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  1. #1
    Aktiver Nutzer Avatar von kowi
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    Vom Filmen im "Auto-Mode" zum "Manuell-Mode"

    Bisher war ich reiner Automatik Filmer, was für meine Belange auch ok war.
    Jetzt, bei meinem ersten größeren Projekt mit der neuen Canon HF G30 - Konzertaufnahme in einer Blues-Kneipe - gab es echte Probleme. Die Bühne war recht beengt, sehr schlecht und sehr bunt (viel rot) ausgeleuchtet. Die Sängerin in Front war leider teilweise sehr dunkel.
    Beim Heranzoomen von ihr, hat mir die Gesichtserkennung der Cam laufend ein Schnippchen geschlagen: Sie hat den im Hintergrund von ihr spielenden Keyboarder, der relativ gut ausgeleuchtet war, sauber scharf gestellt. Natürlich war sie dann leider etwas unscharf. Das Abschalten der Gesichtserkennung ging nicht, weil diese Funktion nur im "Manuell-Mode" möglich ist.
    Dies und ein manchmal auftauchendes Pumpen der automatischen Fokuseinstellung bei dem schlechten Licht hat mir klar gemacht, dass ich mein Heil zukünftig wohl nur im manuellen Filmen finden werde. Die Frage ist nur wie mach ich das zukünftig?
    Ich habe mich jetzt mal durch die Bedienungsanleitung der G30 gewühlt und habe folgenden Kenntnisstand:
    Den Weissabgleich führe ich manuell durch.
    Blende und Verschlusszeit wird in der Einstellung "P" automatisch aufs Motiv eingestellt, brauch ich also erst mal nicht nachzustellen - notfalls habe ich eine Möglichkeit zur manuellen Blendenkorrektur.
    Für den Fokus gibt es die AF/MF-Taste. Hier kann ich mit AF zuerst das Motiv scharf stellen (lassen), dann auf manuell übergehen und, wenn erforderlich den Fokus mit dem Fokus-/Zoomring anpassen. Soweit so gut.
    Jetzt kommt die Cam aber in Aktion: Auf dem Stativ mit Hinter-Kamerabedienung zoome ich mit leichtem Schwenk nach links von der Totalen in eine Nahaufnahme z.B. der Sängerin, danach langsamer Schwenk nach rechts in die Band, bei gleichzeitigem Übergang in die Halbtotale.
    Wie mache ich das dann mit dem Fokus? Hand am Fokusring und laufend nachjustieren? Ehrlich gesagt, da fühl ich mich im Moment zumindest noch überfordert - mir genügt derzeit schon die laufende Kontrolle des optimalen Ausschnitts durch Zoomen und Kamerabewegung.
    Wie geht ihr vor in einer solchen Situation? Gibt es da eine Vorgehensweise die ich übernehmen und lernen kann?
    Bin für Hinweise von Könnern zum Vorgehen im "Manuell-Mode" sehr dankbar. Mit einigen Testprojekte wird mir der Übergang zum manuell Filmen dann hoffentlich gelingen.

  2. #2
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    Zitat Zitat von kowi Beitrag anzeigen
    Den Weissabgleich führe ich manuell durch.
    Das ist immer eine gute Idee. Der automatische Abgleich mag in vielleicht einem Prozent der Situationen helfen, wenn man ihn bewusst einsetzt, aber in den übrigen 99% ist er ein Risiko, das einem hinterher kaum oder gar nicht mehr korrigierbare Bildfehler einbrocken kann. Geht man mit laufender Kamera von einer Lichtsituation in die andere, also zum Beispiel von einer Außenaufnahme bei Tageslicht in ein Haus hinein mit Kunstlicht in den Zimmern, dann schaltet man besser schnell von einem Preset ins andere (so wie man es auch in TV-Dokus sieht) und ist so immer auf einem Festwert. Sollte der mal nicht haargenau passen, kann man das im Schnitt viel leichter ändern als wenn der AWB herumvagabundiert.

    Zitat Zitat von kowi Beitrag anzeigen
    Wie mache ich das dann mit dem Fokus? Hand am Fokusring und laufend nachjustieren? Ehrlich gesagt, da fühl ich mich im Moment zumindest noch überfordert
    Das ging am Anfang jedem so und ist ganz normal. Mit der Zeit geht einem das aber in Fleisch und Blut über, und bis dahin helfen nur drei Methoden: Üben, üben, üben. Wie gut freilich alles manuell funktioniert, hängt nicht zuletzt von der Kamera ab. Hat sie ein mechanisch arbeitendes Objektiv, ein sehr gutes Display und vielleicht sogar zwei getrennte Hinterkamerabedienungen für Brennweite und Schärfe, dann geht's einfacher als wenn diese Dinge fehlen. In jedem Fall gilt aber: Übung macht den Meister!

  3. #3
    Aktiver Nutzer Avatar von kowi
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    Danke für die Antwort - ich bin also auf dem richtigen Pfad. Die "3 Methoden" werde ich mit einigen Testprojekten angehen und die Ergebnisse studieren. Ja, Übung macht den Meister.

  4. #4
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    Wenn das Licht ausreicht kannst du einfach die Blende etwas weiter schließen bzw. den Blendenwert (Aperture) erhöhen und damit den Schärfebereich vergrößern. Damit kannst du dir das häufige nachjustieren unter Umständen sogar sparen.
    Ausserdem dürfte die G30 wie meine HF-M46 im Manual Fokus Mode so 'ne Art Touchfocus (aber im Manual Mode ohne Verfolgung des Objekts) besitzen, d.h. du kann die Kamera per Fingerzeig auf dem Touchscreen dazu bringen ein bestimmtes Objekt automatisch scharf zu stellen.

  5. #5
    Aktiver Nutzer Avatar von kowi
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    Zitat Zitat von Torchwood Beitrag anzeigen
    ... du kann die Kamera per Fingerzeig auf dem Touchscreen dazu bringen ein bestimmtes Objekt automatisch scharf zu stellen.
    Ja die G30 hat diese Funktion - ist auch noch eine Möglichkeit, danke.

  6. #6
    Aktiver Nutzer Avatar von kowi
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    So, vielen Dank für die bisherigen Hinweise.
    Ich habe mich mal weiter über das Thema "manuell" informiert und möchte hier meinen aktuellen Kenntnisstand gerne zur Diskussion stellen.

    Verschlusszeit:
    1/25 für z.B. Landschaft in LowLight
    1/50 fix (Standard für 90% der Fälle)
    1/100 max. für schnell bewegte Objekte in der Totalen

    Blende:
    f4 optimal - G30 hat f2 - f8
    passende Blende über Custom-Wahlrad und Zebra (100) einstellbar
    ab >f4 werden ND-Filter zugeschaltet

    Gain:
    AGC = 0 dB (im Notfall maximal +6 dB zulassen)

    Alle 3 Parameter sind separat einstellbar und werden auf dem Display angezeigt

    Fokus:
    Über Ring einstellbar - MF mit Distanzangabe in Meter und Peaking (rot)
    Über Taste kann auf AF umgeschaltet werden (á la Push Fokus), danach dann wieder mit MF weiterarbeiten (damit Pumpen vermieden wird)

    Audio:
    a) Audioszenen automatisch: z.B Standard, Musik, Sprache .... oder
    b) Benutzerdefiniert: Pegel, Frequenzgang, Dämpfung .... einstellen

    Weißabgleich:
    a) diverse Optionen wie Automatisch, Tageslicht, Schatten, Kunstlicht .... wählen
    b) individuelle Einstellung (2 Einstellungen speicherbar)

    Wenn von den Kennern der Materie kein Widerspruch erfolgt, kann ich ja mal so ins Rennen gehen und üben, üben, üben.

  7. #7
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    Das sieht schon ganz gut aus. Bei Audio allerdings gäbe ich der Automatik keine Chance, jedenfalls solange es mehr als eine Art Referenzton werden soll, den man im Schnitt sowieso verwirft. Gerade Sprachaufnahmen profitieren doch sehr von manueller Aussteuerung, denn sonst regelt die Automatik in Sprechpausen unschön den Pegel hoch. Vielleicht bietet die G30 auch die Möglichkeit, das Mono-Signal eines externen Mikrofons doppelt auf beide Spuren, aber mit unterschiedlicher Pegelstärke, aufzunehmen? Dann kann man sich auf diese Weise zusätzliche Sicherheitsreserven schaffen.
    Was den Gain angeht, kannst du bei Bedarf ruhig etwas experimentieren. Normalerweise gilt hier zwar "weniger ist mehr", aber es gibt durchaus Kameras, die auch höhere dB-Verstärkung noch rauscharm ertragen, wenn die Umstände es erfordern. Muss man einfach ausprobieren. Genaugenommen arbeitet ja jeder Camcorder sowieso immer mit Verstärkung, denn das eigentliche Signal vom Sensor ist viel zu schwach.

  8. #8
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    ND-Filter brauchst du praktisch nur bei Sonnenschein, z.B. wenn die Blende weit offen sein soll, um div. Tiefenschärfe-Effekte zu erzielen...

  9. #9
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    Zitat Zitat von Torchwood Beitrag anzeigen
    ND-Filter brauchst du praktisch nur bei Sonnenschein, ...
    Das solltest du mal dem Camcorder von kowi sagen.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  10. #10
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    Lässt sich laut Anleitung auch komplett ausschalten.

  11. #11
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    Jawohl, die Funktion ist abschaltbar - habe ich bei mir auch auf OFF gestellt.
    Übrigens, ND zum Einsatz bei Sonnenschein, Schnee, Strand .... ist klar.

  12. #12
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    So, habe jetzt 2 Praxistests zum manuellen Filmen hinter mir.
    Test 1: Auf dem Weihnachtsmarkt. Da war es natürlich dunkel und damit für mich eine echte Herausforderung zur Einstellung von Blende und Fokus. Manchmal ist es gut gelungen, manchmal ging es daneben. Dann habe ich auf halbautomatisch umgestellt, so dass nur noch zu Fokussieren war.
    Test 2: Jazztrio im E-Werk in Erlangen mit Stativ. Hier habe ich jetzt verschiedene Varianten durchgespielt. Die ersten 2 Stücke automatisch (Video + Audio), dann halbautomatisch (Blende, Verschlusszeit + Audio automatisch) Fokus manuell. Danach manuell: Blende, Fokus + Audio (Verschlusszeit fix 1/50 sec).
    Ergebnis:
    Audio automatisch ist zu vergessen! Keine Dynamik in der Aufnahme.
    Verschlusszeit 1/50 sec fix. Blende einzustellen war bei der guten Ausleuchtung kein Problem. Das Fokussieren war weniger problematisch als gedacht. Geholfen hat mir da auch die Umschaltung AF/MF (entspricht Push AF). Insgesamt bin ich mit den ersten manuellen Gehversuchen zufrieden. Werde kräftig weiterüben, damit das Handling in Fleisch und Blut übergeht.

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