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DJI Ronin 4D: Cine-Kamera mit 4-Achsen-Stabilisierung

DJI traut sich aus der Ecke der Drohnen und Gimbal-Kameras heraus und verspricht mit der Ronin 4D eine Kamera für Filmemacher, die natürlich ein integriertes Gimbal hat, aber gleichzeitig ein ganz neues LiDar-Autofokus-System.

In die DJI Ronin 4D ist die neue Zenmuse X9 Gimbal-Vollformatkamera integriert und damit ein 4-Achsen-Stabilisierungssystem. Die DJI Ronin 4D hat eine aktive Z-Achse hat und soll somit auch vertikale Kameraverwacklungen eliminieren. DJI verspricht damit, dass man auch beim Gehen, Laufen oder dynamischen Bewegen ohne lange zu üben zu ruhigen Aufnahmen kommt und man die Schritte nicht mehr sieht. Möglich macht das die Technik die man für Drohnen entwickelt hat. So bietet das System nach unten gerichtete TOF-Sensoren, vorwärts- und abwärtsgerichtete duale Sichtsensoren, integrierte IMU und Barometer, deren Daten alle für die Stabilisierung verarbeitet werden. Selbst die ActiveTrack-Funktion hat DJI in den Ronin 4D integriert.

Ronin 4D Leica M mount diagonal

Die DJI Ronin 4D sieht nicht wirklich nach Cine-Kamera aus, doch das hat sich DJI auch schon an anderer Stelle getraut und damit Erfolg gehabt.

Das System gibt es in zwei Versionen, denn die integrierte Zenmuse X9 Gimbal-Vollformatkamera, liefert wahlweise 8K oder 6K-Auflösung. Beide Kamera-Varianten können die Daten im H.264-Codec speichern oder die Videodaten mit Apple ProRes beziehungsweise ProRes RAW intern aufzeichnen. Dabei kann man wahlweise auf CFexpress Typ-B-Karten oder auf direkt auf via USB-C angeschlossene SSD-Speicher schreiben. Die Zenmuse X9-6K unterstützt bis zu 6K/60fps und 4K/120fps und die Zenmuse X9-8K bis zu 8K/75fps. Die Sensoren bieten zwei native Empfindlichkeiten von ISO 800 und 5000. Der Dynamikbereich soll bei 14 Blendenstufen liegen. Dass DJI das Profi-Segment fest im Blick hat zeigen die integrierten ND-Filter die bis zu 9 Blendenstufen das Licht reduzieren können. Die Kamera hat ein DJIs DL-Mount, der mit Leice M-Mount kompatibel sein soll und auch die Welt zu anderen Optiken mit geringem Auflagemaß öffnen soll.

DJI Ronin 4D 8K version 03

Das Objektiv ist datsächlich dank Bajonett tauschbar, wobei man hier auf ein eher ungewöhnliches eigene Bajonett setzt. Das dürfe der Preis für die integrierte Stabilisierung sein.

Der neu entwickelte LiDAR-Entfernungsmesser erzeugt kontinuierlich Lasermessungen und soll damit zur schnelleren und zuverlässigeren Fokussierung auch bei schlechten Lichtverhältnissen beitragen. Es werden gleichzeitig über 43.200 Entfernungspunkte mit einer Reichweite von bis zu 10 Metern erstellt. Die DJI Ronin 4D bietet drei Fokus-Modi: Manueller Fokus, Autofokus und der neue „Automatischer Manueller Fokus (AMF)“. Beim Manuellen Fokus bietet die DJI Ronin 4D mit LiDAR Waveform, ein Hilfsmittel, das Fokuspunkte lokalisieren soll, damit man dann den Fokus selbst ziehen kann. Der Automatische Manuelle Fokus bieten einen AF und gleichzeitig die Option manuell einzugreifen.

DJI Ronin 4D 8K version 05

Die Optik muss nicht zwingend immer nach vorn schauen, denn die Kamera sitzt auf einem Gimbal mit 4 Achsen-Stabilisierung.

Für Tonaufnahmen verfügt die DJI Ronin 4D über integrierte Mikrofone, die 2-Kanal 24-Bit Audioaufnahmen unterstützen. Sie verfügt außerdem über zwei 3,5 mm Klinkenbuchsen am Gehäuse und zwei XLR-Anschlüsse an der Erweiterungsplatte für zusätzliche Ein- und Ausgangsoptionen.
Auch bei der Fernübertragung von Videosignalen greift DJI aufs eigene Know-How der Drohnentechnik zurück, wobei die O3 Pro Übertragungstechnologie neue ist und einen 1080p/60fps Feed an entfernte Monitore mit einer Übertragungsreichweite von bis zu 6 km ausgibt. Neben 2,4 GHz und 5,8 GHz unterstützt O3 Pro auch das DFS-Frequenzband. Der helle Funkmonitor integriert einen drahtlosen Videoempfänger in einen 7-Zoll Monitor mit 1.500 Nit. Der eingebaute Gyrosensor verwandelt den Monitor zudem in eine Fernsteuerung zur bewegungsbasierten Kamerasteuerung. Der integrierte microSD-Kartensteckplatz des Monitors unterstützt Proxy-Aufnahmen mit bis zu 1080p/60fps.

DJI Ronin 4D 6K version 05

Der Monitor gehört zum Lieferumfang dazu. Optional gibt es auch ein Funksystem für bildübertragung, wobei dieses dann auch das Gimbal steuern kann.

Im Lieferumfang der DJI Ronin 4D 6K Combo ist das Gehäuse, eine Zenmuse X9-6K Gimbal-Kamera, einen LiDAR-Entfernungsmesser, der Hauptmonitor, Handgriffe, einen oberen Griff, eine TB50 Intelligent Battery und eine Tragetasche. Sie kostet (je nach MwSt) zwischen 6.999 und 7.349 Euro und wird ab Dezember erhältlich sein. Beim 8K Combo ist die andere Kamera, sprich die Zenmuse X9-8K Gimbal-Kamera dabei und eine PROSSD 1 TB. Hier liegen die Preise zwischen 10.999 und 11.549 Euro, wobei DJI sehr unkonkret von einem „späteren Zeitpunkt“ als Liefertermin spricht. Optional sind der 4D Videosender, der Funkmonitor und die DJI PROSSD 1 TB.

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