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  1. #1
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    Frage USB-Mikrofon, Audio-Recorder, etc. notwendig?

    Hallo allerseits,

    ich habe mir wieder eine grundsätzliche Frage, diesmal zum Thema "Ton". Ich bin ja im Aufbau, nunmehr mit meiner neuen Sony HDR CX 900E, da stellt sich mir die Frage: wozu braucht man Audio Recorder? Gibt es da theoretische Überlegungen? Bislang ging ich immer davon aus, ein ext. Micro (zB Lavaliermikro) direkt an die 3,5mm Buchse der Kamera anzuschließen. Gleiches gilt für die Nachvertonung, also Lavaliermikrofon an die 3,5mm Buchse des Rechners. Nun höre ich von Audiorecordern, Audio Interfaces,USB-Mikrofonen, Audio-Aufzeichnungssoftware, Mischpulten etc. Was hat zB USB ggü Klinke von Vorteilen? Oder auch Nachteile? Wann lohnen sich XLR-Anschlüsse?

    Vielen Dank im Voraus für die Aufklärung.
    LG

    Kai aus Kiel.

  2. #2
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    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    wozu braucht man Audio Recorder?
    Immer dann, wenn man höhere Anforderungen an den Ton hat als die Kamera sie erfüllen kann - entweder weil man bessere Qualität braucht oder mehr einzelne Tonspuren oder man insgesamt die Tonaufnahme besser im Griff haben möchte. Gerade Consumercamcorder und filmtaugliche Fotokameras behandeln den Bereich Audio ja doch meist sehr stiefmütterlich. Da stößt man schnell an die Grenzen.

    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    Bislang ging ich immer davon aus, ein ext. Micro (zB Lavaliermikro) direkt an die 3,5mm Buchse der Kamera anzuschließen.
    Kann man machen und oft geht's gut, doch ideal ist es selten. Das fängt an mit der nur unsymmetrischen Verbindung, die je nach Umgebung bei Kabellängen von ein paar Metern aufwärts zu unvorhersehbaren Störungen führen kann, und geht bis zum nicht verriegelbaren Stecker, der in der Buchse Spiel hat und dann ebenfalls Störgeräusche verursacht.

    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    Wann lohnen sich XLR-Anschlüsse?
    Die lohnen sich eigentlich fast immer, weil sie nur Vorteile mitbringen: symmetrische Verbindung und damit unanfällig für Störungen, mechanisch sicherer Sitz in der Buchse, Möglichkeit der Phantomspeisung, die viele Mikrofone benötigen, und anderes mehr. Außerdem kommt hinzu, dass Kameras oder Adapter mit XLR-Buchsen üblicherweise auch intern die bessere Technik verbaut haben. So sind die Vorverstärker hochwertiger, über die das Signal geleitet wird, und auch das Pegeln über Drehregler außen am Gehäuse ist weit besser als wenn man dazu tief ins Menü muss und dort vielleicht nur ein paar grobe Abstufungen ohne echte manuelle Kontrolle findet.
    Apropos Kontrolle: Dass immer, wenn der Ton bei der Aufnahme eine Rolle spielt, eine Livekontrolle über Kopfhörer Pflicht ist, versteht sich von selbst. Allein der Pegelausschlag auf dem Display bietet keine Gewähr dafür, dass das, was die Kamera aufnimmt, auch das ist, was sie aufnehmen soll.

  3. #3
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    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    wozu braucht man Audio Recorder?
    Grundsätzlich in zweierlei Fällen:
    a) Wenn man näher an die Schallquelle ran muss, aber weder ein langes Kabel (umständlich & Stolperfalle) noch eine Funkstrecke (teuer) nehmen will.
    b) Wenn man eine höhere Qualität oder mehr Ausstattung benötigt, als das interne Tonteil der Kamera bieten kann.

    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    Bislang ging ich immer davon aus, ein ext. Micro (zB Lavaliermikro) direkt an die 3,5mm Buchse der Kamera anzuschließen.
    Aber was machst Du, wenn die Person, die das Lavalier angesteckt hat, 5 Meter von der Kamera weg steht?

    Zitat Zitat von abelius-kiel Beitrag anzeigen
    Gleiches gilt für die Nachvertonung, also Lavaliermikrofon an die 3,5mm Buchse des Rechners. Nun höre ich von Audiorecordern, Audio Interfaces,USB-Mikrofonen, Audio-Aufzeichnungssoftware, Mischpulten etc. Was hat zB USB ggü Klinke von Vorteilen? Oder auch Nachteile?
    Direktaufnahmen in die Soundkarte des Rechners ist häufig problematisch, weil sie selten ganz störungsfrei sind. Dazu verwendet man besser Audio-Interfaces oder USB-Mikrofone.
    Ein Audio Interface ist im Prinzip eine externe Soundkarte, nur viel hochwertiger als die im Rechner eingebaute Standard-Soundkarte. Daran kann man dann ein Mikrofon anschließen.
    Ein USB-Mikrofon ist ein Mikrofon mit eingebautem Audio-Interface; das vereinfacht die Verkabelung. Hat aber den Nachteil, dass man bei Bedarf keine anderen Mikrofone am Interface verwenden kann, und dass man das USB-Mikrofon nur an Computern anschließen kann und nicht z. B. an der Kamera (außer, es ist ein Dual-Mikrofon, das auch noch einen analogen Ausgang hat).

    Beide Varianten, also USB-Mikrofon und Audio-Interface plus Mikrofon, haben den Nachteil, nur bei laufendem Rechner verwendet werden zu können. Wenn man keinen extrem leisen oder lautlosen Rechner hat, fängt man sich dann immer ein paar Geräusche mit ein. Je hochwertiger nämlich das Mikrofon, desto gnadenloser fängt es alles ein, was der Raum an Geräuschen hergibt...

    Da stellt sich die Frage, ob man den Kommentar statt in ein Audio-Interface nicht lieber in einen Recorder aufnimmt - während der Schnittrechner ausgeschaltet bleibt. Der Recorder hat dann einen Doppelnutzen: Aufzeichnung von Ton vor Ort (in den Fällen, wo man eben einen externen Recorder braucht) sowie Aufzeichnung des Kommentars im Studio. Ein Audio-Interface bzw. USB-Mikrofon würde ja nur für Letzteres taugen.

    In dem Zusammenhang stellt sich dann noch die Frage des Workflows. Schnittprogramme bieten ja eine Funktion, den Kommentar direkt in die Timeline aufzunehmen, während der Film abläuft. Das ist aber eher was für spontane Kommentare, weniger für sorgfältig geschriebene und aufgenommene Texte. Denn erstens kann man beim Lesen nicht gleichzeitig auf den laufenden Film und das Manuskript achten, und zweitens wird man sich doch gelegentlich mal versprechen und setzt dann neu an, um die Versprecher rauszuschneiden; dann würde man die Synchronität zum Video sowieso verlieren.
    Also kann man den Kommentar auch gleich außerhalb des Schnittprogramms aufnehmen. Eine Audiosoftware bietet sich dann für die Nachbereitung der Audioaufnahme an, z. B. Versprecher rausschneiden, entrauschen (wenn nötig), Kompressor anwenden (wenn gewünscht) usw.

  4. #4
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    Hallo Euch beiden,

    ganz ganz herzlichen Dank für Eure wertvollen Tipps. Dank Eurer Darstellungen habe ich mich für das Zoom H2N entschieden; ich schätze, eine richtige Entscheidung.

    Hier übrigens einer meiner ersten Filme, noch ohne Zoom, aber schon mit der Sony HDR CX 900 E, mit Lavaliermikrofon direkt angeschlossen, und mit einfacher Nachvertonung (leichtes Rauschen vernehmbar): https://www.youtube.com/watch?v=kebFfM8uSXk

    Der nächste Film wird mit dem Zoom H2N nachvertont / bzw. besprochen.

    LG
    Kai

  5. #5
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    Und hier ein neuerer Film mit anschließender Aufsprache (ab Minute 2:42) über das Zoom H2n. Gefällt mir super gut: https://www.youtube.com/watch?v=Bn_9xa2-4p0

    Vielen DAnk nochmals für die Tipps.

    LG
    Kai

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