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  1. #1
    Administrator
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    VA-News - Videos sichern und archivieren: Ratgeber und Fachbegriffe












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    Egal, ob man mit Videos sein Geld verdient oder wichtige Erinnerungen festhält. Das digitale Zeitalter erfordert ein Umdenken beim Archivieren von Daten. VIDEOAKTIV vergleicht die gängigsten Medien wie Festplatten oder Speicherkarten auf ihre Datensicherheit und beleuchtet auch die Praxistauglichkeit von Cloud-Services.
    Bei jeder Videoproduktion kommt zwangläufig ...




  2. #2
    Aktiver Nutzer Avatar von robernd
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    Hallo,
    zunächst schönen Dank dafür, dass Ihr dieses kritische Thema von so ziemlich allen Seiten her beleuchtet, die denkbar sind. Nur eine Patentlösung habt auch Ihr leider nicht gefunden. Weil heute der 1. April ist, hatte ich insgeheim schon mit einer ultimativen Lösung für die nächste Million Jahre gerechnet. Wie z.B. mit einem Mikrofräser in Granit meißeln. Aber dafür ist Euch das Thema offenbar doch zu ernst.

    Ich gehöre zur alten Generation und habe bereits den Untergang vieler Speichermedien erlebt. Bislang habe ich das aber immer ohne nennenswerte Verluste überstanden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Sicherung immer mehrfach ziemlich wahllos auf völlig unterschiedliche Medien geschrieben habe.
    Bei Multimediadaten ist es noch schwieriger als bei "normalen" Daten. Die können wir selbst dann verlieren, wenn ein Sicherungsmedien noch völlig intakt ist. Es reicht bereits, wenn im neuen Betriebssystem der Codec für das verwendete Darstellungsformat fehlt. Wir müssen uns also daran gewöhnen, alle unsere Daten nicht nur regelmäßig auf aktuelle Speichermedien zu kopieren sondern auch noch in aktuelle Formate zu konvertieren.

    Zur Zeit mache ich meine Datensicherung nach einigen einigermaßen festen Grundsätzen:

    - Niemals ein Original Löschen oder wegwerfen. Das gilt für Kleinbildnegative und Spulentonbänder meines längst verstorbenen Vaters ebenso wie für SD-Karten.

    - Bevorzugte Speicherung auf Festplatten. Da kommen wir allein wegen der Menge kaum herum. Aber hier kann es auch unangenehme Überraschungen geben: Ein Kollege von mir hat sein gesamtes Backup verloren, weil sein alter Raid-Controller seinen Geist aufgegeben hat und es keinen Ersatz mehr gab. Sein Glück, dass nur die Sicherung im Eimer war, nicht aber die Originale. Außerdem ist es sicher eine Frage der Zeit, bis wir auch keine (parallelen) IDE-Platten mehr lesen können.

    - CD, DVD und Blu-Ray. Die Lebensdauer diese Scheiben ist nicht allzu groß, dafür wird es aber hoffentlich noch lange passende Laufwerke geben. Wir sollten aber nicht vergessen, dass Sony HD-DVD bereits kaputt gemacht hat. Also immer schön kontrollieren und im Zweifelsfall kopieren. Und bitte auf jede Verschlüsselung verzichten.

    - Karten, Sticks und SSD. Die werden von verschiedenen Leuten als zuverlässigste Lösung gesehen. Dem möchte ich mich jedoch nicht anschließen. Sonys Memorysticks und PCMCIA-Karten sind bereits in der Versenkung verschwunden. Die Speicherchips darin sind im Gegensatz zu anderen elektronischen Speichern (RAM, EPROM) bewusst fehlerbehaftet konzipiert. Ohne (eingebaute) Korrekturverfahren funktionieren sie nicht. Und wenn die Anzahl der auftretenden Fehler irgendwann drastisch zunimmt, geht nichts mehr.

    - Magnetbänder haben bislang immer länger gelebt als orakelt wurde. Allerdings hat die NASA praktisch alle Daten älterer Weltraummissionen verloren. Ich habe eine Zeit lang Computerdaten auf DAT-Bändern gesichert. Die Bänder gibt es noch, nicht aber das nötige Interface für den DAT-Recorder.

    - Sicherung im Netzt. Das ist die zuverlässigste Lösung. Im Zweifelsfall können wir in 20 Jahren die NSA noch um eine Kopie bitten (Stand 1.4.14).

    Jetzt sind wir so schlau wie am Anfang. Auf kein Speichermedium ist Verlass. Also Sichern, was das Zeug hält. Welches Verfahren nach vielen Jahren noch lebt, werden wir erst nach vielen Jahren wissen.
    Gruß RoBernd

  3. #3
    Aktiver Nutzer
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    05.02.2012
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    123
    Yep. Viele dieser Aspekte sind auch in mein Sicherungskonzept eingeflossen. Es ist hier als PDF zu finden (insbesondere das Dokument links).

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