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  1. #25
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    An 3 D wird doch schon seit ca 1930 gewerkelt und es hat sich nie durchgesetzt.

    Dürfte schwierig werden.

    Der Trend geht wohl dahin, eine höhere Auflösung anzubieten, auch wenn das oft nicht viel bringt (Objektiv Auflösungsgrenzen !).

    Ich denke die Datenweitergabe zum Computer, Netzwerk oder zum TV wird sich ändern, also weniger mit Kabel (USB und HDMI).



    Ein was ist aber relativ klar, reine Camcorder werden über kurz oder lang sterben. Ich bin schon sehr gespannt, wieviele neue Modelle die Firmen auf der CES 2012 vorstellen. Ich denke das Lineup dürfte knapper sein. Wenig bis gar keine HDD und Standard Defintionskameras.


    Möglicherweise keine 10 Modelle pro Firma.

    Seit einigen Jahren gehen die Marktanteile von reinen Camcordern stark zurück, 15 % pro Jahr ist nichts besonderes.

    Das ist dem Video DSLR, den immer besser werdenden Digitalkameras (oder besser deren Videofunktion) und sogar den neuen Handys (4s uns S2) zu verdanken.


    VG
    Jan
    Geändert von Jan (06.01.2012 um 19:31 Uhr)

  2. #26
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    Zitat Zitat von einsiedler Beitrag anzeigen
    Ich glaube dass die Akzeptanz von 3D am meisten von der Sendung ebensolcher Inhalte im Fernsehen abhängt.
    Bis 3D im TV eine signifikante Rolle spielen wird, dauert es schätzungsweise noch sehr lange. Ein Sender, für den Produktion und Ausstrahlung mit immensen Kosten verbunden sind, weiß ja im Moment gar nicht, welcher Sau er zuerst nachlaufen soll, die gerade durchs Dorf getrieben wird. Noch sehen bei weitem nicht alle Haushalte in Deutschland ein HD-Programm, noch senden bei weitem nicht alle Sender hochauflösend - die ARD zum Beispiel will nach jüngsten Plänen erst bis 2019 (!) komplett auf HD umgestellt haben -, da wird schon der Ruf nach 1080p50 laut. Das hätten viele gern als zukünftigen Standard, doch 4K ist knapp dahinter in Sichtweite, 8K längst keine Utopie mehr, und irgendwo in dieses Chaos hinein, in dem man bald gar nicht mehr weiß, wohin die Reise geht, kommt nun wieder mal auch noch 3D.
    Das hat ohne Zweifel seinen Reiz, doch ich sehe seine Rolle ungefähr da, wo auch die Stereofotografie steht: Sie ist praktisch so alt wie die "normale" Fotografie, wurde über die Generationen immer weiter verbessert und blieb doch stets auf einen kleinen Kreis von Enthusiasten beschränkt. Die herkömmliche 2D-Fotografie konnte sie in mehr als 150 Jahren nie auch nur ansatzweise ablösen.
    Ob 3D im bewegten Bild mehr Erfolg haben wird? Fraglich. Selbst im Kinobereich scheint die große 3D-Euphorie nach "Avatar" allmählich auf ein normales Maß zurückzugehen. Nicht immer stehen die Mehreinnahmen an der Kinokasse in einem gesunden Verhältnis zu den Mehrkosten beim Dreh, und so entscheiden sich selbst große Produktionen oft genug gegen 3D.
    Und trotzdem könnten 3D-Camcorder eines Tages sogar für 2D-Filmer richtig interessant werden: Dann nämlich, wenn die Optik- und Sensorenpaare für die gleichzeitige Aufnahme mit unterschiedlichen Belichtungen genutzt würden. Daraus ließe sich ein 2D-HDR-Bild mit hohem Kontrastumfang erzeugen, das mehr Zeichnung sowohl in hellen als auch in dunklen Bildteilen besitzt. Dann wäre die Bilddynamik, wie sie heute eine RED Epic bietet, vielleicht schon in einem Consumer-Camcorder zu haben. Gerüchten zufolge soll Sony bereits daran arbeiten.

  3. #27
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    Wie's kommt so kommts sagt man. Das 3D muss wirklich für uns noch einfacher werden, was ich aber nicht glaube. Ich schliesse mich meinen Vorrednern an, und denke das wird zwar von der Industrie gefördert aber floppt kurz oder lang.

  4. #28
    Foren-Profi Avatar von Wolfgang S.
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    Zitat Zitat von einsiedler Beitrag anzeigen
    Vier Monate nach meinem ersten kritischen Posting in diesem Thread zum Thema 3D bin ich eher noch kritischer geworden.
    Da dürfte sich eine Aussage eher nach ein paar Quartalen, wenn nicht eher Jahren treffen lassen. Eine neue Technologie dauert einfach bis sie da ist - einfach weil es lange dauert bis sich die Hardware und die Gewohnheiten ändern.


    Zitat Zitat von einsiedler Beitrag anzeigen
    Es stimmt schon: Bald wird jeder neue TV 3D können. Ob sich das auf breitester Front beim Filmer niederschlägt ist fraglich. Für Spielfilme vermute ich ja, für alles andere vermute ich nein.
    Der Anteil an 3D fähigen HDTVs an den verkauften Neugeräten liegt auch 2011 wohl im besten Fall um die 10% - wenn überhaupt schon.

    Zitat Zitat von einsiedler Beitrag anzeigen
    Es sei denn, das Filmen ist genauso einfach möglich wie in 2D - dann wird es sich genauso durchsetzen wie HD.
    Wenigstens das gibts inzwischen - das Filmen mit einer Sony TD10 ist nicht schwerer als mit einer 2D Kamera. Aber man muss doch umlernen - bei der Konvergenzeinstellung und beim späteren Schnitt.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  5. #29
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    Zitat Zitat von trainmovie Beitrag anzeigen
    Wie's kommt so kommts sagt man. Das 3D muss wirklich für uns noch einfacher werden, was ich aber nicht glaube. Ich schliesse mich meinen Vorrednern an, und denke das wird zwar von der Industrie gefördert aber floppt kurz oder lang.
    Also ich war bis vor etwa 10 Monaten kein 3D-Fan, doch das hat sich nicht etwa durch einen Kino-Besuch geändert, sondern rein durch das Betrachten eines Displays einer Fuji-Kamera. Ich fand das Bild so klasse, dass ich mich näher mit der Materie beschäftigt habe und habe mich sehr schnell dafür begeistert.

    Mittlerweile besitze ich eine Panasonic Z10000 und kann auf meinem LG 55LW5500 (Polfiltertechnik) ein super Bild geniesen. Schnittlösung: VMS 11 (mit Einbindung eines speziellen MVC-Decoders).

    Das 3D-Filmen finde ich ehrlich gesagt nicht so schwierig, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. Und mit PD10 hat man ein sehr einfache Schnittlösung, die jedoch noch einen kleinen Schwachpunkt hat (Nachzieheffekt).

    Und ich bin überzeugt, dass sich 3D durchsetzen wird, wenn auch nicht in den nächsten 2-3 Jahren. Ein Freund von mir produziert Profi-Filme und ist derselben Meinung. Bislang sind jedoch die Produktionskosten zu hoch für eine 3D-Produktion, denn da kann man beispielsweise bei einem Naturfilm nicht mehr mit einer 2-Mann-Crew losziehen, sondern benötigt mehr Personal und einen deutlich höheren Kostenaufwand in Bezug auf die Technik.

    Ich sehe zwar auch, dass da in Hollywood und in der Elektronik-Industrie Neuerungen gesucht werden, damit wieder etwas verkauft wird. Letztlich entscheidet jedoch der Verbraucher und Filmliebhaber darüber, ob sich etwas durchsetzen wird. Und da bin ich ganz klar davon überzeugt, dass sich 3D durchsetzen wird.

    Man benötigt aber als reiner Betrachter von 3D: 1. ein großes und gutes Fernsehgerät, 2. einen 3D-Bluray-Player und 3. vorerst noch Brillen (die bei Polfiltertechnik nicht teuer sind). Um etwas "Gescheites" zu kaufen, muß man derzeit noch tief in den Geldbeutel greifen, was sich aber bald ändern wird (Verfall der Elektronik-Preise).

    Beim Filmen ist man z.B. mit einer JVC GS-TD1 mit etwa 1000 Euro dabei. Und ich muß sagen, dass diese Cam schon ein super 3D und 2D-Bild hat. (Ich habe auch schon einiges in 2D mit der Cam gefilmt.)

    Nun, ja. 3D ist eben Geschmacksache. Davon abgesehen, dass etwa 10% der Bevölkerung den 3D-Effekt gar nicht richtig wahrnehmen können. Schade!

  6. #30
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    Neu im Forum und schon muss auch ich meinen Senf dazu geben:

    Ich komme aus der professionellen Ecke und habe auch diverse Wall E's (wie die Kameras mit zwei Objektiven nebeneinander unter den Profis genannt werden) getestet.
    Leider hat wirklich keine dieser Kameras mein Qualitätsbewußtsein nur annähernd befriedigen können. Ein sehr wichtiger Aspekt für das 3D-Filmen ist die sogenannte Basisbreite, also der Abstand zwischen den beiden Objektiven. Mir ist aber keine Kamera bekannt, die diesen Abstand verändern kann. In der profesionneln Praxis arbeiten wir mit Spiegelrigs und zwei Kameras mit abgeglichenen Objektiven. Der Aufwand ist beträchtlich, denn nicht nur der Aufbau des Systems ist aufwenig und zeitintensiv - auch die Kosten für das Equipment belaufen sich auf wesentlich höhere Kosten. Aber_ Nur so macht das Filmen in 3D wirklich Sinn.
    Dazu ein kleines Beispiel:
    Ich möchte beim Filmen mit der Kamera auf eine Person herangehen. In einem Spiegelrig würde man dazu den Abstand zwischen den Kameras verringern. Wenn ich nah an einem Objekt herangehen will, kann es sein, dass die Basisbreite, also der Abstand zwischen den Objektiven weniger als 1 cm ist. Mit Kameras mit festehenden Objektiven ist dieses nicht möglich. Man greift hier zum Trick der Konvergenz: Also eine Art künstliches Schielen über Sensorshifting. Damit kann ich aber schnell aus dem Sicherheitsbereich des Fernpunktes kommen. Dann müsste ich nach außen schielen können (was normale Menschen nicht können) um noch etwas erkennen zu können. OK, ich könnte den Hintergrund unscharf machen, aber das kann nicht die Lösung sein. Schon bei Avatar kann ich die Stellen nicht leiden, wo der Hintergrund unscharf ist. 3D lebt von der Tiefe - der Zuschauer soll entscheiden ob er etwas vorne, in der Mitte oder auch Hinten betrachtet.
    In der Praxis konvergiere (schiele) ich beim Filmen nie, das ist immer eine Aufgabe für die Postproduction. Nur hier kann ich das Tiefenbudget korrekt anwählen.

    Und richtig ist: 3D-Filmen hat mit 2D nicht viel gemein. Es ist eine komplett neue Bildersprache die lange erlernt werden muss. Es gibt viele Dinge die zu beachten sind. Durch schlechtes 3D kann den Menschen die es sehen müssen körperlich übel werden. Selbst James Cameron sagte "Es ist ein kleiner Grad zwischen dem die Leute Spaß haben oder sich übergeben müssen".

    Schon beim drehen muss ich wissen für welche Leinwandgröße ich produziere. TV oder Kino. Dann noch eher große Leinwände oder eher kleine. Denn auch das verändert meine Basisbreite schon bei der Aufnahme.

    Fazit: Eigentlich ist 3D kaum richtig zu produzieren. Aber wenn es einem doch gelingt, ist das Filmvergnügen zumindest für eine gewisse Anzahl von Menschen, viel beeindruckender als 2D.
    Aber bis 3D wirklich von Prosumern produziert werden kann, ist es noch ein weiter Weg!

    Noch ein kurzer Nachtrag zu einigen Aussagen meiner Vorschreiber:
    3D ist wirklich sehr viel teurer in der Produktion als 2D. 2D-HD ist mittlerweile billig zu produzieren. Sender produzieren ja fast durchweg nur noch Billigware, die Preisspirale dreht immer weiter nach unten. Deshalb machen auch viele Produktionsfirmen pleite. Qualität ist nicht mehr wichtig und Produktionen die früher niemals die technische Abnahme überstanden hätten, flimmern heute munter über den Bildschirm.

    Ob Aktiv oder Passiv?
    In der Praxis sprechen sich mehr als 65% der Menschen die einen direkten Vergleich zwischen den beiden Systemen habe für das passive System aus. Zu recht: Aktiv ist dunkler und die Brillen nerven noch mehr als die passiven, da sie schwerer sind (Batterie). Außerdem shuttert nun mal alles, was im Blickfeld ist und wer ein Fenster im Blickfeld hat oder eine Lampe, weiß wovon ich rede. In der Praxis sieht kein Mensch die Reduktion der Auflösung bei passiven Systemen.

    Der Ruf nach 4K ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Viel wichtiger ist die Erhöhung der Bilderzahl. Ruckelnde Schwenks und fehlende Bildinformationen bei schnellen Bewegungen sind viel nerviger! Den Pixelwahn kann ich nicht nachvollziehen. Für große Kinoleinwände mag 4K sinnvoll sein, aber die Größe an Leinwänden finden wir in Deutschland kaum.
    Ich habe bereits Filme in 3D mit 60P gedreht und den Unterschied sieht jeder - im Gegensatz zu 4K und 2K.

    Nun will ich die Leser meines Beitrags nicht länger zutexten. Falls jemand Fragen hat, kann ich gerne noch ins Detail gehen!

    Viele Grüße,

    McT

  7. #31
    Foren-Profi Avatar von Wolfgang S.
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    Es ist richtig, dass die Kompaktgeräte (so werden die Geräte mit 2 Objektiven gerne in der 3D Literatur genannt) natürlich keine variable Stereobasis haben - bisher haben wir keines welches das kann. Das schließt halt gewisse Aufnahmen aus - und natürlich ist für kleine IOs ein Spiegelrig die professionelste Lösung, die ist aber auch teuer. Oder für einen großen Tiefenumfang halt ein side-by-side-rig.

    Ich würde das aber nicht mit der konvergenten Kameraführung vermischen wollen, den primäre Größe für den Tiefenumfang ist und bleibt der IO. Und bei der Gefahr der zu großen Disparität im Fernpunkt bin ich absolut bei dir - darum filmen wir ja gerne mit parallelen Achsen oder auch mit Fernpunktkonvergenz. Die Konvergenz auf das primäre Objekt - die Objektkonvergenz - ist halt genau mit dieser Gefahr behaftet. Aber lösbar ist die Sache, man nehme sich halt die Bercovitz Formel oder eine der Derivate auf einen iphonde oder Android rechner und stellt die Sache ein. Aufwendig ist es natürlich, wenn man mit 2 Kameras filmt.

    Und ja, ich bin bei dir was die Aufnahme mit 2 Kameras in 1080 50p angeht, das mache ich inzwischen ebenfalls - in Ergänzung zu einer Z10K und einer TD10. Das macht einen Unterschied, allerdings ist halt der Jammer im Momen dass wir das für 3D Blu-ray nicht haben, sondern andere Abspielwege wählen müssen. Man kann halt verschiedene Kameras für verschiedene Situationen nutzen, etwas was ja nicht gerade neu ist.

    Die Auflösungshalbierung kann man sehr wohl sehen - auch wenn das menschliche Gehirn bei der Fusion hier erstaunliches leistet. Am 3D Schnittplatz will ich die persönlich die volle Auflösung trotz gewissen Anstrenungen nicht missen, für die Präsentation ist das wieder eine andere Frage.
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  8. #32
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    Lieber Wolfgang,

    danke für Deine Antwort. Das Filmen in stereoskopischen 3D ist noch immer etwas Neuland. Sicher hast Du auch Recht, was die Berechnung von 3D-Fernpunkten angeht, nur glaube ich, dass gerade in dem nicht professionellen Bereich viele der Regeln komplett unbeachtet bleiben. Man nimmt sich die Kamera, filmt, und wundert sich über schlechte Ergebnisse. Daher glaube ich ein wenig, dass Kameras mit fester 3D-Basisbreite eher kontraproduktiv sind. Daher der Vorschlag, lieber Kameras zu bauen, die zumindest ein kleines Side-by-Side Rig eingebaut haben. Gerade der oft verwendete Nahbereich kann so leichter aufgenommen werden.

    Dein Hinweis auf einen Shutter-Monitor am Schnittplatz kann ich nicht nachvollziehen. Ich besitze selber ein NVidia-System, habe die Nutzung aber sehr schnell aufgegeben. Erstens ist mir die Brille viel zu schwer und das Shuttern der gesamten Umgebung nervt mich so sehr, dass ich bereits nach 10 Minuten Kopfschmerzen bekomme. Vielleicht bin ich da auch überempfindlich. Egal ob beim Drehen oder in der Post, wir verwenden nur passive Displays.

    Du hast bei der 3D-Bluray völlig recht. Die Normung der Bilderzahl auf 23,97 ist extrem schlecht. Hier haben sich leider die Amerikaner durchgesetzt. Aber mit etwas Glück und viel Kraft, schaffen wir es, die Industrie von einer weitaus höheren Bilderzahl zu überzeugen.

    Durch meine letzten Produktionen wie die Liveübertragung der Fantastischen Vier in 3D in 91 Kinos in fünf Ländern und dem 3D-Magazin "deep", sowie aktuell "Urbanatix" habe ich gelernt, dass gerade die Vorbereitung und genaue Planung ein wichtiger Schritt ist. So ist die Auswahl der Kameras, des Rigs und des Zubehörs wichtig. Dazu braucht man aber vor allem eine tolle Crew. Leider geht natürlich eine gewisse Spontanität verloren, dazu ein Beispiel: Beim Dreh eine Beitrags für das Magazin "deep" drehten wir eine Flagship-Store-Eröffnung in Berlin- Sobald wir drehten, setzte sich ein Pulk von Steadicam-Operator, Stereographer, Focus-Puller und Tonassitent in Bewegung. Allein schon durch das große Rig auf der Steadicam war ein unaufälliges drehen unmöglich. Dazu kamen die vielen Touristen an dem gern gesehenen Besucherziel in Berlin und schon wurden wir weitaus mehr fotografiert als die anwesende Prominenz.
    Dann wünsche ich mir eine kleine unaufällige Kamera wie die Z10000! Leider aber wäre das Ergebnis sicher kaum verwendbar gewesen, da bei Massenveranstaltung meist ständige jemand zu nahe ins Bild läuft, was ich bei einem Spiegelrig ausgleichen kann.

    Hierzu eine Frage an Dich da ich annehme, dass Du der Autor der Artikels über die Z10000 in der akutellen Ausgabe der videoaktiv-digital bist, oder? Wie regierst Du bei Veranstaltungen wenn Dir jemand zu dicht kommt? Schneidest Du es raus?

    LG
    Alexander

  9. #33
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    Ja, ich habe den Artikel zur Z10K geschrieben - und auch einen zur TD10.

    Zu den Punkten: klar ist das Filmen in 3D Neuland - aber das macht es ja auch so spannend. Mein Eindruck ist, dass sich viele halt nicht drüber trauen, weil man dazu lernen muss. Das finde ich schade, erklärt einen Teil der Ablehnung die auch ein wenig aus der Angst vor dem Unbekannten kommt - ist halt mein Eindruck.

    Es ist zweifelslos richtig, dass wir mit dem Erscheinen der preiswerten Geräte ala TD10 und TD1 auch viele miese Amateurvideos gesehen haben. Schwenks mit Scheinfensterverletzungen, Zoomen und Verflachungen sind so typische Fehler. Allerdings ist 3D aufwendiger, aber wenn man will kann man die Regeln sehr wohl erlernen. Es gibt gute Bücher (genau genommen 2 oder 3), es gibt Foren. Ich halt die Kompaktgeräte trotzdem nicht für schlecht, man muss sie halt richtig einsetzen - und um zu wissen wo man sie einetzen kann brauchts halt wieder ein zumindest rudimentäres Grundwissen.

    Ich sehe es halt so: die Bedienung eines 3D-Rigs ist halt noch komplexer. Alleine das mechanische Ausrichten von 2 separaten Kameras hat es in sich, überhaupt mal zu passenden Kameras zu kommen ist gar nicht so leicht, Consumercameras haben halt keinen Genlock und damit ist man auf Geräte mit einem geringen oder sehr gleichen Synchronisations-Drift angewiesen. Und man zieht halt gleich mit deutlich mehr Gepäck durch das Land - was im Großen die Crew mit Spezialfunktionen ist, ist im Kleinen dann gleich ein Rucksack mit Kameras, side-by-side Rig, Controller, Entfernungsmesser und Stativ.

    Also aus dieser Sicht - für so Dinge wie Eventfilmen ist eine Z10K nicht schlecht, überfordert aber viele Amateure bereits mit den Einstellmöglichkeiten. Die TD10 ist etwa einfacher und erlaubt noch schnellere Ergebnisse.

    Zum Shutter Monitor: vielleicht bin ich hier unempfindlicher, ich trage die Shutter-Brille sogar über meine normalen Brille und es stört mich nicht sonderlich. Kopfweh bekomme ich - wenn überhaupt - nicht von der Brille, sondern wenn man zuviel Material hat bei dem die Fusion nicht mehr funktioniert. Aber dann hat man das mit jedem System. Ich weiß nicht recht, die Mehrheit der Leute schätzt die Polfilterbrillen heute mehr -mich wundert immer dass die geringen Unschärfen, die man bei halber Auflösung einfach nicht mehr sieht, die Leute nicht stören. Aber jeder wie er mag.

    Das Thema, dass einem Leute ins Bild laufen, hast du doch bei Events streng genommen immer. Nur ist es bei 2D weniger störend, weil man nicht schlagartig in einer Scheinfensterverletzung ist, oder gar die Fusion überhaupt nicht mehr funktioniert. Aber sonderlich gut nutzen läßt sich hier das Material auch nicht mehr. Ich glaube, es gibt hier einige wenige - nur teilweise helfende - Maßnahmen: etwas mehr Ellbogentechnik - ok, ist nicht schön und nur fallweise möglich, passiert aber schon mal dass einer meint einem sogar umrennen zu müssen! . Wenn es doch passiert, hast du nur zwei Möglichkeiten: entweder kann man das Material noch retten, indem man alles hinter die Scheinfensterebene legt - was aber meist nur dann geht, wenn doch noch ein gewisser Abstand da war und dadurch die Fernpunktdisparität nicht zu groß wird (was halt bei Objektkonvergenz schnell passiert und ein weiteres Argument für parallele Kameraachsen ist). Oder aber man muss es halt raus schneiden.

    Ich beneide dich ein wenig um deine Erfahrungen im professionellen 3D Bereich. Da würde ich auch gerne mal Erfahrungen sammeln...
    Lieben Gruß,
    Wolfgang
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  10. #34
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    Naja, auch wenn ein gewisser Neid für das Ego gut sein mag, so schwer ist es (noch), mit stereoskpischem 3D Geld zu verdienen. Laut aktuellen Informationen gibt es bereits über 40 Sender, die in 3D ausstrahlen, aber es ist schwer, Geld für Produktionen in 3D aufzutreiben.
    Ich war auch etwas überrascht, als ich hörte, dass zur Zeit jeder 1,2te verkaufte TV ein 3D-fähiges Panel besitzt. Das bedeutet, wir haben die Geräte am Markt, aber es fehlen die Inhalte. arte hatte ja bereits einen Themen-Sonntag und hier auch einen ganzen Nachmittag 3D gezeigt- Soweit ich gehört habe, auch sehr erfolgteich. Nun, scheinbar will zumindest ein Teil der Zuschauer 3D-Kontent sehen. In diesem Zusammenhang ist es schade, dass unsere beiden einzigen 3D-ausstrahlenden Plattformen wie SKY und Deutsche Telekom (Entertain) keine offiziellen Zahlen von Teilnehmern herausgeben, bzw. diese nicht mal erheben.
    Neulich im Mediamarkt habe ich eine tolle Aussage eines Verkäufers gehört: "Wenn Sie dieses Taste drücken, dann können Sie alles in 3D sehen!", und meinte damit diese völlig überflüssige Taste der 2D->3D-Konvertierung.

    Noch ein paar wenige Anmerkungen zu 3D:
    Ich glaube, dass das Sehen von 3D auch erst erlent werden muss. Man redet hier von einem Effekt, der scheinbat von jedem Menschen etwas anders war genommen werden muss. Einige kriegen schnell Kopfschmerzen, für andere kann der 3D-Effekt nicht stark genug sein. Ich selber habe es erlebt, dass ich im Vorfeld der Fanta4-Übertragung ein Kino besucht habe, in dem gerade eine Vorstellung von Avatar in 3D lief. Alle Zuschauer trugen brav ihre Brillen wie ich durch das Projektionsfenster sehen konnte. Nur war die 3D-Projektion versehentlich nicht aktiviert und der Film flimmerte in 2D auf die Leinwand. Das ganze passierte 20 Minuten vor Ende des Films, kein Zuschauer hat sich beschwert oder zumindest einen freundlichen Hinweis gegeben! Damals habe ich mich gefragt, warum soll ich überhaupt 3D produzieren.
    Das bringt mich auch zu Deiner Aussage über das Lernen von Filmen in 3D: Mich hat vor einiger Zeit ein Produktionsteam besucht, die einen Imagefilm in 3D auf einer Panasonic gedreht haben. 90% des Materials war nicht zu gebrauchen was natürlich für die Jungs eine absolute Katastrophe war. Es war ihr erstes Projekt in 3D. Ich kenne deren 2D-Projekte, die wirklich sehr gut sind. Aber anstatt vorher zu lernen und zu testen, nehmen sich solche Jungs einfach die Wall E's (den Namen find ich einfach passender) und machen sich keine Gedanken über Parallsxe, Tiefenbudgets und Scheinfensterverletzungen. Man wundert sich nur warum das alles so komisch aussieht und fragt dann einen Profi, ob man das Material noch irgendwie retten könnte.
    Insofern freue ich mich, wenn die Leser des Magazins und Nutzer dieses Forums bereits sind, sich auf das spannende Thema 3D einzulassen, solange man bereit ist, sich mit den Grundlagen vertraut zu machen.

    Mich persönlich würde es sehr freuen, mal etwas Material von Dir zu sehen. Vielleicht ist Dein Umgang mit den Kameras so gut, dass Du mich von der Qualität überzeugen kannst.

    Liebe Grüße,
    Alexander

  11. #35
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    In der Bedienungsanleitung von EDIUS Pro 6.5 steht:

    In äußerst seltenen Fällen kann blinkendes Licht oder die Stimulation durch das helle Licht eines Computer- oder Fernsehbildschirms vorübergehend zu epileptischen Anfällen oder Bewusstseinsstörungen führen. Selbst Menschen, die derartige Symptome bislang noch ne erlebt haben, können u.U. empfindlich darauf reagieren. Wenn Sie oder Angehörige bereits Erfahrungen mit derartigen Symtomen gemacht haben, sollten Sie/sie vor Verwendung dieses Produkts einen Arzt aufsuchen.
    Wenn Sie ein 3D-Video für mehr als eine Stunde am Stück bearbeiten, machen Sie eine Pause von 10 bis 15 Minuten pro Stunde. Wenn Sie sich müde und unbehaglich fühlen, stoppen Sie die Verwendung des Produktes..

    Ein ähnlicher Warnhinweis erscheint bei mir auf dem HDTV, wenn ich Sonys PS3 nach dem letzten Software-Update anwerfe.

  12. #36
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    Zitat Zitat von Video&Bild Beitrag anzeigen
    In der Bedienungsanleitung von EDIUS Pro 6.5 steht: In äußerst seltenen Fällen kann blinkendes Licht oder die Stimulation durch das helle Licht eines Computer- oder Fernsehbildschirms vorübergehend zu epileptischen Anfällen oder Bewusstseinsstörungen führen.
    Das Phänomen, das hier angesprochen wird, ist kein spezielles Problem von Edius oder von 3D-Inhalten, sondern kann auch bei jedem anderen bewegten Bild zuschlagen. Möglicherweise ist das Risiko bei 3D höher als bei 2D, aber darüber kann ich nur spekulieren. Gemeint ist jedenfalls die "photosensitive Epilepsie", deren Verhinderung beispielsweise die BBC schon seit mehreren Jahren ein eigenes Kapitel in ihren technischen Richtlinien widmet. Zur Ausstrahlung bestimmtes Material muss dort sogar einen Test durchlaufen, um Zuschauer zu schützen, die für diese Form der Epilepsie anfällig sind.

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    Von Rüdiger im Forum Camcorder-Forum
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    Letzter Beitrag: 11.09.2011, 12:38

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