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Apple Mac Pro: mit neuen Workstation-GPUs - AMD Radeon Pro W6000X

Apple hat auf seiner Produkt-Seite des Mac Pro neue Konfigurations-Optionen für seine stationäre Workstation offengelegt. Ab sofort wird die Radeon Pro Vega II und Pro Vega UU Duo mit GCN5-Architektur durch die AMD Radeon Pro W6000X-Serie mit RDNA-2-Architektur ersetzt.

Den derzeit aktuellen, stationären Mac Pro im modularen Tower-Gehäuse bietet Apple seit Ende 2019 in der oben angesprochenen Konfiguration an. Nun gibt es aber eine Frischzellenkur, bei der sich der Hersteller der GPU-Ausstattung des leistungsfähigen Rechenknechts annimmt. Im Detail bedeutet das, dass man ab sofort die Option auf eine AMD Radeon Pro W6800X, eine Radeon Pro W6900X oder eine Radeon Pro W6800X Duo (also im Verbund) hat. Insgesamt lassen sich so jetzt bis zu vier GPUs in der Apple-Workstation integrieren, die eine Leistung von 60,4 Teraflops bieten - dazu aber später mehr. Allerdings belässt Apple mit der Radeon Pro 580X noch ein Modell aus der Polaris-Generation von AMD im Sortiment und erlaubt zudem noch die (günstigere) Wahl aus einer Radeon Pro W5500X und Radeon Pro W5700X bei der Neukonfiguration, die beide noch auf der ersten Generation der RDNA-Architektur von AMD aufbauen.

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Apple erlaubt beim Mac Pro jetzt das Aufrüsten mit einer AMD Radeon Pro W6800X sowie einer AMD Radeon Pro W6900X.

Die neuen GPU-Optionen stellen ganz klar die High-End-Ausstattung des Mac Pro für besonders gehobene Ansprüche dar. Los geht’s hier eben mit der Radeon Pro W6800X, die mit rund 3220 Euro zu Buche schlägt. Sie bietet 32 Gigabyte GDDR6 RAM angebunden über ein 256-Bit-Speicherinterface, kommt auf 60 Compute Unis plus 3840 Stream Prozessoren und erreicht 16 Teraflops bei der Leistung. Die TGP (Total Board Power = Gesamtverbrauch der Grafikkarte) liegt bei 300 Watt. Die Radeon Pro W6800X lässt sich dann auch im „Duo-Verbund“ buchen und kommt so mit zwei GPUs on Board. Bedeutet, man bekommt hier für einen Aufpreis von 5750 Euro dann insgesamt 120 Computing Einheiten, sowie eben 7680 Stream Prozessoren sowie 64 Gigabyte GDDR6 Videospeicher, wovon jeweils 32 Gigabyte über ein 256-Bit-Speicherinterface angebunden sind. Die maximale Leistung liegt hier bei 30,2 Teraflops mit einer TGP von 400 Watt.

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Final Cut Pro X sowie Blackmagic DaVinci Resolve sollen von den neuen GPUs, gerade in der Doppel-Option kräftig profitieren. Allerdings beruht der Vergleich auf einem iMac mit (alter) Vega-GPU und damit auch nur auf einer Einzel-GPU-Ausstattung.

Das Flaggschiff stellt die Konfiguration mit einer Radeon Pro W6900X dar, die separat rund 6900 Euro kostet und dafür 80 Compute Units, 32 Gigabyte GDDR6 RAM über ein 256-Bit-Speicherinterface sowie 5120 Stream Prozessoren bietet. Die maximale Leistung wird hier mit 22,2 Teraflops angegeben und die TGP liegt bei 300 Watt. Insgesamt lassen sich beim Mac Pro zwei MPX-Module (Mac Pro Expansion Module) und damit also zwei AMD-Radeon-Pro-W6800X-Duo-Module integrieren, was vier GPUs entspricht, die dann für 11.500 Euro eben eine Leistung von bis zu 60,4 Teraflops erlauben, wie oben erwähnt. In einem kürzlich erschienenen PDF-Report geht Apple genau auf die neuen Ausstattungs-Optionen für die GPU ein. Dabei wird auch deutlich, dass es jetzt auch zwei separate Titan-Ridge-Controller für PCIe 3.0 x4 geben wird, die dann jetzt auch viermal Thunderbolt 3 zusätzlich zu HDMI 2.0 mitbringen.

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Die neuen GPU-Optionen für eine AMD Radeon W6800X und W6900X bringen auch neue Thunderbolt-Anschlüsse mit.

Apple verkauft die neuen GPUs als MPX-Modul-Kits separat. Eine bestehende Konfiguration lässt sich so also einfach aufrüsten. Beim Neukauf einer Gesamtkonfiguration fallen die Preise dann übrigens etwas günstiger aus. Die Radeon Pro W6800X kostet dann rund 2760 Euro, die Duo-Variante rund 5290 Euro und die Radeon Pro W6900X dann 6440 Euro. Die alten Module mit der Radeon Pro Vega II und Pro Vega II Duo stehen für Neukonfigurationen ab sofort nicht mehr bereit, lassen sich aber noch zum Aufrüsten oder als Ersatzteil bestellen.

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VIDEOAKTIV 5/2021: Die neue Ausgabe lässt sich ab sofort als digitales PDF kaufen und natürlich in der Print-Variante versandkostenfrei bestellen. Am Kiosk findet man das Heft ebenfalls ab sofort. Zur Inhaltsübersicht gelangt man hier.

Quelle: computerbase.de

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