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Vögel filmen - Erfahrungsaustausch gesucht

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    #61
    Eigentlich wollte ich ja nichts mehr dazu schreiben, weil es meiner Meinung nach doch recht konfus wird.
    Einerseits sprichst du hier von Kameras, die höchste Qualität produzieren sollen, dann aber wieder von Digiskopie.
    Das passt irgendwie nicht zusammen, denn mit einem Spektiv wirst du vermutlich keine besondere Qualität erhalten.
    Hast du schon mal damit gefilmt?
    Du glaubst gar nicht, wie schnell da alles verwackelt, da reicht oftmals eine Hand am Stativ oder Kamera.
    Bei weit entfernt sitzenden Tieren brauchst du dann auch klare, saubere Luft. Ein wenig Sonne bringt auf größere Distanzen die Luft zum Wabbern, selbst oder auch gerade auch im Winter über Schnee.

    Ich würde mir nicht so viel Gedanken über die Kamera machen, nimm eine günstige mit Wechselobjektiven, dann musst du bei einem späteren Wechsel auf einen anderen Kameratyp nicht die Objektive wechseln, sofern du sinnvoll eingekauft hast.
    Es wird immer wieder gerade von Einsteigern die Vermutung geäußert, dass eine sehr gute Kamera wichtig sei, doch das stimmt nur bedingt. Ich habe schon Aufnahmen einer 600D zu Fernsehsendern geschickt und die haben das Material ohne Probleme in Dokumentationen eingebaut. Den unterschied wird man in der fertigen Produktion kaum sehen, es sei denn, man fängt mit der Standbildanalyse an.

    Meiner Meinung nach kann man seinen Erfahrungsschatz auch nicht (oder nur bedingt) in der Theorie erarbeiten, bei der Naturfilmerei ist einfach praktische Erfahrung angesagt. Du wirst schnell feststellen, wie umständlich es ist mit einem Stativ auf unebenem Boden zu arbeiten, welches keine Niveliermöglichkeit per Halbschale bietet. Genau so schnell wirst du feststellen, wie schlecht man eigentlich mit den günstigen Stativen zurechtkommt.
    Dann wirst du schnell feststellen, welche Dinge dir fehlen und wie teuer das alles wird. Da reicht einfach keine gute Kamera, das Ganze drumherum muss stimmen.

    Du hast doch ganz am Anfang Stefan Ottow hier ins Spiel gebracht. Schau dir seine Videos doch mal intensiv an, dort kannst du einiges Erfahren und dann entscheiden, ob das dein Weg ist oder nicht. Vergiss einfach mal Prores und dergleichen MP4 reicht völlig aus, um hochwertige Videos zu produzieren. Da brauchst du auch keine 10Bit, denn die können zur Zeit eh kaum verarbeitet werden und die meisten TV´s können es auch gar nicht wiedergeben. Kennst du einen TV-Sender, der mit 10Bit sendet?

    Also, fange einfach klein an und du wirst schnell merken, wie und wohin es geht. Das Theoretisieren bringt nicht viel.

    Das ist aber nur meine unbedeutenden Meinung zu dem Thema, aber ich bin auch einer, der schon viel gekauft und wieder verkauft hat, weil er theoretisch genau geplant hatte, was er alles so benötigt.
    Gruß

    Hans-Jürgen

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      #62
      Danke für die ganz bestimmt nicht „unbedeutende Meinung“.
      Zuletzt geändert von Pseudemys; 20.11.2016, 21:59.

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        #63
        Zu später Stunde noch ein Bildbeispiel:

        Ich habe mein altes Spektiv - damals sagte man noch 'Fernrohr' - hervorgekramt, aufs Stativ gestellt, mangels besserer Motive, die hell genug sind, den Knauf einer Stehlampe fokussiert, dann meine alte Fuji Kompaktkamera mit 3fach-Zoom auf 1600 ISO gestellt und sie so ruhig es ging hinters Okular gehalten (an den Gummiaugenring angelehnt), etwas eingezoomt (Tele), bis die Vignettierung verschwand, und abgedrückt.

        Im Fernrohr steckt ein 20x-Okular, ich habe aber auch schon ein 10er-Okular verwendet, das hier eigentlich von Vorteil wäre.

        Als Beiliage:

        Ein Bild des alten Fernrohrs - leider keine Markenbezeichnung zu finden - es war damals recht preiswert, ich glaube, es ist ein Kowa.

        Dann das Bild des Lampenknaufs - bei 1600 ISO ziemlich verrauscht und zudem verwackelt.

        Aber man sieht immerhin - es ginge!

        Lampenknauf.jpgaltes Spektiv.jpg

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          #64
          Jetzt wird es hier aber komplett skurril. Bisher war die Diskussion nur wirr und beliebig, jetzt kommt noch eine absonderliche Note hinzu. Mit einer selbstgebastelten Lochbildkamera und einem Papprohr mit zwei Flaschenböden vorne und hinten würde das Ergebnis nicht schlechter aussehen. Mit praktikabler Handhabung zum Filmen vor Ort hat das alles nichts zu tun - und mit Bildqualität schon garnicht.

          Ein unerfahrener Mitleser dieser Diskussion mit ähnlichen Aufnahmewünschen wird in eine ganz falsche Richtung geführt.

          Um es nochmals klar auszudrücken: Eine BMPCC ist für einen Anfänger und für die gewünschte Verwendung völlig(!!!) ungeeignet. Unpassender geht's nicht! Das gilt für die genannte Hardware genauso wie für die spätere Nachbearbeitung der Aufnahmen. Auch eine C100 ist für einen Anfänger kaum eine gute Wahl.

          Ein ganz normaler Camcorder aus der 1.000-Euro-Klasse mit langer Brennweite im Telebereich (möglichst ohne digitale Brennweitenspielereien) und dazu eine aufschraubbare Vorsatzlinse oder auch ein Teleconverter wären eine sinnvolle Startausrüstung. Das wäre zwar nicht das Nonplusultra, aber für erste grundsätzliche Erfahrungen bei Aufnahme und Nachbearbeitung in einem erträglichen Kostenrahmen völlig ausreichend - und flexibel genug für andere Einsatzzwecke. Damit wird sich zeigen, ob man später bereit ist, für mehr Qualität und aufwendigerer Nachbearbeitung mehr Zeit, mehr Know How und vor allem mehr Geld zu investieren.
          Zuletzt geändert von TomStg; 21.11.2016, 05:01.

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            #65
            Zitat von TomStg Beitrag anzeigen
            Jetzt wird es hier aber komplett skurril. ...

            ... Ein ganz normaler Camcorder aus der 1.000-Euro-Klasse mit langer Brennweite im Telebereich ...
            Der Camcorder wurde ja ganz zu Beginn bereits erwähnt, und wir haben uns dann nach und nach zu eher speziellen Lösungen vorgearbeitet - zuletzt diejenige, abwechselnd sowohl beobachten als auch filmen zu können am selben Spektiv!

            Damit der Schock über mein obiges, eher grenzwertiges Bildbeispiel nicht allzu tief geht, kommen hier noch einige etwas gelungenere Schnappschüsse:

            Wiederum das alte Kowa-Teleskop und behelfsmässig mit einigen Extendern und Adapterringen daran befestigt (über den Okularstutzen gestülpt) meine Panasonic GH2 mit einem manuellen 3.5/50mm Makro auf unendlich mit offener Blende.

            Die Motive sind etwa 7m entfernt und mit Sparlampen-Licht erhellt.

            Zeitauslöser-Vorlauf 10 Sek, Zeitautomatik (Belichtungszeiten im Bereich mehrerer Sekunden bei 160 ISO).

            Bild 1 und 2: Mit 10x Okular
            Bild 3 und 4: Mit 20x Okular - deutlich mehr Details (siehe Bild 3 - das Muster im Grün)
            Bild 5: Die Behelfs-Adaption der Kamera

            Ich bin weder zufrieden noch begeistert, aber die Aufnahmen sind brauchbar (zur privaten Dokumentation).

            Könnte sein, dass das Objektiv nicht ganz plan ist, oder das Okular, oder beide. Ausserdem stehen Fernrohr und Objekte nicht plan zueinander, das Fernohr auf dem Stativ ist weiter oben. Des Weiteren ist die Schärfentiefe beim offener Blende sehr gering, aber Abblenden führt sofort zu Vignettierung. -> Evtl. eine andere Brenweite probieren!

            Vielleicht bringt das 10x-Okular (von dem ich mehr erwartet hatte - es liefert für die Beobachtung von Auge mit seiner geringeren Nachvergrösserung ein brillantes Bild) mit einem anderen 50er-Objektiv ein besseres Bild - mal sehen!

            PS:
            Die GH2 mit 1.35 Zoll MOS-Sensor, die Fuji mit 1/1.7 Zoll CCD.

            Die Screenshots zeigen den vollen Bildausschnitt der Originale 1-5.
            Angehängte Dateien
            Zuletzt geändert von Skeptiker; 21.11.2016, 09:00.

            Kommentar


              #66
              @TomStg

              Du hast prinzipielle sehr recht mit der Anregung, daß ein blutiger Anfänger erstmal vernünftigerweise mit einem Camcorder starten sollte und nicht mit einer höchst anspruchsvollen RAW-Filmkamera.
              Nun enstand die ganze Diskussion auch dadurch, daß mich die Camcorder-Bildqualität nicht zufriedenstellt, was aber wohl auch nicht heißen kann, daß es klug ist, sich trotzdem, so unbeschlagen wie ich bin, gleich auf das Schwierigste und Teuerste zu stürzen.

              Ich habe nun hier reichlich Stoff zum Nachdenken und Entscheiden bekommen, um eine vernünftige Wahl zu treffen.
              Vielen Dank erneut!


              @Skeptiker

              Am Spektiv ist tatsächlich sehr Sehenswertes möglich, nachfolgend Fotos, kein Film, man sehe hier herein.




              Zuletzt geändert von Pseudemys; 22.11.2016, 02:46.

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                #67
                Zitat von Pseudemys Beitrag anzeigen
                Nun enstand die ganze Diskussion auch dadurch, daß mich die Camcorder-Bildqualität nicht zufriedenstellt, ...
                Es gibt definitiv Camcorder, die eine fantastische Bildqualität abliefern. Schau dich mal im etwas professionelleren Bereich um.
                Dort gibt es auch welche mit Wechselobjektiven.
                Gruß

                Hans-Jürgen

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                  #68
                  Hallo allerseits,

                  Spanndendes Thema für mich - so skurril und verwirrend es andererseits sein mag.

                  Diese Digiscoping-Sache (wieder etwas dazugelernt!) interessiert mich. Insbesondere mit den Klapp-Adaptern, die es offenbar auch von Fremdherstellern gibt. Als ich damals mein Kowa-Fernrohr kaufte (ich erinnere mich nicht mehr daran, wo, aber es ging auch um Vogelbeobachtung), gab es natürlich ebenfalls schon Adaptions-Möglichkeiten für Kameras. Aber das war nie eine Option, denn wie sollte man beobachten und am selben Gerät auch noch fotografieren? Viel zu umständlich, um praktikabel zu sein. Man hätte zusätzlich zu seiner Kleinbild-Spiegelreflex mit eingelegtem Kodachrome 64 (digital war man damals noch nicht so weit) auch noch ein 500er-Supertele (mit dem man dann trotzdem nicht so nah ans Objekt "herangekommen" wäre wie durchs Okular des Teleskops) mitsamt Stativ mitschleppen müssen - undenkbar für einen Nichtprofi (ganz abgesehen von den Finanzen).

                  Aber heutzutage ist fast alles möglich. Man kann selbst sein Handy an so ein Spektiv adaptieren oder eine winzige RX100 (neuere Version) mit 4K-Video, um ein Beispiel zu nennen.

                  Ich habe es ja geschafft, meine alte Fuji-Kompaktkamera mit 3fach-Zoom mal probeweise ans Kowa zu halten und auch mit dem behelfsmässigen Andocken der GH2 und einem 50er-Makro ging es.
                  Was mir gestern aber trotz aller Versuche nicht gelungen ist, ist es, meinen Panasonic-Camcorder X909 zu adaptieren.
                  Mechanisch ginge es wohl, aber das Bild ist auch im maximalen Telebereich immer vignettiert: Ein kreisrunder Ausschnitt und rundherum schwarz.

                  Der Camcorder hätte neben einem sehr scharfen 1920x1080-Bild (es ist noch einer der 3-Chipper) den grossen Vorteil, einen Bildstabilisator einschalten zu können. Das wäre natürlich gerade für so eine zitteranfällige Sache (Hans-Jürgen hat es ja erwähnt) wie Super-Tele (vom Bildausschnitt her) auf Standard-Stativ (mein für diesen Zweck zu leichtes Stativ ohne Fluid-Technik etc.) ein Gewinn.

                  Eine Erklärung fand ich hier: http://www.orniwelt.de/Digiscoping unter den "FAQs" (häufig gestellten Fragen):

                  F: Kann ich mit meiner Kamera digiskopieren bzw. welche Kamera soll ich mir kaufen?

                  A: Die Kamera sollte eine kleine und nicht zu tief liegende Eintrittspupille (die Öffnung, durch die das vom Okular projezierte Bild in das Kameraobjketiv gelangt) haben. Neben dem äußeren Erscheingsbild des Objektives und der Kamera ist der Zoomfaktor ein gutes Indiz auf Digiskopietauglichkeit: Kameras mit einem 3- oder 4-fach Zoom funktionieren fast immer. Vergessen Sie Ihre "gute" Bridgekamera etc. mit 20-fach Zoom oder ähnlichem. Sie benötigen eine "einfache" kleine Kompaktkamera!


                  Das Stichwort ist wohl "tiefliegende Eintrittspupille". Ich komme mit dem Camcorder-Objektiv nicht nahe genug ans Spektiv-Okular heran!

                  Noch ein Wort zu den Warnern hier im Themenbereich:
                  Die habe natürlich Recht.

                  Aber wenn ich einen Beitrag wie den von TomStg oben lese, dann kommt das ja beinahe einem Verbot bzw. Gebot gleich.
                  Und vernünftigerweise würde man dem dann Folge leisten, zumal es von einem erfahrenen Filmprofi zu stammen scheint: Also "Finger weg" von skurrilen Gedankenspielen und irgendwelchen Experimenten und "ganz unten" beginnen mit absolutem Standard-Equipment wie einem gehobenen Amateur-Camcorder (im neusten Videoaktiv lesen wir allerdings im Vorwort unter dem Titel "Camcorder adieu", dass die im Amateur-Bereich wohl gerade am verschwinden sind).

                  Solch ein Einwand hat sicher eine generelle Berechtigung, aber es kommt auf das Individuum an, an das er sich richtet.
                  Bei mir löst so ein kategorisches "Verbot" eher ein "Jetzt erst recht" aus: Warum sollte ich mir nichts zutrauen und mich erst halbherzig durch all die Fehlversuche hangeln (Pseudemys schrieb ja, dass ihm das (Amteur-)Camcorder-Bild nicht gefällt), bevor ich bei dem lande, ewas ich eigentlich möchte? Wenn 90% es so machen - ok - aber dann möchte ich eher zu den 10% gehören, die technisch etwas wagen - mit dem vollen Risko zu scheitern. Klingt abenteuerlich - nicht wahr - aber es geht hierbei ja nicht um Leben oder Tod, sondern nur um Kameraequipment, und um den an sich völlig gefahrlosen Versuch, mal etwas auszuprobieren, das auch schiefgehen kann. Na und? Dafür gibt's doch eBay & Co: Gerät zum Schnäppchenpreis inserieren und weiter geht's!

                  Konkret auf die BMPCC bezogen (Blackmagics Pocket Cam): Klar ist die nicht optimal für das Geplante (das haben ich und andere ja auch an Pseudemys geschrieben - insbesondere der Sucher und die Zeitlupe fehlen), aber erstens muss man nicht in RAW filmen und sich dabei noch "Color Grading" aufhalsen (die notwendige Nachbearbeitung/Nachfärbung der RAW-Videos), sondern kann in ProRes filmen (oder Avid DNxHD ??), und zweitens ist das ansonsten eine ziemlich normale (wenn auch teils umständliche) Kamera in der Bedienung (so mein Eindruck, der NICHT auf eigener Erfahrung mit der Kamera fusst), die vom Menü her eher weniger verwirrende Möglichkeiten bietet als eine hochkomplexe GH4 z.B..
                  Und zuletzt: Wenn das Schnittprogramm die entprechenden Formate Apple ProRes und Avid DnxHD (die Avid-Codecs gibt's kostemlos zum Download) unterstützt, dann geht der Schnitt +/- problemlos vonstatten - es sind grosse Videodatein (wenig komprimiert), das stimmt, weil sie als Einzelbilder komprimiert sind, was aber eher von Vorteil ist beim "Editing" (leichteres Dekomprimieren).

                  Fazit:
                  Sich nicht zu sehr abschrecken lassen - wer nicht wagt, der nicht gewinnt (das gilt vor allem dann, wenn es weniger um Beruf, wo es unter Zeitdruck auf Anhieb klappen muss, als um Hobby, wo man auch mal ausprobieren kann, geht).
                  Kehrseite: Man kann sich auch verrennen und scheitern (und aus Fehlern lernen). Wie geschrieben: Es geht hier nur um Kameraequipment und aufgewendete Lebenszeit (die man anderweitig vielleicht vor dem TV verbringt), sonst nichts!

                  PS:
                  @Pseudemys: Danke für den Link - tolle Eisvogel-Aufnahmen und zudem mit Kowa-Fernrohr! Das ist wohl eines der neuen (und teuren) Modelle mit Fluorit-Glas, nehme ich an!

                  PS2:
                  Hans-Jürgens Hinweis mit den Profi-Camcordern mit Wechseloptik ist sicher auch eine Überlegung wert (aber in der "Ecke" warst Du ja im Prinzip bereits - mit der gross-sensorigen Canon C100).
                  Zuletzt geändert von Skeptiker; 22.11.2016, 12:32.

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                    #69
                    Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
                    Der Camcorder hätte neben einem sehr scharfen 1920x1080-Bild (es ist noch einer der 3-Chipper) den grossen Vorteil, einen Bildstabilisator einschalten zu können. Das wäre natürlich gerade für so eine zitteranfällige Sache (Hans-Jürgen hat es ja erwähnt) wie Super-Tele (vom Bildausschnitt her) auf Standard-Stativ (mein für diesen Zweck zu leichtes Stativ ohne Fluid-Technik etc.) ein Gewinn.
                    Es soll auch schon 4k Camcorder geben.:)

                    Zu den langen Brennweiten und Stativ - in der Regel wird auf dem Stativ der Bildstabilisator deaktiviert. Selbst bei Kameras/Objektiven die angeblich ein Stativ erkennen können sollen hört man immer wieder von unliebsamen Artefakten.

                    Ansonsten kann ich nur sagen dass du die ganze Diskussion sehr theoretisch angehst, ich würde mich da mehr an User halten die praktische Erfahrungen haben.
                    Geh einfach mal mit deinem Spektiv nach draußen und versuche einen in größerer Entfernung in einem Busch sitzenden kleinen Vogel zu filmen. Du wirst dich bestimmt wundern.
                    Gruß

                    Hans-Jürgen

                    Kommentar


                      #70
                      Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
                      […]
                      PS:
                      @Pseudemys: Danke für den Link - tolle Eisvogel-Aufnahmen und zudem mit Kowa-Fernrohr! Das ist wohl eines der neuen (und teuren) Modelle mit Fluorit-Glas, nehme ich an!
                      Ganz sicher so!
                      Diese Adapter-Lösungen gibt es, mit vergleichbarer Qualität, auch für Spektive von Swarovski und Zeiss.
                      Fliegende Vögel sind im Spektiv allerdings sehr schwer zu erfassen, und fliegend sind sie gefilmt eigentlich am interessantesten.


                      PS2:
                      Hans-Jürgens Hinweis mit den Profi-Camcordern mit Wechseloptik ist sicher auch eine Überlegung wert (aber in der "Ecke" warst Du ja im Prinzip bereits - mit der gross-sensorigen Canon C100).
                      Ja, das wäre immer noch eine Option, aber eben dann nur für die Landschaft, Dokumentation, usw.
                      (Gibt da sogar jetzt ein Angebot mit Canon EF-S 18-135 IS STM für 1500.- €)
                      Oder ich bin bereit für diese Qualität auch schwere Objektive zum Filmen der Vögel zu tragen.


                      Ausgangspunkt des Interesses waren Reisedokumentation wie diese hier.
                      Er nutzt (neuderings) Sony FDR-AX100 (4K) und DJI Osmo, wohl auch eine gute Reise-Kombi, perfekt abgerundet mit DJI Mavic wäre das alles.

                      Dann hat mich jemand in einem anderen Forum auf die Canon C100 (gebraucht) aufmerksam gemacht, das Geld dafür besser angelegt gefunden als in den Sony Camcorder oder vergleichbare Geräte. Somit begann die Beschäftigung damit.

                      Das Filmen der Vögel interessiert mich als Ornithologe halt auch, womit das auch interessant ist.

                      Nun werde ich wohl alle Bedürfnisse nicht optimal mit einem Gerät befriedigen können, daher muß ich entscheiden, was mir (erstmal) am wichtigsten ist. Mit allen in Frage kommenden Kameras für diesen und jenen Zweck bin ich jetzt vertraut.

                      Für die unkomplizierte Reisedokumentation würde sich Sony FDR-AX100 anbieten (ergänzend, falls es sich ergibt, DJI Osmo und DJI Mavic.)
                      Aber dann steht nicht mehr die optimale Bildqualität im Vordergrund, sondern Dokumentation einer Reise mit sicher auch schon sehr guter Bildqualität. Und ob sie mir reicht, muß ich entscheiden.
                      Für die bessere Bildqualität würde sich die Canon C100 anbieten, die für die Reise ja auch kompakt genug und ohne weiteres Drumherum sinnvoll einsetzbar.

                      Vögel, auch fliegend, kann man nur mit einem 1"-Camcorder mit großer Brennweite (unkomplizierteste und preiswerteste Lösung) oder mit schweren Teleoobjektiven an der Canon C100 filmen (teuerste und umständlichste Lösung, da Objektive gewechselt werden müssen).

                      Könnte man mit der Blackmagic Cinema Pocket Camera auch am Spektiv gut Vögel filmen, und wenn nicht, dann mit Teleobjektiv, so könnte diese Kamera mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn die Landschaft ließe sich damit ja auch gut filmen - alles bliebe klein und kompakt.

                      Ich muß mich da eben jetzt entscheiden.
                      Zuletzt geändert von Pseudemys; 22.11.2016, 14:56.

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                        #71
                        Zitat von Pseudemys Beitrag anzeigen
                        ... Könnte man mit der Blackmagic Cinema Pocket Camera auch am Spektiv gut Vögel filmen, und wenn nicht, dann mit Teleobjektiv, so könnte diese Kamera mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn die Landschaft ließe sich damit ja auch gut filmen - alles bliebe klein und kompakt.
                        Gibt's keine Möglichkeit, das VOR dem Kauf und der Reise mal auszuprobieren?
                        Und daran denken: Eine Blackmagic Pocket mit angesetzter Sucherlupe (weil man bei Sonnenschein sonst nichts erkennt) und Teleobjektiv ist plötzlich gar nicht mehr so 'pocket'.

                        Thema "kompakt": Wenn (so etwas wie) die Sony RX100 IV oder V (mit Sucher!) am Spektiv (falls Du das sowieso mitnimmst) ein vernünftiges Bild liefert, wäre das wohl eine der kompaktesten und trotzdem vielseitigsten Kamera-Lösungen für so eine Reise. Vorausgesetzt, dass Dir ihr 1''-Bild und die Handhabung (kleine Bedienungsoberfläche) zusagt.

                        Kommentar


                          #72
                          Vielleicht hilft dir das hier etwas weiter, hier wurde eine Afrikareise in mehreren Teilen mit eigentlich wenig Ausrüstung (Lumix FZ1000, Phantom 3 Pro) gefilmt:

                          http://www.youtube.com/channel/UCc8y1A8ZTJqMDSaLwi_uEBw
                          Zuletzt geändert von Hans-Jürgen; 22.11.2016, 15:39.
                          Gruß

                          Hans-Jürgen

                          Kommentar


                            #73
                            Zitat von Hans-Jürgen Beitrag anzeigen
                            […]
                            Geh einfach mal mit deinem Spektiv nach draußen und versuche einen in größerer Entfernung in einem Busch sitzenden kleinen Vogel zu filmen. Du wirst dich bestimmt wundern.
                            Wundern, weil es sehr schwierig wird, nicht?

                            Kommentar


                              #74
                              Genau das meine ich, und ganz besonders dann, wenn die Viecher nicht ruhig sitzen bleiben.
                              Natürlich kann man aber mit einem Spektiv unter günstigen Bedingungen gute Videos aufnehmen, doch diese günstigen Bedingungen gibt es aber nur selten.
                              Mir würde das nicht reichen, denn ich möchte, wenn ich filmen gehe, auch unter allen Bedingungen handwerklich gut gemachte Szenen einfangen können. Nichts ist nerviger als eigentlich super Szenen wegwerfen zu müssen, weil die Aufnahmen mal gerade wieder verwackelt unscharf oder sonst etwas damit ist. Das hat man mit einer guten Ausrüstung schon oft genug und potenziert sich mit einer schlechten.
                              Von daher stelle ich eben auch etwas andere Anforderungen an meine Ausrüstung.
                              Gruß

                              Hans-Jürgen

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                                #75
                                Hier kommt ein kleiner Reisebericht:

                                Wohin ging es?
                                An den See.

                                Mitsamt Kowa und adaptierter GH2.
                                Nach Zusammensuchen an sich überflüssiger Dinge, die man über die Zeit so sammelt in der Annahme: "Das könnte man vielleicht mal gebrauchen", ist es mir schliesslich doch gelungen, die GH2 stabil am Fernrohr zu befestigen (siehe Bild 00).

                                So ausgerüstet ging es also mit meinem etwas wackeligen und zu leichten Admiral-Stativ ohne Fluidkopf (immerhin mit "Dämpfungsfedern", die einen gewissen Widerstand bieten, falls man nach oben oder unten schwenkt oder falls die Halteschraube dafür nicht fest sitzt und ein kopflastiges Tele oder Fernrohr plötzlich kippt) ans Gewässer, wo Schwäne, Enten, Möwen und Haubentaucher schon aufs Gefilmtwerden warteten. Leider war das Tageslicht bereits am verschwinden.

                                Und das Filmen erwies sich aus verschiedenen Gründen schwieriger als gedacht: Aber dazu später!


                                Wie sah die Ausrüstung aus?

                                a) altes Kowa Teleskop - nach intensivem Googeln komme ich zum Schluss: Es ist ein TS-2.

                                b) Fernrohr-Okular 10x

                                c) Kamera-Objektiv 50 mm

                                d) Halbformatkamera GH2:

                                Sensor Foto 17.31 × 12.98 mm
                                Sensor 16:9 Video: 18.69 × 10.52 mm

                                (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Micro_Four_Thirds).


                                Dann die Frage:
                                Welcher Tele-Brennweite entspricht das Fernrohr mit Kamera für 16:9 Full HD Video?

                                Dazu habe ich in ca. 7 m Abstand ein Lineal fotografiert (Foto ist 4:3 - leider nicht gefilmt in 16:9, aber das wurde bei der Berechnung korrigiert).

                                Aus jeweils gleicher Position:
                                Einmal mit dem Fernrohr in obiger Zusammensetzung (Bild 12)
                                Einmal mit Sigma 170-500mm, in Teleposition 500mm (Bild 13)

                                Ergebnis:

                                Fernrohr: 12.7 cm Linealbreite
                                Sigma-Tele 500mm: 28.5 cm Linealbreite.

                                Das ergibt einen Faktor von 285 / 127 = 2.2441 mehr Tele für das Fernrohr.
                                Also 500 mm x 2.2441 = 1122 mm Tele mit Fernrohr.

                                Fehlt noch der Cropfaktor des kleineren Sensors (kleiner als Vollformat), der zwar die Brennweite nicht verändert, aber die optische Telewirkung noch verstärkt, weil der Bildausschnitt enger ist.

                                Der Cropfaktor ist für m4/3 der GH2 normalerweise 2 (diagonal), aber für 16:9 Video ist er etwas kleiner, nämlich nur 1.926 (das ist speziell bei der GH2 - Stichwort "Multi Aspect Ratio" Sensor).

                                Das ergibt dann ein Pseudo-Tele von 2161 mm mit dem Fernrohr.


                                Daraus ergeben sich einige Probleme, die vor allem im Video sichtbar werden, nicht im Standbild.

                                1. Zu viel Tele, zu enger Bildausschnitt. Motiv teils schwierig aufzufinden, man tappt (schwenkt) in 'Dunkeln'.
                                Abhilfe wäre ein weniger vergrösserndes Okular bzw. eine weniger vergrössernde Kombination von Okular und Kameraobjektiv oder auch eine Kamera mit grösserem Sensor.


                                2. Stativ zu leicht und zu wackelig. Es ist tatsächlich so, dass bei manueller Nachführung bei dieser Brennweite das kleinste Zittern sich auf die Kamera und Bild überträgt (Hans-Jürgen hat es vorausgesagt!).
                                Inwieweit ein wirklich stabil stehendes Stativ ohne Spiel mit einem weichen und präzisen Fluidkopf hier weiterhelfen würde, müsste man ausprobieren.
                                Und ob ein Bildstabilisator in der Kamera ein Hand- und Stativzittern herausfiltern könnte, ebenfalls. Ansonsten gäbe es noch Anti-Wackel-Software, leider mit Verminderung der Bildqualität, wenn das digital entwackelte und dazu beschnittene Bild wieder auf die ursprüngliche Grösse aufgeblasen wird.


                                3. Bildfehler des Fernrohr-Objektivs werden durch die Nachvergrösserung mit Okular und Kamera-Objektiv mitvergössert. Dafür, dass das alte Kowa-Spektiv nur ein einfaches, achromatisches Objektiv aufweist, ist die Bildqualität eigentlich erstaunlich gut. Das liegt auch an der Okularvergrösserung von nur 10x - normale Zoom-Okulare zu den aktuellen Fernrohren bewegen sich im Bereich von 20-60fach.

                                Optimal wäre es, wenn man die ganze Kette Fernrohr-Objektiv - Okular - Kamera-Objektiv mit ED- (oder Fluorit-, Bsp. 'Kowa' aktuell) Gläsern bestens farbkorrigiert und kontrastreich (Vergütung!) halten könnte. Das ist bei den teuren Spektiven der Fall, was das Fernrohr-Objektiv betrifft und evtl. auch das Kamera-Objektiv (siehe Pseudemy's Beispiel mit dem Swarovski TLS-Apo Adapter). Die Schwachstelle sehe ich bei den Zoom-Okularen, aber vielleicht gibt es da mehr positive Beispiele als erwartet.


                                Generelles Fazit:

                                Ich glaube, ich habe etwas "Feuer gefangen" und werde das weiterverfolgen (nicht fanatisch, aber gelegentlich). Meine jetzige Ausrüstung reicht mir dazu - abgesehen vom Stativ .. hmmm, das kann teuer werden ;-(.
                                Ich hoffe, dass ich mit einer anderen Okular-Kameraobjektiv-Kombination statt des verwendeten 50mm-Kameraobjektivs die Gesamt-Vergrösserung des Fernrohrs etwa halbieren kann, Das wären unter Berücksichtigung des m4/3-Video-Cropfaktors immer noch fast 1100 mm Crop-Brennweite (gemessen an Vollformat).
                                Alternative: Gebrauchte Vollfomat-Spiegellose (spiegellos wegen der adaptierbaren Altobjektive)!

                                Aber ganz abgesehen von all der Theorie und Technik wurde gestern am See eines besonders klar: Üben, üben, üben - schwenken, nachfahren, fokussieren (das Fernrohr hat extrem lange Fokuswege, Autofokus wäre das Gegenmittel!) genau gucken!


                                Als Beilage einige Screenshots (mit Original-Bildauschnitt, alles unbearbeitet) aus dem GH2-Video mit 1920x1080 / 50i und max. 24 Mbit/sec:
                                Angehängte Dateien
                                Zuletzt geändert von Skeptiker; 23.11.2016, 21:38. Grund: Korrektur von der Korrektur - so wie es jetzt dasteht, ist der Stand meiner Erkenntnis

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