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Fernbedienung Zoom H6

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    Fernbedienung Zoom H6

    Kennt sich jemand mit der Fernbedienung des Zoom H6 aus? Welche Funktionen sind möglich? Werden auf der Fernbedienung Rückmeldungen (zum Beispiel bei Übersteuerung der Eingangssignale) angezeigt?

    #2
    Hallo "slaty"

    Deine Frage ist zwar schon rund 6 Wochen alt, aber vielleicht kann ich doch noch hilfreich Informationen liefern.

    Alle Tasten, die sich auf der Oberseite des Zoom H6 befinden, können mit der Fernbedienung bedient/angesprochen werden.
    Ebenso kann die Gruppierungsfunktion der einzelnen Aufnahmekanäle vorgenommen werden.
    (Kanal 3+4 stereo oder 2xmono - Kanal 5+6 stereo oder 2xmono)
    Wenn das optionale XLR/TRS-AufsteckModul verwendet wird, können auch die
    Kanäle 1+2 bzw. L+R entweder stereo oder 2xmono geschaltet werden.

    Die optische Kontrolle für Übersteuerung wird an der Fernbedienung (wie am Gerät selbst)
    durch flackern der roten LED´s angezeigt. Das Flackern wird nur angezeigt, wenn die Aufnahmekanäle aktiviert sind.

    Die Lautstärke des Kopfhörerausgangs kann an der Fernbedienung über +/-Tasten reguliert werden
    und sind somit leichter zu bedienen als am Gerät selbst - da befinden sie sich an der Seite.

    Die Fernbedienung funktioniert auch wenn am Zoom H6 die Bedienungstasten (Hold-Funktion) verriegelt sind.
    Zugriff auf die Menüfunktionen ist mit der Fernbedienung nicht möglich.

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      #3
      Danke BlueDelta,

      ich dachte schon, die Fernbedienung des Zoom H6 wird nicht gekauft.

      Meiner Ansicht nach macht die Übersteuerungsanzeige an der Fernbedienung am meisten Sinn. Die Zuweisung und das Aktivieren der Kanäle wird man wohl einmalig am Gerät vornehmen und bei dieser Gelegenheit einpegeln oder auf Auto stellen.

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        #4
        ...bitteschön, gern geschehen!

        Ich für meinen Teil benutze die Fernbedienung eher selten, da sie für mich einen entscheidenden Nachteil hat, nämlich das Kabel. Wäre sie drahtlos, hätte ich sie vermutlich mehr im Einsatz. Da ich den Zoom H6 vorwiegend für AtmoAufnahmen mit dem IRT-Kreuz (Atmokreuz) verwende und das Zoom-Gerät im Zentrum des Kreuzes plaziert ist, und das alles auf nur einem Stativ, stört das zusätzliche Kabel und die Fernbedienung, weil zusätzlich etwas am ganzen Aufbau baumelt.

        Die Fernbedienung hab ich eher als bei Bedarf nützliche Dreingabe angesehen, da sie beim Zubehörpaket mit Netzteil und Fellwindschutz mit dabei war.

        Das Einpegeln nehme ich mit einer Rosa-Rauschen-App vor, da ich gesteigerten Wert auf (mindestens) vier gleiche Eingangspegel VOR der Aufnahme lege, um dem Pegelangleichen der Kanäle untereinander in der DAW aus dem Weg zu gehen. Die Potis für die Eingangsempfindlichkeit bieten, wie ich feststellen musste, nicht ausreichende Einstellgenauigkeit.

        Kommentar


          #5
          Hallo BlueDelta,

          nach Deinen verwendeten Fachbegriffen (ich musste erst nach IRT-Kreuz und DAW googeln) bist Du auf Tonaufnahmen spezialisiert. Deine Ausführungen haben mich neugierig gemacht. Verwendest Du ein spezielles Mikro-Set für das IRT-Kreuz? Und was nimmst Du damit auf? Kommt dabei ein Video-Aufnahmegerät auch zum Einsatz?

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            #6
            Salve slaty,

            gesegnet sei das Internet und seine Suchmaschine(n)!

            Ich denke Du konntest Dir ein Bild machen, wie ein IRT-Kreuz aussieht und was die von mir vielleicht unbedacht verwendete Abkürzung "DAW" bedeutet. Im Wesentlichen wollte ich mit dem Begriff "IRT-Kreuz" die Mikrofonanordnung, die ich in den meisten Fällen für Naturaufnahmen verwende, konkreter bezeichnen. Meine eingestellten Fotos zeigen, wie es dann bei mir aussieht, wenn ich damit im Gelände unterwegs bin. Auch wenn es im ersten Moment so aussieht, als ob ein seltenes Tier am himmelwärts gerichteten Ende eines Stativs gestorben ist, hat sich der Formfaktor bei mir bestens bewährt. Durch laufende Optimierungen hat sich zwischenzeitlich meine Aufbauzeit auf eine Minute reduziert. Ich denke die Bilder, die Du bis gerade eben noch im Kopf hattest, wie ein IRT-Kreuz aussieht, weichen etwas von meinen Bildern, die ich in diesem Beitrag eingestellt habe, ab.

            Ein "normales" IRT-Kreuz wird in der Regel mit Kleinmembranmikrofonen aufgebaut, während mein Mikrofonaufbau mit Großmembranmikrofonen ausgerüstet ist. Das hat nur einen Grund, das Rauschen. Großmembranmikrofone haben durch die größere Membran ganz allgemein gesprochen eine höhere Empfindlichkeit bei gleichzeitig höherer Ausgangsspannung, was das entscheidende Quäntchen liefert, (leise/schwache) Signale über den Rauschteppich zu heben.

            Am Anfang stand der Gedanke, wie es wohl wäre, wenn ich die Natur, und hier meine ich die Natur, die möglichst wenig bis gar keine Zivilisationsgeräusche hat, in mein heimisches Wohnzimmer holen würde? Und zwar so, wie ich sie vor Ort gehört habe. Natur rauscht nicht, wenn man mal von Meeresrauschen, Blätterrauschen, rauschenden Bächen und ähnlichen charakteristischen Naturgeräuschen absieht. Das ist hier auch nicht gemeint, sondern wenn es in der Natur absolut still ist, dann sollte es in der Aufnahme (möglichst) auch absolut still sein. Also habe ich meine InformationsDefizitAusgleichsMaschine, besser bekannt als "Google" bemüht und dort die Buchstabenkombination "rauschärmstes Mikrofon der Welt" eingegeben. Das wunderverheißende Mikrofon wurde mir dann in der Buchstabenformel "Rode NT1-A" ausgegeben. Und von genau diesem Mikrofon habe ich mir dann vier Stück gekauft. Gleichzeitig musste ich allerdings mein Taschentuch zücken, um meinem Gedanken der "Eierlegenden Wollmilchsau für Aufnahmetechnik" und das auch noch im Hosentaschenformat, ein letztes Mal zum Abschied zuzuwinken.

            Und wie die eine Schwalbe, die bekanntlich noch keinen Sommer macht, ist es auch in der Aufnahmetechnik ähnlich, daß ein Mikrofon allein noch keine Aufnahme macht. Die mobile, drahtlose 230V-Steckdose, die ich mal eben aus der Wand nehmen und im unzugänglichsten Gelände wieder aus der Hosentasche ziehen kann, um dem benötigten (Studio-)Gerätepark die adäquate Energie zukommen lassen zu können, ist auch noch nicht erfunden.

            Ein wichtiger Punkt meiner abzuarbeitenden Prüfliste rückte jetzt an die erste Stelle: "(strom-)autarke Mobilität", die ich im Alleingang und zu Fuß noch ins Gelände bekomme. Das geländegängige Allradfahrzeug für den Transport der Gerätschaften hatte ich frühzeitig von meiner Liste gestrichen, weil ich nicht da steckenbleiben wollte, wo der Abschleppwagen auf keinen Fall mehr hinkommt.
            Unweigerlich tauchte jetzt wieder diese "eierlegende Wollmilchsau" in meinem Gedankengebilde auf. Am besten in Form einer Kugel in der Größe eines Tennisballs, die ich am Aufnahmeort mit einem gekonnt eleganten Handgriff aus der Tasche ziehe, sie in der Luft platziere und, wenn ich meine Hand wegnehme, sie genau an der Stelle, gleichsam eines idealisierten Kolibris, wie mit magischer Hand festgehalten, in der Luft stehen bleibt - und mir dann genau den von mir gewünschten akustischen Landschaftsabdruck liefert. Selbst mentale Positionsteuerung der "Kugel" kam in meiner idealen Aufnahmevorrichtung vor. Beim Realitätsabgleich war ich abermals genötigt mein Abschiedstaschentuch zu zücken.

            Hochwertige Stereoaufnahmen ohne großen Mehraufwand in der Natur anzufertigen stellt heutzutage kein großes Problem mehr dar, wenn man einen Blick auf den Markt der sogenannten Fieldrecorder wirft. Aber eine Stereoaufnahme, die sich im Wesentlichen auf der Achse zwischen zwei Lautsprecherboxen, zuzüglich der vom Gehirn hinein gerechneten "Tiefe und Räumlichkeit", abspielt ist nicht gerade das Abbild der Natur, wie man sie vor Ort gehört hat. Und wenn man Zuhause am idealen Abhörpunkt der Lautsprecheranordnung im gleichseitigen Dreieck den Kopf dreht, bekommt die "Natur" Schlagseite. Von einer akustischen Umhüllung der Natur am Abhörort, z.B. Wohnzimmer, kann also keine Rede sein. Etwas besser wird es, wenn man vier Lautsprecher in einer quadratischen Anordnung aufstellt und das Stereosignal auf die zwei weiteren "Raumpositionen" einspielt. Es bleibt aber was es ist, eine Stereoaufnahme mit dem ihr innewohnenden Aufnahmewinkel der Stereo-Mikrofonanordnung.

            Wenn man sich mit seinem Mehrspur-Aufnahme-Wunschsystem nicht gerade im fünfstelligen Preisbereich wiederfinden möchte, war die Luft seither ziemlich dünn. Wenn man sich in dieser dünnen Luft dann umgeschaut hatte, wurde einem bei den ausgerufenen Preisen von hochwertiger (ultramobiler) Aufzeichnungsausrüstung noch zusätzlich die Atmung erschwert. So war es bis zum August 2013!

            Dann kam der Zoom H6!
            Vier extern über XLR-Buchsen (incl. 48V Phantomspannung) anschließbare Mikrofone in der Basisversion - zwei zusätzliche Kanäle über ein optionals Zusatzmodul, an dem zwei weitere externe Mikrofone angeschlossen werden können - die eierlegende Wollmilchsau hatte sich zumindest in Teilbereichen vergegenständlicht, fand auch noch bequem in einer Hand platz und somit, zumindest in der Theorie, auch in der Jackentasche. Die von Zoom angekündigten und tatsächlich auch gelieferten hochwertigen Mikrofonvorverstärker mit exzellenter Tonqualität haben meine Aufnahmen in eine Qualitätsstufe empor gehoben, wie ich es lange nicht für möglich gehalten habe. Ich rede hier explizit nicht von einer Studioumgebung, da war es seither natürlich längst schon möglich, nein hier geht es darum in freier Natur, fernab komfortabler Studioumgebung, hochwertige Aufnahmen anfertigen zu können, wie sie die Natur als Komponist feiner Atmosphären zu bieten hat, um sie in die Niederungen des Alltags, hinein in die eigenen vier Wände zu holen - rauschfrei! Eine Grille, die im Abstand von 2 Metern zu den Mikrofonen ihren Weg durch das Gras sucht kann ich durch den extrem niedrigen Rauschteppich noch deutlich heraushören...

            Bevor ich mich in Ekstase schreibe, zurück zu den noch ausstehenden Antworten in bezug auf die konkrete Umsetzung.
            Für meinen Anwendungszweck habe ich eine quadratische Kunststoffplatte mit 25cm Kantenlänge und 1cm Stärke angefertigt. In den vier Ecken dieser Platte habe ich mit 1cm Abstand zum Plattenrand Löcher mit einem Durchmesser von 4,8cm gebohrt. Auf die Kunstoffplatte habe ich über die gesamte Fläche Schaumstoff in 1,5cm Stärke aufgeklebt. Das ganze habe ich dann mit einem schwarzen Stoff (schwarzes Kunststoffvlies) überzogen und verklebt. Im Prinzip ist das die gleiche Vorgehensweise, wie man die Sitzfläche eines Stuhles polstert. Auf der Schaumstoffseite habe ich an der Stelle an der die Löcher für die Mikrofone sind, den Schaumstoff geschlitzt, so daß es aussieht, als hätte man einen Kuchen in 12 gleiche Stücke aufgeteilt. Auf der Unterseite der Platte habe ich entlang der Lochkonturen den Stoff weg geschnitten.

            So kann ich jetzt von oben die NT1-A-Mikrofone einsetzen, die aufgrund ihrer leicht konischen Form ungefähr auf halber Strecke die optimale Reibung bzw. Haftung erreichen. Dadurch, dass der Schaumstoff sternförmig zum Lochrand verdrängt wird, sitzen die Mikrofone nun einigermaßen fest in den Löchern, ohne dass dadurch am Mikrofonkörper Kratzspuren entstehen können. Zusätzlich erreiche ich damit eine leichte Dämpfung gegenüber der, wie ich sich nenne, Grundplatte. Den goldenen Punkt, den die Rode-Mikrofone an der Einsprechseite haben, jeweils genau auf die Grundplattenecken ausgerichtet und schon ist die präzise Winkelausrichtung von 90 Grad erledigt.

            Befestigung am Stativ:
            Mein Cullmann Stativ hat glücklicherweise eine einfach nachzubauende Schnellwechselplatte. Es ist ein (quadratischer) Pyramidenstumpf. Kurz noch eine Schnellwechselplatte aus dem gleichen Kunststoff wie die "Grundplatte" zurecht gefeilt, von unten an die "Grundplatte" angeschraubt und fertig war mein Mikrofon-Schnellwechsel-System.


            Auf den Fotos ist zu erkennen, dass der Zoom H6 senkrecht nach oben zeigt. Diese Anordnung verwende ich hin und wieder, um dem Aspekt 3D-Aufnahme nahe zu kommen. Denn genau genommen, hört man bei einer 4-Kanal Aufnahme mit dem IRT-Kreuz, das in alle vier Himmelsrichtungen aufnimmt, nur auf der horizontalen Ebene, die über eine quadratische Lautsprecheranordnung ebenfalls nur eine Ebene abbildet.
            Aufgrund akustischer Lernerfahrung wird das Gehirn gemäß dem Lautstärkeeindruck ein fliegendes Flugzeug als Hörereignis auch wieder nach oben zuordnen, obwohl es streng betrachtet "nur" auf der Ebene der aufgestellten Lautsprecher den akustischen Abhörraum durchfliegt.

            Diese Lernerfahrung ist es dann auch,die es beim Abhören fast unmöglich macht, das Flugzeug bewusst auf Kopfhöhe fliegen zu lassen, denn das Gehirn sagt: "das kann nicht sein" und sortiert es automatisch nach oben ein. Wenn ich aber die zwei zusätzlichen Kanäle verwende, um damit zwei Lautsprecher, die an der Decke angebracht sind anzusteuern, bekommt der akustische Höreindruck eine dynamische Tiefe in den Raum hinein. Im angesprochenen Anwendungsfall nach oben.Das Flugzeug oder der über den Kopf(über die Mikrofonanordnung) fliegende Vogel bekommt eine durch Kopfdrehung "akustisch nachprüfbare" dritte Dimension in den Himmel. Der Vogel der im Wald hoch oben in der Baumkrone sein Morgenlied singt, erfreut mich dann bei mir Zuhause ebenfalls von oben.


            Ich bin mit dem "Aufnahme-Viech", wenn man die Fotos anschaut sei mir diese Bezeichnung wohlwollend erlaubt, extrem zufrieden und werde Jedem, der mich auf dieses innovative Zoom-Gerät anspricht, Lobeshymnen mit ausgesucht schönen Harmonien singen und den Entwicklern jederzeit ein uneingeschränktes WIRKLCH GUT GEMACHT zurufen - vor allem in Anbetracht des attraktiven Preises.

            Wie Du richtig spekuliert hast, bin ich eher auf Tonaufnahmen spezialisiert und mache das ein oder andere (360°-Panorama)Foto der Landschaft, die ich aufgenommen habe. Im Vergleich zu Video ist es recht einfach möglich ein akustisch umhüllendes "Rundumerlebnis" mit zum Teil 8 Stunden durchgehender Laufzeit zu erstellen - bei Video ist der Blick immer durch den Kameramann vorgegeben, egal wohin ich den Kopf drehe...

            So, und nun ist die Zeit ziemlich weit in die Nacht hinein vorgerückt. Ich lasse noch ein paar Vögel für mich singen und entschlummere sanft in die Traumwelt von Hypnos.

            Noch Fragen? - Dann stell sie einfach!

            DSCF5764-b_800x600.jpg DSCF5763-b_800x600.jpg
            Zuletzt geändert von BlueDelta; 29.09.2014, 02:57.

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              #7
              BlueDelta,

              Dein Aufnahme-Equipement ist äußerst raffiniert.
              Aber welche Technik verwendest Du zur Wiedergabe von 6 Kanälen? Erzeugst die DAW ein 6-Kanal-DTS-Signal, welches mit einem AV Sound System wiedergegeben wird? Außerdem benötigst Du einen schallisolierten Raum und keine durch "Mitbewohner" erzeugten Nebengeräusche, um die durch das Gras hüpfende Grille zu hören?

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                #8
                In meiner DAW (Samplitude) kann ich jede einzelne aufgenommene Spur auf einen der acht Ausgabekanäle meiner Audioschnittstelle(Audiointerface) zum Beispiel "ESI Gigaport HD" oder/und "M-Audio Fast track Ultra R8" in der Summe also bis zu 16 Kanäle leiten. Dazu verwende ich das ASIO - Protokoll. Das hat den Vorteil, dass jede Audiospur in der ursprünglichen Auflösung (zum Beispiel 96KHz-24Bit) auch tatsächlich am jeweiligen Eingangskanal des Audioverstärkers ankommt, und das ohne Mehraufwand, wenn man mal von der Verkabelung absieht. Es wird also kein Verfahren (z.B. DTS / DolbyDigital) angewendet, bei dem erst codiert und dann decodiert werden muss, um die Audiodaten zum Audioverstärker zu leiten. Ich bin somit keinem (Vermarktungs-)Standard unterworfen und kann bis zu 16 Kanäle einer einzelnen der bis zu 16 Lautsprecherboxen im Raum zuordnen. Für die Klanginstallation einer Urlaubsabendstimmung am Meer mit angrenzendem Wald, bei dem selbst das Lagerfeuer seine eigene Lautsprecherbox hatte, habe ich einmal 14 Kanäle verwendet. Die Nachtigall hatte zwei Kanäle unter der Decke zwischen denen sie hin und her hüpfen konnte, während sie mit ihrem lieblichen Gesang den Raum erfüllte. Das (Stereo-)Meeresrauschen mit seinen auf den Strand plätschernden Wellen kam dann auch tatsächlich von auf dem Boden aufgestellten Boxen. Mit einer klassischen Anordnung von Lautsprecherboxen hatte das dann natürlich nichts mehr zu tun. Meine Freundin war jedenfalls hin und weg von diesem audiophilen Erlebnis - ich ebenfalls. "Alles" hatte seinen festen Platz und wanderte nicht, wenn man sich im Raum bewegte. Die Hauptklangumhüllung bildete der Wald(6 Kanäle) mit seinen Bewohnern.

                Da ich recht ländlich wohne, komme ich in den Abendstunden auch in den Genuß von Ruhe mit dem Abhandensein von Zivilisationsgeräuschen - demzufolge benötige ich nicht wirklich schallreduzierende Maßnahmen, um auch mal die leisen Naturgeräusche aufnehmen und anhören zu können. Aufnahmeseitig ist es bei mir tatsächlich so, dass wenn ich meine Mikrofone nachts bei Windstille im Garten aufstelle, es streckenweise wirklich nichts zu Hören gibt. Wenn ich das dann abspiele, kann man an mancher Stelle nicht sicher sein, ob die Aufnahme tatsächlich abgespielt wird - so ruhig ist es und plötzlich stimmt dann eine Amsel um 3:40 Uhr wie aus dem Nichts die ersten Töne ihres Morgenlieds an. Deswegen habe ich mein Augenmerk auch auf möglichst niedriges Rauschen bei der Aufnahme gelenkt.

                Oft benutze ich den Kopfhörer, um in eine Aufnahme mit ihren feinsten Details hinein zu hören - dann "erscheint" auch die Grille..
                Zuletzt geändert von BlueDelta; 03.10.2014, 21:36.

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