Su1

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bessere Low-Light Qualität bei niedrigerer Auflösung ??

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Bessere Low-Light Qualität bei niedrigerer Auflösung ??

    Hallo,

    ich bin neu hier und habe eine Frage an die Experten.

    Im Heft 6/11 gibt es einen Test günstiger HD-Cams, aus verschieden Gründen interessiere ich mich für den Samsung HMX-Q10.

    Die Leistung bei gutem Licht ist o.k., bei Low-Light allerdings (wie eigentlich bei allen Modellen),
    sehr bescheiden.

    Jetzt meine konkrete Frage: Müsste bei reduzierter Auflösung (576p) die Low-Light Qualität nicht dramatisch besser werden?

    Da auch bei niedrigeren Auflösungen (576p, 720p) offensichtlich immer der GANZE Aufnahme-Chip belichtet wird (sonst würde sich die effektive Brennweite ändern), gibt es m.M. nach nur zwei Möglichkeiten:

    1. schon bei der Aufnahme werden mehrere Pixel zu EINEM zusammen gefasst (das gibt es, ist bei diesen billigen Cams aber sehr unwahrscheinlich)

    2. die Aufnahmen sind IMMER in 1080i, werden vor dem Speichern aber down-gesampelt.


    Bei beiden Verfahren müsste zumindest das Rauschenverhalten sehr viel besser werden, leider finde ich nirgends Beispiele dafür oder Tests.

    Ich habe eine Canon Ixus 60 (Compact Cam mit 6MP), die produziert in einer recht düsteren Sporthalle, in der man ohne Blitz nicht mehr fotographieren kann, sehr ansehnliche Videos in 640x480, leider kann man während der Aufnahme den optischen Zoom nicht benützen und sie fokussiert nicht nach - dafür möchte ich jetzt die Q10 benützen.

    Mein Fachhändler hat bei Samsung nachgefragt, laut Antwort ist die Kamera bei allen Aufnahmeauflösungen im Low-Light gleich (schlecht).

    Ist das wirklich so? Was sagen die Experten von VIDEOAKTIV?

    lg
    Roland

    PS: Bitte um Nachsicht sollte diese Frage schon tausendmal gestellt worden sein

    #2
    Hallo Roland,

    ich bezweifle, dass die Qualität "dramatisch" besser wird. Vielleicht wird das Rauschen etwas geringer, aber mehr würde ich nicht erwarten.

    Gruß
    KDS

    Kommentar


      #3
      Danke für die Antwort.

      Bei der Ixus ist der Effekt wirklich "dramatisch", die hat aber auch einen größeren Sensor (1/2,5) und die 6 MP werden offenbar sehr effektiv auf die 640x480 "runtergerechnet".

      Andererseits ist das Ding ca 5 Jahre alt, die Sensoren sollten sich seit damals doch verbessert haben ...

      Ich wäre nach wie vor an Erfahrungsberichten, Videos (auch ähnlicher Cams) und theoretischer Aufklärung interessiert.

      lg
      Roland

      Kommentar


        #4
        Bringt der C.Nite Einstellung bei der HMX-Q10 keine Verbesserung, afaik wird dabei die Bildwiederholfrequenz reduziert, damit mehr bzw. länger Licht auf den Sensor fallen kann. Dürfte von der Wirkung änlich dem HS-Mode meiner Xacti HD1000 sein.

        Was deine Frage betrifft, stell' ich mir das im Moment, denn ich bin in der Beziehung auch eher ein Noob/Hobbyist, so vor.

        Zum einen hängt es von dem Typ des Senors ab, da gibt z.B. CCD und CMOS und neuerdings Backside Illuminated CMOS. Bei gleicher Größe und Anzahl der Pixel ist der CMOS Sensor schon mal was empfindlicher als CCD, die Aufbereitung des Signal soll aber aufwendiger sein. Bei den Backside Illuminated wird der Sensor von hinten beleuchtet, wodurch mehr Licht auf die Sensoren faellt, da die durch die Kontakte abgedeckten Flächen auf der andere Seite des Sensors liegen.

        Dann ist da die Größe des Sensors (meist als Bruch angegeben, von daher ist 1/4" schlechter als 1/2.3"), bzw. eher die Größe der Flaeche pro Pixel, d.h. je größer die Sensoren bei einer möglichst niedrigen Anzahl von Pixel, desto mehr Licht fällt auf ein Pixel und muss weniger vertärkt werden, was das Rauschen reduziert.

        sensoren.jpg

        Zu guter Letzt ist da noch das Objektiv, das ist der Punkt wo ich mich mit den gegebenen Parametern noch nicht so richtig gut auskenne. Ich stelle mir das aber ein wenig wie bei einer Lupe vor, mit der man als Kind Papier oder Ameisen verkokelt hat. Je größer der Durchmesser des Brennglass und je kleiner der Brennpunkt der beim buendeln auf dem Papier/Insekt etc. entsteht, desto heisser wird das Objekt bzw. mehr Licht wird eingefangen.
        Bei einem Zoom-Objektiv verringert sich damit die Energie, je näher man an weite Objekte ranfährt bzw. je mehr man von den X-Fachen Zoom ausnutzt, weil das Licht dann nicht mehr ganz so stark im Brennpunkt gebündelt werden kann. Von daher ist es meist von Vorteil, wenn man z.B. bei schlechtem Lichtverhältnissen komplett rauszoomed.

        Ich hoffe meine Erklärung enthält keine all zu groben Fehler und ist halbwegs verständlich.
        Zuletzt geändert von Torchwood; 16.10.2011, 00:34.

        Kommentar


          #5
          Hab mir auch schon überlegt ob ich für Grenzfälle nicht meine MiniDV nehmen soll.

          Kommentar


            #6
            Man kann aber kaum Filmen und Fotografieren mischen. Der Blitz kommt beim Foto halt je nach Zoom & ISO nicht viel weiter als 2-3 Meter. Dahinter ist es "schwarz". Beim Filmen wird ja nicht geblitzt.


            Besonders in der untersten Klasse macht kein Hersteller eine Pixelbündelung, das erfordert auch ganz anders konstruierte Sensoren. Dort ist immer das gleiche Schema - immer höchste Auflösung, dann je nach Pixeleinstellung wird runtergerechnet. Ausnahmen gibt es aber, bei sehr vielen Digitalkameras wird ab ISO 1600 aufwärts ein Pixelzusammenfassen gemacht. Sehr oft haben aktuell viele Hersteller bei ISO 3200 3 Megapixel als höchste Einstellung.

            Fuji hat mit Ihren EXR Sensoren wirklich die Möglichkeit, zwei Pixel zu Einem zusammenzufassen, leider ist der Bildqualitätsvorteil nicht so deutlich, wie man es erwarten könnte. Sony macht das bei den höherklassigen Kameras anders und schiesst mehrere Bilder die zu einem Bild zusammengerechnet werden um das Rauschen in den Griff zu bekommen.

            Kommentar


              #7
              Hallo,

              danke für alle Beiträge.

              Für mich ist jetzt klar, dass die Cam immer in 1080i aufnimmt und vor dem Speichern auf z.B. 576p runter rechnet, dabei wird das Rauschverhalten besser, die Frage ist nur um wie viel.

              Ich habe die Testbilder und den Film vom Test der Samsung HMX-Q10 runtergeladen und auf 576p runtergerechnet, wie erwartet wurde das Rauschen geringer (wenn auch nicht "dramatisch"), das Bild bei 30 Lux ist natürlich weiterhin zappenduster.

              Aber es hätte "Potential", d.h. man kann es aufhellen ohne das es gleich zum "Pixelhaufen" wird.

              Theoretisch konnte die Cam also in 576p mit einer höheren Empfindlichkeit (höhere ISO, Empfindlichkeit) arbeiten, weil das höhere Rauschen beim Runterrechnen wieder reduziert wird.

              Ich fürchte, ich traue diesen billigen Dingern aber zu viel Intelligenz zu...

              Wie oben erwähnt benutze ich eine IXUS um in einer ziemlich düsteren Sporthalle zu filmen, die Ergebnisse sind eigentlich recht gut, aber kein Zoom, gigantische Dateigrößen (MJPEG) etc nerven.

              Außerdem habe ich noch eine alte DV Cam (Canon MV20), bei diesen Lichtverhältnissen ist das Rauschen aber inakzeptabel.

              Die Samsung sollte zwischen den beiden liegen, wenn sie aber nicht deutlich besser ist also die ca 12 Jahre alte MV20, werde ich etwas anderes probieren müssen.

              lg
              Roland

              Kommentar


                #8
                Zitat von rolands Beitrag anzeigen
                Ich habe die Testbilder und den Film vom Test der Samsung HMX-Q10 runtergeladen und auf 576p runtergerechnet, wie erwartet wurde das Rauschen geringer (wenn auch nicht "dramatisch"), das Bild bei 30 Lux ist natürlich weiterhin zappenduster.
                Wenn ich das richtig verstanden hab' nutzen die VA Testbilder die C.Nite/Super C.Nite Modi nicht, ist natürlich die Frage ob du bei deiner Anwendung mit der verringerten Bildwiederholfrequenz klar kommst?

                Hier ein paar HMX-Q10 Low Light Videos die ich auf Youtube gefunden hab'.







                Kommentar


                  #9
                  Ansonsten vielleicht mal die JVC Modelle anschauen, da sind auch einige günstige Kameras mit guten Low Light Eigenschaften dabei, wobei die Originalakkus gut ins Geld gehen.

                  Stassenpreis knapp 300 Euro
                  http://www.videoaktiv.de/Testvideos/...-HM-650-E.html

                  Strassenpreis knapp 180 Euro bzw. die reine SD Version (MS115) um die 140 Euro
                  http://www.videoaktiv.de/Testvideos/...Z-HM-30-E.html

                  Kommentar


                    #10
                    Danke für die Infos.

                    Der Super C.Nite Modus verlängert nur die Belichtungszeit pro "Frame", so etwas hatte schon die MV20 - funktioniert gut aber nur für stationäre Objekte.

                    Die JVCs hatte ich mir schon angeschaut, k.o.-Kriterium ist aber der schwache "Weitwinkel" (42mm KB), die Samsung hat wenigstens 38mm.

                    Bei den youtube-Videos könnte ich mir vorstellen, dass durch das Konvertieren nach "flash" einige Qualität verloren geht.

                    Nach wie vor wäre ich daran interessiert, ob es Hersteller gibt, die eine geringere Auflösung (SD) dazu benützen, um eine bessere Low-Light Leistung zu erzielen (verglichen mit HD).

                    Hallo, VIDEOAKTIV, ist das schon getestet worden, gibt's da Erfahrungen?

                    Der "Entscheidungsfindungsprozess" ist noch nicht abgeschlossen, ich denke aber ich werde es mit der Q10 probieren.

                    lg
                    Roland

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von rolands Beitrag anzeigen
                      Die JVCs hatte ich mir schon angeschaut, k.o.-Kriterium ist aber der schwache "Weitwinkel" (42mm KB), die Samsung hat wenigstens 38mm.
                      Dafuer gibt's von JVC Vorsatzlinsen, die mit über 200 Euro relativ teuer zu sein scheinen.

                      Was das zusammenfassen von Pixeln betrifft, hatte ich gelesen dass dieses Verfahren kein vollwertiger Ersatz für größere Sensorzellen ist.

                      http://www.henner.info/2mp.htm

                      Pixel-Mixing

                      Manche Kameras reduzieren das Rausch-Problem bei hohen ISO-Werten dadurch, dass sie dann mehrere Sensorzellen zusammenschalten (Pixel-Mixing). Dann ist das Bild natürlich erheblich kleiner als vorher, aber es zeigt weniger Rauschen, weil das stärkere Signal nicht so sehr elektronisch verstärkt werden muss.
                      Trotzdem ist das kein vollwertiger Ersatz für größere Sensorzellen. Werden z.B. zwei rote Zellen zusammengeschaltet, so ist die lichtempfindliche Fläche kleiner als bei einer größeren Zelle, weil die weniger Randbereiche hat. Hinzu kommt, dass die Zellen gleicher Farbe relativ weit voneinander entfernt sind. Dadurch - und durch die deshalb notwendigen Korrekturrechungen - ergibt sich eine weitere Reduzierung der Bildqualität. Der EXR-Sensor von Fuji vermeidet dieses Problem.

                      Kommentar

                      Sky1

                      Einklappen

                      Sky2

                      Einklappen
                      Lädt...
                      X