Die Gehäuseform kennt man sonst nur von High-End-DSLRs á la Nikon D4 und Canon 1D, doch nun bringt Samsung auch eine Bridgekamera mit integriertem Hochformatgriff. WB2200F heißt die Neue, die durch ihren großen Brennweitenbereich auffällt, denn der reicht vom 20mm-Superweitwinkel bis zum 1200mm-Supertele. So ein 60fach-Zoom mit optischer Stabilisierung und einer Lichtstärke zwischen 2,8 und 5,9 ist freilich nur mit einer eher kleineren Sensorgröße realisierbar. 1/2,3-Zoll sind es hier, die Platz bieten für 16,3 effektive Megapixel.
Die Ähnlichkeit der Samsung mit den Profiboliden von Canon und Nikon beschränkt sich auf die prinzipielle Bauform, denn in absoluten Zahlen ist das Samsung-Gehäuse deutlich kleiner und leichter: Gerade mal zwölf Zentimeter in Breite und Höhe misst die WB2200F; auf die Waage bringt sie ohne die laut Samsung sehr ausdauernde Batterie auch nur gut 600 Gramm. Auf der Rückseite trägt die WB2200F ein drei Zoll messendes Display, das nicht schwenkbar ist.
Übersichtlich liest sich die Liste der Videoformate mit jeweils 30p in FullHD, 1280x720 oder 640x480, wobei noch unklar ist, ob auch europäische Kunden mit 60Hz-Formaten vorliebnehmen müssen. Zusätzlich stehen gering aufgelöste Hochgeschwindigkeitseinstellungen mit 240p in 384x288 und 360p in 176x128 zur Auswahl. Als Speichermedium dienen SD-Karten.
Vernetzt ist die WB2200F über NFC und WiFi, so dass Fotos zum Smartphone geschickt werden können oder das Handy als "Remote Viewfinder" nutzbar ist. Welche der App-Funktionen im Videomodus zur Verfügung stehen, darüber schweigt sich Samsung in seiner Pressemitteilung allerdings noch aus. Ebenso offen ist bisher, wann und zu welchem Preis die WB2200F zu den Händlern kommt.