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Apple MacBook Pro 14, 16 Zoll: M1 Pro, M1 Max - mit gigantischer 32-Kern-GPU

Apple hat seine neuen MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll Größe vorgestellt. Neu ist dabei unter anderem der neue M1 Pro- respektive M1 Max-Chip, der die größeren MacBook Pro nochmals zu anderen Leistungs-Höhenflügen verhelfen will.

Der M1 Pro und M1 Max sollen dann auch nicht weniger tun, als das „Erlebnis mit einem MacBook Pro zu revolutionieren“. Ob das wirklich so revolutionär ausfällt, kann natürlich nur ein Test zeigen, wir waren aber vom kleinen 13 Zoll MacBook Pro mit M1 Chip bereits sehr überrascht (siehe dazu den Test in der aktuellen Ausgabe). Entsprechend gespannt sind wir natürlich auch auf den neuen M1 Pro und M1 Max. Doch zurück zum Notebook: Der M1 Pro will die Architektur des M1 auf ein neues Niveau heben. Auch hier handelt es sich wie schon beim M1-Prozessor um ein „System-on-a-chip“ (SoC), das mit kombinierter CPU und GPU kommt und auf einen gemeinsamen Arbeitsspeicher mit erhöhter Bandbreite. Apple gibt für die 14- und 16-Zoll-Modelle des MacBook Pro dabei ordentlich Gas und integriert maximal eine 10-Core CPU mit acht Hochleistungskernen und zwei hocheffizienten Kernen sowie eine GPU mit bis zu 16 Kernen.

Notebook-Gigant: Apple hat das neue MacBook Pro mit M1 Pro und M1 Max Chip vorgestellt. Die technischen Daten sprechen dabei für das bis dato beste Editing-Notebook.

Gerade bei der GPU hat Apple die Anzahl der verfügbaren Kerne gegenüber dem M1 einfach mal verdoppelt. So soll der M1 Pro insgesamt eine bis zu 70 Prozent schnellere CPU-Leistung und eine bis zu 2-mal schnellere GPU-Leistung als der M1 bieten. Der M1 Pro bietet außerdem eine Speicherbandbreite von bis zu 200 GB/s — fast das Dreifache der Bandbreite des M1 — und unterstützt bis zu 32 GB (gemeinsamen) Arbeitsspeicher. So soll der M1 Pro natürlich entwickelt sein, um professionelle Video-Workflows „drastisch“ zu beschleunigen, was wir anhand der genannten technischen Daten auch direkt glauben können. Der M1 Pro bietet zudem noch einen „ProRes-Beschleuniger“ direkt in der Media Engine, was ebenfalls für noch schnellere und laut Apple auch energieeffizientere Videoverarbeitung spricht. Der M1 Max setzt dem Ganzen dann aber noch die Krone auf: Der Chip baut auf dem M1 Pro auf und verfügt über die gleiche 10-Core CPU wie der M1 Pro. Allerdings verdoppelt Apple hier nochmals die GPU-Cores und bietet hier satte 32 Kerne für die Grafikeinheit, was dann in einer bis zu viermal schnelleren GPU-Leistung im Vergleich zu einem M1-MacBook Pro resultieren soll. Er verdoppelt dann auch die Speicherbandbreite auf bis zu 400 GB/s - das Doppelte des M1 Pro und fast das 6-fache des M1. Auch beim Arbeitsspeicher gibt es hier mit bis zu 64 Gigabyte die doppelte Menge gegenüber dem M1 Pro. Die enorme Menge an verfügbarem Arbeitsspeicher soll dann für professionelle Workloads von entscheidender Bedeutung sein.

Apple MacBook Pro 16 inch Final Cut Pro 10182021 web

Das neue MacBook Pro kommt in 14 Zol lund 16 Zoll Größe und setzt auf den neuen M1 Pro und M1 Max Chipsatz von Apple. Das Liquid Retina XDR Display arbeitet mit Mini-LED-Technologie für bis zu 1600 nits Helligkeit und einer Auflösung von 3024 x 1964 Pixel.

Der M1 Max bietet darüber hinaus eine ebenfalls verbesserte Media Engine, die aber gleich mit zwei ProRes-Beschleunigern arbeitet. So soll man bis zu 30 Streams mit 4K ProRes Videomaterial oder bis zu sieben Streams mit 8K ProRes Videomaterial in Final Cut Pro schneiden können. Das sind mehr gleichzeitige Spuren als auf einem 28-Core Mac Pro mit Afterburner. Erstmals soll man so auch fernab vom Schnittplatz im Batteriebetrieb Farbe in HDR auf 8K ProRes 4444 Video abstufen können. Apple macht hier insgesamt sehr viele Angaben zu den Performance-Verbesserungen, wichtig zu nennen wäre etwa noch die laut Apple bis zu 1,7-mal schnellerer 8K-Rendergeschwindigkeit in Final Cut Pro mit dem M1 Pro und 2,9-mal schnellerer mit dem M1 Max. Oder die bis zu 9,2-mal schnelleren 4K-Rendergeschwindigkeiten in Final Cut Pro mit dem M1 Pro und bis zu 13,4-mal schnelleren mit dem M1 Max. Einen bis zu 3,6-mal schnelleren Rendereffekt soll es mit dem M1 Pro und 5-mal schnelleren mit dem M1 Max in Blackmagic DaVinci Resolve Studio geben.
In puncto Display arbeiten die neuen MacBook Pro mit einem Liquid Retina XDR mit Mini-LED-Technologie, das eine typische Helligkeit von 1000 nits und eine maximale von 1600 nits verspricht. Das Kontrastverhältnis gibt Apple mit 1.000.000:1 an. Das 16,2 Zoll MacBook Pro kommt dabei mit 7,7 Millionen Pixel Auflösung. Beim 14,2 Zoll MacBook Pro sind es 5,9 Millionen Pixel. Apple arbeitet auch hier mit dem P3-Farbraum für die Unterstützung von „einer Milliarde“ Farben und erlaubt eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. ProMotion passt die Bildwiederholrate dabei automatisch an die Bewegungen des Bildschirminhalts an, um die Batterielaufzeit zu schonen und den Arbeitsablauf flüssiger zu gestalten. Im Videoschnitt kann man auch eine Bildwiederholrate festlegen, die für die Bearbeitung des Materials optimal ist.

Apple MacBook Pro Ports 10182021 web

Bei den 14- und 16-Zoll MacBook Pro setzt Apple auf einen zusätzlichen HDMI-Anschluss. Dazu gesellen sich drei Thunderbolt-4-Ports sowie ein Kopfhkörer-Anschluss plus Kartenleser.

Beim Massenspeicher sind übrigens Standard-Ausführungen mit einer 512 Gigabyte SSD (M1 Pro) sowie einer 1 Terabyte SSD (M1 Max) vorgesehen. Optional kann man diese aber auf bis zu acht Terabyte SSD-Speicher aufrüsten. Auch die Batterielaufzeit soll wieder ein Aushängeschild sein: Apple verspricht bis zu 17 Stunden Videowiedergabe beim 14 Zoll Modell und gar 21 Stunden beim 16 Zoll Modell. Sicherlich variieren solche Werte immer stark, je nachdem wie hell das Display und wie hoch die Lautstärke während der Wiedergabe ist, welchen oder welche Streaming-Dienste man nutzt usw. Dennoch sind die hier von Apple angegeben Werte beeindruckend. Arbeitet man die Adobe Lightroom Classic soll man etwa von einer doppelt so langen Batterielaufzeit bei der Bildbearbeitung profitieren, als beim M1-MacBook-Pro. Interessant auch: Das MacBook Pro liefert laut Apple das gleiche Leistungsniveau, unabhängig davon, ob es an einer Steckdose angeschlossen ist oder die Batterie verwendet. Die Leistung wird also nicht gedrosselt. Entsprechend gut dürften also auch hier die Voraussetzungen für mobilen Videoschnitt sein.

Apple MacBook Pro M1 Max M1 Pro 10182021 web

Links der neue Apple M1 Pro mit 10 Kern-CPU, einer 16-Kern-GPU und bis zu 32 Gigabyte RAM. Rechts der neue M1 Max mit der gleichen 10-Kern-CPU, aber einer 32-Kern-GPU und bis zu 64 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Die neuen 14- und 16-Zoll MacBook Pro Modelle kommen auf Abmessungen von 31,26 x 22,12 x 1,55 Zentimeter, wiegen rund 1,6 Kilogramm und sind direkt mit dem neuen macOS Monterey ausgestattet. Sie lassen sich bereits vorbestellen und werden ab dem 26. Oktober ausgeliefert. Die Preise starten bei 2249 Euro für das 14 Zoll Modell (ab 2025 Euro für Bildungseinrichtungen). Das 16 Zoll MacBook Pro bekommt man ab einem Preis von 2749 Euro. Bildungseinrichtungen zahlen hier ab 2476 Euro. MacOS Monterey wird ab dem 25. Oktober als kostenfreies Update bereitstehen. Alle weiteren Infos zu den neuen MacBook Pro kann man hier abrufen.

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