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Was darf man filmen, und was darf man nicht filmen?

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    Was darf man filmen, und was darf man nicht filmen?

    Wer kennt sich da genauer aus, ohne das Gesetzbuch zu studieren?
    Man filmt in der Regel drauf los ohne um sich grosse Gedanken zu machen.


    Trainmovie

    #2
    VAD hat diverse Rechtsratgeber zu Deiner Frage online. Einfach mal durchstöbern. Und wenn Du dann noch Fragen hast, kannst diese ja nochmal detailliert stellen.
    Siehe hier:
    http://www.videoaktiv.de/Praxis+Tech...ntergrundinfo/
    Zuletzt geändert von einsiedler; 07.10.2011, 00:59.

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      #3
      Einfach drauf los filmen sollte man tunlichst vermeiden. Es gibt hierbei zu beachten dass JEDER das "Recht am eigenen Bild hat".
      Beispiel:
      Filmen auf einer öffentlichen Veranstaltung, eine öffentliche Veranstaltung ist z.B. Diskothek, Live Auftritte von Künstlern, Straßenfeste, Kirmes usw.

      Nehmen wir die Dikothek als Beispiel! Auch für den privaten Bereich gilt folgender Grundsatz! Filmst Du einzelne Personen oder weniger wie 3 Personen benötigst Du das Einverständnis desjenigen. Sind es mehr als 3 Personen ist das eine Ansammlung von Menschen die an der öffentlichen Veranstaltung teilnehmen und diese dürfen ohne Einverständnis gefilmt werden.
      Du brauchst für die Dikothek folgende Drehgenehmigungen:
      Einverständnis des Besitzers
      Einverständnis des Pächters
      (Besitzer und Pächter müssen nicht die gleiche Person sein)
      Einverständnis der Personen die Du einzeln, sagen wir einmal als Portrait aufnimmst
      Da Du auch die Musik in der Disco mitaufnimmst wird es schon etwas komplizierter, denke an die Urheberrechte der Künstler, des Interpreten (auch wenn nur seine Musik gespielt wird, so hat die -in der Regel die Musikindustrie - eindeutige Rechte welche Du verletzt wenn Du Musik mitschneidest.

      Siehe auch meinen Link hierzu den ich auf meiner Seite eingestellt habe:
      http://www.mainreportage.de/html/bildrecht.html

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        #4
        Zitat von vw570 Beitrag anzeigen
        ilmst Du einzelne Personen oder weniger wie 3 Personen benötigst Du das Einverständnis desjenigen. Sind es mehr als 3 Personen ist das eine Ansammlung von Menschen die an der öffentlichen Veranstaltung teilnehmen und diese dürfen ohne Einverständnis gefilmt werden.
        Ganz so einfach abzählen kann man das nicht. Entscheidend ist auch wo man die Leute filmt - im öffentlichen Raum, auf privatem Grund oder zum Beispiel auf einer Kundgebung. Allein die zahl 3 reicht nicht aus um eine Gruppe darzustellen. Wir haben das schon mal hier etwas ausführlicher behandelt.
        Viele Grüße
        Joachim Sauer

        Wir freuen uns, wenn Ihr unser Portal videoaktiv.de besucht und natürlich unseren YouTube-Kanal mit jeder Woche interessanten Videos abonniert.

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          #5
          Danke für den Hinweis. Selbstverständlich kommt es darauf an WO und WAS man filmt. Die Zahl 3 sollte als Anhaltspunkt dienen. Da ich schon seit Jahren Hobbymäßig in Diskotheken und auf Veranstaltungen filme und fotografiere hat sich die Zahl "mehr als 3 Personen" bewährt.

          Selbstverständlich sollte man auch abwägen ob sich die Personen postieren und in die Kamera schauen (denn dann wissen Sie dass sie gefilmt werden und schon dieses Postieren kann man als Einverständnis werten) oder ob sich die Personen unterhalten und nicht mitbekommen dass sie gefilmt oder fotografiert werden.

          Wir machen es grunsdsätzlich so dass wir Visitenkarten austeilen und wenn jemand nicht möchte dass sein Bild öffentlich erscheint dann nehmen wir es umgehend raus. (Kommt zwar selten vor aber es kommt vor).

          Wir filmen diesem Monat einen Tanzkurs, so haben wir das Einverständnis des Gebäudebesitzers und des Pächters eingeholt. Bei jedem Tanzkurs wird bekanntgegeben das am ???? Filmaufnahmen vom Tanzkurs gemacht werden um diesen Clip ins Internet zu stellen. Wir sollten das sehr kurzfristig drehen, jedoch habe ich darauf bestanden dass die Personen darüber informiert werden müssen und auch darüber was mit dem Film gemacht wird. Von 38 Personen war eine einzige dabei die nicht gefilmt werden möchte, die dann eben nicht dabei ist. Diese "Bekanntgabe" wird nun für 3 Wochen durchgeführt, zusätzlich unterschreiben die Personen am Filmtag eine Einverständniserklärung.

          Einfach drauf los filmen oder zu fotografieren habe ich mir schon lange abgewöhnt nicht nur wegen der rechtlichen Seite sondern auch wegen der Privatsphäre die jedem Menschen zusteht und die unbedingt respektiert werden sollte.

          In einem sind wir uns sicherlich einig. Das Bildrecht jedes einzelnen sollte geschützt sein und jeder ist für sich verantwortlich was er tut. Über dieses Thema kann man Monatelang diskutieren ohne zu einem Ergebnis zu kommen, letztendlich ist es eine Auslegungssache wie der Richter im Streitfall entscheidet. Urteile gibt es im Internet genügend!

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            #6
            Was darf man nicht filmen?

            Einen Marokkanischen Polizisten auf der Fähre von Algeciras nach Tanger bei der Stempelung von Pässen.
            Bin 2009 gerade noch nicht in den Kerker geworfen worden... :hypnotized:

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              #7
              Gut Personen können sich immer wehren wenns um ihr Recht geht.
              Kann mir nicht vorstellen das jeder immer nach seinem Recht gefragt wird wenn er gefilmt wird.

              Aber wie siehts mit Gebäuten aus, da ist doch auch ein Schutz drauf?

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                #8
                @vw570:
                Tanzkurs filmen und ins Netz stellen geht natürlich auch nur, wenn die Musik gemafrei ist und man die entsprechende Lizenz dafür erworben hat.
                Ansonsten wird ja gleich eine ganze Reihe von Rechten verletzt.
                @trainmovie:
                Gebäude sind dann kein Problem, wenn Du sie vom öffentlichen Raum aus filmst und ohne Hilfsmittel wie Kamerakran, besonders hohes Stativ,...
                Du darfst jedoch nicht die Innenräume filmen und keine Personen, welche sich im Haus oder auf dem Grundstück befinden. Auch das Filmen von einem anderen Gebäude aus geht nicht ohne Zustimmung beider Parteien.

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                  #9
                  Zitat von vw570 Beitrag anzeigen
                  Die Zahl 3 sollte als Anhaltspunkt dienen. Da ich schon seit Jahren Hobbymäßig in Diskotheken und auf Veranstaltungen filme und fotografiere hat sich die Zahl "mehr als 3 Personen" bewährt.
                  Das klingt doch schon ganz anders! Der Irrglaube, dass es eine exakt definierte Zahl von Personen im Bild gäbe, ab der alle Abgebildeten automatisch auf ihre Rechte verzichten müssten, ist leider nicht auszurotten. Deshalb sollte man mit so lockeren Pauschalauskünften wie "Sind es mehr als 3 Personen ist das eine Ansammlung von Menschen die an der öffentlichen Veranstaltung teilnehmen und diese dürfen ohne Einverständnis gefilmt werden" lieber etwas zurückhaltender sein. Ein anderer Leser glaubt's vielleicht und handelt sich hinterher ordentlichen Ärger ein, wenn er darauf vertraut. Schon die Definition der "öffentlichen Veranstaltung" ist übrigens unter Juristen strittig.
                  PS: Der Bildrecht-Artikel auf deiner Webseite enthält ganze Absätze, die aus anderen Seiten herauskopiert wurden. Da wäre eine Quellenangabe mit Hinweisen auf die tatsächlichen Urheber doch eigentlich Ehrensache, oder?

                  Zitat von trainmovie Beitrag anzeigen
                  wie siehts mit Gebäuten aus, da ist doch auch ein Schutz drauf?
                  Wenn du Näheres dazu wissen willst, dann informier dich zum Stichwort "Panoramafreiheit".

                  Allgemein ist dabei zu bedenken, dass all das für Deutschland gilt und andere Länder oft ganz andere - meist strengere - Regelungen haben. Wer sich zum Beispiel in Frankreich auf die Panoramafreiheit beruft, der kommt damit nicht weit, weil so eine Regelung dort schlichtweg nicht existiert. Und wenn man die Aufnahmen hierzulande für Werbezwecke einsetzen will, dann geht das natürlich auch nur mit Freigabe der Beteiligten.

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                    #10
                    Kommen die Gesetze aus deutscher Hand, oder kommen sie von der EU?

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                      #11
                      Derzeit haben wir ausschließlich deutsche Gesetze - wenn die EU eingreift dann mit Regeln die in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Im Bereich des Urheber-, Leistungsschutz- und Persönlichkeitsrechts ist da aber noch nicht ganz so viel passiert. Und wie es ja auch bereits Bernd E. so angedeutet hat - in anderen EU-Ländern gibt es teils härtere Regeln als in Deutschland.

                      Meiner Recherche nach gelten übrigens immer die Regeln des Veröffentlichungslandes - das heißt: Eine eingeschränkte Panoramafreiheit in Frankreich interessiert eigentlich nicht, wenn die Veröffentlichung in Deutschland passiert. Aber da ich mir hier nicht ganz sicher bin werde ich das demnächst als Rechtsratgeberthema aufnehmen und klären.
                      Zuletzt geändert von Joachim Sauer; 09.10.2011, 12:53.
                      Viele Grüße
                      Joachim Sauer

                      Wir freuen uns, wenn Ihr unser Portal videoaktiv.de besucht und natürlich unseren YouTube-Kanal mit jeder Woche interessanten Videos abonniert.

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                        #12
                        Also werden wegen dieser Beschneidungen wohl viele Veranstaltungen oder anderes entweder gar nicht erst gefilmt oder vermodern in Privatarchiven.

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                          #13
                          Wenn ich im TV Dokus ansehe über Ferneländer, oder Deutschland kommen doch immer Personen vor die den Film auflockern.
                          Wie geht das, werden alle mit mehrseitigen Verträge überfallen, oder langt schon ein paar Worte als Zustimmung?

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                            #14
                            Da frage ich mich gerade auch: Reicht es, einfach jeweils vor den eigentlichen Aufnahmen einer Person, diese zu Fragen, ob man sie filmen darf und wie man es verwenden möchte, während die Kamera das dokumentiert?
                            Grüße,
                            Ingmar

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                              #15
                              Ich glaube dass es hierfür kein einheitliches Vorgehen gibt. Zuerst einmal geht es ja nur um die Personen, welche nicht nur als bloßes Beiwerk zu sehen sind. Außerdem macht es sicher auch einen Unterschied, ob ein freier Videojournalist mit einem Henkelmann dreht, oder ob ein erkennbares EB-Team in ZDF-Jacken und mit ZDF-Windschutz ein Interview auf der Strasse macht. Wer sich hier bereitwillig vor der Kamera äußert, dem darf man wohl auch das Einverständnis zur Veröffentlichung im TV unterstellen.
                              Vielleicht macht es Sinn, eine Einverständniserklärung im Din-A5-Format unterschreiben zu lassen. Man könnte den Protagonisten auch vor laufender Kamera nach seiner Zustimmung fragen.

                              Das wäre übrigens auch eine gute Idee für VAD. Dass sich hier mal Profis zu Wort melden und ihre Erfahrungen aus der Praxis schildern.
                              Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Theorie uns gängige Praxis gerade in diesem Bereich deutlich voneinander unterscheiden.

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