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  1. #1
    Gelegentlicher Nutzer
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    Frage Auf der Suche nach Camcorder... ohne Ahnung

    Hi,
    habe mich auf die Suche nach einem "passenden" Camcorder begeben und bin dabei durch die schier endlosen Weiten des Internets gesurft. Bis ich dann festgestellt habe: da blicke ich alleine nicht wirklich durch.. ich brauche Hilfe von Leuten mit Ahnung.

    Ich hab dann die Suche nach den Camcordern eingestellt und mich auf die Suche nach einem Camcorder-Forum gemacht. Das war auch wesentlich einfacher, und ich hoffe, dass ich hier gut aufgehoben bin. (gibt ja auch von diesen Foren ne Menge)
    Und an dieser Stelle kommt ihr ins Spiel

    Ich möchte mir also einen Camcorder zulegen..

    wichtig sind mir:
    - großer optischer Zoom, sowie stabiles Bild bei hohem Zoom
    - HD Videos (1920x1080)
    - eher ne weitere Frage: ein Videoformat, das ich bequem auch am PC gucken kann (bin da nicht so recht durchgestiegen.. avchd, mp4 etc)
    - sollte auch gute Bildqualität in dunkleren Räumen bzw. bei Lich- Schattenverhältnissen haben
    - ggf Foto-Möglichkeit
    - recht handlich/klein sollte sie sein (obwohl die ja alle ca die gleichen Maße haben)

    weniger wichtig:
    - einen Sucher brauche ich nicht unbedingt
    - Tonqualität
    - viel Extrafunktionen brauche ich eigentlich ebenfalls nicht. Es sei denn, ihr haltet da etwas für unabdingbar.

    Ich weiß, im Prinzip gibt es nach oben keine Preisgrenze. Und wenn ich einfach eine der teuersten kaufen würde, wäre das sicher Spitze
    Allerdings möchte ich dafür nicht mein halbes Jahresgehalt opfern... deswegen habe ich mir ein Limit von 250€ gesetzt. Ich hoffe, dass ich dafür was brauchbares bekomme..?

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

    Grüße
    Julian

  2. #2
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    Ob sich etwas Brauchbares finden lässt, hängt davon ab, wie man "brauchbar" definiert, denn viel ist in dieser Camcorderklasse nicht mehr los. Die Erwartungshaltung sollte jedenfalls entsprechend niedrig sein, da das Marktsegment am unteren Ende praktisch die Smartphones übernommen haben - mit sehr guter Bildqualität, aber natürlich Nachteilen in punkto Handhabung oder Brennweitenbereich.

    Zumindest ein großer Zoombereich, FullHD und MPEG4 sind bei Einsteigercamcordern problemlos zu bekommen, während es mit der Bildqualität bei wenig Licht schon haken wird. Das ist neben dem Ton das Kriterium, bei dem sie als erstes schwächeln.

    Welche Modelle dennoch zu empfehlen sind, wenn man um die Einschränkungen weiß, oder ob für dich eventuell eine filmtaugliche Bridgekamera die bessere Wahl wäre, kann dir sicher noch jemand sagen, der sich in diesem Bereich auskennt.

  3. #3
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    Schau dir ein paar Youtube Videos zu den üblichen Verdächtigen wie z.B. Sony HDR-CX405, Panasonic HC-V270, Canon LEGRIA HF R706 an und prüfe ob du Akkus von 'nem Dritthersteller bekommen kannst oder du schon mit 'nem Vorgänger Modell zufrieden sein könntest.

    Die Bridge Kameras mit guter Video Qualität fangen so bei knapp €300 an, z.B. Panasonic FZ200, Sony HX200/300v.
    Megazoom Kameras in der Preisklasse um die €250 mit ordentlicher Schwachlicht Qualität, dürften Sony HX60 (30x Zoom) und WX350 (20x Zoom) sein, so fern man automatische Langzeit-Belichtung eingeschaltet, eine der 25p MP4 Auflösungen (z.B. 1440x1080) ausgewählt und im High ISO Mode ist, kommt die Kamera selbst mit spärlicher Straßenbeleuchtung klar, ist dann bei schlechten Lichtverhältnissen effektiv nur noch bei 12,5fps.

    Hier ein Beispiel von der WX350...


  4. #4
    Gelegentlicher Nutzer
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    Danke für die schnellen, kompetenten Antworten.
    und für die Alternativlösung der Bridge Kamera. Aber eine Brigdekamera-Lösung soll es nicht werden.
    Ich hab mir mal den Tipp mit dem Bildvergleich auf Youtube angeschaut, konnte da aber -zwischen den 3 von dir genannten- keine großen Unterschiede erkennen (Vielleicht liegts an meinem "Laien-Blick")
    Was ich allerdings erkannt habe ist, dass mir die 3 genannten von der Qualität her schon ausreichen. (Brauche also doch nicht sehr tief in die Tasche greifen).
    Mit meinem Punkt "gute Qualität, auch bei geringem Licht" meinte ich ja nicht zwingend Nachtaufnahmen. Sry, wenn das falsch rübergekommen ist.
    Also ist mein Favorit ist die Panasonic. Nicht zuletzt wegen des großen Zooms.
    Ich habe daraufhin versucht, noch ein paar technische Daten zu finden, die mir die Wahl noch erleichtern könnten. Groß was mit direktem Vergleich habe ich nicht gefunden. Und Daten von verschiedenen "Test-Seiten" machen das ganze schon recht müßig.
    Aber sei es drum... ich bin bei den Daten über folgendes gestolpert:

    Zum einen über die Verschlusszeiten (brauche ich die nicht nur bei Fotoaufnahmen?)
    Die variieren zwischen den Camcordern doch schon um Einiges.
    Aber was genau sagt mir das, und wie wichtig ist das für die reine Videoaufnahme? (zb. 1/8000 (Panasonic) oder 1/2000 (Canon))

    Was mich des Weiteren irritiert hat:
    Bei der Legria werden die max Pixel mit 3.28 Mio. angegeben, bei der HC-V270 "nur" mit 2.51 Mio. Es sind doch aber beiden Full HD Camcorder, oder übersehe ich da etwas? Und die max Pixel setzen sich aus den 1920x1080 zusammen, oder nicht?

  5. #5
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    Ich denke der erste Camcorder ist immer irgendwie ein Schuss ins Blaue ;)

    Was die Pixel betrifft, musst du dir die Pixel Effektiv anschauen, der Sensor wird meist nicht komplett genutzt, zudem brauch man an den Rändern noch was Spielraum für die Stabilisierung. Beim R705 werden effektiv 2.07Mpixel genutzt, beim Panasonic 2.2Mpixel, ich denke das nimmt sich nicht viel.

    Freihand kann man den 50x Zoom nur bei guter Stabilisierung halten, ich denke das kann Sony besser als Panasonic. Verwendet man ein Stativ oder kann den Camcorder irgendwo auflegen ist das natürlich was anderes. Schau dir am besten zum Vergleich ein paar Zoom Tests Videos zu den jeweiligen Camcordern an.

    Kurze Verschluss- bzw. Belichtungszeiten sind (so fern kein ND-Filter verbaut ist) bei sehr hellen Motiven interessant, weil man die Blende wegen der Lichtbeugung und dem damit verbundenen Schärfeverlust bei kleineren Sensoren nicht so weit schließen sollte.

  6. #6
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Hier bei Videoaktiv gibt es die Testbilder von Tages/Kunst- und Schwachlicht zu bewundern. Auch wenn die neuen Modelle noch nicht im Test bei VAD waren, gibt es die Testbilder von den Vorgängermodellen (sind bildtechnisch fast gleich) zu sichten (CX405-CX240, Canon HFR 7er-Serie = HFR 6er-Serie), die genannten Panasonic-Kameras sollten sogar schon hier drin sein. Auf den Testbildern liegt Panasonic leicht vorn, gefolgt von Sony und dann kommt Canon. Die Kameras liegen aber trotzdem nahe zusammen (Videoaktiv Bestenliste), zu viel darf man von den Modellen aber nicht erwarten, aktuelle Handys sind von der Bildqualität besser einzuschätzen als die Einsteigercamcorder. Die erste Kamera, die deutlich besser ist, nennt sich Panasonic V777 für knapp 500€.

    VG
    Jan

  7. #7
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    @Julian

    Falls du kein Wifi brauchst: Das HC-V180 Modell scheint ansonsten identisch mit der V270 zu sein.

  8. #8
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    Bei einer Preisgrenze von 250€ würde ich ernsthaft über einen Kauf eines Gebrauchtmodells nachdenken. Persönlich würde ich nicht unterhalb der Mittelklasse zugreifen (z.B. Panasonic HC-V777), aber da bist Du eben schon in der Preisregion um 500€. Da könnte man evtl. eins der (nicht schlechteren) Vorgängermodelle HC-V757 (bei eBay ab 325€ Sofortkauf) oder HC-V727 (bei eBay ab 200€ Sofortkauf) fündig werden.
    Eine Klasse darüber findet man z.B. die Panasonic HC-X909 ab 350€ Sofortkauf, qualitativ nochmal eine andere Liga als die vorgenannten. Der Neupreis der HC-V9x9-Modelle liegt bei 999€!
    Geändert von Maximus (14.06.2016 um 07:35 Uhr)

  9. #9
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    nochmals Danke für die schnelle Hilfe und Vorschläge!

    Falls du kein Wifi brauchst: Das HC-V180 Modell scheint ansonsten identisch mit der V270 zu sein.
    Das klingt in der Tat nach ner guten Idee
    Was kann man denn mit so einer WiFi Verbindung alles machen? also nur, um die Kamera "kabelfrei" mit dem Laptop o.Ä. zu verbinden, brauch ich es nicht.
    Aber ich habe gelesen, dass man die Kamera auch per Smartphone bedienen kann. Das wäre recht interessant für mich.

    Vielleicht hilft es euch noch bei euren Hilfestellungen wenn ich euch erzähle, dass es vorrangig um das Filmen von Wildtieren geht.. deswegen sollte der Camcorder auch mit Schattenverhältnissen -zwar bei Tag, aber halt im Waldgebiet- klarkommen können.
    Außerdem wäre mir da halt der möglichst große optische Zoom eine große Hilfe (Kamera wäre auf einem Stativ, ja).
    Wenn es nun also die Möglichkeit gäbe, die Kamera über das Smartphone fernzusteuern, wäre das ein weiterer Vorteil. Das müsste allerdings soweit gehen, als das man auch über Smartphone zoomen kann.

    @Maximus:
    Dank dir, für den Tipp.
    Ich habe gelesen, dass die höheren Klassen allesamt nicht an diese hohen Zoomstufen rankommen. Rechtfertigt denn die dann wohl bessere Bildqualität den geringeren Zoom?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Julian Beitrag anzeigen
    @Maximus:
    Dank dir, für den Tipp.
    Ich habe gelesen, dass die höheren Klassen allesamt nicht an diese hohen Zoomstufen rankommen. Rechtfertigt denn die dann wohl bessere Bildqualität den geringeren Zoom?
    Nun, die starken Zoom-Objektive bei den günstigen Kameras (bis zu 50x optisch) werden durch entsprechend kleine Sensoren ermöglicht. Je kleiner die genutzte Sensorfläche, umso größer kann der Zoombereich bei gleicher Objektivgröße sein.

    Viel Zoom erkauft man sich eben entweder durch schlechte Bildqualität oder durch ein großes, schweres Objektiv.

    Jetzt kommt es natürlich darauf an, was Du filmen möchtest. Bei einer Safari mag 12x-Zoom evtl. zu wenig sein. bei Innenaufnahmen dürfte dagegen Weitwinkel wichtiger sein als ein 25x-Zoom.

    Und dann ist ja noch die Frage, wie gut der Bildstabilisator ist. Bei 250€-Kameras ist der meistens auch nicht der beste. D.h. von einem 50x-Zoom hast Du nicht viel, wenn Du ohne Stativ arbeitest, weil Du die Kamera gar nicht ruhig genug halten kannst.

    Persönlich überlege ich gerade, ob ich mich nicht von der HC-V727 trenne und dafür die HC-V929 oder ähnlich hole, eben wegen der besseren Low-Light-Qualität.

  11. #11
    Gelegentlicher Nutzer
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    Viel Zoom erkauft man sich eben entweder durch schlechte Bildqualität oder durch ein großes, schweres Objektiv.
    Zu meinem Verständnis... das hieße: je weiter ich zoome, desto schlechter die Bildqualität. Dachte allerdings, dass die Bildqualität erst abnimmt, wenn es sich nicht mehr um den optischen Zoom handelt..? also wenn dann "intelligent" (durch Interpolation etc.), digital gezoomt wird.
    Ansonsten - korrigiert mich, wenn ich falsch liege - hieße das ja, dass eine optische Zoomstufe von sagen wir mal 20, bei der hochwertigeren Kamera ein besseres, klareres (allerdings nicht größeres) Bild liefert, als die Güstigere.
    Dann könnte man ja auch mit der "Besseren", die Bilder am PC von 20x auf z.B. 30x heranzoomen (der das ja auch durch Interpolation o.Ä. digital errechnet), und hätte das selbe Ergebnis, wie die günstige Kamera bei 30x optischem Zoom...
    Geändert von Julian (14.06.2016 um 20:32 Uhr)

  12. #12
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    Zitat Zitat von Julian Beitrag anzeigen
    Dachte allerdings, dass die Bildqualität erst abnimmt, wenn es sich nicht mehr um den optischen Zoom handelt..?
    Grundsätzlich liefert ein optisches Zoom schon die bessere Qualität als ein digitales, aber wir reden hier von der Billigklasse der Camcorder, wo man von vornherein keine überragenden Linsen erwarten darf. Wenn die ganze Kamera nur 250 Euro kostet, was bleibt davon für die Optik übrig?
    Gutes Glas ist leider nicht im selben Maß billiger geworden wie Sensoren oder die Elektronik, und um mal die Größenordnung in den Vergleich zu setzen: Professionelle Optiken mit Zoomfaktoren von 50- oder 70-fach, wie sie zum Beispiel bei Sportübertragungen fürs Fernsehen eingesetzt werden, schlagen alleine, also ohne Kamera, leicht mit 150 000 Euro und mehr zu Buche. Da muss man sich bei einem Einsteigercamcorder einfach im Klaren darüber sein, dass der hohe Zoomfaktor im Prospekt schöner aussieht als in der Realität.
    Ob allerdings eine nachträgliche digitale Ausschnittvergrößerung am Rechner wirklich besser ist, wird man wohl testen müssen.

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