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    Einstellungen GoPro 4 bk ?

    Hallo,

    ich möchte mit einer GoPro 4 bk unter Wasser (tropisches Meer ohne externe Lichtquelle) die beste mögliche Videoqualität erreichen.
    Ich habe vor, die Videos mit PD 13 u. Color Director 13 zu bearbeiten.


    Dazu würde ich die folgenden Einstellungen vornehmen:

    Bildrate: 4K / 25p

    Protune Modus: ( u. a. um die Komprimierung zu reduzieren)

    Weißabgleich: Nativ ?

    Farbe: Flat - Matt (oder ist ohne Lichtquelle GoPro - Color besser geeignet?)

    ISO / Limit: ISO1600 (Begrenzung des Bildrauschens)

    Schärfe: Mittel ?

    Belichtungskorrektur: 0


    Sind die Einstellungen für meinen Zweck empfehlenswert, oder sind andere besser geeignet?

    Vielen Dank
    Klaus

    #2
    ISO 1600 könnte schon grenzwertig rauschen, aber ob man das dennoch in Kauf nehmen will, lässt sich wohl nur unter den Lichtbedingungen vor Ort testen. GoPro-Editor Abe Kislevitz gibt in seinem Artikel Understanding Video in the Hero4 einige Einstellungstipps, die vielleicht auch unter Wasser weiterhelfen. Was der Amerikaner über 30p oder 60p sagt, gilt sinngemäß natürlich genauso für unser 25p/50p.

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      #3
      Hallo Bernd,

      vielen Dank für deine Antwort u. den Tipp, war sehr aufschlussreich.

      Mehr als 25p / 30p sollte man bei der GoPro UW nicht filmen!
      Die Farbe u. Helligkeit leiden bei 50p / 60p durch die Komprimierung zu stark (schlecht für die Nachbearbeitung).

      Du hast Recht mit der ISO Einstellung, 1600 ist ein sehr hoher Wert.
      Ich habe früher UW (analog) fotografiert u. da war ISO 400 wirklich schon sehr grenzwertig, aber das ist sicher nicht auf Video übertragbar.
      Eigentlich hoffte ich, dass die GoPro diesen max. Wert nur nutzt, wenn es wirklich notwendig wird.
      Ich werde wohl ISO 400 ausprobieren.

      Leider ist es recht schwierig, pauschal die Einstellungen von Abe K. für die Unterwasservideografie zu übernehmen.
      Dieses Medium unterliegt extrem der Brechung / Streuung / Absorption, die warmen Farben werden sehr schnell heraus gefiltert.
      So findet man z. B. ab 5m kein Rot mehr vor. Daher meine Idee GoPro Color zu nutzen, da dies in der Farbgebung etwas übertreibt.
      Ein Problem findet sich aber in der Nachbearbeitung, falls GoPro Color nicht ausreichend ist, kann man das kaum noch korrigieren (da nun einige Bildinformationen fehlen).

      Eigentlich hilft da nur externe Beleuchtung, aber um den Weitwinkel ordentlich auszuleuchten, bedarf es schon großer Lampen ( 50 w möglichst Halogen wegen der warmen Farben).
      Welche aber bei vielen Meereslebewesen einen heftigen Fluchtreflex auslösen (außerdem sind auch da ab ca. 1 - 1,5m Distanz die Farben weg).
      Weiterhin wäre eine solche Kombi kaum noch ordentlich zu tarieren (der Akku allein wog bei meiner alten Ausrüstung 3 kg).
      Eine Crux, die wir UW Filmer leider haben.

      Vllt. meldet sich ja noch ein Filmer, der seine GoPro unter diesen Bedingungen nutzt u. keine Angst davor hat den Protune Modus zu nutzen.
      Übrigens der Protune Modus ist immer die qualitativ bessere Einstellung.

      Gruß
      Klaus

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        #4
        Da gibt es selbst unter den professionellen Nutzern verschiedene Ansichten. Ein Teil verwendet gar keinen Filter, weil er Licht wegnimmt und je nach Tiefe auch keinen Sinn macht, und man den Rotanteil steigern müsste. Was Helligkeit, Komprimierung und Farbe mit 50 / 60 P zu tun haben soll, verstehe ich nicht, dafür ist der Shutter und je nach Modell der Codec zuständig.

        VG
        Jan

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          #5
          Hallo Jan,

          von einem Filter kann auch ich nur abraten.

          Das Wasser als dichteres Medium filtert die Farben heraus, die warmen Farben (Rot, Orange, Gelb) sind dann schnell nicht mehr verfügbar.Also auch nicht mehr abbildbar, daran ändert auch kein Filter etwas. Meist stimmen die Farben mit Filter selbst im Flachwasser nicht mehr.

          Im Gegenteil, durch einen Vorsatzfilter fällt bei der Minioptik von GoPro noch weniger Licht auf den Sensor u. weniger Licht ist negativ für die Qualität.
          Daher benutzt man eigentlich eine externe Lichtquelle, um die Farbe Rot in größerer Tiefe wieder abbilden zu können. Aber wie ich im vorigen Beitrag schrieb, ist das mit einer GoPro nicht so einfach.
          Das Volumen u. Gewicht von Lichtanlage u. GoPro ist unverhältnismäßig. Evtl. könnten 2 LED Leuchten eingesetzt werden (sind kleiner), aber LEDs liefern ein recht kaltes (blaues) Licht, also nicht ideal.
          Daher meine Idee, auf GoPro - Color zurück zu greifen, da damit die Farben sehr verstärkt werden u. somit länger sichtbar wären. Durch die Farbverstärkung gehen aber auch Details verloren.
          Dies ist bei einer Nachbearbeitung wieder schlecht.

          GoPro Komprimierung 25p / 30p vs. 50p / 60p:

          Ein GoPro (!) Video mit 25p / 30p ist nur minimal kleiner, als bei 50p / 60p.
          Eigentlich müsste doch mit einer Verdoppelung der Bildrate von z. B.: 25p auf 50p auch eine ca. doppelt große Videodatei anfallen?!
          Eine solch hohe Signalverarbeitung schafft die GoPro intern nicht. Damit wird ein 50p / 60p Video halt stärker komprimiert.

          Durch Komprimierung werden natürlich immer Bildinformationen weggelassen.
          Dies wird sichtbar, je nachdem wie gut der interne Kompressionsalgorithmus arbeitet. Bei stärkerer Komprimierung werden dann z. B. weniger Farben u. Helligkeitsunterschiede aufgezeichnet.
          Allerdings sind fehlende Bildinformationen immer ein Problem bei der Nachbearbeitung.
          Daher ist bei der GoPro 25p / 30p qualitativ besser. Aber dann sind kaum schnelle Action Clips realisierbar, dort muss man mit 50p / 60p u. damit stärkerer Komprimierung leben.
          Für mich ist beim Tauchen die Lichtstärke entscheidend, daher 25p / 30p u. damit weniger Kompression.

          Gruß
          Klaus
          Zuletzt geändert von Diver; 19.02.2015, 11:58.

          Kommentar


            #6
            Zitat von Diver Beitrag anzeigen
            Eigentlich müsste doch mit einer Verdoppelung der Bildrate von z. B.: 25p auf 50p auch eine ca. doppelt große Videodatei anfallen?!
            Das wäre nur dann der Fall, wenn die Kamera mit einer so genannten "Intraframe"-Komprimierung arbeiten würde, das heißt, dass jedes Bild einzeln abgespeichert wird. So war es früher bei DV, so machen es heute manche professionellen Formate. Um den Speicherplatz nicht unnötig aufzublasen, komprimiert man heute jedoch fast immer "interframe". Dabei werden nur einige wenige Bilder pro Sekunde komplett gespeichert und für die übrigen nur die Veränderung gegenüber diesen Referenzbildern. Etwas aufwendiger ist es in der Praxis zwar schon, aber zum Verständnis des Prinzips mag diese vereinfachte Darstellung genügen.
            Das Ergebnis ist zum Beispiel bei AVCHD-Camcordern gut zu sehen: Bei 1080p25 erreicht ihre Datenrate maximal 24Mb/s und bei 1080p50 sind es auch "nur" 28Mb/s, ohne dass das Bild dadurch sichtbar leiden würde.
            Unabhängig davon dürfte 25p in deinem Fall aber durchaus die sinnvollere Wahl sein.

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