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  1. #1
    Aktiver Nutzer Avatar von slaty
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    Störungen beim Sichern von analogen Videos

    Aufgrund der Diskussion um die Pinnacle Movie Box und dem Sichern von alten analogen Videoaufnahmen will ich ein für mich sehr ärgerliches und unbefriedigtes Thema aufgreifen.

    Zum Sichern von VHS- und S-VHS-Aufnahmen habe ich für meinen neuen Rechner (Win7/64 Bit) mir vor über einem Jahr die Pinnacle Movie Box angeschafft. Als ich die ersten Probeaufnahmen überprüfte, bemerkte ich einen ca. 8 Pixel hohen Störstreifen am unteren Bildrand (siehe Störstreifen; Störstreifen nur sichtbar, wenn der Fortschrittsbalken dünn wird!). Im Gegensatz dazu haben die mit meiner alten DV-Card (von Electronic Design, gekauft im Jahre 2000) eingefangenen Bilder keine Störstreifen (siehe Störstreifenfrei). Nun begann ich zu recherchieren.

    1. Für die DV-Card gibt es keinen Treiber für meinen mehrkernigen Rechner (Intel i7-Prozessor), da es die Firma electronic-design schon lange nicht mehr gibt und daher das Produkt nicht mehr supportet wird. Auf meinem alten Pentium 4-PC mit Win XP dürfen die importierten Dateien nicht größer als 1 GB sein, sonst gehen Bilder verloren. Bei jedem Dateiwechsel verliert die Capture-Software VideoCockpit Bilder. Also Sichern von Videos mit der DV-Card sehr aufwändig trotz störungsfreiem Bild.

    2. Den Grabber "Logilink VG001 USB 2.0 Video Adapter with Audio" kann ich nur auf meinem Vista/32 Bit-Notebook installieren, weil in ihm ein Syntek-Baustein STK1150 steckt. Auf dem Win7-PC wird automatisch der Treiber für den Baustein STK1160 verwendet, der aber mit meinem Logilink nicht kann. Die mit dem Grabber auf meinem Notebook aufgenommenen Videos haben auch den Störstreifen.

    3. MAGIX hat mir gerade wie jedes Jahr das "Retten Sie Ihre Vdeokassetten"-Paket angeboten, welches ebenso einen USB-Stick beinhaltet. Weiß jemand, ob die mit diesem Gerät importierten Aufnahmen Störstreifen enthalten?

    4. Die Ränder von Videos wurden bei den alten Röhren-Fernseher abgeschnitten. Daher sah man keine Störstreifen. Die neuen Flachbildschirme zeigen gnadenlos die ganze Video-Fläche und machen damit die am unteren Rand befindende Störung sichtbar. Um diese zu beseitigen, kann ein schwarzer Rahmen um das Bild gelegt werden. Mit 10 Pixel Rahmenhöhe wird die Störung überdeckt. Damit das 4:3-Verhältnis erhalten bleibt, habe ich mir eine Rahmenbreite von 13 Pixel errechnet. So erhält man ein verkleinertes Bild. Streckt man es auf die Originalgröße, leidet die ohnehin nicht berauschende Bildqualität.

    Meine Fragen: Gibt es ein aktuelles Gerät, welches analoge Aufnahmen ohne Störung auf einen modernen Rechner importiert? Kann man nicht Hersteller von zum Beispiel der Movie Box dazu zwingen, störungsfreie Bilder zu importieren? Die ehemalige Münchner Firma electronic-design hat es diesbezüglich vorgemacht.

  2. #2
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    So ganz verstehe ich dein Problem nicht.
    Die Störstreifen, wie du sie nennst, sind doch schon auf dem Band da und entstehen nicht erst beim Capturen.
    Daher dürfte es doch egal sein, ob diese Streifen schon beim Capturen oder später im Schnittprogramm entfernt werden.
    Der Effekt ist dann der Gleiche, das Bild muss leicht skaliert werden, um wieder in voller Größe dargestellt zu werden.
    Daher müsste auch die Qualität die Gleiche sein.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  3. #3
    Aktiver Nutzer Avatar von slaty
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    Hans-Jürgen, Du hast vollkommen recht, die Störung ist bereits auf dem Band.
    Da aber ein analoges Signal übertragen wird, kann die Transformation so skaliert werden, dass der Störstreifen nicht erfasst wird und das Bild trotzdem bestmöglich digitalisiert wird. Wird das bereits digitalisierte Video nachträglich gestreckt, muss es zwangsläufig schlechter werden. Wie bereits erwähnt hat electronic-design mit seiner DV-Card dies bewiesen.

  4. #4
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    Wenn das Bild bei dir in der Nachbearbeitung schlechter wird als jenes, welches beim digitalisieren gleich vergrößert wird, dann machst du etwas falsch.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  5. #5
    Aktiver Nutzer Avatar von slaty
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    Habe das durch die Movie Box importierte Video mit dem Störstreifen mit Rahmen versehen und gestreckt, so dass keine Störung mehr zu sehen ist. Beim Vergleich mit dem mittels DV Card aufgenommenen Film konnte ich keinen Unterschied erkennen.

    Hans-Jürgen, Du hast Recht gehabt. Problem ist gelöst.

    Trotzdem die Frage, ob beim Importieren durch das von Magix angebotene Paket "Retten Sie Ihre Videokassetten" ein Störstreifen entsteht? Der Grabber von Magix wurde doch wie die Movie Box von VA getestet?

  6. #6
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Der Störstreifen entsteht, denn die Software kann nur das komplette Signal in Echtzeit aufzeichnen. Das anschließende Beschneiden klappt dann mittels der Software in der Nachbearbeitung.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  7. #7
    Aktiver Nutzer Avatar von slaty
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    Das es ohne Störstreifen geht, hat meine DV Card von electronic-design bewiesen. Ich bin mir sicher, dass die umfangreiche Hardware auf der PCI-Karte das Bild entsprechend skaliert und damit die Störung ausgeblendet hat. Die Software kann natürlich nicht zwischen Nutz- und Störsignal unterscheiden. Die DV Card wurde so in den Jahren 1999 bis 2000 von dem damaligen "Videoaktiv digital" getestet. Sind noch Unterlagen vorhanden?

  8. #8
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Auch damals habe ich bereits die Tests betreut - die Unterlagen habe ich aber nicht mehr. Spielt auch nicht wirklich eine Rolle, denn richtig: Das wurde auf der Hardware skaliert - einen Unterschied zur nachträglichen Skalierung via Software gibt es qualitativ nicht. Aber zugegeben: Es ist etwas unkomfortabler. Aber so ist es halt wenn die Hardware immer billiger wird.
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  9. #9
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    Ich halte nicht so viel von der nachträglichen Skalierung, egal ob hardware- oder softwaremäßig. Das Ausgangssignal ist zwar analog und die horizontale Auflösung ist Interpretationssache, aber die vertikale Auflösung (Zeilen) ist schon im analogen Signal technisch festgelegt; es findet ja sogar ein Zeilensprung (Interlace-Verfahren) statt.
    Man kann ein analoges Videobild nicht einfach mit einer höheren Auflösung einlesen, wie man es etwa beim Digitalisieren eines Fotos tun könnte. Insofern bedeutet das Hochskalieren immer einen Qualitätsverlust; hinzu kommt die Problematik, mit dem Zeilensprung richtig umzugehen, so dass beim Anschauen des digitalisierten Videos am Fernseher die Bewegungsauflösung nicht leidet und auch keine Kämme entstehen.
    Ich habe daher beim Digitalisieren meiner alten Videos aufs Hochskalieren verzichtet und mich darauf beschränkt, einen schwarzen Rahmen in der nötigen Mindestbreite (an jeder Seite etwas anders) drüberzulegen. So bleibt die (eh schon nicht so tolle) Qualität wenigstens erhalten und wird durchs Skalieren nicht unnötig weiter geschädigt.
    Die sichtbaren Rahmen stören, trotz unterschiedlicher Breite, viel weniger als gedacht. Die meisten Leute haben an ihrem Fernseher ohnehin noch Overscan aktiviert, wodurch der Randbereich so oder so wegfällt. Aber auch bei abgeschaltetem Overscan fällt der Rahmen den meisten Zuschauern nicht auf. Einfach mal ausprobieren!

    Übrigens sehe ich solche Störungen in schmälerer Form auch noch an den Aufnahmen meines ersten DV-Camcorders (Canon MV200), obwohl der ja schon digital aufzeichnete. Damals waren 4:3-Röhrenfernseher mit Overscan noch so selbstverständlich, dass niemand auf die Idee kam, man bräuchte einen sauberen Rand. Am Computer während der Bearbeitung sah man die Störungen zwar, aber das war egal, weil es nur ein Zwischenschritt war.

  10. #10
    Aktiver Nutzer Avatar von slaty
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    Das PAL-Bild wird mit 625 Bildzeilen übertragen. Davon sind 575 Zeilen sichtbar, bei den meisten Röhrenfernseher noch weniger (550 Zeilen, entspricht dem vorhandenen Overscan). Die restlichen Zeilen werden für Videotext, Untertitel usw. verwendet. Die VHS- und SVHS-Camcorder haben sich sicher an die PAL-Norm gehalten, sonst hätte man die Videos nicht an den alten Geräten darstellen können (schon wegen dem Halbbild-Rücklauf).

    Der Computer importiert die Filme aber mit 576 Zeilen (Pixel). Die Störung beträgt ca. 8 "Zeilen". Wie passt das mit den 625 PAL-Zeilen zusammen?

    Ich bin immernoch der Ansicht, dass meine alte DV Card von electronic-design nur die sichtbaren Zeilen auf den PC übertragen hat - auch wenn ich auf dem Monitor keinen Unterschied zwischen gestecktem Movie Box- und Original DV Card-Bild sehe. Bei Gelegenheit werde ich den Test auf einem Full-HD-Fernseher (mit 1080 Zeilen!) durchführen. Mal sehen, wie das Bild mit nur einem unteren Balken wirkt.

    Übrigens habe ich keinerlei Bildstörung mit meinen 4:3-DV-Aufnahmen von meiner ersten digitalen Panasonic NV-DX100.
    Geändert von slaty (27.02.2014 um 18:51 Uhr)

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