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  1. #1
    Foren-Profi Avatar von Rüdiger
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    Mein erstes 3D-Erlebnis

    Ausgelöst durch viele Filmbesuche (in 3D) und der Testberichte auch in der Videoaktiv probierte ich den Sony Handycam HDR-TD10E aus. Allerdings war das Ergebnis aus meiner subjektiven Sicht sehr niederschmetternd. Ich testete die 3D-Resultate an meinem Schnittplatz mit meinem Monitor Acer HN274H. Die 2-D-Resultate darüberhinaus mit meinem Beamer.
    Zunächst einmal stellte mich die Abbildungsqualität überhaupt nicht zufrieden. Die lag im 2-D Bereich unter den Ergebnissen meiner guten alten Sony HC 1. Im 3-D-Bereich störte starkes Ghosting, was bei professionellen Blurays ((Deep See 3D und The ultimative Tahiti 3D) nicht vorhanden war. Darüber hinaus rauschten dunkle Bildteile gewaltig.
    Weiterhin stellte ich fest, dass die natürliche Tiefenstaffelung, wie sie im Kino und auch bei professionellen 3D-Blurays vorhanden ist, bei dieser Kamera fehlt. Es ist zwar eine auf den ersten Blick beeindruckende Tiefenstaffelung vorhanden, jedoch hat man den Eindruck, dass 2D-Motive hintereinander gestellt sind.
    Ich habe das Gerät zurückgegeben und mir – neben meiner GH2- die Pana SD 909 angeschafft. Jetzt bin ich wieder zufrieden und von meinen 3-D-Ambitionen geheilt.
    Liebe Grüße,

    Rüdiger

  2. #2
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Ich denke mit der Sony TD 10 & JVC TD 1 haben diese beiden Firmen schon annehmbare Geräte auf den Markt gebracht.

    Der Videoschnitt mit den MVC Dateien kommt auch langsam in Fahrt, auch wenn zumindest Sony zuerst unterstützt wurde.

    Bei der Erstellung eines 3 D Films muss man auch ein wenig mehr die Eigenheiten abwegen. JVC beschreibt das gut in Ihren Anleitungen.

    Eben das die Entfernungen je nach voreingestelltem Zoom eingehalten werden sollten, um einen 3 D Effekt zu begutachten. Das heisst im Weitwinkelstellung sollte das ausgewählte Objekt nicht weiter entfernt als 10 Meter sein, bei 5 - Fach Zoom Einstellung nicht weniger als 5 Meter.


    Die Panasonic 3 D Geschichte gefiel mir nicht besonders, da wirklich ein drastischer Schärfeverlust zu bemerken ist.

    Und trotzdem bin ich kein 3 D Fan, naja möglicherweise ändert es sich noch.....
    Geändert von Jan (26.08.2011 um 17:08 Uhr)

  3. #3
    Aktiver Nutzer Avatar von Arthur
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    Ich bin zwar ein relativ großer 3D Fan aber so wirklich hat mich noch keiner Camcorder umgehauen.
    Ich denke das wird schon werden. Ich habe viel im PC Bereich mit Nvidias 3D Vision gearbeitet und auch Filme in 3D über den PC Monitor geguckt.

    Die ergebnisse der 3D Filme von Camcordern hatten alle noch ihre schwächen.
    Auch wenn ich auf die Panasonic 909 ein Auge geworfen habe (mehr wegen den 2D Eigenschaften) bin ich von der 3D Leistung auch nicht überzeugt, der Qualitätsverlust und die eingeschränkte NUtzung von Zoom und anderen Funktionen spricht ehr gegen die 3D nutzung.

    Da sehe ich auch Sonys TD 10 oder JVC TD 1 als aktuell bessere Lösungen.

    Ich denke für 3D wird man einfach 2 Sensoren (oder 2x 3 Sensoren) brauchen um wirklich brauchbare 2x 1080Pixel Bilder zu generieren.
    Allerdings wird das die Kosten natürlich stark anheben. So denke ich wird es in der Preiskategorie unter 800,- EUR noch lange keine guten 3D Camcorder geben. Ich danke da wird man noch länger 1000,- EUR und mehr hinlegen müssen.

    Ich denke 3D Camcorder brauchen noch 1-2 Jahre bis sie den Massenmarkt so beherschen wie heute 2d Camcorder.

    Arthur

  4. #4
    Foren-Profi Avatar von Wolfgang S.
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    Mit der Sony TD10 konnte ich auf meinem 3D Schnittsystem keinerlei Ghosting feststellen, bei Verwendung einer nvidia 3D vision Lösung, einer Quadro Grafikkarte auf einem Asus VG236H und der Vorschau aus Vegas Pro 10e heraus. Das Bild ist am Schnittplatz wie auch am 3D HDTV ausgesprochen Top. Mit der Qualität einer Pansonic 750 ist das absolut nicht mehr vergleichbar, die Qualität des MVC-Camcorders ist massiv überlegen. In Summe kann ich bestätigen, dass die Geräte intessant sind, selbst bei der relativ kleinen Stereobasis.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  5. #5
    Foren-Profi Avatar von Rüdiger
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    Über die SD 909 mit 3D-Vorsatz braucht man nicht zu diskutieren. Die Ergebnisse sind nicht akzeptabel. Allerdings habe ich Ergebnisse von der JVC TD 1 an meinem Schnittplatz begutachten können. Die Resultate waren erheblich besser, als die der Sony - ohne Ghosting. Der fehlende Weitwinkel hat mich von einem Kauf abgehalten.
    Liebe Grüße,

    Rüdiger

  6. #6
    Foren-Profi Avatar von Wolfgang S.
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    Also ich kanns nur nochmals sagen - Ghosting habe ich bei der TD10 bisher nicht entdecken können. Wurden die Aufnahmen mit manueller oder automatischer Konvergenz gemacht? Und wie genau wurden sie begutachtet - mit welchem Equipment?

    Der JVC werden aufgrund der geringfügig größeren Stereobasis etwas bessere 3D Eigenschaften nachgesagt - aber 3.5 cm statt 3 cm ändern hier nicht Welten. Insofern frage ich mich, wie sich diese Eindrücke erklären.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  7. #7
    Foren-Profi Avatar von Rüdiger
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    Mein Equipment schafft 6-7 Videospuren in AVCHD bzw. 50p. Der Zusammenhang zwischen Ghosting und manueller bzw. automatischer Konvergenzeinstellung erschließt sich mir nicht.
    Die Gründe für die Rückgabe des Gerätes lagen nicht allein im "Ghosting", sondern in den von mir bereits ausgeführten Gründen.

    Ich wünsche einen schönen Sonntag,
    Liebe Grüße,

    Rüdiger

  8. #8
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    Habe selber noch keine grosse Erfahrung im 3D Bereich, solange man noch eine Brille braucht, halte ich das ganze für eine Spielerei.
    Man müsste alles erneuern vom TV, BR Player, Cam ... . Denke noch min 5 Jahre bis 3D ein Thema ist.

  9. #9
    Foren-Profi Avatar von Rüdiger
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    Hinzukommt, dass man bei der Wiedergabe die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Entweder man wählt das Polarisationsprinzip, dann bekommt man als Ergebnis nur die halbe Auflösung oder man entscheidet sich für die Shutterbrille, dann wird aus einem strahlend hellen, kontrastreichen Bild eine so dunkle Wiedergabe, dass man diese nur in einem total abgedunkeltem Raum ertragen kann.
    Liebe Grüße,

    Rüdiger

  10. #10
    Foren-Profi Avatar von Wolfgang S.
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    Natürlich ist bei der Shutterbrille die Raumbeleuchtung wesentlich - was nichts Neues ist. Aber ich empfinde das weniger als Pest oder Cholera, vielleicht aber als einen kleinen lästigen Schnupfen! Mit dem ich persönlich ganz gut leben kann. Aber jeder wie er mag.

    Der Zusammenhang zwischen Ghosting und manueller bzw. automatischer Konvergenzeinstellung erschließt sich mir nicht.
    Das war auch nicht als Zusammenhang gedacht.

    Beim beschrieben Ghosting wäre eher interessant zu wissen, wie der Schnittplatz ausgerüstet ist - mit welcher Sichttechnologie. Denn ich kann mit nvidia 3D Vision und einem 120 Hz Monitor bei TD10 Material aus der Vorschau von Vegas Pro heraus keinerlei Ghosting entdecken. Auch nicht auf meinem Panasonic Plasma, wenn ich dort das Material über hdmi vom Camcorder live einspiele, oder es von 3D Blu Ray abspiele. Daher die Frage, mit welchem Equipment du das so gesehen hast.

    Die Frage der Konvergenz bezog sich eher auf den Eindruck, dass 2D-Motive hintereinander gestellt sind. Da wäre eher die Frage, welche Nahpunkt- und welche Fernpunkt-Entfernung gewählt war, und ob die Konvergenzeinstellung massiv nach + oder - justiert war. Denn entgegen der langläufigen Meinung, dass man mit Kameras wie der TD10 oder auch der TD1 nichts falsch machen könne, kann man mit den Geräten immer noch einiges falsch machen, die Bildkomposition ist durchaus wesentlich, was man etwa als Nahpunkt gewählt hat usw. Das Erlernen des 3D Filmens ist eine neue Kunst - und die relativ kleine Stereobasis von 3 cm bewirkt halt, dass diese Geräte primär in einem Nahbereich von vielleicht 10m gut sind, bei größeren Entfernungen tritt eine Verflachung und eventuell Gigantismus auf. Das sind halt die Einschränkungen der kleinen und nicht verstellbaren Stereobasis.
    Geändert von Wolfgang S. (04.09.2011 um 11:26 Uhr)
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  11. #11
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    Das Problem ist sicher auch die Brille, bzw., wie schon schön gesagt, die Wahl zwischen Pest und Cholera. Da gibt es ja jetzt schon erste Geräte, die das ohne können (für wenige Zuschauer).
    Das Erlernen des 3D Filmens ist eine neue Kunst
    , das wird immer wieder vergessen. Es ist ja auch schon ein Unterschied, ob ich SD oder HD filme. Aber bisher hat mich 3D noch nicht wirklich überzeugen können. Auch im Kino nicht. Das wirkt auf mich irgendwie künstlich und entspricht nicht meiner 3D Wahrnehmung "in Echt". Kann aber auch Gewöhnungssache sein. Denn die Geschichte mit ist auch bei dem Spiel mit Tiefenschärfe so. Mein Seheindruck in Realität ist auch nicht so, da die Augen blitzschnell auf das scharfstellen, was ich anschaue.

  12. #12
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    Die Meinung dass 3D-Geräte in zwei Jahren den Massenmarkt so beherrschen wie heute die 2D-Camcorder kann ich absolut nicht teilen.

    Die Vorbedingungen hierfür sind meines Erachtens dass
    1.) die Mehrzahl der heimischen TV-Geräte 3D ohne Brille darstellen können,
    und dass
    2.) 3D-Camcorder in der Automatik genauso arbeiten wie 2D-Kameras,
    und zwar ohne an Entfernungen o.Ä. denken zu müssen.

    Dem privaten Filmer kann das alles egal sein. Er/Sie kann sich heute mit einer kompletten Aufnahme-/Bearbeitungs- und Wiedergabekette
    ausstatten und bei seinem Publikum 3D-Lorbeeren einsammeln

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