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Sony CX HDR CX900 - Probleme mit dem Autofokus

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    Sony CX HDR CX900 - Probleme mit dem Autofokus

    Folgende Aufnahmesituation:
    Ich unterhalte mich mit 2 Personen. Wir sitzen alle drei und verändern unsere Positionen nur unwesentlich. Zur Aufnahme der Totalen (alle 3 im Bild) benutze ich den CX 900.

    Die Kamera läuft im maximalen Weitwinkelmodus. Automatik ist aktiviert. Normalerweise sollte das doch der sicherste Weg sein. So kenne ich das jedenfalls von anderen Kameras.
    Gesichtserkennung ist ebenfalls aktiviert.

    Nun stelle ich bei der Nachbetrachtung am Computer fest, daß der Autofokus manchmal pumpt. Das ganze Bild wird unscharf und stellt dann wieder scharf. Das ist natürlich blöde, wenn das genau in dem Moment auftritt, wenn ich auch die Einstellung der zweiten Kamera (Großaufnahme der Interviewten) nicht benutzen kann.

    Ist es sinnvoller, den Autofokus zu deaktivieren und manuell eben auf Unendlich zu stellen?

    Probleme mit dem Autofokus im Weitwinkelmodus kenne ich eigentlich gar nicht.

    Ansonsten liefert die CX 900 wirklich erstklassige Aufnahmen.

    Ich würde mich freuen, wenn jemand einen Tipp für mich hat.

    #2
    Die Gesichtserkennung mag bei manchen Interviewsituationen praktisch sein, aber im Zweifelsfall fährt man ohne Autofokus immer besser. Keine große Bewegung im Bild, der Abstand ändert sich nicht: Da bringt der AF keinen Vorteil, birgt jedoch die Gefahr - wie bei dir passiert -, durch unnötigen Aktionismus die Aufnahme zu ruinieren. Fokussieren solltest du manuell (oder mit AF-Hilfe vor Beginn der Aufnahme) dann natürlich nicht auf Unendlich, sondern auf die tatsächliche Distanz.

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      #3
      "Probleme mit dem Autofokus im Weitwinkelmodus kenne ich eigentlich gar nicht"

      Deine bisherigen Cams hatten wahrscheinlich einen kleineren Chip, Sony hat einen 1-Zoll-Chip. Ein größerer Sensor macht es dem Autofokus schwerer. Da ich oft Aufnahmesituationen mit viel Action habe, habe ich die Canon XA20 mit einem kleineren Sensor vorgezogen, obwohl größere Sensoren gerade "in Mode" sind - der Autofokus der XA20 ist sehr zuverlässig.

      Ganz davon abgesehen ist es aber in einer Interviewsituation und in andere statischen Aufnahmesituationen generell ratsam, manuell zu fokusieren, wie Bernd schon geschrieben hat - dann ist man auf der sicheren Seite.

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        #4
        Alternativ könntest du probieren die Blende weiter schließen, das vergrößert die Schärfentiefe. Ich könnte mir vorstellen dass es besser wird, wenn du ihm per Touch Fokus vorgibst, welche Person er gerade fokussieren soll.

        @Anne
        Selbst im Vergleich zu 'nem Sony Camcorder mit kleinerem Sensor scheinen die Canon Camcorder den zuverlässigeren AF zu haben, in meinem Fall der Vergleich zwischen G25 und PJ780ve, liegt vielleicht am Entfernungssensor.

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          #5
          Erst schon mal Danke für die Tipps. Geht im Großen und Ganzen konform mit den Maßnahmen, die ich selber schon beschlossen hatte.
          Ich bin auch nicht ganz sicher, ob das Verhalten der Kamera nicht etwas mit dem letzten Firmware Update zu tun hat. Vorher ist mir da nämlich nichts aufgefallen.

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            #6
            Das der Autofokus der CX900 gelegentlich außer Kontrolle gerät, kann ich bestätigen! Aber das hat nichts mit dem letzten Firmware-update (Ver. 3) zu tun - im Gegenteil: Vorher war es schlimmer. Seit dem update ist mir das nur einmal passiert - vorher deutlich öfter. In der Tat sollte man bei bestimmten Einstellungen wohl am Besten den AF abschalten.
            Grüße aus dem Ahrtal!

            Michael

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              #7
              Ich hab's jetzt nochmal probiert - konnte es einfach nicht lassen:)

              Für diese Aufnahmesituation ist der Autofokus der CX900 definitiv nicht zu gebrauchen. Eigentlich unverständlich, denn die Bewegung im Bild ist nur sehr gering. Die Abstände ändern sich praktisch gar nicht. Es ist ja auch nicht so, daß die Kamera auf Bewegung im Hintergrund reagiert und dann darauf fokussiert.
              Das ganze Bild wird unscharf und stellt sich dann immer wieder neu ein.

              Besteht die Chance, daß so etwas durch ein Firmware-Update in den Griff zu bekommen ist?

              Oder arbeitet man bei Sony schon am nächsten Modell und stellt für diese Modellreihe keine Neuerungen mehr zur Verfügung?

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                #8
                Da die Produktzyklen länger geworden sind führen die Hersteller derzeit eigentlich noch relativ lange Updates durch - teilweise auch noch für Vorgängergenerationen. In wie weit das für die CX900 zutrifft kann man natürlich nicht beurteilen - aber ich werde es beim nächsten Sony-Kontakt gerne mal zum Gespräch machen.
                Viele Grüße
                Joachim Sauer

                Wir freuen uns, wenn Ihr unser Portal videoaktiv.de besucht und natürlich unseren YouTube-Kanal mit jeder Woche interessanten Videos abonniert.

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                  #9
                  Das wäre wirklich prima - vielen Dank!
                  Ich finde ansonsten die Kamera z.B. von der Bildqualität her einfach klasse.

                  Der Autofokus ist allerdings schon etwas, auf das wir uns in der aktuellen Kamerageneration verlassen können sollten. Diese kleinen "Verirrungen" nimmt man nämlich auf dem Kameradisplay oft gar nicht wahr. Erst am Schnittplatz offenbart sich dann, daß man die ein oder andere Szene nicht verwenden kann. Wohl dem, der dann mehrere Einstellungen des Motivs gedreht hat. Das ist aber leider nicht immer möglich.

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                    #10
                    Zitat von pragmatiker Beitrag anzeigen
                    die Bewegung im Bild ist nur sehr gering. Die Abstände ändern sich praktisch gar nicht.
                    Also ein klassisches Beispiel für eine Situation, bei der man ohnehin keinen Autofokus verwenden wird. In deinem speziellen Fall könntest du die Kamera aber sicherheitshalber auch als Garantiefall in die Werkstatt geben, denn denkbar ist immerhin, dass ein Defekt im AF-System vorliegt.
                    Leider lassen viele Filmer standardmäßig den AF aktiv und schalten ihn bestenfalls dann ab, wenn er sichtbar anfängt zu irren. Besser fährt man andersrum: Prinzipiell manuell fokussieren (oder mit dem so praktischen Push-AF) und nur in begründeten Ausnahmefällen, wo der Nutzen überwiegt, den Autofokus auch während der Aufnahme machen lassen. Je größer der Kamerasensor ist - und damit tendenziell kleiner die Schärfentiefe -, desto mehr bewährt sich diese Methode.

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                      #11
                      Zitat von pragmatiker Beitrag anzeigen
                      Das wäre wirklich prima - vielen Dank!
                      Ich finde ansonsten die Kamera z.B. von der Bildqualität her einfach klasse.

                      Der Autofokus ist allerdings schon etwas, auf das wir uns in der aktuellen Kamerageneration verlassen können sollten. Diese kleinen "Verirrungen" nimmt man nämlich auf dem Kameradisplay oft gar nicht wahr. Erst am Schnittplatz offenbart sich dann, daß man die ein oder andere Szene nicht verwenden kann. Wohl dem, der dann mehrere Einstellungen des Motivs gedreht hat. Das ist aber leider nicht immer möglich.
                      Das hat in dem Fall nicht so viel mit dem Autofocus, viel mehr mit den großen ein Zoll Sensor und der F2,8er Lichtstärke zu tun. Will heißen, mit kleinen Sensoren ist das gar nicht aufgefallen, dass der AF gepumpt hat, weil der Schärfebereich eh von ein Meter bis unendlich war. Nehmen wir da mal zwei Beispiele. Einmal eine übliche 1/3" Videokamera mit 6mm Originalbrennweite, Lichtstärke F1,8 und eine Interviewsituation von zwei Metern. Dort liegt der Schärfebereich von 96cm bis unendlich! Egal wie der Focus dort pumpen mag, es wirkt immer scharf. Dort wird es nur gefährlich, wenn man mit viel Tele arbeitet oder sehr nahe an das Objekt rangeht.

                      Dann die CX900 mit F2,8 und 9.3mm Anfangsbrennweite, dort liegt der Schärfebereich auf ein zwei Meter eingestelltes Ziel bei 1,15 Meter bis 7,46 Meter. Wenn die Kamera nun auf die Idee kommt, auf ein Objekt bei 8 Meter scharfzustellen, fällt das sofort auf, was früher bei den 1/3" Sensoren bei den gleichen Parametern egal war. Fazit, wo man früher schon bei viel Tele oder sehr nahe an das Objekt rangehen gepaart mit hoher Lichtstärke aufpassen musste, ist die Gefahr bei großen Sensoren noch höher. Nicht ohne Grund waren sogar die ersten BR3, ARD oder ZDF-DSLR-Aufnahmen der Profis recht oft unscharf, weil diese professionellen Filmer nicht die pysikalischen Eigenschaften der denen unbekannten sehr großen Sensoren kannten. Bei ihren benutzen 2/3 oder 1/2 Zoll Sensoren war die Schärfentiefe relativ groß, sodass die Gefahr geringer war.


                      Es wird nicht oft angesprochen, aber die großen Sensoren haben auch ihre Nachteile, besonders für den Automatikfilmer/fotografen.

                      VG
                      Jan

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                        #12
                        In solchen Situationen würde ich immer manuell fokussieren und eine weit geschlossene Blende benutzen. Dann passiert sowas wie das Gepumpe der Kamera nämlich nicht.

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                          #13
                          Zitat von Jan Beitrag anzeigen
                          Wenn die Kamera nun auf die Idee kommt, auf ein Objekt bei 8 Meter scharfzustellen, fällt das sofort auf, was früher bei den 1/3" Sensoren bei den gleichen Parametern egal war.
                          Schon klar - aber mit Autofokus und aktivierter Gesichtserkennung sollte die Kamera erst gar nicht auf die "Idee" kommen, irgendwas im Hintergrund scharf stellen zu wollen. Das scheint mir doch softwareseitig nicht richtig im Griff zu sein. Manuell fokussieren ist schon OK aber mir in meiner Situation zu unsicher, denn ich starte die Aufnahme und begebe mich dann 20 min. vor die Kamera - kann das Bild also nicht ständig kontrollieren. Bisher hat es sich als rettend erwiesen, daß meine Zweitkamera für die Nahaufnahme des Gesprächspartners ( Canon HF G10 ) ein durchgehend scharfes Bild liefert. So kann ich überblenden, wenn die CX900 mal wieder auf der Suche ist.

                          So ein Problem hatte ich einfach nicht erwartet, weil ich mit der Sony schon wirklich viele gelungene Aufnahmen in verschiedensten Situationen und immer mit Autofokus gemacht habe. Ich probier's jetzt nochmal mit der Touch-Fokus Funktion, d.h. ich starte die Aufnahme und "markiere" das Gesicht meine Interviewpartners. Vielleicht hilft das.

                          Beim nächsten mal stelle ich aber trotzdem sicherheitshalber eine weitere Kamera mit kleinem Sensor auf.

                          Vielen Dank schon mal an alle, die sich mit meinem Problem beschäftigen und hier so viele Tipps und Hintergründe posten.

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo! @Joachim Sauer: Das Thema bei Sony anzusprechen, ist eine gute Idee - vielleicht gibt es ja noch ein Firmware-Update, das zu einer weiteren Verbesserung führt, nachdem ich den Eindruck habe, dass durch das Update auf Version 3 schon eine Verbesserung eingetreten ist.

                            Eine Idee wäre vielleicht auch, dieses Thema (in allgemeiner, grundsätzlicher Form) mal im Heft aufuzgreifen...
                            Grüße aus dem Ahrtal!

                            Michael

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von pragmatiker Beitrag anzeigen
                              Schon klar - aber mit Autofokus und aktivierter Gesichtserkennung sollte die Kamera erst gar nicht auf die "Idee" kommen, irgendwas im Hintergrund scharf stellen zu wollen. Das scheint mir doch softwareseitig nicht richtig im Griff zu sein. Manuell fokussieren ist schon OK aber mir in meiner Situation zu unsicher, denn ich starte die Aufnahme und begebe mich dann 20 min. vor die Kamera - kann das Bild also nicht ständig kontrollieren. Bisher hat es sich als rettend erwiesen, daß meine Zweitkamera für die Nahaufnahme des Gesprächspartners ( Canon HF G10 ) ein durchgehend scharfes Bild liefert. So kann ich überblenden, wenn die CX900 mal wieder auf der Suche ist.

                              So ein Problem hatte ich einfach nicht erwartet, weil ich mit der Sony schon wirklich viele gelungene Aufnahmen in verschiedensten Situationen und immer mit Autofokus gemacht habe. Ich probier's jetzt nochmal mit der Touch-Fokus Funktion, d.h. ich starte die Aufnahme und "markiere" das Gesicht meine Interviewpartners. Vielleicht hilft das.

                              Beim nächsten mal stelle ich aber trotzdem sicherheitshalber eine weitere Kamera mit kleinem Sensor auf.

                              Vielen Dank schon mal an alle, die sich mit meinem Problem beschäftigen und hier so viele Tipps und Hintergründe posten.
                              Wenn man eine aktuelle Sony mit kleinem Sensor, nehmen wir mal die PJ620, benutzen würde, hätte man das Problem auch nicht. Die Gesichtserkennung ist schön und gut, sobald sich jemand aber etwas wegdreht, bringt sie nicht viel. Sony kann und wird da kein Firmwareupdate bringen, dass wäre das gleiche als wenn ein Fahranfänger in ein Sportauto steigt und voll auf das Gas tritt, und der Wagen sofort ausbricht (Beispiel Dodge Viper, was ich am eigenen Leib schon erlebt habe), was ein 1,2 Liter-Stadtauto nicht macht.


                              Aber wie schon von anderen Usern beschrieben, könnte man bei der Sony versuchen, soweit es das Licht zulässt, abzublenden also mit Blende 3,5 bis 5,6 zu arbeiten, oder gleich wie ein Profi manuell scharf zu stellen. Das ist auch nicht so schwer, weil man die Schärfe in dem Fall einmal davor nur auf den Interviewpartner legt und dann nicht mehr ändert.

                              VG
                              Jan

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