das automatische Konvertieren in den Apple Intermediate hat mich damals nach kurzem Antesten auch direkt wieder von iMovie verjagt.
    Grüße,
    Ingmar

  5. #5
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    Zitat Zitat von tobias Beitrag anzeigen
    Premiere 5.5 als Schülerversion...auf der anderen Seite...für rund 500 Euro sehr gute externe Festplatten mit zwei oder mehr Terabyte, Firewire 800 und RAID-Option...Eine gute Alternative?
    Eine externe Firewire-Festplatte mit beispielsweise 1TB würde das Kapazitätsproblem auch schon lösen und kostet sehr viel weniger als 500 Euro. Wenn dir die Möglichkeiten von iMovie genügen (und offenbar kann man mehr damit machen, als manche diesem Programm zutrauen) würde ich zuerst diesen Weg gehen, zumal eine zweite Festplatte immer sinnvoll ist. Premiere CS5.5 als Gegenstück zu Final Cut Pro 7 spielt natürlich in einer anderen Liga der Schnittsoftware, so dass das eine grundsätzliche Entscheidung ist.
    Geändert von Bernd E. (07.10.2011 um 08:24 Uhr)

  6. #6
    Aktiver Nutzer Avatar von tobias
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    Bzgl. deiner Meinung rund um das Thema externe Festplatten stimme ich dir zu. Sicher, 500 Euro für externe Festplatten ist etwas zu hochgegriffen. Aber mit externen 2TB-Festplatten mit USB 2.0 oder USB 3.0 für die 100 Euro möchte ich mich nach eigenen Erfahrungen nicht mehr abgeben. ;-)

    Ja, also ich kann mit iMovie meine Projekte für den Privatgebrauch sehr gut umsetzten. Dennoch plane ich mir noch die "Pro Version" aus dem Hause Apple zu kaufen: Die Software deckt das ab was leicht und verständlich in iMovie steckt und hat noch einige lohnende Eigenschaften. Die Adobe Suite 5.5 würde zwar als Schüerversionen "faire" Preis bieten aber vom ganzen Leistungsspektrum eher zu viel (für mich) sein.

    Ich warte noch im Übrigen auf eine Meinung der (Fach-) Redaktion von Videoaktiv. - Ich bin sicherlich nicht der einzige Anwender von iMovie. ;-)

    Generell finde ich: VideoAktiv sollte sich mal dem Thema "Videoformate, Videoprojekte richtig speichern" etc. gesondert widmen.

    MfG Tobias

  7. #7
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    Hallo tobias,

    Zitat Zitat von tobias Beitrag anzeigen
    Beispiel: Gerade habe ich knapp über 16 GB Filmmaterial auf AVCHD Basis via iMovie (-Importfunktion) auf meine Festplatte kopiert. - Wie passiert es, dass ich dann über 150 GB "Filmmaterial" auf der HDD habe?

    In Ihrer letzten Ausgabe stand etwas bzgl. der (ich sage mal leider) "automatischen" Umkonvertierung in Quicktime etc drin. - Wie ich das verhindern kann weiß ich aber nicht. Was kann ich also nun konkret tun? Muss ich diese Problematik hinnehmen, wenn ich möchte auf Final Cut Pro X umsteigen, oder sonstige Ideen?
    Also wenn ich deine Frage richtig verstehe, willst du wissen, ob auch FCPX beim Import Zwangskonvertiert?
    Es konvertiert zwar die AVCHD-Dateien in einen Quicktime-Container, dabei wird der H264-Stream aber nur kopiert und nicht konvertiert. Einzig das Audio wird wohl von Dolby nach PCM konvertiert, was verlustlos sein sollte und die Dateiegröße kaum beeinflusst. D.h. 16GB Quellmaterial sind nacher auch 16GB auf der Platte.

    Allerdings kann FCPX mts-Dateien nur aus einer intakten AVCHD-Ordnerstruktur, wie sie die Kameras anlegen importieren. Ansonsten muss man das Material im Voraus nach Quicktime konvertieren, wozu man z.B. das oben von mir verlinkte Script verwenden kann. Dies macht genau die Konvertierung, die FCPX beim Import ausführt.
    Grüße,
    Ingmar

  8. #8
    Aktiver Nutzer Avatar von tobias
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    Hallo Ingmar,

    in der letzten Videoaktiv Ausgabe steht aber, dass FCXP die Importmängel von iMovie geerbt hätte. Was stimmt nun? Vll. hat auch die Redaktion einfach vergessen im Detal zu erläutern, dass nur z.B. Dolby umkonvertiert werden?

    Was sagt da nun eigentlich die Redaktion dazu? - Ich würde mich freuen, von der Videoaktiv Rerdaktion zu hören, zu lesen.

  9. #9
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    Hallo Tobias,

    mit dem Importmängeln war gemeint, dass FCPX nur aus AVCHD-Strukturen importieren kann.

    Wir bitten um Verständnis, doch wir haben im Magazin nur begrenzten Platz, da können wir nicht immer alles schreiben, was alle Eventualitäten abdeckt. Speziell dieser Text hat mehrere Kürzungsdurchgänge gehabt, da müssen am Ende auch Inhalte rausfallen die uns selbst schmerzen. In diesem Fall ist dabei auch eine kleine Unklarheit beziehungsweise eine Informationslücke rausgekommen - dafür können wir uns nur entschuldigen.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

    Wir freuen uns, wenn Ihr unser Portal videoaktiv.de besucht und natürlich unseren YouTube-Kanal mit jeder Woche interessanten Videos abonniert.

  10. #10
    Aktiver Nutzer Avatar von tobias
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    Vielen Dank an den Beitrag der Redaktion!

    Okay, nun bin also schlauer: Bei FCPX wird das Video praktisch als Format unangetastet auf die HDD kopiert, der Ton dagegen wird konvertiert. Letztes ist bestimmt nicht tragisch und braucht auch nicht so viel Ressourcen während der Umkonvertierung. - Ein etwa 16 GB Import bleibt also auch dann entsprechend vergleichbar auf der Festplatte.

    Ich habe den Eindruck, dass ich mittlerweile dank dieses Forums schlauer werde. :-)

    Nun überlege ich mir wegen dem "Mehr" an Funktionen und dem "Weniger" an Datenwust doch noch FCPX zu kaufen. Tut mir leid, dass ich nur 500 GB Speicher auf meiner HDD habe, Apple.

    Nun aber noch eine Verständnisfrage: Was heißt "AVCHD-Strukturen"? Das hat auch schon ein Mitglied des Forums mir geschrieben.

    Herzlichen Dank nochmals. Ich freue mich, dass VA dieses Forum geschaffen hat, in Zeiten von Facebook und dem anderen Web 2.0 Gedönse. ;-) Viel Erfolg für dieses Forum.

  11. #11
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    Zitat Zitat von tobias Beitrag anzeigen
    Was heißt "AVCHD-Strukturen"?
    AVCHD-Camcorder speichern neben dem eigentlichen Video noch eine Reihe von Hilfsdaten in Ordnerstruktur, die zwar größenmäßig nicht ins Gewicht fallen, jedoch später ganz hilfreich - oder gar nötig - sein können. Dann zum Beispiel, wenn du längere Clips aufgenommen hast, die die systembedingte Maximalgröße überschreiten: Dank der Hilfsdateien können die einzeln abgelegten Clips wieder zu einem einzigen verbunden werden, ohne dass an den Nahtstellen etwas verlorengeht. Deshalb bei der Datensicherung immer alles kopieren, was die Kamera gespeichert hat, und nicht nur die MTS-Dateien.

  12. #12
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    Zitat Zitat von tobias Beitrag anzeigen
    in der letzten Videoaktiv Ausgabe steht aber, dass FCXP die Importmängel von iMovie geerbt hätte. Was stimmt nun? Vll. hat auch die Redaktion einfach vergessen im Detal zu erläutern, dass nur z.B. Dolby umkonvertiert werden?
    Das FCPX die Importmängel von iMovie geerbt hat ist richtig. Es ist einfach peinlich, dass FCPX mts-Dateien aus der AVCHD-Ordnerstruktur lesen kann, aber nicht als einzelnes mts importieren kann. Außerdem kann es nativ nicht mit 50p-Files meiner NEX umgehen, unterstützt laut Kompatibilität aber z.B. den Panasonic HDC-HS900, der auch 50p aufnimmt. Wenn ich dann die mts-Files mit meinem Skript konvertiere, kann ich diese mov-Dateien importieren. Was sich Apple dabei gedacht hat weiß ich wirklich nicht.
    Grüße,
    Ingmar

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