Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    Aktiver Nutzer
    Registriert seit
    08.02.2016
    Aufnahme-Equipment:
    Sony HDR-CX 900E, Panasonic Lumix G6, Samsung Galaxy S5, ActionPro X7
    Schnittsoftware:
    MAGIX Video de Luxe Premium
    Rechner:
    Medion Akoya P5320 E, Intel® Core™ i5-6400 2,7GHz, Windows 10 Home, 16 GB RAM
    Film-Genre:
    Bienendoku-Webvideos in HD

    Beiträge
    98

    Studiobeleuchtung: LED oder "Neon"???

    Hallo an die Fachleute. Als angehender Videofilmer, jetzt mit der Sony HDR CX-900 E, habe ich mir schon einiges an Zubehör zugelegt und auch die ersten Filme gedreht.

    Für Studioaufnahmen suche ich noch Licht. Welches würdet Ihr mir empfehlen, und warum? Ich tendiere zwischen 2 System:

    a.) Softboxes mit Leuchtstofflampen ("Neon"), wie zB: http://www.amazon.de/Fotostudio-Stud...deobeleuchtung

    b.) LED Kameraleuchten, wie z. B.: http://www.amazon.de/Yongnuo-OS03221...deobeleuchtung

    Besonders interessieren würden mich Systeme mit Netzanschluss. Die ganze Akku-Geschichte gefällt mir nicht.

    Vielen Dank für Eure Tipps.

    LG
    Kai

  2. #2
    Foren-Profi
    Registriert seit
    05.09.2011
    Beiträge
    420
    Diese "Tageslicht"-Leuchtstoffröhren haben heute nur noch eine Daseinsberechtigung, wenn man möglichst billig viel Licht machen will - und aufgrund von Farbe, Hitzeentwicklung oder fehlender Leistungsfähigkeit der Stromversorgung nicht Halogen benutzen kann.

    LED-Leuchten sind das zukunftsweisendere Konzept, weil sie noch etwas wenier Strom brauchen, weil sie (wenn sie von guter Qualität sind) ein besseres Lichtspektrum erzeugen und weil sie meist stufenlos regelbar sind (und zwar, anders als Halogenleuchten, ohne Änderung der Farbtemperatur).
    Allerdings sind LEDs noch teurer als Halogenleuchten und Röhren, und sie sind teilweise von Kinderkrankheiten geplagt. Richtig viel Licht aus guten LEDs ist immer noch richtig kostspielig. Die heute erhältlichen Leuchten sind entweder schwach, oder sie haben eine unbefriedigende Lichtqualität (besonders wichtig, wenn mit vorhandenem Tageslicht gemischt werden soll), oder sie brauchen aktive Lüfter, oder alles zusammen.
    LED-Flächenleuchten würde ich in dem Zusammenhang auch eher als Übergangslösung oder Ergänzung zu anderen Konzepten sehen. Für gezielte Lichtführung (z. B. hartes Direktlicht oder die Benutzung unterschiedlicher Lichtformer) kann man Flächenleuchten nicht verwenden. Dazu braucht es eher Single-LED-Leuchten mit Anschlüssen für Lichtformer; sowas gibt es zwar auch schon in bezahlbarer Form, aber leider nur mit Lüfter und somit bisher nur für tonlose Aufnahmen zu gebrauchen. (Es gibt auch lüfterlose Varianten, aber die liegen noch im finanziell "unerreichbaren" Bereich von 1000+ Euro/Leuchte.)

    Ziemlich schwierig ist es, aufgrund der technischen Daten abzuschätzen, wieviel Licht am Ende rauskommt. Die verbreiteten Lux-Angaben (Beleuchtungsstärke) sind oft irreführend: Ohne Angabe, aus welcher Entfernung gemessen wurde, ist ein Lux-Wert komplett wertlos. Und selbst mit Entfernungsangabe kann der Wert stark täuschen, weil z. B. eine Leuchte mit engem Abstrahlwinkel in der Mitte einen viel höheren Lux-Wert erzielt als eine Weitwinkel-Leuchte, obwohl sie insgesamt nicht mehr Licht abgibt. Aber meist verwendet man die Leuchten ja nicht pur, sondern indirekt oder mit einem Diffusor davor - und schon zählt nur noch die Gesamt-Lichtabgabe, über die der Lux-Wert nichts aussagt.
    Ein viel besserer Vergleichswert wäre die Angabe in Lumen (Lichtstrom): Die steht wirklich für die Gesamt-Lichtabgabe. Aber leider geben nur wenige Hersteller den Lichtstrom an, und man kann Lux natürlich auch nicht in Lumen "umrechnen", weil das Konzept dahinter ein völlig anderes ist.

    Ich selber habe mir als "Erstausstattung" drei Leuchten vom Typ "Aputure Amaran HR672W" gekauft. Die haben eine brauchbare (wenn auch nicht untadelige) Lichtqualität, man kann sie mit Diffusor oder Schirm einsetzen, sie liefern ungefähr so viel Licht wie 250-Watt-Halogenlampen und lassen sich in 99 Stufen regeln (sogar ferngesteuert). Dazu kommt der mögliche Akku-Betrieb, den ich eigentlich gar nicht wollte, aber inzwischen schätzen gelernt habe: Wenn man keine Netzteile und -kabel aufbauen muss, steht das Lichtsetting für einfache, kurze Drehs wesentlich schneller (und es gibt weniger Stolperfallen).
    Für die klassischen 3-Punkt-Beleuchtungen ("Talking Heads") kommt man mit diesem Dreierset gut aus. Sobald größere Räume beleuchtet werden sollen, hat das Ganze natürlich Grenzen; man kann es schon noch benutzen, aber muss dann an der Kamera die Gain-Einstellung immer weiter hochdrehen, was natürlich nicht optimal ist.
    Längerfristig spekuliere ich auf 1-LED-Leuchten mit Bowens-Bajonett wie die Jinbei EF-100/EF-150/EF-200 - allerdings warte ich da noch auf lüfterlose Ausführungen zum erträglichen Preis.

  3. #3
    Aktiver Nutzer
    Registriert seit
    08.02.2016
    Aufnahme-Equipment:
    Sony HDR-CX 900E, Panasonic Lumix G6, Samsung Galaxy S5, ActionPro X7
    Schnittsoftware:
    MAGIX Video de Luxe Premium
    Rechner:
    Medion Akoya P5320 E, Intel® Core™ i5-6400 2,7GHz, Windows 10 Home, 16 GB RAM
    Film-Genre:
    Bienendoku-Webvideos in HD

    Beiträge
    98
    HAllo Beiti,

    ganz herzlichen Dank für die sehr ausführliche Antwort. Ich sehe schon, vor dem Kauf muss ich mich tatsächlich mehr mit dem Thema Beleuchtung beschäftigen, auch unter dem Aspekt, dass meine Ansprüche hier nicht so extrem hoch sind wie Deine; ich will nämlich nur ab und zu bei schlechtem Wetter im "Zuchtzimmer" der Bienen mal einige Sequenzen aufnehmen. Da reicht mir schon eine durchschnittliche, ausreichende Beleuchtung.

    Nach dem Mehrfachen Durchlesen Deiner Antwort kommen mir eigentlich noch Tageslicht- Baustrahler in den Sinn, in Verbindung mit Diffusern etc. Also für den mittleren Anspruchsbereich. Hat das schon mal jemand gemacht?

    LG
    Kai

  4. #4
    Foren-Profi
    Registriert seit
    05.09.2011
    Beiträge
    420
    Baustrahler auf Leuchtstofföhren-Basis oder LED-Baustahler machen hell für wenig Geld, haben aber ein ziemlich grausames Lichtspektrum. Mischen mit vorhandenem Licht kann man sie keinesfalls; das gibt immer irgendwo Farbstiche.
    Wenn man die Szenerie ausschließlich mit den Strahlern eines Typs beleuchtet und z. B. einfallendes Tageslicht weitgehend ausschließen kann, kann man Glück haben und sie per manuellem Weißabgleich so halbwegs neutral bekommen.
    Ob das klappt, sollte man trotzdem vorher ausprobieren (d. h. mal ein einzelnes Exemplar eines bestimmten Leuchtentyps kaufen und kritisch testen). Kameras/Sensoren reagieren durchaus unterschiedlich auf Licht mit diskontinuierlichem Spektrum; ein Licht, das mit der einen Kamera noch okay ist, kann mit der anderen Kamera einen per Weißabgleich nicht eliminierbaren Farbstich liefern (habe ich mit Leuchtstoffröhren schon selber erlebt).
    Dass es spezielle Foto- und Videoleuchten gibt (und dass diese teurer sind), hat ja seinen Grund. Wenn man sich die nicht leisten will, muss man ein paar Nachteile akzeptieren.
    Der beste Kompromiss von wegen "möglichst hell, nicht zu heiß, aber Lichtspektrum nicht komplett schlecht" sind wohl die Foto-Energiesparlampen mit Tageslicht-Charakteristik (keine "Tageslicht"-Röhren aus dem Baumarkt).

  5. #5
    Foren-Profi
    Registriert seit
    25.08.2011
    Aufnahme-Equipment:
    Panasonic, Fuji, GoPro, Canon
    Schnittsoftware:
    FCP 7, Resolve 14
    Rechner:
    iMac, Win-i7-6700
    Film-Genre:
    Unternehmensfilme, Videojournalismus, Sport

    Beiträge
    3.559
    Zitat Zitat von beiti Beitrag anzeigen
    ...habe mir als "Erstausstattung" drei Leuchten vom Typ "Aputure Amaran HR672W" gekauft.
    Die 672-Serie von Aputure (es gibt Versionen mit engem und weitem Abstrahlwinkel sowie eine mit variabler Farbtemperatur) wäre auch meine Empfehlung für LED-Leuchten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, zumal man dafür mittlerweile auch eine praktische Softbox bekommt. Eine Stufe darunter was Leuchtstärke und Preis angeht, aber ebenfalls noch empfehlenswert, rangiert die 528-Serie vom selben Hersteller.

  6. #6
    Aktiver Nutzer
    Registriert seit
    08.02.2016
    Aufnahme-Equipment:
    Sony HDR-CX 900E, Panasonic Lumix G6, Samsung Galaxy S5, ActionPro X7
    Schnittsoftware:
    MAGIX Video de Luxe Premium
    Rechner:
    Medion Akoya P5320 E, Intel® Core™ i5-6400 2,7GHz, Windows 10 Home, 16 GB RAM
    Film-Genre:
    Bienendoku-Webvideos in HD

    Beiträge
    98
    Hallo allerseits,

    danke für die Antworten.

    Zitat Zitat von beiti Beitrag anzeigen
    ...
    Der beste Kompromiss von wegen "möglichst hell, nicht zu heiß, aber Lichtspektrum nicht komplett schlecht" sind wohl die Foto-Energiesparlampen mit Tageslicht-Charakteristik (keine "Tageslicht"-Röhren aus dem Baumarkt).
    Danke schön. Dann soll es so etwas für meine Ansprüche sein. :-)

    LG
    Kai

Ähnliche Themen

  1. "Nur" 500 EUR investieren, oder doch besser 'nen 1.000er mehr?
    Von Akebono im Forum AVCHD-Mittelklasse
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 03.11.2017, 12:12
  2. Welche "gute" Cam für einen "guten" Preis
    Von fnowacki im Forum Action-Cams
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 20.05.2016, 18:45
  3. "Neue Beiträge" bzw. "Was ist neu" nicht vollständig
    Von make im Forum VIDEOAKTIV-Feedback
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 25.01.2016, 17:20
  4. Musikvideo "Torpedo Lover" von "Thunder and Blitzkrieg" mit RED EPIC
    Von HansMaulwurf im Forum Tutorials und aktives Filmen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 28.10.2014, 10:05
  5. Neue Camcorder-Modelle: Wirklich besser oder nur "neu"?
    Von immerjan im Forum Camcorder-Forum
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.01.2012, 21:28

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein