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  1. #61
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    Zitat Zitat von Stephan_LB Beitrag anzeigen
    Erst wenn die Camcorder-Hersteller in der Lage sind, Camcorder zu bauen, die leistungsmässig und mit drei Aufnahmesensoren ohne Interpolation und Debayering UHD 50p / 60p aufnehmen können, dann wird das volle Potential sichtbar werden.
    Alles gut und schön, aber noch bevor es soweit ist, wird 8K das dominierende Thema sein, natürlich mit mindestens 120p, und das ganze Theater geht in eine neue Runde, weil 4K mit 50p dann doch sowas von gestern ist.
    Vielleicht sehe ich das auch nur deshalb mit so zurückhaltender Euphorie, weil ich mit der Zeit zunehmend weniger Gewicht auf die Kameratechnik lege. Interessieren wird sie mich immer, doch ob ein Film in SD, HD oder 4K, in 50i, 25p oder 50p, mit 8bit oder 10bit, gedreht wurde, ist mir ziemlich gleichgültig, zumal das, was man zu sehen bekommt, auf dem Weg bis dahin ohnehin schon gern mal mehrfach konvertiert worden ist. Der Ton, das Licht, die Kameraführung und zuallererst der Inhalt sind so viel wichtiger für einen guten Film, und werden im Vergleich dazu doch eher stiefmütterlich behandelt.

  2. #62
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    Ich habe den Eindruck, dass der (tatsächliche oder angenommene) Fortschritt immer ungleichmäßiger verteilt ist. Während ausgesprochene Videofreaks sich heute mit 4k/25p-Kameras eindecken, sehnsüchtig auf 4k/50p warten und insgeheim schon von 8k/120p träumen, ist bei den Filmfreaks nach wie vor 1080/24p der Standard und 4k/24p noch im Experintierstadium. Im deutschen Fernsehen träumt man gerade erst von 1080/50p und nutzt in der Gegenwart immer noch 720/50p oder 1080/50i. Dabei sieht immer noch mehr als die Hälfte der Fernsehzuschauer das Ergebnis nur in 576/50i und ein Teil von denen noch nicht mal digital, sondern nur analog - und das, obwohl HD-fähige Flachbildfernseher mittlerweile überall dominieren. Wenn es um das Abspielen von gekauften Inhalten angeht, ist in deutschen Haushalten immer noch die DVD das meistbenutzte Medium; Blu-ray setzt sich nur schleppend durch - vorzugsweise in Film-affinen Haushalten.
    Lediglich im Internet spielt HD (zumindest dort, wo schnelle Zugänge zur Verfügung stehen) mittlerweile die Hauptrolle. Mit der steigenden Verbreitung von 4k-Monitoren mag dort sogar die Nachfrage nach nativem 4k-Material allmählich steigen; im Gegensatz zum Fernseher sitzt man am Computermonitor ja relativ nah dran und hat dann auch eher was von 4k.
    Je höher die Auflösung wird, umso weniger Mehrnutzen hat sie noch, und umso schleppender setzt sie sich am Markt durch. 8k würde selbst auf einem 8k-Computermonitor nur noch wenig Vorteil gegenüber 4k bringen. Auf dem Fernseher zuhause oder im Kino bringt 4k bereits sehr wenig und 8k rein gar nichts - von Extremfällen wie IMAX-artiger Großprojektion mit kurzen Betrachtungsabständen mal abgesehen.

    Also wenn ich heute die Wahl habe, in 1080/50p oder in 2160/25p zu drehen, werde ich mich ganz bestimmt für Ersteres entscheiden. Die höhere Auflösung wird in der Praxis nur in den seltensten Fällen ausgekostet, während der mögliche Vorteil einer hohen Bildfrequenz bis hinunter zu den kleinsten Ausgabeauflösungen erhalten bleibt. Umgekehrt, wenn ich heute in 2160/25p drehe, habe ich nur in ganz wenigen Fällen einen Vorteil durch die hohe Auflösung, aber überall den Nachteil der geringeren Bewegungsauflösung.
    Diese Abwägung gilt für allgemeine dokumentarische Videozwecke und ein breites Spektrum an möglichen Wiedergabemedien. Wenn man einen bestimmten Effekt erzielen will oder auf ein ganz bestimmten Wiedergabemedium hin produziert, kann heute im Einzelfall natürlich auch 2160/25p die bessere Option sein. Richtig universell, so dass man sagen kann "wo es nichts nützt, schadet es zumindest nichts" wird 4k aber erst in Verbindung mit 50p.

  3. #63
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    Im Moment machen die UHD-Camcorder allesamt den Eindruck, ziemlich aufgebohrt zu sein. Die Signalverarbeitung arbeitet an ihren Grenzen und die Sensoren haben, Beispiel AG-DVX200 von Panasonic, bei UHD 50p thermische Probleme (das gibt Panasonic unumwunden zu und verwendet in dieser Betriebsart nur einen Teil der Sensorfläche, Sony wird wohl bei der Z 100 und AX1 wahrscheinlich aus dem gleichen Grund nur einen Teil der (kleineren) Sensorfläche nutzen und der Lüfter ackert bei der AX1 in UHD 50p ganz schön). Bei der Grösse der Consumer-Modelle ist UHD 50p im Moment daher wohl noch nicht zu realisieren.

    Bei 8K wird man dann wohl bei den Camcordern endgültig an die Grenzen für den Consumerbereich stossen, denn da sind dann Sensorgrössen nötig, die keine kleinen Camcorder mehr möglich machen, das ist der Industrie auch schon klar, selbst Henkelmänner, wie wir sie heute kennen, werden nicht mehr für möglich gehalten, wurde bei der Vorstellung der ersten 8K-Fernseher in Las Vegas von der Industrie frank und frei verlautbart.

    Bevor man über 8K diskutiert, muss erst mal 4k (UHD) vom Kunden akzeptiert werden, und dazu muss nun endlich mal die UHD-(4K)-Blu-Ray auf den Markt kommen und einen nennenswerten Marktanteil gewinnen. Im Moment ist die DVD noch dominierend und die (HD) Blu-Ray hat sich eben noch nicht durchgesetzt.

    Die Frage ist: wie lange zieht der Kunde mit und kauft Geräte (in grosser Zahl), die er eigentlich nicht mehr versteht ?

    Neue Standards setzen sich erst dann durch, wenn ein Leidensdruck vorhanden ist. Dann sieht der Kunde ein, dass er mit dem neuen Produkt Vorteile hat. Schnell auf den Markt geworfene Standards, die dem Kunden keinen wirklichen Vorteil bringen (weil er mit dem bisherigen Standard voll zufrieden ist), setzten sich nicht durch, sie Quadrophonie, DVD-Audio und D-VHS. Die meisten Kunden sind mit hochskaliertem PAL zufrieden und staunen über HD 720. Das ist der Stand der Kunden, die in der Masse das Geld bringen ! Dieser Kunde fragt bei Blu-Ray und UHD (4K): was ist das ?

    Allerdings bin ich von der Qualität meiner FDR-AX1 in UHD 50p schon ziemlich begeistert, nur in der Lichtstärke ist meine AG-AC 160 ihr haushoch überlegen, obwohl auch sie kein Low-Light-Wunder ist.

    Im Moment schneide ich in UHD 50p aus XAVC-S mit Edius Pro 8 in MP4 mit 50 MBit/sec (Durchschnitt) und 100 MBit/sec (maximal) auf einen USB-Stick, den mein Panasonic CXW 804, in EXFAT formatiert, problemlos wiedergibt.

    Damals beim Kauf meines Fernsehers hat ein Sony meine XAVC-S-Datei in UHD 24p vom Stick problemlos, ein Samsung und besagter Panasonic nicht wiedergegeben, Stand Herbst 2015. Der Stick war in NTFS formatiert.

    Wer also Probleme mit der Wiedergabe vom Stick hat, sollte dem Formatieren in NTFS und EXFAT experimentieren. Auch bei den maximalen Datenraten sind die Fernseher sehr mäkelig, Pansonic sträubt sich bei MP4 mit über 100 MBit/sec.
    Geändert von Stephan_LB (16.01.2016 um 18:10 Uhr)

  4. #64
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    Zitat Zitat von Stephan_LB Beitrag anzeigen
    Bevor man über 8K diskutiert, ...
    Canon diskutiert scheinbar nicht mehr sondern fängt an:

    http://www.canonrumors.com/canon-dev...lr-8k-display/
    Gruß

    Hans-Jürgen

  5. #65
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    Diese Geräte werden aber wohl auch für den ambitionierten professionellen Anbieter noch alle finanziellen Grenzen sprengen !

    8K könnte sich im Kinobereich, wo man Qualitätsreserven für die Post Production benötigt, sicher durchsetzen, doch im Consumerbereich habe ich auf absehbare Zeit meine Zweifel, denn da sind die UHD-Camcorder noch nicht mal ansatzweise fertig entwickelt.

  6. #66
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    Zitat Zitat von Stephan_LB Beitrag anzeigen
    Bei 8K wird man dann wohl endgültig an die Grenzen für den Consumerbereich stossen, denn da sind dann Sensorgrössen nötig, die keine kleinen Camcorder mehr möglich machen
    Panasonic hat bereits angekündigt, dass man möglicherweise bereits im Jahr 2018, spätestens aber bis 2020, Consumerkameras mit 8K auf dem Markt haben will. Und man darf annehmen, dass die nicht wirklich größer sein werden als ihre heutigen 4K-Pendants.

    Zitat Zitat von Stephan_LB Beitrag anzeigen
    Bevor man über 8K diskutiert, muss erst mal 4k (UHD) vom Kunden akzeptiert werden, und dazu muss nun endlich mal die UHD-(4K)-Blu-Ray auf den Markt kommen und einen nennenswerten Marktanteil gewinnen.
    So einen Zusammenhang sehe ich ehrlich gesagt nicht. UHD in Kameras wird sich ebenso durchsetzen wie sich einst HD durchgesetzt hat - einfach dadurch, dass es die vorherige Auflösung irgendwann kaum noch zu kaufen gibt. Ob der Kunde dann wirklich bewusst 4K möchte oder nicht, ist egal, denn HD wird dann die Rolle spielen, die heute SD einnimmt.
    Was ich von der UHD-BD erwarte, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Nichts. Ihre Verbreitung, vor allem was die dafür nötigen Player angeht, wird noch hinter der der heutigen BD zurückbleiben, und schon da reden wir fast nur vom Segment der Kaufvideos. Der Hobbyfilmer, der fürs eigene Wohnzimmer produziert, setzt doch schon heute eher auf Mediaplayer oder USB-Sticks statt auf Silberscheiben. Dieser Trend wird sich kaum wieder umkehren, zumal die UHD-BD anfangs - wie jedes neue System - ein teurer Spaß ist.

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