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  1. #1
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    Objektiv 25mm 1.7 oder 42,5mm 1.7 ?

    Hallo,

    Es geht um Halbkörper-Portrait am Tisch sitzend und einen Bokeh Hintergrund(so gut es eben geht).

    Angedacht 1:

    PANASONIC H-HS043E-K Lumix G Festbrennweite für Panasonic - 42.5 mm , f/1.7

    Angedacht 2:

    Panasonic H-H025E LUMIX G Festbrennweiten 25 mm F1.7 ASPH. Objektiv

    Nach meinem Wissensstand sollte die 1. wegen der Bokeh Möglichkeit die erste Wahl sein.

    Nun meine Frage ist, ich habe zum Objekt max. 2 Meter und der Hintergrund dann max. Abstand nur 1 Meter.
    Lediglich der Abstand zum Objekt, von der Kamera aus gesehen, ließe sich eventuell verkürzen.

    Ein Mensch sitzend würe dann ca. 70cm über den Tisch ragen. Da ich das Ganze ja nicht ausprobieren kann, weil ich mir erst mal nur ein Objektiv leisten will/kann, bitte ich um Eure Meinung.

    (ich weiß, dass aus 1. praktisch ein 80mm Objektiv draus wird, bin aber trotzdem etwas überfragt, sorry)

    mfG. hgxmod

  2. #2
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    Aus dem Bauch heraus würde ich schätzen, dass das klassische Porträt-Tele mit 42,5mm unter diesen Umständen schon eine etwas zu lange Brennweite ist. Mit 25mm oder 30mm bist du demnach besser bedient.

    Je länger die Brennweite ist, desto leichter kann man zwar den Schärfebereich klein halten, doch übertreiben sollte man das nicht, so dass du wohl ohnehin wirst leicht abblenden wollen. Unter Bokeh versteht man übrigens nicht den Unschärfebereich an sich, sondern die subjektiv empfundene Darstellung von Bildelementen außerhalb der Schärfentiefe. Insofern kannst du nur selber anhand von Vergleichsaufnahmen entscheiden, ob dir das Bokeh der Objektive gefällt oder nicht.

  3. #3
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    Du kannst als Anhaltspunkt die Formel für den Abbildungsmaßstab (ABM) nehmen:

    ABM = f / (Distanz-f)

    f= Brennweite des Objektivs in mm
    Distanz = Abstand des Motivs in mm
    Der ABM mit dieser Formel sollte < 1 sein, was, ausser im Makrobereich, der Fall ist.

    Dann brauchst Du noch die Abmessungen Deines Kamerasensors,
    für MFT (Micro Four Thirds) also 17.3mm breit und 13mm hoch.


    Beispiel: 42.5mm-Objektiv und 2m (=2000mm) Motivdistanz:

    ABM = 42.5mm / (2000mm - 42.5mm) = rund 0.022.

    Jetzt die realen Objektgrössen mit dem ABM multiplizieren, um die Abbildungsgrössen auf dem Sensor zu erhalten:


    Beispiel: Objekt (sitzende Person) 75cm hoch (750mm) und 60cm breit (600mm):

    Höhe: 750mm x 0.022 = 16.5mm auf Sensor
    Breite: 600mm x 0.022 = 13.2mm auf Sensor

    Diese Person würde also - im Hochformat - gerade auf den MFT-Sensor passen.


    Fazit:
    Eine 42.5mm-Linse könnte für sitzende Personen etwas knapp sein in max. 2m Abstand, eine 25mm-Linse in 2m Abstand eher zu weit, aber man könnte näher heran.

    Am besten mal in ein Fotogeschäft gehen und anhand eines Zoomobjektivs und eines Metall-Rollmassbands oder einer mitgebrachten Person ausprobieren!
    Geändert von Skeptiker (23.11.2017 um 12:34 Uhr) Grund: 75cm statt 75mm und weitere Kleinigkeiten

  4. #4
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn man sich in beiden Fällen etwas mit der Kamera nach vorn und hinten bewegen kann. Das 42,5mm entspricht mit 85mm eher der reinen Portraitbrennweite, dass heißt der perfekten Darstellung der Gesichtsform. Zu viel in Richtung Weitwinkel (Person wirkt fülliger), zu viel Tele (Person wirkt schmaler), alles um 85mm und 90mm ist perfekt. Natürlich kann man auch ein Portrait mit einem 25er (50mm entsprechend) machen. Wer das schönere Bokeh von den beiden Objektiven hat, kann man sicher im Netz leicht rausfinden.

    VG
    Jan

  5. #5
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    Hallo zusammen,

    @ Bernd E. danke für Deine Geduld, es ist natürlich richtig, längere Brennweite, größerer Abstand zur Person.
    es wird also zu knapp.
    Sorry hat länger gedauert, hab mir die Finger wund gegoogelt.

    @ All,
    Habe aber noch was gefunden

    G Macro 30mm F2.8

    das könnte genau zu meinem speziellen Zweck passen?

    Ist natürlich nicht so Lichtstark wie das 25 mm F1.7, das Bokeh scheint bei dem Macro (für mich) etwas besser auszusehen.
    Leider gibt es so gut wie keine Bilder mit Menschen (so wie ich dies bräuchte), also damit ein Youtube Video.
    Obwohl es soll gut gehen, jedoch nur schriftliche Aussage.

    @ Skeptiker

    danke, dies bestätigt dann ja auch Bernd. Danke für die Arbeit mit der vielen rechnerei.

    @ Jan

    Leider kann ich nicht zurückgehen, den da ist ein Fenster und das Licht soll von da frontal auf die Person gehen.
    Ich kann nur etwas dichter ran (Kamera auf den Tisch).

    @ All,

    noch was, das Gesicht der zu filmenden Person darf nicht "brutal" das ganze Bild ausfüllen. Der optische "Angstabstand" muss erhalten bleiben, also der Bildausschnitt in etwa mit 15cm Tischplatte wäre wohl besser, glaube ich.

    Ich vermute mal, dass mit dem Macro hat hier auch noch keiner versucht, weil kein Hinweis, Eure Meinungen dazu wären schon hilfreich, einen Fehlkauf möhte ich als erstes ungern machen.

    Also schon mal Dank im voraus.

    mfG. hgxmod

  6. #6
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Bei ca. 2m Entfernung zum Objekt mit 30mm f 2,8 bei MFT hat man deutliche Unschärfe nur, wenn sich das nächste Objekt hinter der Person deutlich weit weg befindet. Wenn sich nach dem Zielobjekt ein paar cm oder nach einem Meter wieder etwas befindet, dann bekommt man nur sehr leichte Tiefenunschärfe. Dazu benötigt man eine bessere Blende, wie beispielsweise f 1,7. Ich habe das gerade selbst mit der Olympus M10 II und dem Panasonic 30er F2,8 getestet.

    VG
    Jan

  7. #7
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    Könnte das etwas sein?

    Sigma 30mm / 1.4 (für APS-C-Sensor gerechnet, auch mit MFT-Anschluss)

    http://www.chip.de/artikel/Sigma-30m..._98912921.html

  8. #8
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    Hallo,

    @ Skeptiker,

    ich hatte mich auf die kostengünstigere Panasonic G Serie eingeschossen. Ich will zwar auch fotografieren, jedoch mehr mit Youtube Video machen. Da braucht es keine High-End Hardware bzw. kann ich mir auch nicht leisten. Dein Vorschlag sieht gut aus, habe hier noch mals gelesen: https://www.sigma-foto.de/objektive/...ry/uebersicht/

    das liest sich (für mich) irgendwie so, als ob das nicht so optimal zu Panasonic passt?

    Die Panasonic G70 und G81 hat den kleinen Sensor aber mit sehr guter Qualität, was man so liest und 4K.

    @ Jan,

    Oh, hast Du aber tolles Equipment um das direkt austesten zu können, vielen Dank dafür!

    könnte dieses Sigma doch passen und funktioniert dann noch die Autofocus Stabilisierung(bei der G81)?
    Wenn nicht dann bleibt nur die ursprüngliche Idee, Panasonic H-H025E LUMIX G Festbrennweiten 25 mm F1.7 ASPH übrig.
    Was dann ja eher ein Weitwinkel ist(dicke Nase und so)?

    Da komm ich ganz schön ins Grübeln...

    mfG. hgxmod

  9. #9
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    Zitat Zitat von hgxmod Beitrag anzeigen
    dann bleibt nur die ursprüngliche Idee, Panasonic H-H025E LUMIX G Festbrennweiten 25 mm F1.7 ASPH übrig.
    Was dann ja eher ein Weitwinkel ist(dicke Nase und so)?
    25mm sind für MFT die Normalbrennweite. Da gibt es noch keine unschönen Weitwinkeleffekte, erst recht nicht aus normaler Aufnahmeentfernung. Wenn dennoch eine dicke Nase im Bild erscheint, dann liegt es nicht am Objektiv ;-)

  10. #10
    Gelegentlicher Nutzer
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    Hallo Bernd E.,

    sorry, sind ja dann 50mm, hab ich übersehen. Dann bleibt es beim 25mm Objektiv.

    Letzte Frage nur am Rande, dieser Unschärfe Effekt hinter dem Motiv, ginge der überhaubt mit einem Camcorder, da kann man das Objektiv nicht wechseln, also z.B. Sony FDR AX 53-? Oder können die ganz teuren das?

    mfG. hgxmod

  11. #11
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Dass ist einer der Gründe, warum kreative Filmer keine normalen Camcorder mit kleinen Sensoren mögen, das Bild wirkt sehr scharf, teilweise überschärft, eben der typische Videolook. Mit diesen Camcordern wie auch mit der AX 53 kann man nur mit der Tiefenschärfe spielen, wenn man sehr nahe ran geht, eben bei kleinen Objekten wie einer Blumenblüte. Einen kompletten Menschenkopf kann man damit nicht freistelllen.

    VG
    Jan

  12. #12
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    Zitat Zitat von hgxmod Beitrag anzeigen
    dieser Unschärfe Effekt hinter dem Motiv, ginge der überhaubt mit einem Camcorder, da kann man das Objektiv nicht wechseln, also z.B. Sony FDR AX 53-?
    Die Ausdehnung der Schärfentiefe hängt von der Brennweite, der Blende und der Fokussierung ab. Ob das Objektiv festeingebaut ist (wie bei Bridge-Fotokameras und vielen Camcordern) oder ob man es wechseln kann (wie bei DSLR/DSLM und vielen Camcordern) spielt für die Regeln der Physik dagegen keine Rolle. Die AX53 besitzt jedoch einen vergleichsweise kleinen Sensor und hat damit von Haus aus deutlich weniger Potenzial für eine kleine Schärfentiefe als Kollegen mit größeren Sensoren. Für manche Zwecke ist das ein Nachteil, für andere ein Vorteil.

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