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  1. #1
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    Einstellungen Premiere Pro CC für Export

    Hallo zusammen,

    ich wende mich gleich mal mit meiner 2 Frage an euch

    Ich benutze für den Videoschnitt Premiere Pro CC.

    Welche Einstellungen wären für den Export die besten um die beste Qualität zu erreichen.

    Format usw. ist mir eigentlich alles klar, nur was stelle ich am besten bei Zielbitrate und Maximale Bitrate ein ?

    Ausgangsformat:
    Framerate: 50 FPS
    Auflösung: 1920x1080

    Laut technischer Dokumentation von meinem Camcorder werden 1080/50p (28 Mbit/s / VBR) genutzt

    https://www.panasonic.com/de/consumer/foto-video/camcorder/hc-v777.specs.html

    Wäre die Zielbitrate mit 28 Mbits dann korrekt ? Und was müsste dann bei maximale Bitrate eingestellt werden ?

    Danke und Grüße

  2. #2
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Du triffst es schon sehr genau: Die Einstellungen der Originalsequenz übernehmen, sowohl bei der Auflösung, Bildwiederholrate als auch Datenrate (1920 x 1080, 50p, VBR 28 Megabit). Maximale Bitrate immer etwa 10 Prozent über Zielbitrate und noch die Keyframes (ganz unten) auf 25 (halbe Bildwiederholrate) stellen.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  3. #3
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    Es kommt allerdings auch noch darauf an, was man mit den Videos machen will.
    Sollen sie auf eine BD, dann würde ich die Datenrate ruhig noch etwas höher ansetzen, also so um die 35 Megabit.

    Sind sie fürs Internet gedacht, dann halt weniger, ich verwende hier meistens zwischen 15-20 Megabit mit bis zu 25 Megabit maximaler Bitrate. Allerdings gehe ich fürs Internet mit dem Keyframeabstand immer noch weiter runter als Joachim empfohlen hat, nämlich auf 3. Meiner Meinung nach ruckeln die Videos dann beim Betrachten übers Internet weniger.

    Will ich das fertige Video dagegen einlagern, dann verwende ich, um die beste Qualität zu erhalten, einen uncompressed oder lossless Codec, wie den Lagarith. Die Dateien werden dann zwar sehr groß, aber ich kann davon zu jeder zeit wieder Videos erstellen, die den Zielvorgaben entsprechen, ohne Qualitätseinbußen erzielen zu müssen.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  4. #4
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Eine Erhöhung der Datenrate über das Originalmaterial heraus bringt eigentlich nichts - auch wenn die BD das wiedergeben kann. Die Qualität wird niemals besser. Das ist allenfalls eine Überlegung, wenn man ein komplettes Colorgrading gemacht hat.

    Was mich viel mehr interessiert:

    Zitat Zitat von Hans-Jürgen Beitrag anzeigen
    Sind sie fürs Internet gedacht, dann halt weniger, ich verwende hier meistens zwischen 15-20 Megabit mit bis zu 25 Megabit maximaler Bitrate. Allerdings gehe ich fürs Internet mit dem Keyframeabstand immer noch weiter runter als Joachim empfohlen hat, nämlich auf 3. Meiner Meinung nach ruckeln die Videos dann beim Betrachten übers Internet weniger.
    Was meinst du mit Betrachtung im Internet? YouTube? Das wäre allerdings spannend und einen Versuch wert. Offiziell ist es auch da keyframe-Abstand = halbe Bildrate. Ich bin bisher nach meinen Beobachtungen davon ausgegangen, dass YouTube bei einem so geringen Keyframe-Abstand neu berechnet.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  5. #5
    Foren-Profi
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    Zitat Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
    Eine Erhöhung der Datenrate über das Originalmaterial heraus bringt eigentlich nichts - auch wenn die BD das wiedergeben kann. Die Qualität wird niemals besser. Das ist allenfalls eine Überlegung, wenn man ein komplettes Colorgrading gemacht hat.
    Nach meinen Erfahrungen kann die Qualität durchaus leicht ansteigen, und zwar dann, wenn man viel am Video verändert hat, also wie du geschrieben hast Colorgrading oder auch beim Einsatz von diversen Effekten. Wenn mein Videos qualitätsmäßig besonders gut werden sollen gebe ich sie immer erst mit dem Lossless Lagarith Codec aus und lade das Video dann nochmals in Premiere Pro, um es erst dann in das gewünschte Format zu exportieren. Anschließend wähle ich dann halt für BD´s 35 Megabit aus. Platz genug habe ich meistens auf den BD´s, somit stört die hohe Datenrate eh nicht.


    Zitat Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
    Was mich viel mehr interessiert: Was meinst du mit Betrachtung im Internet? YouTube?
    Genau, Youtube oder für mich eher Vimeo meine ich damit. Vielleicht bilde ich mir ja nur ein dass die Videos dann weniger ruckeln, aber ähnliches habe ich auch schon von anderen Usern gehört. Deshalb setze ich den Keyframeabstand generell auf 3.
    Wäre aber schon interessant zu wissen, ob da wirklich etwas dran ist, vielleicht habt ihr ja irgendwann mal Zeit für einen kurzen Test.
    Geändert von Hans-Jürgen (04.03.2016 um 12:47 Uhr)
    Gruß

    Hans-Jürgen

  6. #6
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    Danke euch allen für die Antworten.
    Jetzt tun sich mir noch 2 Fragen auf, woher bekomme ich den Lagarith Codec für den Mac und wie binde ich in in Premiere Pro ein ?

    Was genau bedeutet der Keyframe Abstand ?
    Bei mir ist dieser nicht angehakt.

    Was stelle ich für die beste Qualität ein ?

  7. #7
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Du musst nur das Häckchen setzen und dann den Keyframe-Abstand eintragen. Je geringer die Zahl ist, desto kleiner ist der Abstand zwischen den i-Frames (Bilder die komplett gespeichert werden). Dazwischen werden dann P- und B-Frames gespeichert in denen nur die Veränderungen in Bezug auf das i-Frame abgelegt werden. Aus meiner Sicht bleibe ich bei meiner aussage halbe Framerate. Wenn Du hier 3 Frames einträgst, dann hat hat das zur Folge, dass die Bildqualität für i-Frames geringer sein muss um die Datenrate zu halten.

    Ergänzende Infos hier: http://www.videoaktiv.de/praxistechn...r-youtube.html
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  8. #8
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    Zitat Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
    Du musst nur das Häckchen setzen und dann den Keyframe-Abstand eintragen. Je geringer die Zahl ist, desto kleiner ist der Abstand zwischen den i-Frames (Bilder die komplett gespeichert werden). Dazwischen werden dann P- und B-Frames gespeichert in denen nur die Veränderungen in Bezug auf das i-Frame abgelegt werden. Aus meiner Sicht bleibe ich bei meiner aussage halbe Framerate. Wenn Du hier 3 Frames einträgst, dann hat hat das zur Folge, dass die Bildqualität für i-Frames geringer sein muss um die Datenrate zu halten.

    Ergänzende Infos hier: http://www.videoaktiv.de/praxistechn...r-youtube.html
    Danke Joachim, mir geht es aber nicht um YouTube Videos, sonder um die beste Qualität, oder war deine Antwort allgemein mit halber Framerate ?
    Sorry falsch ich die Antwort falsch verstanden habe

    Bleibt noch die Frage offen, woher bekomme ich den Lagarith Codec für den Mac und wie binde ich in in Premiere Pro ein ?

  9. #9
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Der Haken ist: Es bleibt immer abwägungssache - wenn Du den Keyframeabstand stark heruntersetzt, dann musst Du tatächlich mit der Datenrate hoch, damit die Bildqualität nicht schlechter wird. Denn i-Frames enthalten natürlich viel mehr Informationen (Datenrate) wie die B- oder P-Frames. Ich gebe deshalb tatsächlich meine Masterfiles auch mit einem Keyframe-Abstand von 25 aus. Ein Kompromiss wäre MP4 mit 30 - 35 Mbit/s und Keyframeabstand 12.

    Ich kenne den Lagarith codec nicht. Das mag als Master sinnvoll sein - doch würde ich dennoch nach der oben gegebenen Anleitung eine Datei ebenfalls archivieren. Denn was ist, wenn es diesen Codec mal nicht mehr gibt? Dann kann man die Dateien auch nicht mehr abspielen. Deshalb setze ich bei der Archivierung auf Mainstream-Formate.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  10. #10
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    Zitat Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
    Der Haken ist: Es bleibt immer abwägungssache - wenn Du den Keyframeabstand stark heruntersetzt, dann musst Du tatächlich mit der Datenrate hoch, damit die Bildqualität nicht schlechter wird. Denn i-Frames enthalten natürlich viel mehr Informationen (Datenrate) wie die B- oder P-Frames. Ich gebe deshalb tatsächlich meine Masterfiles auch mit einem Keyframe-Abstand von 25 aus. Ein Kompromiss wäre MP4 mit 30 - 35 Mbit/s und Keyframeabstand 12.

    Ich kenne den Lagarith codec nicht. Das mag als Master sinnvoll sein - doch würde ich dennoch nach der oben gegebenen Anleitung eine Datei ebenfalls archivieren. Denn was ist, wenn es diesen Codec mal nicht mehr gibt? Dann kann man die Dateien auch nicht mehr abspielen. Deshalb setze ich bei der Archivierung auf Mainstream-Formate.
    Danke Joachim, ich werde folgende Einstellungen verwenden und als Standard anwenden.
    Zielbitrate: 32
    Maximale Bitrate: 40
    Keyframe: 25

  11. #11
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    Der Lagarith ist eigentlich ein recht häufig genutzter Codec. Wer Angst davor hat dass es ihn mal nicht mehr geben könnte, der kann ihn sich einfach runterladen und die Installationsdatei speichern.
    Eine Alternative wäre der "Uncompressed UYVY 422 8bit" Codec, der ohne Zusatzinstallation in Premiere Pro (Windows, Mac kann ich nichts zu sagen) zu finden ist.
    Allerdings erzeugt der noch größere Dateien als der Lagarith.
    Diese Methode ist aber nur zur Erstellung eines Masters geeignet, damit die Videos in der höchstmöglichen Qualität gesichert werden können.
    Gruß

    Hans-Jürgen

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