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  • Stephan_LB
    antwortet
    Endlich tut sich etwas an der UHD Blu-Ray Front !

    Macrosystem, der Hersteller von Casablanca-Schnittsystemen bietet schon seit einiger Zeit sein BGART-Schnittsystem für Windows an. Bogart 11 Gold kann zusammen mit ARABESK 8 UHD-Blu Rays mit Menü und Kapitelmarken erstellen. Allerdings ist die Sache noch nicht so ganz ausgereift. Während die Demo-Version auch auf Panasonic-UHD-Playern läuft, tut es die Vollversion noch nicht. Das Menü wird angezeigt, aber der Film läuft nicht los. Habe die Sache denen mal geschildert und hoffe daraf, dass das Problem baldmöglichst behoben wird, Auf Playern von Sony sollen die Disks wohl anstandslos laufen.

    Ein zweiter Hersteller kommt aus China und heisst DVDfab. Eigentlich kann man mit dem Programm Kauf-Datenträger rippen, aber es umfasst auch den DVD-Creator, der bis zum UHD Creator reicht. Heute kam ein Update und nun laufen die UHD Blu Ray auch auf Panasonic UHD-Playern, Dieses Programm kann zwar noch keine Menüs und Kapitelsprungmarken, dafür aber schon HDR10.

    Endlich kann man als Besitzer einer UHD-Kamera auch UHD-Blu Rays produzieren.

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  • Video&Bild
    antwortet
    Zitat von AlexF Beitrag anzeigen
    UHD lohnt sich schon, wenn man 'nen neuen Fernseher braucht. Alleine der Fall, wenn man aus seinen Urlaubsbildern 'ne Diashow erstellt und die dann in UHD anschaut: Der Vorteil von 8,3 MP ist schon gewaltig (dafür würde ich aber nicht gerade Bilder vom Handy oder der Kompaktknipse nehmen, das würde mich zu Tränen rühren).
    Für einen kreativen Schnitt ist die Auflösung allerdings zu gering, dann müssten es schon 6-8K sein.

    Ich habe kein Programm außer vielleicht ein paar aus der kommerziellen Branche, wie Adobe Premiere (einschließlich AME), gefunden, was korrekt mit HDR-Material umgehen und das auch ausgeben kann.
    Nehme einfach EDIUS Pro 9.x, es hat einen HDR-PQ und HDR-HLG-Workflow an Bord. Da Vinci Resolve 15 kann es auch, bekommst es unter 300 Euro.

    Zu DVDFab…, Klick!
    Zuletzt geändert von Video&Bild; 08.11.2018, 17:39.

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  • AlexF
    antwortet
    UHD-Authoring

    UHD lohnt sich schon, wenn man 'nen neuen Fernseher braucht. Alleine der Fall, wenn man aus seinen Urlaubsbildern 'ne Diashow erstellt und die dann in UHD anschaut: Der Vorteil von 8,3 MP ist schon gewaltig (dafür würde ich aber nicht gerade Bilder vom Handy oder der Kompaktknipse nehmen, das würde mich zu Tränen rühren).

    DVDFab kenne ich, hab's mal getestet. Das steckt beim Thema UHD-BD meiner Meinung nach noch nicht mal in den "Kinderschuhen". Erstens geht bis heute kein Menü, zu Kapitelmarken habe ich auch nichts gefunden, während das bei DVD und BD schon funktioniert (was ich nicht verstehe, siehe oben!). Zweitens sind die Einstellungen, die man beim HEVC-Codec machen kann, reichlich primitiv, da wird (so wie ich mich erinnern kann) nur ein 10 Bit-Profil unterstützt, 'ne Feineingabe der Bitrate ist auch nicht so richtig möglich. Mein (und sicher die meisten) Camcorder zeichnet nur mit 8 Bit Farbtiefe auf, das wäre ein bißchen "mit dem Schinken nach der Wurst geschmissen" (der macht übrigens auch nur H264 mit 60 oder 100MBit/s). 10 Bit-Profile machen für den Anwender zur Zeit nur Sinn, wenn man UHD-BDs "sicherungskopiert", die HDR-Video haben. Und wenn einem das (drittens) nicht paßt, kann man seine bereits UHD-kompatiblen M2TS-Dateien trotzdem nicht ohne Neukodierung auf die Scheibe brutzeln. Ich warte noch, bis das ein bißchen weiter ausgereift ist (Behalte das aber im Auge!).


    Übrigens, wer auf ein Menü mit Filmauswahl und Kapitelmenü verzichten kann, hat noch 'ne Alternative: Der bekannte tsMuxer 2.6.12 kann immerhin einen HEVC-UHD-Film in eine BD-Struktur multiplexen, mit Kapiteln! Man muß nur drauf achten, daß die Datenrate nicht über 40MBit/s steigt. Die Scheibe startet nach dem Einlegen automatisch, Kapitel kann man mit den Kapiteltasten vor- und rückwärts anspringen. Das ist schon mehr Funktionalität, als DVDFab zur Zeit hat.


    Bin bei meinen "Recherchen" noch auf ein ganz anderes Problem gestoßen: Ich habe kein Programm außer vielleicht ein paar aus der kommerziellen Branche, wie Adobe Premiere (einschließlich AME), gefunden, was korrekt mit HDR-Material umgehen und das auch ausgeben kann. Gewöhnliches 8-Bit-Material kann man mit Programmen, die's wie Sand am Meer gibt, beliebig umwandeln: Meine Filmprojekte übergebe ich z.B. zum Kodieren mit x264 immer mit 'nem Frameserver über ein AVI-Synth-Skript an MeGUI. Mit 8-Bit-Material klappt das wunderbar. Mit 10-Bit-Material leider gar nicht, es fehlen die Farbräume dazu. Da suche ich auch noch 'ne Lösung.

    Meine privaten Filmprojekte hebe ich immer auf (also das ganze Videoprojekt mit Clips, Bilder, Musik usw.) und auch das Disk-Projekt mit der Ausgabe, damit ich die Scheibe im Falle eines Kratzers schnell nachbrennen kann oder neu erzeugen kann. Alte Festplatten habe ich genug. Und ich kann später mal, falls das Wunder ja doch mal passiert und es gibt ein bezahlbares Programm für UHD-Authoring, den Film neu ausgeben und daraus eine regelkonforme UHD-BD erstellen.

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  • Video&Bild
    antwortet
    Sehr interessanter Beitrag, gratuliere!

    Ich bin noch nicht bei einem UHDTV. Dafür habe ich aber schon mal das Programm "DVDFab" um eine für die UHD-Auflösung passende Disk zu erstellen.

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  • AlexF
    antwortet
    UHD-Authoring geht! Ein bißchen jedenfalls.

    Ich filme auch im Urlaub und die Camcorder werden immer besser in der Qualität, ich habe seit 3 Jahren einen Sony AX100. Auch meine D7500 kann Clips in UHD aufnehmen (Filmen mit dem Fotoapparat ist aber 'ne Notlösung). Schnitt und Bearbeitung mache ich mit Adobe Premiere. Zur Ausgabe nutze ich die im den Media Encoder eingebauten Codecs, wenn's schnell gehen soll und wenn's ordentlich sein soll, gebe ich das Video über eine Frameserver an X264/X265 (dauert aber länger mit meinen Einstellungen). Dann habe ich ein UHD-taugliches M2TS-File. Und weiter? Ich will einfach nicht, daß meine Erinnerungen als MKV- oder MP4-Datei auf irgend einer HDD rumrammeln, Lebensdauer und zukünftige Abspielbarkeit fraglich. Zudem alle Player mühselig gesetzte Kapitelmarken hartnäckig ignorieren und das Spulen im Film langwierig und lästig ist.
    Normalerweise (zu normal-BD-Zeiten) erstelle ich dann mit einem Authoring-Tool (multiAVCHD, früher Nero Video, was mir aber zu zickig beim Import von selbst erstellten Dateien war) eine Disc mit Filmauswahl, Kapitelmarken usw., brenne mir die Scheibe, erstelle ein Cover und stecke das alles in eine BD-Hülle. So sieht's professionell aus. Läuft auf jedem Standalone-Gerät, kann Kapitel anspringen (z.B. "21. August 2017: Die Sonnenfinsternis") und so weiter. Ein Filmprojekt, wie von Hollywood im Laden gekauft.
    Mit der UHD-BD hat sich das geändert: Genau das geht nicht mehr, weil so ziemlich alle Hersteller von Authoring-Software den winzigen Schritt der Softwareentwicklung von der BD zur UHD-BD seit Jahren verpennen, dabei müßte eigentlich nur der Multiplexer so angepaßt werden, daß er UHD-Streams (2160p-irgendwas mit HEVC kodiert) akzeptiert. Ich weiß, von was ich spreche. Oder hat jemand im Forum hier schon mal auf 'ne gekaufte UHD-BD draufgeschaut und vielleicht sogar mal "in ihre Bestandteile" zerlegt? Ich schon...
    Nimmt man sich mal 'ne UHD-Scheibe her, fällt auf, daß die exakt die gleiche Struktur aufweist, wie eine normale BD. Da gibt's den BDMV-Ordner mit allen seinen Unterverzeichnissen und den bekannten Inhalten. Bei allen (in Worten: ALLEN!!!) mir bisher unter die Finger gekommenen UHD-Scheiben sind alle Menüclips nach wie vor in HD-Auflösung (1080p-sonstwas) und mit H264 kodiert, lediglich der eigentliche Film ist UHD/HEVC. Weiterhin ist mir zur UHD-BD 'ne gegenüber der BD ziemlich dünne Spezifikation aufgefallen, mich hätte z.B. interessiert, ob man UHD-Clips "legal" auch mit H264 (Profil High/5.1 oder High 10/5.1 - was HEVC kann, kann H264 zum größten Teil nämlich auch) auf die Scheibe brennen könnte oder ob HEVC bei 2160pXX sein muß. (Wir erinnern uns: Bei der BD gehen bei allen erlaubten Auflösungen MPEG2, VC-1 und H264 in Verbindung mit PCM, DTS(-HD) und AC3!) Welche Audiocodecs sind erlaubt? Und so weiter. Ein paar an die Fachzeitschriften (c't und so weiter) gestellten Fragen diesbezüglich wurden mir nicht beantwortet, meine Anfrage wurde überheblich "abgefackelt". Das hätte viele interessiert! Da wußte ich damals also schon mehr... (Deswegen habe ich anschließend das Abo gekündigt!)
    Mit diesem vagen Wissen habe ich (bevor ich mir einen UHD-Player + -Fernseher zugelegt habe) unzählige Versuche bei Blöd&Geil an den ausgestellten Playern gemacht. Und ich habe genau eine Lösung gefunden, die zwar funktioniert, aber leider nicht ganz UHD-regelkonform ist. Dazu später.
    Vor genau einem Jahr hatte ich außerdem mit der Entwicklung von Nero Kontakt: Die hatten im Oktober 2017 die neuen Fähigkeiten von Nero 2018 sehr aufdringlich beworben - ich sollte quasi den Mist kaufen, bevor er im Laden steht respektive ich ihn getestet habe. Den Test habe ich dann später gemacht, speziell Nero Video: Hat im Disc-Authoring nix dazugelernt. Ich hätte erwartet, daß endlich mal ein Programm UHD-Authoring beherrscht, wäre total easy zu implementieren (wie oben gezeigt) und wäre ein Alleinstellungsmerkmal. Man hätte sich vor Bestellungen nicht retten können und der Chef von Nero hätte das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Aber es kam anders... Deswegen habe ich mich beim Support beschwert (mit der Bemerkung, daß Userwünsche sowieso im Sand versickern) und die hatten das tatsächlich an die Entwicklung weitergeleitet. Ein Jahr später: Nero 2019 ist da. Wieder nix dazugelernt. Es reicht aus, die Demoversion von Video 2019 zu installieren und in den Videoeinstellungen im Authoring-Tool nach einem Reiter "4K" oder "UHD" zu suchen: Da ist immer noch nix! Also, nach nur 5 Minuten auf der Festplatte wieder runter mit dem Müll. Fakt ist, seit Nero 9 hat sich da nicht viel getan und ohne UHD kaufe ich da nix wieder.

    Nun zur Lösung. Oben habe ich schon mal "multiAVCHD" erwähnt. Das Programm ist kostenlos und zeichnet sich dadurch aus, daß man wirklich jede erdenklich mögliche Kombination von Filmen mit verschiedenen Auflösungen, Video- & Audiocodecs auf eine BD brennen kann: DVD-Material in 720p25 oder 720i50 kann man mit H264 oder MPEG2 zusammen mit 720p-Material und 1080-Material kombinieren - nix ist unmöglich, so wie halt die Scheibe voll wird. Einzige Bedingung: Alle Clips müssen entweder PAL- oder NTSC-konform sein! Das heißt: PAL=alle Filme 25 und 50Hz, NTSC=alle Filme 23.976/24/29.97/30/59.94/60 Hz. 25p und 30p auf eine BD geht z.B. nicht. Schneiden kann man mit multiAVCHD eher nicht, die Filme müssen also fertig zum Angucken sein. Mir ist in jahrelanger Arbeit mit dem Programm aufgefallen, daß es auch nicht rumzickt, wenn ein Clip mal nicht ganz "regelkonform" ist: 1280×720p25 oder 1920×1080p25 sind bekanntlich nicht offiziell auf einer BD erlaubt, multiAVCHD meckert da aber gar nicht und witzigerweise habe ich noch nicht einen BD-Player gefunden, der solche Filme auf einer gebrannten BD nicht fehlerfrei abspielt. Und das war der Ansatzpunkt: Ich habe (mit dem Wissen, daß ja auch UHD-Scheiben nur HD-Menüs haben) dem Programm versucht, UHD-Clips unterzujubeln und siehe da (Die schlechte Nachricht zuerst!)...
    - Benutzt man als Videocodec "regelkonform" HEVC, erkennen die eingebauten Tools den Clip nicht und es entsteht eine fehlerhafte BD-Struktur. Ich habe dann versucht, die verwendeten Tools innerhalb multiAVCHD gegen aktuelle auszutauschen (tsMuxer 2.6.12, aktuelles FFMPEG, X264 usw.), das hat das Problem leider nicht behoben. Wäre doch zu schön gewesen!
    - ABER: Oben habe ich erwähnt, daß auch H264 in der Lage ist, UHD-Clips zu kodieren, es gibt ja bei H264 die Profile High-5.1 und High10-5.1. Also habe ich den Versuch gestartet, meine Videos genau damit zu erstellen, also 2160p25, H264 mit Profil High/5.1, Bitrate VBR-irgendwas mit maximal 40MBit/s (das ist das BD-Limit). MultiAVCHD hat sich zwar darüber beschwert, daß die Auflösung 3840×2160 nicht regelkonform ist, hat aber 'ne komplett vollständige BD-Struktur auf die Festplatte geschrieben. Den M2TS-Clip habe ich mir angeschaut - der lief und die Streaminformationen waren auch korrekt. Und diverse Softwareplayer (TMT 6) konnten die BDMV-Struktur korrekt mit Menüs, Kapitelmarken usw. in UHD abspielen! Wenn das nix is... Davon habe ich dann eine BD-RE gebrannt und bin mit der zu Blöd&Geil gegangen, die Ausstellungsgeräte damit zu füttern. Das war vielleicht vor 2 Jahren, als sich der Markt gerade mit UHD-Playern verschiedener Hersteller füllte. Nur einer war damals in der Lage, die slebstgestrickte UHD-Scheibe fehlerfrei abzuspielen: Der Sony UBP-X800, alle anderen haben "versagt": Deren Firmware ist schlicht zu blöd, den UHD-Clip auf der Scheibe zu erkennen, obwohl alle Player die gleiche M2TS-Datei auf dem BD-RE-Rohling von einem USB-Stick fehlerfrei wiedergeben konnten. Mann, sind die Programmierer dämlich!
    Kann natürlich sein, daß sich mit Firmwareupdates die Situation bei den anderen Playern verbessert hat, das muß man aber selber ausprobieren

    Wer also einen Sony UBP-X800 hat, kann sich schon UHD-Blurays erstellen: Film mit beliebigem Programm XYZ bearbeiten/schneiden, Ausgabe in UHD-Auflösung mit H264/High@5.1 und den fertigen Film (es empfehlen sich M2TS-Dateien, dann sieht man an der Dateilänge gleich 1:1, ob's ohne Transkodierung auf einen Rohling paßt) per multiAVCHD mit Discmenü in eine BDMV-Struktur umgedröselt.
    Um die Frage nach der Bildqualität bei UHD mit H264 gleich abzuwürgen: Eine Verdopplung der Auflösung in beiden Richtungen hat zwar eine Vervierfachung der Pixelzahl zur Folge, was aber nicht heißt, daß sich dabei auch die Informationen im Bild vervierfacht hätten. Der Himmel z.B. ist in 4K dargestellt doch immer noch der gleiche, wie in HD?! Das "Mehr" an Informationen steckt da in den Kanten: Aufgelöste Grashalme, Bäume usw., das betrifft aber nur Bildteile. Eine erforderliche Vervierfachung der Bitrate ist also fraglich.
    Ein weiterer Faktor ist die Qualität des Videocodecs, der beste ist und bleibt X264 (wird von Programmen, wie XMedia Recode und MeGUI benutzt), der läßt sehr viel Spielraum zum Feintuning. Das "A&O" beim Kodieren sind an erster Stelle eine ausgiebige Bewegungssuche und zweitens eine möglichst "lange GOP" (group of pictures = der Abstand zwischen I-Frames), weil 'ne schlampige Bewegungssuche große Korrekturbilder erzeugt und I-Frames den meisten Platz im Stream beanspruchen (meine Versuche mit GOP=250 sind bisher auf jedem Player wiedergegeben worden und auch Kapitel in so einer GOP anspringen klappt innerhalb einer Sekunde). Ich habe sehr gute Erfahrungen mit X264 gemacht, wenn man HD-Videos mit nur ~10MBit/s kodiert und UHD-Videos (2160p25) mit ~20MBit/s. Das Argument, BDs und UHD-BDs verwenden viel höhere Bitraten hat halt andere Gründe: Die verwenden viel höhere Bitraten, weil da sehr kurze GOPs drin sind und auch nicht alle Features von H264 ausgereizt (bis zu 4 Ref-Frames, B-Pyramide, B-Frames als Ref, mixed Ref, usw...) werden, die aber wahnsinnig Bandbreite ohne jeglichen Verlust an Qualität einsparen können. Es lohnt sich, ein bißchen mit den Parametern von x264 rumzuspielen, wichtig ist absolut nur, daß man die Spezifikationen der Profile 4.1 (BD) und 5.2 (UHD-BD) nicht überschreitet. Man wird merken, daß das enorm in die Rechenzeit geht: Ich habe einen i7-8700K@4,7GHz (auf allen 6 Kernen), der Adobe Media Encoder "rennt" bei UHD-Videos mit dem eingebauten H264-Codec bei ~25MBit/s VBR mit fast Echtzeit (~20fps) durch den Film. Über den Frameserver und MeGUI/x264 erreiche ich mit meinem x264-Profil ~6fps. Solange ich keine "finale" Ausgabe von meinen Videos brauche, ziehe ich AME vor, die Version für die Scheibe wird mit x264 erstellt.
    Fazit: Es geht unter bestimmten Voraussetzungen, UHD-Filme auf eine BD25/50 zu brennen.
    Zuletzt geändert von AlexF; 08.11.2018, 10:42.

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  • Foxy435
    antwortet
    Ich kenne das Problem schon einige Zeit, daß einerseits das Interesse an selbst erstellten Bildern und Vidos gering ist, aber es eben immer noch Abnehmer gibt. Ich selbst gehöre schon zu den jenigen, die die technischen Möglichkeiten die sich bieten gerne ausnutzen. Einen Film oder Fotos auf einem Smartphone anzuschauen ist für mich nicht reizvoll. Aber ich akzeptiere eben, daß es viele gibt die das machen und ok finden. Heißt für mich ich bewege mich schon längere Zeit in einer Nische und stoße immer wieder auf die zahlreichen bereits genannten Probleme und Schwierigkeiten. Insofern fahre ich mehrgleisig. Ich habe jahrzehnte lang Dias gemacht, die sind inzwischen digitalisiert. Nachbearbeitet sind sie noch nicht alle. Einmal sauber digtalisiert kann man digitale Medien doch schneller und mit weniger Verlust auf neue Medien kopieren. Fertige Produkte mache ich inzwischen in drei Versionen, was dank digitaler Technik eben auch weniger aufwendig geworden ist, nämlich Videostream, BluRay und DVD. Einfach eben aus dem Grund, weil man damit einen großen Teil dessen abgedeckt hat was man bei Bekannten vorfindet. Ärgerlich ist trotzdem immer noch, daß es auch heute noch zahlreiche Tücken gibt. Beim letzten Fernsehkauf hatte ich eigenes Material mit auf Festplatte, SSD und Stick. Je nach Gerät wurde mal das eine oder das andere nicht akzeptiert und wenn das geklappt hat, war noch nicht gesagt, daß auch das Videomaterial sauber abgespielt wurde. BluRay und DVD laufen in der Regel in den dafür vorgesehenen Playern und ich schätze es sehr, wenn man Scenen mit den Sprungmarken schnell erreicht. Inzwischen gibt es wenigstens einige Videoplayer bei denen man Zeiten eingeben kann zu denen man hinspringen möchte.
    Faszinierend sind für mich schon die Möglichkeiten Videos in 4K zu erstellen, bei großformatiger Wiedergabe zeigt sich eben hier ein deutlicher Unterschied zu anderen Medien, auch wenn ich mich hier wieder im Nischenmarkt bewege. Einige wenige Programme bieten inzwischen an mit 4K Material zu arbeiten, leider bleibt es dann derzeit beim Stream, weil ich jetzt noch kein Programm gefunden habe was mir eine 4K/UHD BluRay erzeugt mit entsprechenden Menüs (AVCHD und brennen ist wenigsten möglich). Wenn hier also jemand ein Tipp hat.

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  • Wolfgang S.
    antwortet
    Zitat von K.-D. Schmidt Beitrag anzeigen
    Bänder, Scheiben, Dateien, Wolken...Was soll´s!

    Kürzlich habe ich ein für die Stadt nicht unbedeutendes Theaterstück gefilmt. Schon vor der Aufführung wurde ich gefragt, ob man den Film dann auch "auf CD" bekommen könnte. Ich habe zugesagt, ihn sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray zu liefern. Von den bisher verteilten Scheiben sind 50 DVD und 6 Blu-ray!

    Auf Nachfrage, wie sie sich denn die DVD ansehen, antworteten mehrere "auf dem Laptop". Na dann!
    Und wie lange haben die Leutchen überhaupt am Laptop noch Laufwerke? Hört sich alles auf - morgen musst denen einen Datenstick liefern.

    Also was es soll ist schon recht klar - die Lieferformen des Contents ändern sich, und Scheiben dürften in Zukunft noch mehr an Bedeutung verlieren. Was man bedauern kann oder auch nicht - nur ändert das wenig.

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  • Video&Bild
    antwortet
    Zitat von Stephan_LB Beitrag anzeigen

    Dieser Film stammt aus dem Jahr 1939 und es ist eben doch etwas ganz Anderes, Menschen zu sehen, wie sie sich bewegen.
    Ich habe ebenfalls schon Schmalfilme aus dieser Zeit - also 78 Jahre alt- digitalisiert. Erstaunlich ist noch die Qualität des Filmes nach den vielen Jahren.
    Nun liegt der Film vor auf DVD, Bluray und als Datei für USB-Festplatte etc.

    Ich glaube ebenfalls, nach weiteren 78 Jahren wird die elektronische Fassung des Schmalfilmes mangels geeigneter Abspielmöglichkeit niemand mehr sehen können.

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  • TomStg
    antwortet
    Zitat von Wolfgang S. Beitrag anzeigen
    Die - offenbar von einigen Sozialromantikern - skeptisch gesehene Digitalisierung ist nicht umkehrbar, und bietet wie jeder Technologietrend Risiken und Chancen: hier konkret sind die Bilder einmal im Netz gestellt nicht mehr vom ehemaligen Eigentümer der Daten kontrollierbar - aber dafür sicher. Und wer das nicht will, hat mit heimischen NAS-Systemen längst relativ mächtige Serverfarmen verfügbar. Nur sichern muss er selbst. Dass die digitalen Schätze als Dateien abspielbar sind macht mir wenig Sorgen - die Gefahr ist längst der Datenverlust, und Datenretter verdienen sich goldene Nasen.
    Volle Zustimmung!

    Was diesem Thread diskutiert wird, bewegt sich zwischen skuril und abstrus. Ob man das nun Sozialromantik, Verschlafenheit oder Besserwisserei nennen will, soll dahingestellt bleiben. Bemerkenswert finde ich, dass es im Jahr 2017 erwachsene Menschen gibt, die meinen, die Uhr zurückdrehen zu müssen nach dem Motto "Früher war alles besser, früher war alles aus Holz". Ohne Digitalisierung gäbe es heute zB keine Handys, kein LED-TV/Beamer, kein Walkman, keine E-Book-Reader, kein Google-Wissen, kein Internet, keine Camcorder. Und das alles zu erschwinglichen Preisen. Alles Dinge, die heute jeder - Gottseidank - selbstverständlich benutzt. Früher ging es natürlich ohne alle dem, aber ganz früher saßen unsere Vorfahren auch noch in Höhlen am Lagerfeuer.

    Nicht die Digitalisierung ist heute das Thema, sondern der Erhalt digitalisierter Daten. Datenverluste haben aber kaum mit Technikausfällen zu tun, sondern mehr mit Unwissen und Schussligkeit der Benutzer.

    Das Fragen nach Kopien auf DVD kenne ich aus eigener Erfahrung sehr gut. Diese lehne ich jedes Mal ab, denn ich filme nicht mit HD-Ausrüstung, um nachher SD-Matsch zu verteilen. Bei denen, die auf Befragen keine Abspielmöglichkeit von HD haben, empfehle ich den Kauf eines billigen BluRay-Players oder den Blick auf ihren Laptop/PC, ob dieser nicht doch ein BluRay-Laufwerk eingebaut hat. Auch gebe ich gerne Hilfestellung beim Ausprobieren von USB-Sticks/-Festplatten, um direkt am TV abspielen zu können. Denn die Disk-Geschichten neigen sich immer schneller dem Ende zu.
    Zuletzt geändert von TomStg; 07.08.2017, 19:55.

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  • K.-D. Schmidt
    antwortet
    Bänder, Scheiben, Dateien, Wolken...Was soll´s!

    Kürzlich habe ich ein für die Stadt nicht unbedeutendes Theaterstück gefilmt. Schon vor der Aufführung wurde ich gefragt, ob man den Film dann auch "auf CD" bekommen könnte. Ich habe zugesagt, ihn sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray zu liefern. Von den bisher verteilten Scheiben sind 50 DVD und 6 Blu-ray!

    Auf Nachfrage, wie sie sich denn die DVD ansehen, antworteten mehrere "auf dem Laptop". Na dann!

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  • Wolfgang S.
    antwortet
    Was ist das für eine Nostalgie-Diskussion? Natürlich berührt es alte Aufnahmen von seinen Lieben zu sehen, und natürlich hat das Einfangen dieser Momente einen emotionalen Wert. Wie alte Bilder eben. Aber das hat nichts oder wenig unmittelbar mit dem UHD-Authoring zu tun, für das es offenbar keine oder kaum preiswerte Consumer- oder Prosumer-Lösungen gibt und vermutlich auch nicht mehr geben wird. Damit sind Inhalte auf Scheiben schon wieder gefährdet, den morgen gibts keine Player mehr dafür. Die - offenbar von einigen Sozialromantikern - skeptisch gesehene Digitalisierung ist nicht umkehrbar, und bietet wie jeder Technologietrend Risiken und Chancen: hier konkret sind die Bilder einmal im Netz gestellt nicht mehr vom ehemaligen Eigentümer der Daten kontrollierbar - aber dafür sicher. Und wer das nicht will, hat mit heimischen NAS-Systemen längst relativ mächtige Serverfarmen verfügbar. Nur sichern muss er selbst. Dass die digitalen Schätze als Dateien abspielbar sind macht mir wenig Sorgen - die Gefahr ist längst der Datenverlust, und Datenretter verdienen sich goldene Nasen.

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  • Skeptiker
    antwortet
    Zitat von TomStg Beitrag anzeigen
    .. Einen "Kampf" für den Erhalt alter Filme führt niemand, der sich auch nur ein wenig mit dem Archivierungsthema beschäftigt hat - zB mit dem Lesen verschiedener Artikel zu diesem Thema in videoaktiv.
    Eine ziemlich schroffe Entgegnung auf Stephan_LB's Beitrag, den ich durchaus bedenkenswert finde.

    Klar, steckt da auch Herzblut und Nostalgie drin, also subjektive Faktoren.
    Das heisst aber nicht, dass die technischen Überlegungen daneben wären.

    Die Frage, ob wir unsere jetzigen, gebräuchlichen Alltagsmedien wie Harddisks, SSDs, USB-Sticks und nicht zuletzt Speicherscheiben wie CD, DVD und Blu-ray in 80 Jahren noch werden lesen können, scheint mir durchaus berechtigt.

    Mit Floppies, mit alten Syquest Drives, die einen SCSI-Anschluss haben (wie mein alter Nikon-Scanner) gibt's jetzt schon Probleme - noch sind sie lösbar (wenn der Speicher die Daten noch enthält) - aber wie lange noch ?

    Zitat von TomStg Beitrag anzeigen
    .. DVD und BluRay-Disks sind für Archivierungszwecke das ungeeignetste Medium, das es gibt. Jeder Stick ist einer DVD oder BluRay-Disk überlegen, auch wenn es bessere Medium gibt. ..
    Dem Einwand mit DVDs (mit selbstgebrannten Blu-rays habe ich zu wenig Erfahrung) stimme ich zu.
    Obwohl es spezielle Typen geben soll, die für Langzeitspeicherung optimiert sind (und angeblich 1000 Jahre halten, wenn ich mich recht entsinne). Aber ob die Abspielgeräte auch so lange durchhalten?

    Meine gebrannten DVDs, insbesondere preiswerte, lassen sich oft heute schon nicht mehr einlesen.
    Wenn ein Film darauf ist, nicht so tragisch, den kann man ersetzen.
    Wenn es Backups sind, die auf Harddisk fehlen, sind sie verloren.

    Mein alter Nikon-Scanner - plötzlich stehengeblieben. Entweder Lager verharzt oder Elektronik defekt - so genau weiss man es nicht.
    Mein (sehr) altes Powerbook G3 mit SCSI - plötzlich nicht mehr gestartet. Keine Ersatzteile mehr, keine Reparaturen mehr. Nicht allzu lange davor war der defekte Bildschirm (unlar, ob das Problem das Flachbandkabel zur Platine und/oder der Bildschirm selbst war) für sehr teures Geld ersetzt worden.
    Meine alte Canon A2 Hi8-Kamera - ein Spitzengerät zu seiner Zeit - hat vor langer Zeit bereits ausgesetzt. Hier weiss man, woran es liegt: Die "Elkos" - Elektrolytkondensatoren - sind hinüber. Quasi eine Sollbruchstelle, die von Canon so vorgesehen war, sonst hätten sie wohl etwas bessere Qualität für dieses Bauteil gewählt (oder es gab sie nicht zu der Zeit).
    Eine wunderbar kompakte, alte Pentax Optio S4 Knipskamera ist nicht mehr zu gebrauchen, weil der Sensor mittlerweile zu viele tote Leuchtpixel aufweist. Schade drum!

    Bei vielen alten Geräten mit (griffiger) Plastikummantelung verflüssigt sich dieser Plastik mit der Zeit - er wird klebrig. Das wirkt sich - aussen - nicht auf die Funktionaltät aus, aber innen schon, falls dort auch verbaut.
    Einen MP3-Player habe ich deshalb schon entsorgt, einige "schwitzende" Kabel zu einem alten Metz-Blitz ebenfalls.
    Mein alte Canon MV-20i Mini-DV Kamera (immer noch ein tolles Stück) ist auch bereits klebrig, obwoh sie technisch noch i.O. ist.
    Die Schaumstoffdichtung rund um die Kamerarückwand meiner alten Olympus OM-2n: Zerbröselt oder zu klebrigem Konglomerat mutiert - unbrauchbar, da evtl. nicht mehr lichtdicht für den eingelegten Film.

    Ok, das sind Beispiele etwas abseits des Themas "Speicher für elektronische Daten", aber sie illustrieren doch, dass Stephan_LB's Überlegungen durchaus berechtigt sind (es geht hierbei ja nicht betont um Profi-Speicherlösungen, sondern in erster Linie um 'normale' Angebote für jedermann / jedefrau).

    Und wenn die "Halbwertszeit" für aktuelle Technik sich mit jeder Generation weiter so verkürzt (4K in aller Munde, aber 8K steht schon vor der Tür, dazu immer mal wieder exotische 3D-Speicher angekündigt (aber nicht verwirklicht), zur Zeit sind 360°-Kameras das "Muss ich haben", nachdem 3D-TV bereits wieder vorbei ist) und die technischen Normen für Speichhermedien, Aufnahme- und Abspielgeräte in gleichem Tempo wechseln, kann man in einem stillen Moment schon mal tief Luft holen und die Stirn runzeln.
    80 Jahre (als Beispiel), das wäre von heute aus zurück nach 1937 -> Computer? Sensoren & Pixel? 2K oder 4K? Internet? Google & Co? Smartphone? Fernsehen? Video? Color Grading? HDR? Schnittprogramme? Web-Foren? etc. etc. etc.

    "Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt
    Läuft die Zeit; wir laufen mit."
    (Wilhelm Busch, 1877)


    Nachgedanke:
    Der Zerfall von klassischem Film ist ein allmählicher (er wird blass und blasser), der Zerfall von digitalen Speichern kann ein plötzlicher sein - 1 (alles) oder 0 (nichts, ab Zeitpunkt X) - eben digital.

    Zitat von TomStg Beitrag anzeigen
    .. Dies liegt nicht daran, dass das jemand das Filmmaterial in einer Blechdose aufbewahrte, sondern dieses nach aufwendiger chemischer und mechanischer Restaurierung digitalisiert, auf Festplatten gespeichert und so vor dem weiterem Zerfall gerettet wurde. ..
    Restaurieren kann man nur, was noch vorhanden ist - und auf dem Film in der Blechdose war nach all den Jahren offensichtlich noch genug zu sehen!
    Erst dann - und nur deshalb - ging's mit modernster Technik weiter - die erst mal 80 weitere Jahre überstehen muss!
    Zuletzt geändert von Skeptiker; 06.08.2017, 23:29.

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  • TomStg
    antwortet
    Ich freue mich, dass wir heute noch zeitgeschichtliche historische Filmdokumente vom Anfang des 20. Jahrhunderts fast besser als in Originalqualität sehen können. Dies liegt nicht daran, dass das jemand das Filmmaterial in einer Blechdose aufbewahrte, sondern dieses nach aufwendiger chemischer und mechanischer Restaurierung digitalisiert, auf Festplatten gespeichert und so vor dem weiterem Zerfall gerettet wurde.

    DVD und BluRay-Disks sind für Archivierungszwecke das ungeeignetste Medium, das es gibt. Jeder Stick ist einer DVD oder BluRay-Disk überlegen, auch wenn es bessere Medium gibt. Einen "Kampf" für den Erhalt alter Filme führt niemand, der sich auch nur ein wenig mit dem Archivierungsthema beschäftigt hat - zB mit dem Lesen verschiedener Artikel zu diesem Thema in videoaktiv.
    Zuletzt geändert von TomStg; 06.08.2017, 20:20.

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  • Stephan_LB
    antwortet
    Für meinen Teil habe ich eine riesige Freude daran, meinen heute 85 Jahre alten Vater sehen zu können, wie er acht Jahre alt war !

    Dieser Film stammt aus dem Jahr 1939 und es ist eben doch etwas ganz Anderes, Menschen zu sehen, wie sie sich bewegen.

    Keiner meiner Verwandten wollte dieses Dokument damals haben, als der eigentliche Besitzer starb, so habe ich es genommen, weil mir klar war, welchen Wert es bekommen würde.

    Heute bereuen die anderen ihre damalige Ablehnung.

    Auch in meinen Vereinen wird es mittlerweile sehr geschätzt, wenn bei Ereignissen Filmaufnahmen gemacht werden. Es ist immer wieder ein Ereignis, wenn diese Filme gezeigt werden und einige darauf schon nicht mehr leben und die heutigen Ehepartner ihre/n Angetrauten noch als Kind bewundern können. Deren heutige Kinder amüsieren sich darüber prächtig.

    Dann wundern sich manche, dass sie da nicht zu sehen sind. Man muss sie dann daran erinnern, dass sie damals nicht gefilmt werden wollten !

    Auch die nicht mehr stehenden Gebäude oder wie bunt die Welt noch in den Siebzigern war, fällt einem erst heute auf und man denkt wehmütig zurück oder ist sich dem schon gar nicht mehr bewusst.

    Was ich damit sagen will: man muss sich bewusst darüber sein, wie vergänglich die Gegenwart ist und dass wir mit Bild und Film ein Mittel in die Hand bekommen haben, Zeit quasi zu konservieren.

    Mit dem Filmmaterial ging das über einhundert Jahre sehr gut, doch heute setzt uns die Industrie immer wieder neue Normen vor und lässt die bisherigen verschwinden.

    Selbst die Fernsehanstalten haben heute sehr grosse Mühe, ihre Dokumente, obwohl im Profibereich die Normen erheblich seltener wechseln als im Consumer-Lager, zu bewahren, indem sie sie auf die neueste Norm übernehmen. Das Profilager erwartet hier aber vom Hersteller Migrationswege !

    So müssen wir Kunden darum kämpfen, unsere Erinnerungen in den eigenen Händen halten zu können und an unsere Nachkommen weitergeben zu können.

    Ein Disk-System ist ein guter Grundstock, dann man kann einen Player aufheben und die Disks sorgfältig und lichtdicht aufbewahren. Auch kann man die Sammlung damit zeitlich und inhaltlich strukturieren. Die Lösung kann nur ein System 'reinstecken --> läuft' und die Aufbewahrung der Norm, mit dem die Disk erstellt wurde, sein.

    Ansonsten bleibt von uns nichts mehr übrig, denn die Industrie wird sich um unsere Clouds einen Dreck scheren !

    Wenn wir nichts mehr in der Hand haben, können wir auch nichts bewahren !

    Irgendwelche Sticks, bei denen man nicht einmal mehr weiss, mit welchem Codec er erstellt wurde, kann man in ferner Zukunft schlicht wegschmeissen, denn keiner wird ihn mehr anschliessen, geschweige denn lesen können.

    Versuchen Sie heute mal, Daten von einer Diskette herunter zu bekommen, um sie weiter nutzen zu können !

    Sollten wir zum Wegschmeissen filmen, können wir es auch lassen, wenn dies auch langfristig sein sollte.

    Vielleicht sollte man, anstatt einen UHD-Camcorder zu kaufen, lieber eine 35-mm-Filmkamera benutzen, denn die Filme sind dann in ferner Zukunft noch vorhanden und anschaubar und haben in etwa die gleiche Qualität.

    Der nunmehr fast achtzig Jahre alte Film (8mm) mit meinem Vater als Kind beweist, dass das geht !

    Das ist der sehr hohe Preis der Digitalisierung, halten wir ihn auf einer Höhe, auf der wir noch mit ihm umgehen können !
    Zuletzt geändert von Stephan_LB; 06.08.2017, 17:09.

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  • annalena
    antwortet
    Ich habe zuhause immer noch einen BluRay brenner herum liegen und muss sagen, hin und wieder braucht es tatsächlich einen. Ich speichere meine Daten, vor allem Fotos, sehr gerne immer wieder auf ein drittes Medium, damit diese nicht verloren gehen. Hier bietet sich eine BluRay mit Brenner eigentlich sehr gut an, da sie viel Speicherplatz zur Verfügung stellt.
    Zuletzt geändert von Joachim Sauer; 02.06.2017, 10:38. Grund: Werbelink entfernt

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