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  1. #1
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    Rode NTG2 an Sony PXW-X70 mit/ohne Phantomspeisung

    Heute habe ich mehrere Mikrofone am Sony PXW-X70 hinsichtlich eines bestimmten Einsatzzweckes getestet und verglichen. Dabei fiel mir das recht starke Rauschen des NTG2 ins Ohr, was ich von diesem Mikrofon bisher nicht kannte. Nach ein paar weiteren Versuchen stellte sich raus, dass es nur rauscht, wenn ich das Mikrofon mit Phantomspeisung betreibe. Stelle ich auf Batterie um, ist das NTG2 so rauscharm wie gewohnt.
    Das Verrückte dabei ist: Andere Mikrofone verhalten sich am PXW-X70 auch mit Phantomspeisung ganz normal, und mein NTG2 rauscht an diversen anderen Geräten auch mit Phantomspeisung nicht (im Gegenteil: es rauscht mit Phantomspeisung sogar eine Spur weniger als im Batteriebetrieb).

    Was kann da los sein? Ist das generell so, oder hat mein NTG2 (oder mein X70) einen Defekt?

    Könnte das jemand, der ebenfalls Rode NTG2 und Sony PXW-X70 besitzt, mal ausprobieren - also den Betrieb mit Batterie und mit Phantomspeisung vergleichen?
    Auch Erfahrungen mit dem NTG2 an anderen Sony-Camcordern oder am XLR-K1M/K2M wären interessant.

  2. #2
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    also ich betreibe an meiner X70 das NTG-1 (baugleich ohne Batteriefach) und das läuft problemlos. Früher habe ich mit dem NTG-2 an Profi HDV Kams gearbeitet und das lief auch gut. Nimm doch mal die Batterie raus oder überprüfe das Kabel..

  3. #3
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    Rode NTG2 an Canon XA10, Zoom H5, Tascam DR-40, M-Audio DMP2: überall einwandfrei, auch mit Phantomspeisung.
    Beyerdynamic MCE72 PV, Sennheiser MKE600, T.Bone EM800: alle einwandfrei am XLR-Eingang des PXW-X70 mit Phantom.
    Der Fehler tritt wirklich nur in der Kombination NTG2 und PXW-X70 auf. Das ist ja das Seltsame. Habe beide Eingänge probiert und mehrere XLR-Kabel, und natürlich die Batterie für Phantombetrieb rausgenommen.

  4. #4
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    An meiner PXW-X160 tritt ein Rauschen bei folgenden Einstellungen auf:
    Monomikro ist an Ch1 angeschlossen, kein Mikro an Ch2, Eingangswahl auf CH1-Ch2.
    Dann müsste der Ton nur auf Ch1 landen.
    Das Rauschen ist weg, wenn ich die Eingangswahl auf Ch1-Ch1 schalte. Dann wird der Ton auf beiden Kanälen aufgezeichnet.
    Ist an Ch2 ein weiteres Mikro angeschlossen, gibt es kein Rauschen bei Einstellung Ch1-Ch2.

    Aber du wirst vermutlich schon die richtige Eingangswahl eingestellt haben.

  5. #5
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    Zitat Zitat von K.-D. Schmidt Beitrag anzeigen
    Monomikro ist an Ch1 angeschlossen, kein Mikro an Ch2, Eingangswahl auf CH1-Ch2.
    Dann müsste der Ton nur auf Ch1 landen.
    Das Rauschen ist weg, wenn ich die Eingangswahl auf Ch1-Ch1 schalte. Dann wird der Ton auf beiden Kanälen aufgezeichnet.
    Ist an Ch2 ein weiteres Mikro angeschlossen, gibt es kein Rauschen bei Einstellung Ch1-Ch2.
    Interessant. An meinem PXW-X70 spielt es keine Rolle, ob ein oder zwei Mikrofone angeschlossen sind; das Rauschen des NTG2 bei Phantomspeisung bleibt dasselbe. Wenn ich so schalte, dass der Ton auf beide Kanäle geroutet wird, habe ich das starke Rauschen sogar auf beiden Kanälen.
    Aber das alles, wie gesagt, nur mit dem NTG2 und nur mit Phantomspeisung.

    Beispiele - alle aus 2 Metern Distanz aufgenommen und entsprechend ausgesteuert, damit das Rauschen besonders deutlich wird:
    NTG2 an PXW-X70 mit Phantomspeisung
    NTG2 an PXW-X70 mit Batteriespeisung
    NTG2 an Zoom H5 mit Phantomspeisung
    Sennheiser MKE600 an PXW-X70 mit Phantomspeisung
    Geändert von beiti (18.12.2015 um 13:04 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von K.-D. Schmidt Beitrag anzeigen
    An meiner PXW-X160 tritt ein Rauschen bei folgenden Einstellungen auf:
    Monomikro ist an Ch1 angeschlossen, kein Mikro an Ch2, Eingangswahl auf CH1-Ch2.
    Dann müsste der Ton nur auf Ch1 landen.
    Das Rauschen ist weg, wenn ich die Eingangswahl auf Ch1-Ch1 schalte. Dann wird der Ton auf beiden Kanälen aufgezeichnet.
    Ist an Ch2 ein weiteres Mikro angeschlossen, gibt es kein Rauschen bei Einstellung Ch1-Ch2.

    ...
    Wenn das Monomikro nur an CH1 angeschlossen ist und CH1-CH2 eingestellt ist, so sollte das Mikrofonsignal nur auf der linken Tonspur aufgenommen werden. Auf der rechten Tonspur ist kein Audiosignal zu hören nur das erheblich höhere Rauschen des offenen Mikrofoneingangs. - Der Grund für das höhere Rauschen ist daß ein offener Eingang schon aus physikalischen Gründen mehr rauscht und bei automatischer Aussteuerung das Rauschen noch zusätzlich verstärkt wird.
    Das Tonsignal keinesfalls in Mono abhören, dann bekommst du die Mischung von Tonsignal und Rauschen zu hören.

    Der Effekt den beiti beschreibt ist mir persönlich unerklärlich, allerdings ist die Elektronik für die interne Spannungsversorgung des NTG2 auch etwas sehr einfach gestrickt.
    Geändert von mikroguenni (22.12.2015 um 17:33 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von mikroguenni Beitrag anzeigen
    allerdings ist die Elektronik für die interne Spannungsversorgung des NTG2 auch etwas sehr einfach gestrickt.
    Kann es sein, dass die beim NTG1 (das ja keine Batterie-Option hat) anders aufgebaut ist? Das würde erklären, warum "olimedia" mit seinem NTG1 keine Probleme hat.

    Interessant wäre, NTG1 und NTG2 im direkten Vergleich auszuprobieren.

    Aus dem Slashcam-Forum weiß ich inzwischen, dass das NTG3 den Effekt nicht zeigt - wobei das NTG3 natürlich auch zwei Preisstufen höher angesiedelt ist.
    Dort haben übrigens auch zwei Leute meine Erfahrung mit dem NTG2 und PXW-X70 bestätigt - also es ist ganz offenbar kein Einzelfall.
    Geändert von beiti (22.12.2015 um 20:35 Uhr)

  8. #8
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    Hallo!

    Zitat Zitat von beiti Beitrag anzeigen
    Aus dem Slashcam-Forum weiß ich inzwischen, dass das NTG3 den Effekt nicht zeigt - wobei das NTG3 natürlich auch zwei Preisstufen höher angesiedelt ist.
    Dort haben übrigens auch zwei Leute meine Erfahrung mit dem NTG2 und PXW-X70 bestätigt - also es ist ganz offenbar kein Einzelfall.
    Der Thread ist zwar schon was älter, aber ich möchte noch kurz meine Erfahrungen berichten:

    - Sony PXW-X70, Rode NTG2, symmetrisches Verbindungskabel Cordial mit Neutrik XLR Stecker/Buchse, <0.5 Ohm pro Leitung.
    - Rode NTG2 mit Phantomspeisung: Rauscht extrem. Dabei unerheblich, ob das Mikrokabel in Input1 oder Input2 steckt, ich die Kanäle bündle, automatisch aussteure, den Low-Cut benutze oder am Camcorder dämpfe.
    - Rode NTG2 mit 1.5V Mignonzelle: Rauschen ist weg, die gewohnte Empfindlichkeit.
    - Rode NTG2 mit Phantomspeisung an Vorverstärker: Kein ungewöhnliches Rauschen.
    - Rode NTG2 mit 1.5V Mignonzelle, asymmetrische Beschaltung mit Monoklinke an Vorverstärker: Kein ungewöhnliches Rauschen.
    - AKG C1000S MK III: Rauscht weder am Camcorder noch am VV merklich, egal ob mit Phantomspeisung oder 9V Blockbatterie. Identische Verkabelung.

    Ich habe jetzt gerade kein Oszilloskop zur Hand und kann daher nicht sagen, wie der Sony seine 48V generiert (vermutlich Schaltwandler), mutmaße aber, daß es genau damit was hat: Eine Kombination aus einer etwas zu simplem Eingangsbeschaltung im NTG2 und eine schlampig entstörte Phantomspeisung am Camcorder.

    Schade eigentlich, denn ich hatte die Kombo durchaus liebgewonnen. Jetzt mangels Ein-/Ausschalter am Mikro ständig herumzuschrauben nervt. Und eigentlich ist es praktisch, ein Richtmikro zu haben, das bei Bedarf auch ohne externe Speisung funktioniert.

    Ciao!

  9. #9
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    Danke, Volker, für Deinen Erfahrungsbericht!

    Jetzt mangels Ein-/Ausschalter am Mikro ständig herumzuschrauben nervt.
    Batterie ist eh keine echte Lösung, da das NTG-2 normalerweise mit Batterie etwas mehr rauscht als mit Phantom. Zudem soll die Pegelfestigkeit mit Phantomspeisung höher sein (habe ich aber selber noch nicht ausgetestet). Es wäre also schon wünschenswert, das Ding mit Phantomspeisung betreiben zu können.

  10. #10
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    NTG-2 und Batteriespeisung wird gerade im Slashcam Forum diskutiert: https://forum.slashcam.de/rode-ntg-2...-vt130580.html

    Dort heißt es z.B:
    "Daher hier nun nochmals ein zusammenfassendes Fazit:
    Ausgangslage: Rode NTG-2 klingt bei Batteriebetrieb deutlich schlechter als mit Phantomspeisung, verzerrt stark bei etwas höheren Pegeln, Direktbesprechung (z.B. bei Interviews) mit Batterie praktisch unmöglich."

  11. #11
    Gelegentlicher Nutzer
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    Zitat Zitat von Volker Beitrag anzeigen

    ... Jetzt mangels Ein-/Ausschalter am Mikro ständig herumzuschrauben nervt. Und eigentlich ist es praktisch, ein Richtmikro zu haben, das bei Bedarf auch ohne externe Speisung funktioniert...

    Ciao!
    Dafür gibt es eine Lösung: http://www.thomann.de/de/sennheiser_mke_600.htm

    Funktioniert mit Phantomspeisung und mit Batterie gleich gut, hat einen Schalter und eine eingebaute Elektronik die den Batteriezustand signalisiert.
    Geändert von mikroguenni (08.05.2016 um 17:40 Uhr)

  12. #12
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    Das Beyerdynamic MCE85 BA wäre evtl. auch noch eine Alternative. Zumindest hat es Schalter und Batterie-LED.

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