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    Panasonic auf der NAB: Evolution statt Revolution

    Nachdem Canon und Sony ihre neuen Kameras schon vor der NAB der Öffentlichkeit vorgestellt hatten, machte Panasonic es spannend und lüftete den Schleier erst heute. Die ganz großen Überraschungen sind dabei ausgeblieben, beschränkten sich die Ankündigungen doch weitgehend auf Upgrades vorhandener Modelle - darunter sogar bereits die erst vor kurzem auf den Markt gebrachten Henkelcamcorder.
    Die neuen AG-AC130A (4200 Dollar) und AG-AC160A (5100 Dollar) unterscheiden sich von den bisherigen Modellen durch Expanded Focus und Peaking in rot als Scharfstellhilfen sowie eine Push AF-Taste mit schnellerer Reaktion. Besitzer der bisherigen AC130 und AC160 ohne "A" sollen die neuen Funktionen als kostenpflichtiges Upgrade, das Änderungen an der Hardware der Kamera erfordert, für 300 Dollar nachrüsten lassen können. Das bereits früher angekündigte 1080p50-Upgrade der AC160 ist kostenfrei.
    Außerdem vorgestellt wurde die AG-HPX255, die für 6995 Dollar ab Juli verfügbar sein wird. Herausgestellt wurde ihre Fähigkeit, mit einer sehr umfangreichen Kabelfernbedienung namens AG-EC4 gesteuert werden zu können, die auch auf das Kameramenü zugreifen kann. Zwei ebenfalls neue Funktionen der HPX255 (Peaking in rot als Scharfstellhilfe und extra schneller Push AF) wird es auch für die HPX250 als kostenloses Upgrade geben.
    Wohl am meisten gespannt war man auf einen möglichen Nachfolger der AF101, doch der blieb aus. Stattdessen spendiert Panasonic dem Großsensor-Camcorder ab Mai ein 250 Dollar teures Upgrade namens AG-SFU100, mit dem dann normgerechte 1080p50/60-Aufnahmen möglich sind. Auch eine Suchermarkierung für das Seitenformat von 2.39:1 (anstatt wie bisher 2.35:1) ist dann auswählbar.
    Als einzige echte Kameraneuheit zeigte man die AG-HPX600, einen mit weniger als 3,5 Kilogramm Gewicht sehr leichten 2/3-Zoll-Schultercamcorder, der die üblichen Formate von DV bis AVC-Intra auf P2-Karten aufnimmt und zu einem Preis von unter 16 000 Dollar angeboten werden soll. Ab 2013 wird die Möglichkeit bestehen, ihn außerdem auf AVC-Ultra aufzurüsten, und diese neue Format-Familie stand denn auch immer wieder im Mittelpunkt der Präsentation. Sie sei, so hieß es von Panasonic, nicht nur der nächste Schritt, sondern gleich der nächste Sprung.
    Als Oberbegriff für eine ganze Reihe von Formaten vom Proxy über 1080p50 mit 12bit und 200 Mb/s bis hinauf zu 4K, 4:4:4 und einer Datenrate von 400 Mb/s soll AVC-Ultra praktisch den gesamten Bereich professioneller Produktion abdecken. Auch AVC LongG, ein 10bit-4:2:2-LongGOP-Format, das die gleiche Qualität wie MPEG2 bei nur halb so großer Datenrate liefern soll, gehört dazu.
    Apropos 4K: Diese Auflösung spielte bei der Panasonic-Vorstellung lange nicht die große Rolle wie bei Canon oder Sony, doch einen kleinen Ausblick auf eine Vision gab man doch, und zeigte kurz den frühen Prototypen einer zukünftigen "4K-Varicam".
    Schließlich bleibt noch die von vielen erwartete "neue P2-Karte" zu erwähnen. Sie heißt MicroP2, entspricht in Form und Größe einer SD-Karte, ist tauglich für AVC-Ultra bis 200 Mb/s und soll ab Frühjahr 2013 mit 32 GB und 64 GB auf den Markt kommen. Über eine Adapterkarte wird die Verwendung der MicroP2 in den herkömmlichen P2-Schächten möglich sein.
    Weitere Infos zu allen Neuheiten einschließlich der entsprechenden Pressemitteilungen sind auf der NAB-Webseite von Panasonic zu finden.

    Ein Nachtrag noch zur MicroP2-Karte: Ihre Bauform in SD-Größe legte den Verdacht ja bereits nahe, aber nun ist es offiziell bekannt, dass über den zugehörigen Adapter auch schnelle SDHC-Karten in P2-Geräten verwendet werden können - zumindest für Formate mit maximal 50Mb/s. Bevor der MicroP2-Adapter in normalen P2-Steckplätzen verwendbar ist, benötigen die Geräte allerdings kostenpflichtige neue Firmware, und nicht für jedes bisher verkaufte P2-Modell wird es diese Firmware geben.
    Geändert von Bernd E. (16.04.2012 um 10:18 Uhr) Grund: Information ergänzt

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