YouTube Instagram Vimeo RSS VIDEOAKTIV

Fujifilm X-T5: die kompakte X-H2 mit 40 Megapixel

Bei Fujifilm sind die X-T-Modelle die Verkaufsschlager und an diesen Erfolg soll die X-T5 mit viel technischer NĂ€he zum gerade neuen Top-Modell X-H2 anknĂŒpfen. Die X-T5 ĂŒbernimmt den APS-C-Sensor und den Bildprozessor aus der Top-Klasse in das ĂŒberarbeite und deutlich kompaktere GehĂ€use.

Die X-T-Reihe ist in den letzten Jahren durch die verbesserten Sucher, grĂ¶ĂŸere Batterie und den Bildstabilisator stets etwas grĂ¶ĂŸer geworden. Damit ist nun Schluss: Die X-T5 wird wieder fast genauso kompakt wie der Urahn X-T1. Beim Gewicht klappt das nicht ganz so gut, auch wenn 557 Gramm (nur GehĂ€use) allemal wieder leichter ist als die X-T4. Verbessert ist die Haptik, die nun mehr Gripp bieten soll. Die Tasten sind genau an der gleichen Stelle untergebracht wie beim VorgĂ€ngermodell. Doch das hintere Drehrad ist nun grĂ¶ĂŸer geworden und soll damit eine bessere Bedienung erlauben. Auch die Tasten daneben sind etwas grĂ¶ĂŸer geworden. Wie bei den X-H2-Modellen ist der Monitor auf der RĂŒckseite nur klappbar – aber nicht nach vorn zu drehen. Nach wie vor soll die Kamera anspruchsvolle Fotoenthusiasten also auch professionelle Fotografen ansprechen. Zwar beherrscht die X-T5 auch Videofunktion, doch Fujifilm betont hier den Vorsprung der X-H2-Serie – zwangslĂ€ufig explizit der X-H2S.

Fujifilm verspricht, dass die BildqualitÀt und fweite Teile der Leistung vergleichbar zur X-H2 sind. Was diese Kamera kann zeigen wir bereits in einem Video im Vergleich zur X-H2S.

Die technische Basis ist jedoch die X-H2, so dass Fujifilm sowohl beim AF-System, der Bildstabilisierung und der BildqualitĂ€t betont Ă€hnliche beziehungsweise identische QualitĂ€t verspricht: Kein Wunder, denn in der X-T5 arbeitet der gleiche Prozessor und Sensor wie in der X-H2. Entsprechend gibt es die Objekterkennung fĂŒr verschiedene Tiere, Fahrzeuge und wahlweise Personen oder Augenerkennung. Doch statt 8K-Video bietet die X-T5 „nur“ 6,2K mit 30 Bildern oder 4K mit 60 Bildern und 4:2:2 10 Bit Farbverarbeitung. Bei 4K/UHD ergibt sich allerdings ein Crop mit Faktor 1,23. Ein Crop gibt es auch bei höheren Bildraten. Es bleibt aber bei einem Dynamikumfang von 13+ Blendenstufen. Fujifilm integriert das optional wĂ€hlbare flachere F-Log2-Profil. In die Kamera baut Fujifilm nur den kleinen Micro-HDMI und nicht wie inzwischen wieder ĂŒblich den großen robusteren HDMI-Anschluss. Dennoch kann man so ein Apple ProRes RAW-Signal auf einem externen Recorder aufzeichnen. Auf der anderen Seite integriert Fujifilm zwei SD-Karten-UHS-II-Slots, so dass auch hier schon klar ist, warum man die hohen Datenraten von ProRes mit der X-T5 nicht aufzeichnen kann.

Fujifilm X T5 front

Die Fujifilm X-T5 knĂŒpft an den Retro-Look an und ist in zwei Farbvarianten erhĂ€ltlich. Das Innenleben ist sehr eng mit der X-H2 verwandt.

Auch das Suchersystem ist identisch mit der X-H2 – doch der Monitor auf den man schaut hat mit 1,23 Millionen RGB-Bildpunkten eine geringere Auflösung und mit 100 Bildern eine geringere Bildwiederholrate. Gerade im Profi-Umfeld dĂŒrfte fĂŒr viele der Verzicht auf einen Kopfhörerausgang der Knackpunkt sein. Immerhin bietet die X-T5 einen optionalen USB-C-Adapter ĂŒber den sich ein Kopfhörer dann doch anschließen lĂ€sst. Der von der X-H2-Serie bekannte LĂŒfter passt nicht zur X-T5, so dass zumindest bei der Langzeitaufzeichnung gewisse Aufnahmebegrenzungen geben wird.

Fujifilm X T5 back diagonal left LCD45open

Das Display lÀsst sich zwar in drei richtungen klappen, jedoch nicht in die Selfie-Position nach vorn drehen.

Die X-T5 kann, wie auch die Top-Modelle mittels Pixelshift aus 20 Aufnahmen ein High-Res-Foto von bis zu 160 Megapixeln aufnehmen. Sie bietet einen elektronischem Verschluss mit der kĂŒrzesten Zeit von 1/180.000 Sekunden, hat aber den kleineren Bildpuffer, so dass maximal 119 JPEG-Bilder oder 19 RAW-Aufnahme in Serie weggeschrieben werden können. Bei der Serienbildaufnahme mit elektronischem Shutter hat die Kamera einen Crop von 1,29-fach.

Fujifilm X T5 back diagonal under BatteryOpen black

Die X-T5 hat ein deutlich kompakteres GehÀuse als die X-H2 und somit einen anderen Akku. Hinter der rechten Klappe befinden sich zwei SD-Card-Slots.

Die Fujifilm X-T5 ist mit 1999 Euro lediglich 250 Euro gĂŒnstiger als die technisch eng verwandte X-H2. Als Kit wird es sie mit dem XF18-55mm F2.8-4 fĂŒr 2399 Euro oder mit dem XF16-80mm F4 fĂŒr 2499 Euro geben. Ebenfalls neu ist zudem das 30 mm Makro-Objektiv mit Blende 2,8 und einer Naheinstellgrenze von 10 Zentimeter, das 699 Euro kosten wird. Das VorgĂ€ngermodell X-T4 wird nicht mehr hergestellt und befindet sich damit nun im Abverkauf.

Mehr zum Thema ...