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  1. #1
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    Canon Legria G30 vs. Sony HDR CX900

    Hallo,

    ich möchte mir demnächst einen Camcorder zulegen. Zwei Modelle (Canon Legria G30 und Sony HDR CX900) kommen für mich in Frage. Jedoch weiß ich nicht so recht, welcher von den beiden es werden soll.

    An der Sony gefällt mir folgendes besser:
    - Mehr Megapixel
    - Breiterer Zoom- / Fokus-Ring
    - 5.1 Ton-Aufzeichnung
    - Zeitlupe mit 120 Einzelbildern

    Und an der Canon folgendes:
    - Gleichzeitige Aufzeichnung von MP4 und AVCHD
    - Objektiv-Klappe in der Sonnenblende
    - Mehr optischer Zoom
    - Augenmuschel am Sucher

    Wichtig ist mir vor allem, dass man ohne Stativ einen sauberen Schwenk hinbekommt.

    Was meint ihr, welche Videokamera ist besser (geeignet)?
    Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

    LG
    Salyavin

  2. #2
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    Mehr Megapixel sind nicht unbedingt gut. Full HD entsprich etwa 2 MP. Alle zusätzlichen Pixel sind vereinfacht ausgedrückt überflüssig. Sie können nur für einen guten Digitalzoom und hohe Fotoauflösung eingesetzt werden, allerdings ist der optische Zoom immer besser als Digitalzoom. Ich habe das Vorgängermodell von Canon, die HF G10, und bin damit sehr zufrieden.
    Für die Sony kann eine Augenmuschel für den Sucher zusätzlich bestellt werden.

  3. #3
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    Vielen Dank für die Antwort.

    Die Megapixel-Sache bedeutet dann also einen Pluspunkt weniger für Sony.
    Fragt sich ob's die 5.1-Aufzeichnung und die Zeitlupe-Funktion raus reißen.

    Mal ganz blöd gefragt:
    Für welche würdest Du Dich entscheiden?
    Wohl gemerkt für den Außeneinsatz, oftmals ohne Stativ.

  4. #4
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    Welche Motive möchtest du hauptsächlich filmen?
    Für eine gute Tonqualität würde ich sowieso ein Richtmikrofon / Stereomikrofon benutzen. Ich habe das DM 100 von Canon auf dem Zubehörschuh und die Tonqualität ist deutlich besser als mit dem eingebauten Mikrofon.
    Die Zeitlupe ist nur dann ausschlaggebend, wenn du sie wirklich brauchst. Aus einer Aufnahme mit 50p kann eine 2fache zeitlupe erstellt werden, wenn der fertige Film mit 25p abgespielt wird.
    Meine Canon habe ich seit 3 Jahren und benutze sie auch oft draußen. Sie ist sehr robust, ein wenig Regen hat ihr noch nicht geschadet. Daher würde ich mich wahrscheinlich wieder für die Canon entscheiden. Der Bildstabilisator ist ebenfalls gut.
    Die AX100 würde ich wegen der 4k Qualtität ebenfalls in Betracht ziehen.
    Vielleicht kannst du die Kameras bei einem Verleiher ausleihen oder bei einem Händler testen. Dann kannst du selbst entscheiden, mit welcher du besser zurechtkommst.

  5. #5
    Gelegentlicher Nutzer
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    Vielen Dank nochmal für Deine Mühe!

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Welche Motive möchtest du hauptsächlich filmen?
    Zum einen möchte ich damit gern beim Motocross und beim Modellflug mitfilmen, zum anderen die typischen Urlaubsvideos. Irgendwann möchte ich auch gern mal eine von mir geschriebene Geschichte in Form eines Kurzfilmes inszenieren, weshalb wichtig wäre, dass man etwas mit dem Fokus spielen kann...

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Für eine gute Tonqualität würde ich sowieso ein Richtmikrofon / Stereomikrofon benutzen. Ich habe das DM 100 von Canon auf dem Zubehörschuh und die Tonqualität ist deutlich besser als mit dem eingebauten Mikrofon.
    Das ist klar, aber gerade für die Urlaubsvideos etc. wäre ein vom Gerät aus relativ guter Ton wünschenswert. Muss natürlich kein 5.1 sein, aber mich würde interessieren, welche der beiden Kameras in diesem Bereich mehr drauf hätte.

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Die Zeitlupe ist nur dann ausschlaggebend, wenn du sie wirklich brauchst. Aus einer Aufnahme mit 50p kann eine 2fache zeitlupe erstellt werden, wenn der fertige Film mit 25p abgespielt wird.
    Ich glaube diese Funktion (also Zeitlupe mit 50 Einzelbildern) bietet die Kamera sogar schon so. Würde - wenn ich ehrlich bin - auch vollkommen genügen.

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Meine Canon habe ich seit 3 Jahren und benutze sie auch oft draußen. Sie ist sehr robust, ein wenig Regen hat ihr noch nicht geschadet. Daher würde ich mich wahrscheinlich wieder für die Canon entscheiden. Der Bildstabilisator ist ebenfalls gut.
    Das klingt doch schon mal sehr gut.

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Die AX100 würde ich wegen der 4k Qualtität ebenfalls in Betracht ziehen.
    Ich denke das wäre für mich nicht notwendig, um ehrlich zu sein.

    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst du die Kameras bei einem Verleiher ausleihen oder bei einem Händler testen. Dann kannst du selbst entscheiden, mit welcher du besser zurechtkommst.
    In diversen Elektronikmärkten hatten sie leider keine der beiden da. Nur eine Panasonic der selben Klasse, die gefiel mir aber nicht sehr gut.

    Eine Frage noch am Rande:
    Sind normale SD-Karten eigentlich schnell genug, oder benötigt man SD XC?

  6. #6
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    Der eigentliche Hauptunterschied zwischen diesen beiden Kameras kam noch gar nicht zur Sprache: die Sensorgröße. Die Canon als klassischer Camcorder setzt mit 1/3-Zoll auf einen kleinen Sensor, während die Sony einen sehr viel größeren 1-Zoll-Sensor besitzt. Letzterer liegt ganz im Trend der Zeit, doch die mit beiden Bauweisen verbundenen Vor- und Nachteile muss man im Einzelfall abwägen. Beim Modellflug punktet zum Beispiel der kleinere Sensor (= größere Telebrennweite und mehr Schärfentiefe), während sich für szenische Filme, in denen man mit geringer Schärfentiefe spielen möchte, der große Sensor anbietet.

    Zitat Zitat von Salyavin Beitrag anzeigen
    Fragt sich ob's die 5.1-Aufzeichnung und die Zeitlupe-Funktion raus reißen.
    Die Frage kannst nur du dir selber beantworten. Von einem 5.1-Ton sollte man in Consumercamcordern aber besser nicht viel erwarten, und manche Modelle mit dieser Funktion waren so anfällig für die Aufzeichnung ihrer eigenen Funktionsgeräusche, dass die alternativ angebotene Stereo-Aufnahme allein schon deswegen die bessere Option ist.

    Zitat Zitat von Salyavin Beitrag anzeigen
    Sind normale SD-Karten eigentlich schnell genug, oder benötigt man SD XC?
    SDXC-Karten sind nicht zwangsläufig schneller als SD oder SDHC, sie besitzen nur eine höhere Speicherkapazität von mehr als 32GB (XC = eXtended Capacity). Über die Geschwindigkeit gibt allein die Klasse, heute meist schon mit dem Zusatz UHS, Auskunft.

  7. #7
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    Sind normale SD-Karten eigentlich schnell genug, oder benötigt man SD XC?
    Für die Aufnahme im XAVCS Format bei der Sony muss die Karte mindestens 64 Gb groß sein, bei Canon funktionieren auch kleinere Karten. Bei der Canon reicht z.B. eine 32 Gb Karte mit der höchsten Datenrate für gute 2 Stunden.
    Zum einen möchte ich damit gern beim Motocross und beim Modellflug mitfilmen, zum anderen die typischen Urlaubsvideos. Irgendwann möchte ich auch gern mal eine von mir geschriebene Geschichte in Form eines Kurzfilmes inszenieren, weshalb wichtig wäre, dass man etwas mit dem Fokus spielen kann...
    Für Motocross und Modellflug würde ich die Canon empfehlen. Aufgrund des kleineren Sensors ist die Schärfentiefe größer und sich schnell bewegende Objekte sind länger scharf. Der Autofokus ist schneller. Für Urlaubsvideos sind beide Kameras hervorragend. Für einen Kurzfilm hat die Sony einen größeren Sensor und eingebaute ND Filter (für die Canon müsste man diese zusätzlich kaufen). Die Canon hat einen Cinema-Modus, der den Aufnahmen einen Kino-Look geben soll. Ich benutze ihn allerdings nur selten, meistens filme ich im manuellen Modus. Bei beiden Kameras ist besonders im Telemodus die Schärfentiefe gering.
    Die Sony hat einen Objektivdeckel, der in der Praxis schnell verloren gehen kann, die Canon eine Klappe.
    Videobeispiele:
    Dieses Video habe ich vollständig aus der Hand gedreht.
    Dieses mit Stativ.
    Hier wird ab Minute 9 die Sony mit der Canon verglichen.
    In diversen Elektronikmärkten hatten sie leider keine der beiden da.
    Du kannst natürlich auch beide Kameras bei Amazon bestellen und nach 2 Wochen eine zurückschicken. Das finde ich etwas frech dem Händler gegenüber, aber einige machen das so.
    Geändert von Friedrich Hetzel (15.02.2015 um 10:23 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Friedrich Hetzel Beitrag anzeigen
    Für die Aufnahme im XAVCS Format bei der Sony muss die Karte mindestens 64 Gb groß sein
    Offiziell wird das so angegeben, doch genaugenommen geht es dabei nicht um die Speicherkapazität, sondern um die Art der Formatierung - für XAVC S-Aufnahmen ist "exFAT" nötig. Und obwohl man Karten üblicherweise immer in dem Gerät formatieren sollte, in dem sie aufnehmen werden, kann sich hier eine Abweichung von der Regel lohnen: Formatiert man nämlich zum Beispiel eine 32GB-Karte vorab über den Computer in exFAT, dann wird sie auch von der CX900 für XAVC S-Videos akzeptiert. Es müssen also nicht zwingend 64GB sein.

  9. #9
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    Danke euch beiden!

    Ich habe jetzt bei einem Bekannten die der G30 nicht ganz unähnliche (also, was das Handling betrifft) G25 in die Finger bekommen und muss sagen, das Gerät ist wirklich sehr hochwertig. Allein schon wie sanft sich der Zoomring drehen lässt.

    Ich tendiere stark zur Canon. Ich denke, ich schlafe einfach noch mal eine Nacht 'drüber.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Salyavin Beitrag anzeigen
    In diversen Elektronikmärkten hatten sie leider keine der beiden da.
    Das liegt daran, dass die G30 nie ein Bestseller war, genau wie ihre Schwester die G25. Die G25 lag schon monatelang in den Geschäften rum, viele Händler bestellten die G30 erst gar nicht, weil sie sich mit der G25 schon schwer getan haben. Sony und Panasonic sind halt die ganz großen Camcorderverkäufer, dann kommt lange nichts und dann reihen sich JVC und Canon ein. Der Grund für das eher schlechte Verkaufen der G25 / 30 ist ganz einfach. Sie ist kein schlechtes Modell, aber.... Für nicht wenige Kunden ist sie deutlich zu wuchtig und zu schwer. Das gilt zwar auch für die Sony CX900, nur hat die einen mehr als viermal so großen Sensor eingebaut. Es zählt aktuell für gutes Verkaufen entweder sehr kompakte Abmaße und gute Bildqualität oder großer Sensor und damit die Kreativität beim Freitstellen. Oder am besten beides, nicht ohne Grund ist die Sony RX100-Klasse jahrelang Bestseller. Canon bringt aber auch nicht sonderlich viel raus, im Jahr 2015 war es ein Grundmodell in drei leicht verschiedenen Ausführungen im Billigbereich. Sony und Panasonic brachten 4K-Modelle, Canon schläfert seine Camcorderschiene etwas ein. Canon hat außerdem im letzten Jahr 30 % weniger Kameras verkauft, sie haben leider nicht mehr so einen guten Namen, wie es früher mal war.


    Trotzdem die G30 ist sicher nicht schlecht, sie passt nur nicht in das Beuteschema der meisten Kunden, und genau darum sieht man sie nicht so oft in den Geschäften.

    VG
    Jan
    Geändert von Jan (15.02.2015 um 19:45 Uhr)

  11. #11
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    Zur 5.1 Audio-Aufzeichnung gibts von Canon das externe SM-V1 Mikrofon, zudem bietet die G25 und afair auch die G30 div. Audio Profile inkl. einem Benutzer definierten, die sich je nach Anwendung aktivieren lassen.

    Zitat Zitat von Bernd E. Beitrag anzeigen
    Die Canon als klassischer Camcorder setzt mit 1/3-Zoll auf einen kleinen Sensor, während die Sony einen sehr viel größeren 1-Zoll-Sensor besitzt.
    Das stimmt nur bis zur G25, die G30 hat mit 1/2,84" 'nen minimal größeren überarbeiteten Sensor. Die geringere Schärfentiefe von Sonys 1" Sensoren ist 'ne rein von den Ausdruckmöglichkeiten toll, aber imho auch der Grund für div. Schwierigkeiten beim fokussieren. Zudem sind die größeren Canon Camcorder (G30, G25, G10, HF-M46 etc.) noch mit einem Entfernungsmesser ausgestattet und von daher was den Fokus betrifft, (gerade bei wenig Licht) sehr viel sicherer als die Sony Modelle, zumindest wenn ich meinen PJ780ve mit der G25 vergleiche.

  12. #12
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    Zitat Zitat von Torchwood Beitrag anzeigen
    die G30 hat mit 1/2,84" 'nen minimal größeren überarbeiteten Sensor.
    Angesichts der winzigen Differenz kann man 1/3" und 1/2,84" in diesem Kontext ruhig in einen Topf werfen. Ein Vergleich der Objektivdaten legt sogar die Vermutung nahe, dass die G30 (Crop-Faktor 7,3) trotz ihres größeren Sensors in Wirklichkeit nur einen kleineren Bereich davon nutzt als die G25 (Crop-Faktor 7,15). In der Praxis macht das aber so oder so keinen Unterschied.

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