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DJI RS 2, RSC 2: leichtere und kräftigere Einhand-Gimbals

DJI erweitert die Ronin-Serie heute um die beiden neuen Modelle RS 2 und RSC 2. Die Nachfolger der beliebten Gimbal-Systeme sind insgesamt leichter geworden, können gleichzeitig aber mit einer höheren Nutzlast punkten.

DJI RS 2
Der DJI RS 2 ist der größere der beiden Gimbals, richtet sich aber auch an schwere Kamerasysteme wie kompakte Kinkokameras oder DSLRs. DJI setzt hier nun nach eigener Aussage auf Kohlefaser in wichtigen Strukturkomponenten, wodurch das Gewicht auf 1,3 Kilogramm reduziert und gleichzeitig eine höhere Lebensdauer erreicht wird. Dabei schultert das Gimbal jetzt eine dynamische Nutzlast von biszu 4,5 Kilogramm, wobei eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden machbar sein soll. Für eine bessere Flexibilität hat man hier nun eine neue Schnellladefunktion direkt am Akkugriff integriert, die eine zusätzliche Akkulaufzeit von zwei Stunden bei einer Ladezeit von nur 15 Minuten erlauben soll. Der neu optimierte Titan-Stabilisierungsalgorithmus will „die Notwendigkeit manueller Eingaben“ reduzieren und gleichzeitig die Bewegung des Filmers kompensieren können. Auch die Neigung und der Winkel des Gimbals wird so optimiert. Mit dabei ist dafür auch ein neuer SuperSmooth-Modus, der gerade beim Verwenden längerer Brennweiten von bis zu 100 Millimetern mehr Stabilität garantieren soll. Der RS 2 soll sich dabei einfach einrichten und bedienen lassen. DJI erwähnt vor allem auch die hohe Anpassbarkeit: Achsensperren erleichtern den Transport und das Ausbalancieren und die zweilagige Schnellwechselplatte ist sowohl mit dem Arca-Swiss- als auch mit dem Manfrotto-Standard kompatibel. Ein Feinjustierrädchen erlaubt zudem das genauere Ausbalancieren der Kameranutzlast.

DJI RS 2

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Der DJI RS 2 ist der größere de beiden Gimbals und kommt auf eine Nutzlast von bis zu 4,5 Kilogramm auch, oder gerade für den Gebrauch mit kleineren Kinokameras. Das kleine Display auf der Rückseite ist berührungssensitiv und erlaubt diverse Einstellungen.

DJI integriert einen 1,4 Zoll großen, berührungsempfindlichen Farbbildschirm, der Kameradaten, Gimbal-Einstellungen und einen „Live-Feed“ von der Kamera anzeigen kann. Über diesen lassen sich aber auch Funktionen wie „ActiveTrack“ oder diverse, intelligente Aufnahmemodi aktivieren. An der Front gibt es ein weiteres Rädchen, womit man den Fokus präzise steuern können soll. Dieses ergänzt ein am RSA-Anschluss montiertes DJI Fokusrad, um Zweikanal-Fokus und Zoom zu realisieren. Die beiden RSA-Anschlüsse sind darüber hinaus NATO-kompatibel, sodass sich Zubehör wie Griffe oder eine Fernbedienung anschließen lässt.
DJI RSC 2
Der DJI RSC 2 ist im Vergleich zum RS 2 die handlichere Variante und richtet sich an die Verwendung mit spiegellosen und kompakteren DSLR-Kameras. Das Faltdesign soll dabei nicht nur einen komfortablen Transport versprechen, sondern erlaubt auch kreative Aufnahmeoptionen, wie etwa Hochkantaufnahmen. Für den neuen „Aktenkoffer-Modus“ lässt sich der Gimbal-Hauptarm lösen und nach vorne absenken. So kann der Filmer eine Aufnahme aus niedriger Position realisieren.

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Der DJI RSC 2 ist für kleinere spiegellose Kameras und DSLRs gedacht. Er wiegt nur 1,2 Kilogramm, kann aber ein Gesamtgewicht von bis zu 3 Kilogramm tragen.

DJI nutzt beim RSC 2 Stahl als Material für langlebige, häufig genutzte Komponenten und setzt beim Rest auf Aluminium. Insgesamt kommt man so auf ein Gewicht von 1,2 Kilogramm, was insgesamt gut 35 Prozent leichter ist, als das, was der Ronin S seinerzeit gewogen hat. Im gefaltetem Zustand kommt das Gimbal auf eine Grundfläche von 18,0 × 19,0 Zentimeter. Der integrierte Akku verspricht eine Laufzeit von bis zu 14 Stunden. Auch hier gibt es die neue Schnellladefunktion im Akkugriff. Aufgrund stärkerer Motoren beträgt die Nutzlast des RSC 2 bis zu 3 Kilogramm. Somit sollen auch schwere Kombinationen wie eine Panasonic S1H mit einem 24-70-mm-Objektiv kein Problem sein. Den Titan-Stabilisierungsalgorithmus übernimmt der RSC 2 vom größeren RS 2. Achsensperren erleichtern auch hier den Transport und das Ausbalancieren und die zweilagige Schnellwechselplatte ist sowohl mit dem Arca-Swiss- als auch mit dem Manfrotto-Standard kompatibel. Kameradaten und Einstellungen zeigt hier ein integrierter 1-Zoll OLED-Bildschirm.

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Der RSC 2 lässt sich kompakt zusammenfalten und so einfach transportieren. DJI erlaubt hier diverse neue Einstellfunktionen, wie einen "Aktenkoffer-Modus" oder den "Zeittunnel".

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Weitere Funktionen
Für beide Systeme gelten zudem ein „Taschenlampen-Modus“, indem man das Gimbal so weit nach vorne neigen kann, dass es sich wie eine Taschenlampe halten lässt. Weiter gibt es Aufnahmemodi für Zeitraffer, Panorama, einen einfachen Portraitmodus, eine 360-Grad-Drehung sowie den neuen „Zeittunnel“ wobei eine 360-Grad-Drehung durchgeführt wird, während eine „Hyperlapse“ aufgezeichnet wird. Beide Gimbals sind logischerweise zur DJI Ronin App kompatibel und setzen auf diverses, optionales Zubehör wie eine Multifunktionsplatte, ein Fokusrad, ein 3D-Fokussystem, ein variabler Doppelgriff, ein RavenEye-Bildübertragungssystem, ein Steuerungsblock für Tethering, ein Gegengewicht-Set und mehr. Die wichtigsten Funktionen lassen sich mit der Ronin-App dabei jetzt auch über große Entfernungen steuern und anpassen.
Preise und Termin
Die Gimbals DJI RS 2 und RSC 2 sind ab dem 31. Oktober zu haben. Der RS 2 wird dabei zwischen 740 bis 799 Euro kosten, je nach geltender Mehrwertsteuer. Beim RSC 2 gilt ein Preis von 419 bis 449 Euro. Beide Systeme wird es auch in einem „Pro-Combo“-Bundle mit zusätzlichem Zubehör wie einer Handyhalterung, einem Fokusmotor, dem RavenEye Bildübertragungssystem, einer spezielle Tragetasche und mehr geben. Die DJI RS 2 Pro Combo wird von 877 bis 949 Euro kosten und die DJI RSC 2 Pro Combo von 614 bis 659 Euro. Die technischen Daten zum DJI RS 2 findet man hier, die zum RSC 2 hier.

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