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  1. #1
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    Green-Screen-Live-Keying

    Liebes Forum,
    ich habe in unserem Lager ein Green-Screen-Studio eingerichtet.
    Die Produktion von Clips mit unserer Software Adobe Production Suite CS 5.5 stellt auch kein Problem dar. Wir zeichnen auf, dann schauen wir uns die Clips in der Postproduction an.

    Nur wäre es für die Produktion leichter, wenn man gleich am Set live das Endergebnis (das gekeyte Signal) auf einem Screen anschauen könnte. Die Protagonisten könnten sich dann idealerweise gleich im virtuellen Studio auf dem Produktionsmonitor ansehen und agieren.

    Doch mit welcher Soft- oder Hardware macht man das?
    Wir haben als Kameras die GY-HM150 von JVC (HDMI/Component-Out).
    Gibt es eine empfehlenswerte Grafikkarte mit HDMI-Input?

    Ich freue mich auf Eure Kommentare/Anregungen

  2. #2
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    Du schreibst nicht, ob die Graphikkarte intern oder extern (an einem Notebook) sein soll.
    Blackmagic-Design bietet einen Reihe von externen Input/Output-Boxen an, die entweder die neue Thunderbolt-Schnittstelle (vor allem Mac) oder auch USB-3 verwenden.

    'Intensity Pro' nennt sich zudem eine interne PCI-Steckkarte.

    Die offiziellen Preise bewegen sich zwischen knapp 200 bis knapp 300 Euro.

    http://blackmagic-design.com/de/products/intensity/


    Hinweis: Ich habe keine der Karten selbst ausprobiert.

  3. #3
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    Hallo Skeptiker,
    danke für den tollen Lösungsansatz!
    Werde ich mal ausprobieren. Das Ergebnis poste ich dann!

    Einer unserer freiberuflichen Kameraleute hat mich auf das nachfolgende Produkt gebracht:
    Datavideo DVK-200 Chroma Keyer Set - etwas sehr teuer - werde es aber auch mal antesten!

  4. #4
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    Hallo Georg,

    Danke für die Rückmeldung.

    Ich habe mir das Datavideo DVK-200 Chroma Keyer Set hier kurz angesehen http://www.datavideo.info/en/Chromakeyers/DVK-200 und folgenden Eindruck bekommen:

    1.
    Der 'stand alone' Hardware-Keyer ist für Standard Definition (SD) ausgelegt, aber nicht für High Definition Video (HD).
    Ich finde das zwar weder in Anleitung noch Broschüre zum Gerät klar erwähnt, ich schliesse es aber aus den Ein- und Ausgängen, die das Gerät bietet (FBAS-Video, S-Video, Component Video (wäre theoretisch HD-fähig), DVI (wäre theoretisch HD-fähig)).
    Aber Ihr habt ja mit der JVC GY-HM150 eine Kamera, die sowohl HD (als MPEG-2) wie auch SD (als DV) beherrscht.

    2.
    Das Ringlicht mit blauen oder grünen Lämpchen rund ums Kamera-Objektiv, das dann von einer Silberfolie reflektiert wird, ist zwar eine interessante Lösung, hat aber einen offensichtlichen Nachteil:

    So wie der Wetter-Moderator vor der blauen 'Keying'-Wand keine blaue Kravatte oder ein blaues Hemd tragen sollte, so sollte auch die mit günem oder blauem Licht angestrahlte Person vor der silbernen Folie in der Datavideo-Lösung eigentlich keine grüne oder blaue Farbe annehmen.
    Tut sie aber - natürlich nur begrenzt und sicher weniger als der reflektierende Hintergrund - aber eben doch. Man nennt das 'Spill' in der Keying-Sprache und es stört.

    EDIT:

    Ich bin mittlerweile (Ende Sept. 2012) auf ein interessantes Tutorial von Lutz Dieckmann gestossen und habe für das Datavideo Keying-System mit Ringlicht was dazugelernt:
    http://hd-trainings.de/tutorial17.html

    Ich bin mir allerdings nach wie vor nicht sicher, ob das angebotene Hardware-System auch für (Full)HD geeignet ist. Aber wenn man das Ringlicht zusammen mit der reflektiven Folie unabhängig von der Live-Keying-Hardware verwenden könnte, würde diese Einschränkung des Aufnahme-Formats vielleicht wegfallen. Es bliebe allerdings die Frage, wie oder inwieweit dann noch ein LIVE Keying möglich wäre.

    Aber offenbar ist meine Skepsis in Bezug auf die ungewollte Einfärbung des Vordergrunds durch das grüne oder blaue Ringlicht unbegründet. Jedenfalls scheint es gute Lösungen zu geben, das zu korrigieren (Korrektur des Weissabgleichs für den Vordergrund, Korrektur des störenden Blaus / Grüns im Vordergrund durch Ändern des Farbkanals), ohne die Qualität des Greenscreens / Bluescreens negativ zu beeinflussen.

    Zudem kann die Person / das Objekt - sofern es sich weit genug VOR der Reflex-Folie befindet - ja zusätzlich von der Seite mit Weisslicht beleuchtet werden, welches das im Verhältnis schwache grüne/blaue Ring-Licht überdeckt.

    Der grosse Vorteil dieses Systems scheint das sehr homogene Grün / Blau des Hintergrunds durch die reflektive Folie zu sein (das man mit einem beleuchteten, grünen Vorgang kaum so homogen erreicht) und zudem die Zeit- und Raumersparnis durch das Wegfallen der Ausleuchtung des Hintergrunds mit Studiolampen.
    Wäre also bestimmt einen Versuch wert !

    EDIT Ende:

    Vermutlich wäre hier ein blaues oder grünes Keying-Tuch (Versandhändler PEARL bietet z. B. so etwas recht preiswert an - ob es etwas taugt, weiss ich nicht), das seitlich homogen beleuchtet wird, auch gut zu gebrauchen.

    Fazit:

    Wenn wir diesen Gedankenaustausch vor ca. 10 Jahren geführt hätten oder noch früher, zur Zeit der 3-Bandgeräte-Schnittplätze mit Videomischer und Schnittsteuerung, hätte ich gesagt: Warum nicht - wenn das Geld vorhanden ist !

    Heute würde ich sagen: Das gesparte Geld lieber für einen richtig guten Software-Keyer ausgeben, der mit einem Knopfdruck bereits Ergebnisse liefern kann, die kaum mehr korrigiert werden müssen.

    2 solche Keyer sind z.B.

    Primatte Keyer 5 (ein Plug-In, ob auch 'stand alone', ist unklar - als Vollversion ca. 500 USD, 'academic' deutlich weniger)
    Zmatte 3 (ein Plug-In, ca. 400 USD)

    Freundlicher Gruss
    Skeptiker




    Nachtrag:

    Ein wichtiger Punkt noch, der vielleicht entscheidend ist:
    Ich habe Live-Keying mit meiner Schnittsoftware (Final Cut, alte Version) noch nie benutzt, und weiss nicht, ob es überhaupt möglich ist, ein Live-Signal zum Keying zu verwenden, ohne es vorher zu 'capturen'.
    Falls das nicht geht (und auch mit anderen Schnittlösungen nicht), wäre das natürlich ein Grund, zu einer Hardware wie 'Datavideo' zu greifen.
    Alternativ kann man nach einem preiswerten Videomischer Ausschau halten (gebraucht) - Keying können sie alle.



    Nachtrag 2:

    Zwischenstand:

    Mit Final Cut 7 ist gar nichts zu machen. So etwas wie Einbinden von Live-Streams in die Timeline ist offenbar nicht vorgesehen.
    Ich nehme an, dass das bei den anderen Schnittprogrammen nicht anders ist.
    In Final Cut scheitere ich nur schon damit, eine per Firewire angeschlossene DV-Kamera 'live' (NICHT ab Kassette) capturen zu wollen - 'kein Timecode gefunden' (bzw. 'warten auf Timecode') teilt mir die Fehlermeldung im 'Capture'-Fenster mit.

    Weil mich die Sache selbst auch interessiert, habe ich mich auf die Suche nach anderen Software-Lösungen gemacht.
    Und bin tatsächlich fündig geworden. Vor allem für den Macintosh - obwohl ich nicht speziell danach gesucht habe, sondern einfach nach 'Live Chroma Keying'.

    Die preiswerteste Lösung war dabei die beste:

    1. Die Software tut genau das, was versprochen wird.
    2. Sie ist so übersichtlich und einfach zu bedienen, dass es ohne Anleitung geht.
    3. Sie kostet kein Vermögen. In diesem Fall sogar gar nichts, da Freeware !

    Eine Liste mit kompatiblen Kameras und Auflösungen findet sich auf der Webseite.

    An dieser Stelle ein Dankeschön an Zach Poff, den Programmierer, dafür, dass er sein Wissen und Können so grosszügig zur Verfügung stellt !

    'Chroma Key Live' gibt es leider fixfertig nur für Mac, man kann aber - wenn man weiss, wie - daraus auch eine Windows-Version machen, denn der gesamte Programmcode steht frei zur Verfügung.

    Wie gesagt: Einfach zu bedienen:

    Man wählt die Quelle für den Vordergrund aus - Kamerasignal oder Filmclip
    Man wählt die Quelle für den Hintergrund aus - Kamerasignal oder Filmclip
    Man wählt die Keying-Farbe (deutsch: Stanzfarbe) aus - z.B. Blau
    Man stellt mit 3 Reglern die Farbränder, Farbtoleranz etc. optimal ein
    Man kann Vordergrund wie Hintergrund in Grösse und Position verändern und sogar horizontal spiegeln.

    Das ist alles: In einem frei in der Grösse verstellbaren Vorschaufenster erscheint der 'Live Chroma Key' (die Farbstanze) und reagiert auf alle Live-Bewegungen mit ca. 1/2 Sekunde Verzögerung.

    Einen 'Record'-Knopf hat die Software nicht, sie ist als reine Vorschau gedacht, mit der Idee, das endgültige 'Keying' dann in der Schnittsoftware / Compositing Software durchzuführen.

    Es gibt aber auch hier einen Ausweg: Zach Poff bietet nämlich mit dem ebenfalls kostenlosen 'Syphon Recorder' eine externe Aufnahmemöglichkeit an - ich habe es noch nicht ausprobiert !

    Fazit 2:
    'Chroma Key Live' ist für eine leicht verzögerte Live-Vorschau mit einem einfachen 'Chroma Keyer' gut zu gebrauchen, wenn man das definitive Keying mit erweiterten Möglichkeiten in die Schnittsoftware auslagern kann.


    Nachtrag 3:

    In meinen Tests habe ich jeweils einen Videoclip und ein DV-Kamerasignal fürs 'Keying' verwendet.
    Ob es mit 2 Kamera-Live-Signalen (also sowohl Vordergrund wie Hintergrund 'JETZT') auch ginge, müsste ich noch ausprobieren.


    Nachtrag 4:

    Mittlerweile habe ich mir auch die Testversion von 'Veescope Live' nochmals genauer angeschaut, mit der ich beim ersten Versuch noch Probleme mit der Wahl der Hintergrund-Quelle hatte.

    Man erhält hier für 100 USD ein interessantes Programm für den Macintosh (leider keine Windows-Version), das ein Mischen von bis zu 2 Live-Quellen (im Gegensatz zum kostenlosen 'Chroma Key Live', das EINE Live-Quelle ermöglicht) gestattet.

    Es sind sogar 2 Keyer an Bord - ein normaler 'Chroma Key' und ein 'Softlyght' genannter Keyer, der, ohne viel einzustellen, meist zu besseren, da weicheren (subtileren) Ergebnissen führt.

    Das Programm kann (im Gegensatz zu 'Chroma Key Live' ohne Hilfsmittel = 'Syphon Recorder') die Ergebnisse auch als Film exportieren, selbst in Profi-Formaten wie Apple ProRes oder sogar unkomprimiert. Im Prinzip stehen allle Quicktime Export-Formate zur Verfügung, mit einer Ausnahme: H.264 geht nicht (direkt).

    Es können als Kameras sowohl SD- wie auch HD-Kameras angeschlossen werden (ursprünglich war das Programm wohl für DV-Cams gedacht), wobei - wenn ich mich nicht täusche - die Bedingung ist, dass die Kamera ein Signal via Firewire Out senden kann (oder an ein Interface angeschlossen ist, das dies kann).


    Handhabung:
    Ich habe sowohl einen Test mit 1 DV Live-Quelle und 1 DV-Clip als auch mit 2 DV-Kameras gemacht, die beide per Firewire mit dem Computer verbunden waren (1x direkt, 1x über ein Analog-nach-DV-Interface). Beides hat im Prinzip funktioniert.

    Einige Programm-Eigenheiten, die mir aufgefallen sind:

    1.
    Im Gegensatz zu den Online-Beispielen zu 'Veescope', wo jeweils der Vordergrund von der Kamera kommt und der Hintergrund ein Video Clip ist, war es bei mir umgekehrt:

    Ein Clip mit einem einheitlich blauen Bildteil als Vordergrund (Stanz-Quelle) und ein Live-Bild ab DV-Kamera, um das ausgestanzte Blau zu ersetzen.

    Was dabei zunächst verwirrend war: Ich konnte den Kamera-Hintergrund nur über einen Umweg einspielen. Es war nötig zunaächst einen Clip als Hintergrund zu wählen, der dann auch erschien, danach diesen wieder zu schliessen und dann die Kamera auszuwählen. Anders ging es nicht.

    2.
    Wenn der 'De-Spiller' aktiviert wurde (zur Reduktion der flimmernden Kanten um das freigestellte Vordergrund-Objekt), verfälschten sich die Vordergrund-Farben in Richtung 'rot-violett'.
    Das wird zwar in der Bedienungsanleitung kurz erwähnt und lässt sich NACHTRÄGLICH farbkorrigieren, ist im ersten Augenblick aber verwirrend und führt - wenn man die Korrektur vergisst - evtl. zu unbrauchbaren Export-Ergebnissen.

    3.
    Beim Export des fertigen Resultats erschienen die DV PAL Clips zumächst mit falschem Seitenverhältnis (zu schmal), was sich aber schliesslich berichtigen liess (ich glaube, man musste beim Export statt 'same Format as Clip' explizit 'PAL DV 720 x 576' auswählen).

    4.
    Die exportierten Clips hatten einzelne, eingestreute Frames (Bilder), die von einer anderen Aufnahme oder von einem Screenshot des Videos stammen könnten - jedenfalls gehörten sie nicht in den exportierten Clip und führten dazu, dass der beim Abspielen von Zeit zu Zeit optisch 'zusammenzuckte'.
    Ob ich dabei irgendetwas übersehen oder falsch gemacht habe, oder ob es an meinem iMac mit OS 10.6.8 liegt, weiss ich auch nicht. SO wären die Export-Ergebnisse jedenfalls nicht zu gebrauchen.

    5.
    Die ins Programm integrierte Anleitung ist so oberflächlich, dass es gerade zum Bedienen der Software reicht. Wer etwas mehr wissen will, muss anderswo suchen.
    Andererseits: Würde die Anleitung auf alle Möglichkeiten dieses Programms im Detail eingehen, wäre sie wohl weit über 100 Seiten stark und für Anfänger ungeeignet.

    Alles in allem:
    Für 100 US Dollar erhält man ein interessantes, sehr vielseitiges Programm, das über die Einsteiger-Möglichkeit eines guten Chroma Keys hinaus (den man - ohne Perfektions-Ansprüche - durchaus auch als Endergebnis akzeptieren könnte) sogar einige Profi-Eigenschaften bietet: ProRes-Export als File, Direkt-Export mit sämtlichen Einstellungen nach Final Cut 7 (auch als XML-File), zahlreiche Regler zur weiteren Optimierung des 'Chroma Keys', Profess. 'Videoscopes' wie 'Vectorscope', 'Waveform Monitor', 'RGB Kanäle', 'Multiscope' können dem Bild überlagert werden und sollen helfen, die optimalen Keying-Einstellungen (Programm UND Motiv) zu finden.

    Einige 'Macken, wie die Farbverfälschung beim Entfernen des Kantenflimmerns (De-Spill) oder die eingestreuten, falschen 'Frames' beim Export-Clip, werden hoffentlich in Zukunft repariert.
    Geändert von Skeptiker (29.09.2012 um 14:18 Uhr) Grund: Nachträge

  5. #5
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    Was dazugelernt

    Ich bin mittlerweile (Ende Sept. 2012) auf ein interessantes Tutorial von Lutz Dieckmann gestossen und habe für das Datavideo Keying-System mit Ringlicht was dazugelernt:
    http://hd-trainings.de/tutorial17.html

    Die entsprechende Ergänzung im vorherigen Text ist rot markiert ('EDIT').

  6. #6
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    Beitrag Großes Dankeschön

    Hallo Skeptiker,

    vielen Dank für all Deine tollen Anregungen und Lösungsansätze.
    Sie haben mir gut weitergeholfen. Die letzte Variante mit dem LED-Ring ist wohl die schickeste.

    Ich habe es nun über eine Black-Magic-Karte mit einer alten Version (CS3) von Adobe Ultra gelöst. Das funktioniert prima.

    In unserer Adobe Version (CS 5.5) habe ich die Funktion leider nicht mehr gefunden.
    Und der Support von Adobe hat bis heute keine nennenswerte Antwort zu diesem Thema liefern können.

    Egal - dank Deiner Hilfe habe ich es ja gut hinbekommen!

    Danke!

  7. #7
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    Ja, das Ultra war eine schöne Sache.
    Schade dass Adobe es mit den neuen Versionen der CS5/6 nicht mehr mitliefert.
    Gruß

    Hans-Jürgen

  8. #8
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    Ich habe gestern per private VIDEOAKTIV-Mitteilung (das ist bereits die vierte diese Woche, die anderen drei waren zum Beitrag mit der Kamera für Innenaufnahmen - eine Bitte dazu: Fragen lieber direkt im Forum stellen!) eine Frage zu diesem Beitrag erhalten.

    Ich zitiere sinngemäss:
    Jemand schreibt, er möchte ein Green Screen / Blue Screen Studio einrichten. Im Stil einer Nachrichten- oder Wettermoderation. Und er denke dabei auch an ein Monitoring per Live Keying.
    Mit anderen Worten, an einem Bildschirm soll der Moderator / die Moderatorin samt dem eingefügten, bewegten Hintergrund live sichtbar sein.

    Die Frage ist nun, gibt es seit obigem Beitrag neue Erkenntnisse, neue Techniken ?
    Evtl. eine Kamera-Empfehlung ? Kurze Antwort: So wenig Datenkompression wie möglich ist für das störungsfreie Keying von Vorteil. Zudem Objektiv und Sensor möglichst lichtstark & rauscharm. Vordergrund und Hintergrund gut beleuchtet.
    Ganz grundsätzlich: Soll man Hardware oder Software verwenden ?
    Am Schluss noch der Hinweis, dass man mit Macintosh Computern arbeite.

    Kurze Antwort: Nein - keine neuen Erkenntnisse.
    Das heisst nicht, dass es nichts Neues gibt. Aber ich habe mich seither nicht mehr mit dem interessanten Thema beschäftigt. Und besitze selbst auch kein Green Screen Studio.

    Ohne meinen eigenen Beitrag nochmals von A-Z durchzugehen, erinnere ich mich an das Problem, dass die meisten erwähnten Lösungen eher auf Standard Definition beruhen statt auf HD. Vielfach ist in den Software-Lösungen die Rede davon, die Kamera per Firewire anzuschliessen. Dieser Anschluss ist bei den aktuellen HD-Kameras nicht mehr vorhanden.

    Wie weiter ?

    Vielleicht gibt es jemanden in der VIDEOAKTIV-Redaktion / im Forum mit Kenntnissen zum Einrichten eines virtuellen Studios.

    Evtl. mal bei Lutz Dieckmann nachsehen / nachfragen. Er ist der Profi im Forum, der am ehesten Erfahrungen mit solchen Keying-Lösungen hat und dies ja auch für die Ringlicht-Variante mit der speziellen Reflexionsfolie auf einer erhältlichen Tutorial-DVD vorstellt.

    Die Frage in einem Experten-Forum stellen.

    Bei Profi-Ausrüstern nachfragen.

    Sich bei (Medien-)Ausbildungsstätten mit entsprechener Einrichtung erkundigen.

    Beim Fernsehen fragen. Lokal-TV oder sogar bundesweit.
    Im Prinzip müsste jede TV-Station, die einen Wetterbericht mit Präsentator/in anbietet, über ein Live-Keying verfügen. Wenn die Wetterperson vor der animierten Wetterkarte live die Entwickung erklärt und dabei mit der Hand oder dem Zeigestab auf bestimmte Stellen der Animiation deutet, dann kann das eigentlich nur mit Live-Keying funktionieren, indem sie sich selbst statt vor dem blauen oder grünen Hintergrund (bzw. der Reflexionsfolie) auf einem Monitor mit der eingesetzten Wetter-Animation sieht und direkt darauf reagiert.
    Es muss also funktionierende Lösungen geben - auch für höhere Auflösungen als Standard Definition.

    Freundliche Grüsse
    Skeptiker


    P.S.:
    Falls Du auf eine gute Lösung stösst, wäre es natürlich interessant, wenn Du sie hier mitteilen würdest. Viel Glück!
    Geändert von Skeptiker (11.07.2013 um 12:23 Uhr)

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