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  1. #1
    VIDEOAKTIV-Moderator Avatar von Joachim Sauer
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    Diskussion - Camcorder/Fotokamera

    Aus unserem Newsletter - Anregung zur Diskussion:

    Gleich mehrere Hersteller warten diese Woche mit neuen Kameras, oder zumindest der Information einer neuen Kameraentwicklung auf: Olympus hat die OM-D E-M5 Mark III als verbesserte MFT-Kamera mit Cine-4K-Video vorgestellt, Fujifilm erneuert die Kompaktkamera X-Pro3 und verbessert den Autofokus und Canon geht kündigt die Erneuerung seines Vollformat-Flaggschiffs als Nachfolgerin der EOS -1D X Mark II an. Die Mark III-Kamera wird 4K-Video mit 60 Bildern in der Sekunde bieten.
    Uns hat diese Häufung von Kameraneuheiten, die alle auch mit ihren Videofähigkeiten hausieren gehen, dazu veranlasst mal nachzuschauen, wann der letzte erschwingliche Camcorder präsentiert wurde. Jetzt ist „erschwinglich“ bekannter Maßen ein dehnbarer Begriff: Zur NAB gab es als Neuheit den Sony HXR-MC 88 als Vollformat-Profi, der genauso wie der gleichzeitig angekündigte Canon Camcorder XA40 zumindest in einer ähnlichen Preisklasse um 1500 Euro angesiedelt ist. Dennoch sind sie genaugenommen eher in der Profi-Klasse angesiedelt – auch wenn man beim XA40 darüber streiten kann. Um neue Camcorder-Modelle in der Amateurklasse aufzustöbern mussten wir in den Januar zur CES zurück und auch hier gab es nur zwei Ankündigungen von Canon, wobei die wasserfesten Legira-Modelle HF W10/11 lediglich Full-HD aufzeichnen.

    Jetzt kann man wehklagen und den Untergang des Camcorders beweinen – oder mal einen Blick auf die neuen Kameras wagen: Der Autofokus ist bei Camcordern tatsächlich kaum noch besser – im Gegenteil: Selbst Profi-Camcorder wie der Sony FX9 bekommen die Augen- und Gesichtserkennung, die man für Fotokameras entwickelt hat. Die von den Fotokameras inspirierten Filmkameras haben inzwischen schon 6K-Auflösung – siehe Blackmagic Pocket Cinema 6K (siehe Test in der VIDEOAKTIV 6/2019) oder Panasonic Lumix S 1 H (siehe Video). Diese Lumix-Filmkamera testen wir gerade für die kommende VIDEOAKTIV und hat dieser Analyse veranlasst: Denn funktional, da sind wir uns sicher, vermissen Filmer (das Zoom mal außen vor gelassen) bei den neuen Filmkameras nur sehr wenig. Genau genommen sind die vergleichsweise günstigen Preise für Kameras der Spitzenklasse ein klares Indiz, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht - wäre da nicht die Handhabung.

    Liebe Kameraentwickler: Wie wäre es denn, wenn Ihr mal wirklich die neuste Technik in einen Camcorder einbaut. Denn es gibt schon einen Grund warum der Camcorder so aussieht wie er aussieht. Man kann ihn länger ruhig halten und findet mehr Tasten für die Direktbedienung von wichtigen Tasten. Die Menüs, sorry wenn wir es sagen müssen, mögen für Fotografen passen, doch Videographen müssen öfter ins Menü und finden hier teils ein ganz schönes Wirrwarr an Einstellungen, die sich gegenseitig beeinflussen. Da blicken dann selbst langjährige Filmprofis erst nach einem längeren Studium der (nicht mitgelieferten) Bedienungsanleitung durch. Etwas Anpassung an die Bedürfnisse von Filmern wäre also durchaus wünschenswert. Oder was meinen Sie?
    Viele Grüße
    Joachim Sauer

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  2. #2
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Da wird meiner Meinung nach auch nichts mehr kommen, zudem muss man anmerken, dass auch der reine Foto-Kamerabereich von Jahr zu Jahr immer schlechter verkauft wird. Das betrifft Modelle bis grob 1000€. Das hat schon einen Grund, warum es in dem Bereich nur noch vier Firmen gibt und Nikon wird wohl nicht mehr lange am Markt sein, wenn man die Klasse DSLM/DSLR nicht mit einbezieht. Die Nachfrage nach reinen Camcorder ist sehr gering. Ich bin mir auch nicht sicher, ob verbesserte reine Camcorder den Markt so stark wiederbeleben würden. Die Smartphones haben den Kleinsensorenmarkt kaputt gemacht, egal ob bei der Fotografie oder beim Filmen. Über kurz oder lang wird es darauf hinauslaufen, dass es nur noch Smartphones und Großsensorenkameras geben wird.

  3. #3
    Foren-Profi Avatar von Video&Bild
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    Zitat Zitat von Jan Beitrag anzeigen
    Über kurz oder lang wird es darauf hinauslaufen, dass es nur noch Smartphones und Großsensorenkameras geben wird.
    Ich habe viel Balast abgeworfen, meine Nutzungsrangfolge als Hobbyfilmer ist:

    1. Rang: 4K-Smartphone für alle Gelegenheiten
    2. Rang: 4K-ActionCam für das Pedelec
    3. Rang: 4K-Bridgekamera mit KB-Brennweitenbereich von 25-600mm, nur noch selten im Einsatz in der Natur, Vogelschutzgebiet etc.

    Alles Kameras stabilisieren meine Freihandaufnahmen sehr gut vor, habe im NLE kein Problem nachzustabilisieren.
    Kameras sind Für Outdoor geeignet und bereiten sogar in den tropischen Zonen des Botanischen Gartens der Universität keine Probleme.

    Damit decke ich mein persönliches Aufnahmespektrum gut ab. Nachteulen-Kameras benötige ich nicht!
    So bleibt das wohl jetzt für die Restlebensdauer-Freizeit.
    Geändert von Video&Bild (25.10.2019 um 04:03 Uhr)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
    Liebe Kameraentwickler: Wie wäre es denn, wenn Ihr mal wirklich die neuste Technik in einen Camcorder einbaut.
    Das fragt man sich in der Tat schon lange, aber ebenso wie Jan habe ich keine große Hoffnung, dass uns Hersteller diesen Wunsch erfüllen werden. Der Fotokamera GH2 hat Panasonic einst noch den Camcorder AF101 zur Seite gestellt, mit weitgehend der gleichen Technik, aber ohne die ganzen Nachteile, die ein kleines Fotogehäuse fürs Filmen mit sich bringt. Danach herrschte Schweigen im Walde und einen Nachfolger gab's nie - schätzungsweise weil sich eine filmfähige Fotokamera einfach viel häufiger verkaufen lässt als ein spezialisierter und teurerer Camcorder.

    Zitat Zitat von Jan Beitrag anzeigen
    ...Modelle bis grob 1000€. Das hat schon einen Grund, warum es in dem Bereich nur noch vier Firmen gibt...
    In dieser Preisklasse gibt es durchaus mehr als nur vier Anbieter. Ohne großes Nachdenken fallen mir schon sieben ein: Canon, Fuji, Nikon, Olympus, Panasonic, Ricoh/Pentax, Sony.

  5. #5
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Ich hatte extra geschrieben alles außer DSLR/DSLM und dann bleiben nur noch Canon, Nikon, Panasonic, und Sony. Außer man nimmt wenige Unterwassermodelle von Fuji oder Olympus oder Kompaktkameras anderer Firmen, die schon vor Urzeiten vorgestellt wurden und noch nebenbei laufen.

  6. #6
    Foren-Profi Avatar von wabu
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    Und Pentax kann nach meiner Beobachtung Video nicht wirklich
    Denn das ist geblieben:
    https://www.videoaktiv.de/forum/thre...4683#post44683
    Geändert von wabu (25.10.2019 um 00:30 Uhr)
    man lernt nie aus...

  7. #7
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    Ich fürchte auch, dass die Kameras irgendwann endgültig zu "Universal-Kameras" verschmelzen und es die Trennung zwischen Camcorder und Fotokamera nicht mal mehr äußerlich gibt. Aber diese Entwicklung werden wir nicht mehr rückgängig machen. Ich glaube nicht, dass der "gute alte" Camcorder mit neuer Technik zurückkommt. (Die meisten "Neuheiten" in diesem Segment sind nur noch aufgewärmte alte Modelle mit neuen Modellnummern.) Der Markt dafür ist neben den allgegenwärtigen Smartphones einfach zu klein geworden.
    Wir sollten uns eher darauf konzentrieren, die heutigen Universalkameras dahingehend zu optimieren, dass sie eben auch fürs Filmen gut geeignet sind.

    Ob die klassische Bauform des Camcorders so viel besser zum Filmen geeignet ist als die DSLR-Form heutiger Fotokameras, weiß ich nicht. Da mag auch viel Gewohnheit dabei sein. Wenn ich eine Systemkamera mit der rechten Hand am Griff und mit der linken Hand unterm Objektiv halte, empfinde ich keinen großen Unterschied zu meinen früheren Camcordern. Wirklich optimal finde ich die übrigens auch nicht, z. B. ist die Haltung der rechten Hand unter der Schlaufe häufig unbequem (außer bei den wenigen Modellen mit drehbarem Griff).
    Anfangs war ein großes Argument gegen die Fotokameras auch der für Video schlechtere Bildstabilisator, aber das hat sich ja nun auch bei den meisten Herstellern erledigt. Selbst der Autofokus kann trotz größerer Sensoren brauchbar sein - auch wenn das derzeit noch nicht bei allen Herstellern optimal klappt.
    Menü-Bedienung ist sicherlich ein Thema, aber das hat ja mit der Bauform der Kamera nur bedingt zu tun. Viele Kameras lassen sich heute schon mit ihren Fn-Tasten ganz gut an Benutzerbedürfnisse anpassen. Im Einzelfall bleiben sicher noch Wünsche offen, aber das ist mehr ein Firmware-Problem als eines der Bauform.

    Für mich persönlich gibt es derzeit noch zwei Camcorder-Sachen, die ich an Fotokameras bisher vermisse: den schräg nach oben schwenkbaren Sucher sowie die fest eingebauten ND-Filter.
    Der schräg nach oben klappbare Sucher war für mich beim Camcorder-Filmen immer eine sehr bequeme Sache und förderte auch eine ruhigere Haltung, weil ich die Ellenbögen auf der Brust aufstützen und dann mit dem Auge (bzw. der Brille) am Sucher einen zusätzlichen Auflagepunkt schaffen konnte. Ist der Sucher starr eingebaut, ist meine Arm-Haltung viel weniger entspannt, weil ich dann die Kamera höher halten muss und die Ellenbögen in der Luft bleiben.
    Ein Ersatz für ND-Filter, der auch an Systemkameras unabhängig vom Objektiv funktioniert, wäre ein großer Fortschritt. (Es gibt da schon technische Ansätze, aber die sind offenbar noch nicht marktreif. Mit klassischen Einschwenk-Filtern wird es aufgrund der Sensorgröße wohl nicht gehen.) Das Hantieren mit mehreren externen ND-Filtern ist immer ein Krampf, und auch Vario-NDs haben zu viele Tücken. Mich wundert, dass das Thema nicht heißer diskutiert wird, weil ja doch viele Filmer immer noch dem Filmlook-Dogma anhängen und stur mit 24/25 fps bei 1/50 Sekunde Verschlusszeit filmen. Selbst wenn man (wie ich) höhere Frameraten bevorzugt, gibt es einige Gründe, die Verschlusszeit nicht unnötig kurz werden zu lassen. Das geht mit Camcordern, die z. B. drei integrierte NDs haben, um Längen schneller und bequemer als mit externen NDs.
    Ja, ich weiß, dass es einzelne Fotokameras mit nach oben schwenkbarem Sucher gibt und auch Bridge-Kameras mit integrierten ND-Filtern, aber das sind nur einzelne Modelle. Solche Sachen müssten überall (und besonders unter den hochpreisigen Systemkameras) Standard werden, wenn schon die Camcorder aussterben.

  8. #8
    Foren-Profi Avatar von Jan
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    Zur Verteidigung der Firmen muss man sagen, dass eingebaute frei wählbare ND-Filter auch erst bei der semiprofessionellen Camcorderklasse mit dabei war, oft auch bei der Henkelkameras.

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