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  1. #1
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    Testmethode zur Bildschäerfe ??

    In Videoaktiv 4-2012 wirde dir Panasonic HC-V707 getestet. Laut Messlabor ist die Auflösung vertikal 724 LP (hervorragend) und horizontal 960 LP (hervorragend). Weiter oben im Bildtest wird die Schärfe jedoch nur mit "gut" bewertet. Was ist hier anders?

    Einige Seiten vorher wird die Bildschärfe der Panasonic HC-X900M (laut Messlabor sind beide Auflösungen ebenfalls hervoragend) mit "sehr gut" bewertet. Was sind hier die Massstäbe?
    Nebenbei gefragt, wie können vertikal 1080 pixel 960 Linienpaare auflösen?

    Ahowi

  2. #2
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Martin Biebel
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    Kurze Fragen -aber sehr essenziell:
    Videoaktiv misst die Auflösung anhand des Bildkontrastes, in schwarzweißen Linienpaaren. Diese werden gezählt und zwar in Linienpaaren pro Bildschirmbreite. Zur besseren Vergleichbarkeit wird auch die vertikale Auflösung auf Linienpaare pro BILDBREITE bezogen. So kann man die Ergebnisse direkt in demselben Diagramm vergleichen. Dabei wird die Tatsache, dass das Bild weniger hoch als breit ist, egalisiert.
    Sie können, wenn Sie wollen, auch beide Ergebnisse auf die Bildhöhe beziehen, dann müssen Sie das Erghebnis für horizontal/vertikal Auflösung durch 16 teilen und mit 9 multiplizieren. Sie erhalten dann das Ergebnis als Linienpaare pro Bildhöhe, eine bei digitalen Still-Fotos verbreitete Angabe.

    Leider läßt sich mit der Kontrastmessung nur die reine Auflösung erfassen - subjektive Beurteilung und Betrachtung diverser Testmuster zeigen aber auch u.a. Verwischungen bei Schwenks und den Wegfall von Details/Mustern bei bestimmten Beleuchtungsbedingungen. Diese Wahrnehmungen werden nicht messtechnisch erfasst, sind aber gerade bei Schatten oder schlechter Beleuchtung oft evident. Derartige Beobachtung münden in eine Schärfe-Gesamtnote, die Sie unter der Rubrik Bildtest nachlesen können.

  3. #3
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    Wird denn immer mit der optimalen Blende die zu der max. möglichen Objektivschärfe paßt gefilmt.
    Auch interesssiert mich welche Brennweite dabei verwendet wird vom VAD-Labor. Oft sehe ich Testbilder im Netz,
    wo der Tonwertumfang nicht stimmt, d.h. weiß ist dort oft grau und nicht weiß, was die Ergebnisse stark
    verschiebt.

  4. #4
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Martin Biebel
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    Guten Tag,
    Bei Wechseloptik-Kameras - zum Beispiel den filmenden SLRs wird generell mit einer Blende von 4 gemessen. Dieser Bereich übersteigt nicht den Bereich der förderlichen Blende, bietet ein besseres Schärfeverhalten als die Offenblende, die aber in diesem Bereich häufig wegen der geringen Tiefenschärfe gesucht wird. Dies sorgt auch dafür, dass die Lowlightkurven bei gegebener Standardbeleuchtung sehr vergleichbar sind.

    Bei Camcordern wird soweit möglich im Automatic-Modus gemessen. Die Camcorder sollten sich automatisch auf mittleres Grau einstellen , das Ihnen vom Wiedergabemonitor bei allen Probanden gleich angeboten wird. Wenn Sie nicht auf mittleres Grau justieren ist das bereits ein Fehler des Camcorders. Die gemessene chärfeleistung ist hier bei den meisten Probanden im Bereich Lowlight und Indoor-Beleuchtung eine Offenblendemessung.

    Danke für das Interesse
    Martin Biebel

  5. #5
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    Danke!

    Meine Wechseloptiken liefern bei folgenden Blenden die max. Objektivschärfe:



    Man sollte also bei Wechseloptikkameras die Randbedingungen der Testchart-Schärfemessung schon angeben, meine ich...

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