YouTube Instagram Vimeo RSS VIDEOAKTIV

Nikon: Z6 III mit interner 6K RAW-Aufzeichnung

Mit interner RAW- und ProRes-Aufzeichnung zu einem attraktiven Preis bringt Nikon die Z6 III als neuesten Ableger ihrer Vollformat-Reihe auf den Markt und bewirbt die Kamera als ideale Hybridlösung fĂŒr Filmer und Fotografen.

In der Kamera arbeitet ein 24,5-Megapixel-Sensor in „Partially Stacked“-Bauweise. GegenĂŒber Sensoren mit Stacked-Bauweise wie beispielsweise der Fujifilm X-H2s oder Nikons eigenen Kameras Z8 und Z9 soll diese Bauart gĂŒnstiger sein. Dabei sei der Sensor aber trotzdem schneller auslesbar als gewöhnliche Sensoren, was sich in einem besseren Rolling-Shutter widerspiegeln soll. Da Nikon unlĂ€ngst RED ĂŒbernommen hat und deshalb keine Patentklagen bezĂŒglich interner RAW-Aufnahme befĂŒrchten muss, ist es klar, dass auch die Z6 III wie schon ihre großen Schwestern die interne RAW-Aufnahme beherrscht. Dabei haben Filmende die Wahl zwischen ProRes Raw mit bis zu 30p bei 6K-Auflösung oder Nikons eigenem N-Raw mit bis zu 60p bei 6K-Auflösung. Wobei die Z8 mit der internen RAW-Aufzeichnung nicht mehr alleine steht, denn auch Panasonics GH7 kann in ProRes Raw aufzeichnen - man darf gespannt sein, wie sich diese Situation weiter entwickelt. Neben RAW beherrscht die Z6 III die ProRes-Aufnahme in bis zu 5,4K-Auflösung und 60p sowie H.265-Aufnahmen in gleicher Auflösung und Bildwiederholungsrate. Höhere Bildwiederholungsraten bedeuten eine geringere Auflösung, dann sind maximal 240p bei Full-HD-Auflösung möglich.

Nikon Z6III Newstitel

Die Z6 III ist das neueste Mitglied der Z-Serie von Nikon. GegenĂŒber der Z6 II hat sie vor allem bei den Videofunktionen nachgelegt.

Der Sensor ist beweglich gelagert, der Hersteller verspricht bis zu 8 Blendenstufen an Stabilisierung. Anschlussseitig verfĂŒgt die Z8 ĂŒber die „klassischen“ AnschlĂŒsse einer Digitalkamera wie Mikrofon, Kopfhörer und USB-C. Der HDMI-Anschluss ist nun auch als Full-Size-Output ausgefĂŒhrt. Auf der gegenĂŒberliegenden Kameraseite nimmt die Kamera eine CFexpress Typ B-Karte und eine SDXC-Karte auf. Auf doppelte CF-Express-Slots wie bei der Z9, die auch das simultane Aufnehmen auf beide Karten ermöglicht hĂ€tten, muss man verzichten, spart auf der anderen Seite jedoch durch die gĂŒnstigeren SD-Karten Geld.

Nikon Z6III Speicherkarten

Das Schalter-Layout orientiert sich an der Z8, wobei uns der dedizierte Umschalter zwischen Foto und Video schon bei der Z9 gefallen hat.

Nikon bewirbt den Autofokus als bis zu 20% schneller als beim VorgĂ€ngermodell und vergleichbar mit Z8 und Z9 – auch wenn die Z6 III mit 273 AF-Messfeldern und damit 220 Feldern weniger als diese beiden Kameras auskommen muss. Die Kamera erkennt Personen, Tiere (in erster Linie Hunde, Katzen und Vögel) und Fahrzeuge (Autos, MotorrĂ€der, FahrrĂ€der, ZĂŒge und Flugzeuge), wobei Flugzeuge und Autos zusĂ€tzliche einen eigenen MenĂŒpunkt in der Erkennungs-Einstellung bekommen haben. Anstatt auf das fĂŒr Nikon ĂŒbliche Neige-Display verfĂŒgt die Z6 III ĂŒber einen vollstĂ€ndig klapp- und neigbaren, berĂŒhrungsempfindlichen Bildschirm mit 8cm-Diagonale sowie einen Sucher mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln und ein Schulterdisplay.

Nikon Z6III Klappdisplay

Bei der Z6 III setzt Nikon im Gegensatz zum VorgĂ€ngermodell auf ein vollstĂ€ndig neig- und schwenkbares Display. FĂŒr Videographen von Vorteil, denn so lĂ€sst sich beispielsweise auf dem Gimbal noch eine Bildkontrolle durchfĂŒhren.

Als Erscheinungsdatum gibt Nikon bisher Ende Juni an, wobei der Preis der Z6 III bei 3000 Euro liegen wird. ErhĂ€ltlich ist die Kamera auch mit drei Kit-Optionen: mit dem Nikkor Z 24-70mm F4 S fĂŒr 3630 Euro, mit dem Nikkor Z 24-200mm F4-6,3 VR fĂŒr 3840 Euro sowie mit dem Nikkor Z24-120mm F4 S fĂŒr 3950 Euro.