Seite 2 von 2 ErsteErste 1 2
Ergebnis 13 bis 15 von 15
  1. #13
    Foren-Profi
    Registriert seit
    21.10.2011
    Beiträge
    1.012
    @Bernd E.:

    Danke für die Hinweise!

    Das hat man nun davon, wenn man spontan auf den erstbesten Link klickt, der einen anlacht! ;-)

    Habe noch im Handbuch zu meinem alten "HD ready" (der Ausdruck steht da allerdings nirgends) Beamer von BenQ nachgesehen - da ist in den Spezifikationen tatsächlich von einem LCD Chip mit 1280 x 720 Pixeln (16:9) die Rede.
    Beim TV-Gerät steht dann aber 1366 x 768 in den technischen Daten.
    Geändert von Skeptiker (08.05.2018 um 10:07 Uhr)

  2. #14
    Foren-Profi
    Registriert seit
    05.09.2011
    Beiträge
    411
    Diese Gleichsetzung von "HD Ready" und "720p" beruht tatsächlich auf einem Irrtum - genauso wie der Begriff "Full HD" für "1080p". Beide sind aber inzwischen so verbreitet, dass man sie fast schon als Allgemeingut anerkennen muss. Es nutzt ja nichts, wenn nur noch ein paar "Eingeweihte" die korrekten Definitionen kennen. ;)

    Das fing alles an mit dem EICTA-Siegel "HD Ready" für Fernsehgeräte. Dort wurde, wie hier schon gesagt wurde, eine Mindestauflösung von 720 Zeilen (Vertikalauflösung) festgelegt. Es gab keine konkrete Zahl für die Horizontalauflösung; anfangs waren z. B. auch Plasmaschirme mit nur 1080 horizontalen Pixeln in Gebrauch (das waren dann rechteckige Pixel). Und natürlich hätten auch beliebig höher aufgelöste Fernseher das HD-Ready-Logo tragen dürfen. Die besagten 1366 x 768 waren eine beliebte (aber nicht die einzige) Variante.

    Bis dahin war auch noch alles klar. Verwirrend wurde es erst, als Fernseher mit 1920 x 1080 Pixeln auf den Markt kamen. Prinzipiell hätten die ja immer noch "HD Ready" heißen dürfen, aber die Hersteller wollten die neue Auflösung aktiv als Feature vermarkten. Da die EICTA nicht rechtzeitig ein neues Label fertig hatte, erfanden einige Hersteller in Eigenregie den Begriff "Full HD". So kam es zu dem Irrtum, Fernseher mit dem schon etablierten Logo "HD Ready" hätten generell eine niedrigere Auflösung.
    Als die EICTA endlich ihr offizielles erweitertes Label "HD Ready 1080p" vorstellte, war der Zug längst abgefahren. Die Hersteller trauten sich zum Teil gar nicht mehr, das neue Label zu verwenden; da viele technikbegeisterte Käufer bei "HD Ready" an niedrige Auflösung dachten, hätten sie deshalb wohl vom Kauf abgesehen und lieber ein Konkurrenzgerät mit dem inoffiziellen "Full HD" genommen.

    Marketingtechnisch war "Full HD" ein riesiger Erfolg. Es verbreitete sich rasend schnell - auch und gerade unter Laien, die sonst von der Technik nichts wussten. Ich erinnere mich noch an jede Menge Fragen im Slashcam-Forum, wo jemand einen Camcorder suchte und als einzige Anforderung nennen konnte: "Er muss unbedingt Full-HD haben." Oder wenn man filmend auf der Straße angetroffen wurde, kamen Leute her und zeigten auf die Kamera: "Hat die Full-HD?"

    Das große Problem mit "Full HD" ist, dass es nirgends standardisiert ist und eigentlich gar nichts aussagt. Deswegen wurde gerade am Anfang viel Schindluder damit getrieben (z. B. auch angebliche Full-HD-Camcorder, die mit niedrigerer Auflösung filmten und intern auf 1080p hochskalierten). Es gibt auch keine Anforderungen an Frameraten und Formatkompatibiliät; die ersten "Full HD"-Fernseher beherrschten z. B. noch kein 1080/24p (von 1080/50p ganz zu schweigen).
    Am bescheuertsten finde ich, dass man mit einem 1080p-Video auf einem "Full HD"-Fernseher in der Regel nicht mal eine pixelgenaue Wiedergabe kriegt, weil die Fernseher in Standardeinstellung immer noch einen Overscan-Bereich auszoomen.

  3. #15
    Foren-Profi Avatar von Video&Bild
    Registriert seit
    27.08.2011
    Aufnahme-Equipment:
    Panasonic DMC-FZ300, GoPro Hero 7 black mit Hypersmooth, Huawei Mate 20 Pro mit Sony Triple-Kamera
    Schnittsoftware:
    EDIUS Pro 9.x - DaVinci Resolve 16.x Studio
    Rechner:
    MEDION ERAZER X5366F-i7-6700+IntelGraphics 530+NVidia GraKa GTX-960, W10-64Bit, HDMI-Vorschau
    Film-Genre:
    Reise-, Natur- und Doku-Filme, S8/N8 Digitalisierungs-Dienstleistungen

    Beiträge
    1.336
    Zitat Zitat von Bernd E. Beitrag anzeigen
    Da irrt der Autor, denn TV-Geräte mit "HD ready"-Kennzeichnung besitzen meist eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel. 720p ist nur die in der Definition festgelegte Mindestauflösung, die ein Fernseher erreichen muss, wenn er - zusammen mit weiteren Kriterien - als "HD ready" durchgehen will.
    Da hat der Bernd vollkommen Recht...

    Jemand der angeblich 19 Jahre in der TV-Branche tätig war kennt sich damit eigentlich aus.
    Wie sehen denn die Media-Info Werte von dem Videorohmaterial aus?
    Das ist doch der erste Schritt den ich mache wenn ich fremdes Videomaterial bekommen.
    Daraus leiten sich alle weiteren logischen Schritte ab!

Ähnliche Themen

  1. Android Smartphone S9+ Video Features alle nicht nutzbar, da nicht auf PC anschaubar.
    Von livingandtravel im Forum Tutorials und aktives Filmen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.01.2019, 15:38
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.11.2018, 14:26
  3. Einbinden von 30p-Kopteraufnahmen in 50p- Material
    Von Thoregon6 im Forum Engagierter Cutter
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 08.07.2016, 13:08
  4. 4K-Material (XAVC S) für FCP X und iMovie konvertieren?
    Von avantourfilm.media im Forum Engagierter Cutter
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 31.08.2014, 11:09
  5. 4K Material zum freien Download
    Von Lutz Dieckmann im Forum HD-Trainings
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 02.08.2012, 18:15

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein