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Panasonic Lumix GH 5 Mark II und GH6: Fokus auf verbesserte Videoeigenschaften

Im Jahr 2017 hat Panasonic die GH5 vorgestellt und damit einen echten Meilenstein gesetzt, denn die Kamera kann auch jetzt noch gut mithalten. Sie bleibt deshalb auch weiterhin lieferbar, auch wenn mit der GH 5 II nun ein Nachfolgemodell kommt.

Gleichzeitig macht Panasonic mit der Betätigung, dass auch eine GH 6 kommt klar, dass man am Micro-Four-Thirds-System festhält. Die DC-GH 6 geistert schon länger durch die Gerüchteküche, doch vor Ende 2021 wird sie nicht kommen. Immerhin gibt Panasonic jetzt einige Details preis: So bekommt die Kamera einen neuen Sensor, der mit einem verbesserten Prozessor zusammenarbeitet. Damit sind dann Videoformate in 4K mit 120 Bildern und 10-Bit Farbtiefe machbar. Die maximale Videoauflösung soll bei 5,7K bei 60 Bildern in der Sekunde liegen. Eigentlich unnötig zu erklären, dass die Kamera keine Aufnahmebegrenzung bei Video hat – immerhin war Panasonic hier Vorreiter. Eine Preisvorstellung nennt Panasonic noch nicht. In den eigenen Grafiken siedelt Panasonic die GH 6 jedoch von den Videoeigenschaften über der eigenen Vollformat-Kamera Lumix S5 an – man kann also darauf spekulieren, dass der Preis nicht wesentlich von der Vollformatkamera entfernt sein wird.

Panasonic Lumix GH5II GH6

Die GH 5 II ist weitgehend unverändert, die GH6 lässt Panasonic noch im Schwarz entschwinden und gibt noch nicht preis, ob es da ein neues Gehäuse gibt.

Mit der Lumix DC-GH 5 II macht Panasonic einen Zwischenschritt, wobei das Gehäuse bis auf zwei neue Tasten unverändert übernommen wurde. Dem Sensor gönnt Panasonic eine neue Vergütung mit der sich die Lens Flare- und Ghosting-Eigenschaften beziehungsweise die Lichtreflexe und Geisterbilder verringern. Auch die Venus Engine ist verbessert, so dass Panasonic von einem 25 Prozent verbesserten Dynamikumfang spricht – zumindest bei Fotos. Der Autofokus soll nun auch ohne Recording dauerhaft und zuverlässig arbeiten und es ist die Augen-, Gesichts-, Körper- und Kopf- sowie Tiererkennung dazugekommen. Auch beim Bildstabilisator hat Panasonic gearbeitet, der nun in fünf Achsen zuverlässiger stabilisieren soll. Es gibt ein frei schwenkbares Display mit nun circa 613.334 RGB-Pixeln. Der Sucher liefert nun ein OLED-Display mit 1.226.667 RGB-Pixeln. Erfreulich: Man kann die Kamera während der Aufnahme via USB-C laden beziehungsweise mit Strom versorgen.

Panasonic Lumix GH5II oben

Neben dem Aufnahme-Button ist eine Taste dazu gekommen und auf der Rückseite...

Wichtig ist das auch wegen der verbesserten Streaming-Funktionen mit denen Panasonic in den derzeit boomenden Markt. Via der Lumix Sync-App soll es ein sehr einfaches Livestreaming machbar sein. Zudem lassen sich mit der Network-Setting-Software die Konfiguration am Rechner einstellen, die Daten auf SD-Karte speichern und in der Kamera diese Konfiguration aufrufen. So ist das einrichten von Streams auf Facebook und YouTube aber auch via RTP oder RTSP in Full-HD oder HD machbar. Damit das Streaming auch über lange Zeit zuverlässig läuft hat Panasonic das Wärmemanagement verbessert. Was bedauerlicherweise nicht geht ist das parallele Schreiben der Videodaten auf SD-Karte. Wer also das Streaming für die spätere Nachbearbeitung noch sichern will muss einen externen Recorder über HDMI anschließen. Noch in diesem Jahr soll es dann via Update auch die Option geben über einen angeschlossenen Netzwerkadapter kabelgebunden ins Internet streamen zu können. Und für das Smartphone verspricht Panasonic das USB-Tethering. Passend zum Social-Media-Thema kann die GH 5 Mark II nun ebenfalls die Rahmen fürs Hochformat einblenden und setzt einen Marker, wenn die Kamera im Hochformat filmt, so dass die Schnittsoftware schon weiß, dass es keine klassische 16:9-Aufnahme ist.

Panasonic Lumix GH5II hinten

... gibt es nun den Joystick den man auch schon an den S-Modellen eingeführt hat.

Das verbesserte Wärmemanagement kündigt es schon an: Die Kamera braucht für viele Aufgaben mehr Saft, weshalb nun die aus der S5 bekannten DMW-BLK22 Akkus mit verbesserter Leistung zum Einsatz kommen. Diesen benötigt die Kamera auch weil sie in echtem Cinema4K mit 60 Bildern mit 10 Bit Farbtiefe (4:2:0) aufzeichnen kann und das ohne Cropping. Wer Wert auf ein 4:2:2-Farbsignal legt muss die Bildrate auf 25/30-Bilder senken. Das Signal lässt sich gleichzeitig ausgeben und intern aufzeichnen. Zudem hat die Kamera nun einen Anamorphoten-Modus, der mit 6K 4994 x 3744 den kompletten 4:3-Sensorbereich mit 25/30-Bildern speichert. Die Möglichkeit mit V-log L ist serienmäßig dabei und somit vorinstalliert – bei der GH 5 benötigt man dazu noch eine optionale und kostenpflichtige Software. Mit V-Log-L soll die Kamera auf einen Dynamikumfang von 12-Blenden kommen. Sowohl im Display als auch für den HDMI-Ausgang lässt sich dabei ein LUT-Einladen, so dass die Vorschau dennoch korrekt beurteilt werden kann. Da die Vielfalt der Formate zugenommen hat übernimmt Panasonic von den S-Vollformatkameras die Möglichkeit zum Beispiel nach Auflösung, Framerate oder Farbtiefe filtern zu können, damit man schneller an der passenden Grundeinstellung ist. Die GH 5 II ist ansonsten mit dem gesamten Zubehör kompatibel – also auch dem Audio-Adapter XLR-1, der die Kamera vom Ton auf ein professionelles Niveau hebt.

Die GH5 II (Gehäuse) soll 1.699 Euro kosten und wird in der Start-Promotion mit kostenlosem Akku und 1.7/ 25mm Objektiv für Schnellentschlossene zu haben sein. Die Start-Promotion beginnt am 25. Mai und läuft bis zum 31. Juli 2021.
Mit der GH 5 II gibt es zwei neue Objektive: Beide arbeiten durchgängig mit F1,7 und bieten den Brennweitenbereich von 25-50 Millimeter beziehungsweise von 10-25 Milimeter. Ein Firmware-Update gibt es zudem für die GH 5 S, die damit einen verbesserten Autofokus bekommt und RAW-Video ausgeben ausgeben kann.

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