Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Gelegentlicher Nutzer
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    Smartrendering von HD -Filmen

    In Videoaktiv 01/2012 wird auf S.80 über Probleme beim Smartrendering von AVCHD-Videos berichtet.
    Offensichtlich muss ein geschnittenes AVCHD-Project komplett neu gerendert werden, damit keine Störungen auftreten. Meine Frage dazu: wird die Qualität des neuen Videos sichtbar schlechter als die
    Originaldatei ? Gibt es beim Rendern der stark komprimierten AVCHD-Videos eventuell Artefakte oder
    andere Probleme ? Mir scheint, dass dieses System ( auch aus anderen Gründen) nicht besonders "amateurfreundlich"ist, sondern uns Videofilmern aufgezwungen wird, um hohe Folgekosten an Hard- und
    Software zu erzeugen.

  2. #2
    Gelegentlicher Nutzer
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    Zitat Zitat von Beamer Beitrag anzeigen
    wird die Qualität des neuen Videos sichtbar schlechter als die
    Originaldatei ? Gibt es beim Rendern der stark komprimierten AVCHD-Videos eventuell Artefakte oder
    andere Probleme ?
    Grundsätzlich wird ein Video nach jedem Rendern etwas schlechter.
    Es kommt natürlich immer auf die Rendereinstellungen an. Wenn du das Video beispielsweise mit 1MBit/s neu renderst, wird die Qualität natürlich schlechter. Wenn du jedoch eine hohe Bitrate und ggf. einen "guten" Codec wählst, sollte es keine wirklich sichtbaren Qualitätsunterschiede geben, zumal die meisten AVCHD-Videos nicht von bester Qualität sind - gut, klar, aber eben nicht die Beste. Meine Sony filmt zum Beispiel in 17MBit/s, mittlerweile filmen neue Camcorder oder VDSLRs mit AVCHD 2.0 mit bis zu 28MBit/s (Sony Alpha 77, 50p).

    Zitat Zitat von Beamer Beitrag anzeigen
    Mir scheint, dass dieses System ( auch aus anderen Gründen) nicht besonders "amateurfreundlich"ist, sondern uns Videofilmern aufgezwungen wird, um hohe Folgekosten an Hard- und
    Software zu erzeugen.
    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wo (deine anderen nicht genannten Gründe mal ausgelassen) hier höhere Folgekosten entstehen (außer der Stromrechnung). Denn das Rendern kostet ja nichts. Ich bin mit AVCHD allgemein ehrlich gesagt relativ zufrieden. Mittlerweile ist ja auch die Schnittperformance sehr gut bis gut, nicht wie in den Anfangszeiten von AVCHD.
    Geändert von Willy (12.11.2011 um 22:27 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Willy,
    vielen Dank für den Beitrag zu meinem Problem. Im Vergleich zum HDV-Rendern scheinen bei AVCHD neuartige Schwierigkeiten aufzutreten.
    Mit höheren Folgekosten meine ich, dass für die Nachbearbeitung von AVCHD-Videos ein Computer mit höherer Leistungsfähigkeit als bei HDV
    benötigt wird.Die sehr günstigen Mini-DV-Cassetten werden durch SD-Cards ersetzt, die man natürlich nicht als Archivmedium benutzen sollte.
    Dafür sind dann wieder neue Festplatten anzuschaffen usw.
    Geändert von Beamer (12.11.2011 um 23:01 Uhr)

  4. #4
    Gelegentlicher Nutzer
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    Ja, da hast du natürlich grundsätzlich recht. Nur gibt es ja auch einige Möglichkeiten, die Probleme (kostenfrei) zu umgehen, die hohe Leistungsanforderung beispielsweise mit Proxyschnitt auf einem langsamen Rechner.
    Die Ersetzung von Mini-DV durch SD-Karten ist zwar, wie du sagtest, zum Archivieren ein Nachteil, aber dafür ist das Überspielen 1000x komfortabler per SD-Karte, anstatt wie in alten Zeiten das Videomaterial in Echtzeit zu überspielen. Ich habe heute ein Konzert von 30 Minuten Länge mit sechs Kameras aufgenommen, wenn ich die alle in Echtzeit überspielen müsste - das wäre mir ein wenig zu lang, wären ja immerhin 3 Stunden nur zum Überspielen. Da sind mir 10 Minuten zum Übertragen der Videos von der Speicherkarte ehrlich gesagt lieber. Außerdem sind die Camcorder durch das Entfernen der mechanischen Bauteile um einiges robuster und haltbarer. :-)

    Es gibt halt immer Vor- und Nachteile...

  5. #5
    Gelegentlicher Nutzer
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    Das Überspielen von SD-Karte ist natürlich ein großer Vorteil.Von Proxy-Schnitt habe ich schon öfters gehört, gibt es dafür spezielle Programme? Gibt es Mindestanforderungen an den Prozessor ?

  6. #6
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    Hallo,

    ja, einige Schnittprogramme beherrschen Proxyschnitt - darunter, soweit ich weiß, CyberLink und Pinnacle. Bin mir da aber auch nicht so sicher, aber die Informationen lassen sich sicherlich leicht finden. Die Mindestanforderungen an den Prozessor sind dabei sehr niedrig, es müsste für Proxyschnitt schon ein einigermaßen guter Dualcore genügen.

  7. #7
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    Mir scheint, dass dieses System ( auch aus anderen Gründen) nicht besonders "amateurfreundlich"ist, sondern uns Videofilmern aufgezwungen wird, um hohe Folgekosten an Hard- und Software zu erzeugen.
    Ganz meine Meinung.

    Willy bezweifelt zwar diese Aussage, sagt aber zugleich das es "mittlerweile" gute Systeme gibt.

    In den AVCHD Anfängen gab es fast keine Schnittsoftware und kaum einen Rechner der das Format bewältigen konnte.
    Also war man gezwungen zu investieren. Und wenn man sich heute eine AVCHD Cam zulegt und keinen Powerrechner hat,
    hat man auch keinen Spaß an AVCHD, es sei denn man rüstet hoch bzw. investiert.
    Gruss, Dietmar

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  8. #8
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    Das komplette Neurendern des Materials ist auch aus gewissen Gründen sogar erwünscht - sei es bei HDV/mpeg2 wie auch bei AVC. Nämlich, weil ich mir zwar eine geringe, aber möglichst gleichmäßige "Verschlechterung" des Materials wünsche. Weil die GOP-Struktur sauber etabliert wird, und damit Player keine Prolbeme haben. Aber natürlich sollen die verwendeten Encoder möglichst gut sein, auch bei AVC ist das heute grundsätzlich möglich.

    Dass es eine hohe PC-Leistung braucht ist richtig, die ist halt in der Reihenfolge DV - HDV - AVCHD 1080 50i - AVCHD 1080 50p - MVC 3D - klar gestiegen. Den höchsten Leistungsaufwand benötigt heute eindeutig 3D MVC Material, vor allem aber für das Abspielen in der Vorschau.

    Für ältere Systeme ist das halt eventuell schwierig - wobei wir glücklicherweise heute auch gute und schnelle System basierend auf einem i7 2600K durchaus ab so 800 Euro bekommen. Von der damit verbundenen Leistung konnten wir früher nur träumen.

    Solls trotzdem ein älteres System sein - nun, Cyberlinks Powerdirector 10 ist eines der performatesten Schnittprogramme im Einsteigerbereich, das würde ich mir dann mal ansehen.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  9. #9
    Foren-Profi Avatar von Globebus
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    Für ältere Systeme ist das halt eventuell schwierig - wobei wir glücklicherweise heute auch gute und schnelle System basierend auf einem i7 2600K durchaus ab so 800 Euro bekommen. Von der damit verbundenen Leistung konnten wir früher nur träumen.
    Das kann ich nur bestätigen. Ich habe vor einiger Zeit mein System etwa für den genannten Preis mit einem i7, MB usw. hochgerüstet.
    Seit dem geht die Post ab. Allerdings schneide ich "nur" HDV 1080i.
    Gruss, Dietmar

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