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Sennheiser MKE 400: Richtmikrofon-Nachfolger

Ungewöhnlich: Sennheiser präsentiert die Ablösung für das bekannte Mini-Richtrohrmikro MKE 400 – und nennt das verbesserte Mikro ebenfalls MKE 400.

Deshalb heißt es künftig aufpassen beim Erwerb eines solchen Kameramikrofons: Denn auch das bereits seit 2008 gebaute Ur-Modell ist nach wie vor im Handel zu finden. Äußerlich unterscheiden sich altes und neues MKE 400 deutlich. Zwar sind die beiden relativ kompakten Richtmikros gleich lang, doch das neue 400er ist deutlich breiter und voluminöser gebaut. Im Design folgt es dem zuletzt vorgestellten Mini-Richtrohr MKE 200 (Test in Ausgabe 6/2020), doch unterscheidet es sich technisch stark davon. Das beginnt damit, dass das MKE 400 für den Betrieb zwei AAA-Batterien braucht, während das MKE 200 von der Plug-in-Power einer Kamera gespeist wird. Anders als dieses bietet das neue Sennheiser einen Kopfhörerausgang zur Soundkontrolle direkt am Mikrofon mit per Tipptasten regelbaren Lautstärke.

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Im Mobile Kit gibt es das neue MKE 400 für 229 Euro samt Manfrotto-Ministativ und Smartphone-Klemmhalterung.

Während beim alten 400er das Miniklinken-Ausgangskabel fest am Mikrokorpus angebracht war, ist das mitgelieferte TRS-Kamerakabel jetzt mit einer Schraubfassung ausgestattet. Ein zweites Kabel (TRRS) liegt für den Kontakt mit Smartphones oder anderen Mobilgeräten bei. Während das alte 400er mit einem schlanken Kunststoff-Windschutz bestückt war, ist der 2021er-Windschutz im dicken Metallkorpus versteckt. Hier steckt auch die entkoppelnde Aufhängung, während diese beim alten Modell über eine Gummi-Aufhängung zwischen Zubehörschuh-Sockel und Mikrokorpus realisiert wurde. Viele Funktionen sind bei den beiden 400er-Modellen aber auch vergleichbar geblieben. So gibt es wieder einen per Schiebeschalter aktivierbaren Hochpassfilter (Low/Bass Cut) gegen Windgeräusche. Allerdings ist dieser nicht wie früher mit dem Ein-/Ausschalter kombiniert, sondern getrennt davon. Der Power-Schalter ist jetzt als kleiner Druckknopf mit integrierter Leuchtanzeige ausgeführt.

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Ebenfalls neu ist der eingebaute Kopfhöreranschluss zur direkten Soundkontrolle, inklusive Lautstärkeregelung.

Eine kleine Veränderung gibt’s bei der Empfindlichkeits-Schaltung, die jetzt mit drei statt bisher zwei Stufen arbeitet. Auch das neue MKE 400 ist wieder als Superniere auf Basis einer akustischen Interferenzröhre konstruiert. Den Frequenzgang gibt Sennheiser mit 50-20.000 Hertz an. Neu ist eine automatische Ein- und Ausschaltfunktion, die reagiert wenn die DSLR-/DSLM-Kamera ein- oder ausgeschaltet wird und die dazu dient, die Batterien im Mikro zu schonen. Das soll auch im Zusammenspiel mit vielen Smartphones möglich sein. Für die Funktion nutzt das MKE 400 übrigens die Erkennung der Plug-in-Power des Filmgeräts, auch wenn das Mikrofon selbst natürlich nur mit Batterien oder Akkus funktioniert. Sennheiser gibt mit einem Batteriesatz eine Laufzeit von gut 100 Stunden an.

Die Preisempfehlung für das Mini-Richtmikrofon, das ab sofort im Handel sein soll, liegt bei 199 Euro. Neben den zwei Anschlusskabeln wird (anders als beim alten 400er) gleich noch ein Fell-Windschutz sowie ein Transport-Etui mitgeliefert. Für Handy-Filmer gibt es das Mikro alternativ auch im 229 Euro teuren MKE 400 Mobile Kit, zu dem noch ein Manfrotto Pixi Ministativ und eine Smartphone-Klemme gehören. Der Test des neuen MKE 400 wird in der nächsten VIDEOAKTIV-Ausgabe 4/2021 zu finden sein. Wir sind schon gespannt darauf, wie das neue MKE 400 im Vergleich mit dem Klassiker klingt.

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