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Grass Valley Edius X: schneller und mit Background-Rendering

Dass Grass Valley Edius X bringt, ist schon lange klar – und dass die neue Version schneller sein soll, das heißt es jedes Mal. Wir haben deshalb nicht nur alle Neuerungen in dieser News, sondern auch gleich die Antworten auf unsere Fragen an den Generaldistributor Magic Multi Media.

An der Oberfläche scheint Grass Valley, mal abgesehen von einer dunkleren Farbe nicht viel getan zu haben. Aber es gibt mal wieder eine schnellere Berechnung, was uns eigentlich nur noch gähnen lässt, denn das lesen wir schon seit vielen Jahren in jedem Pressetext zu Schnittprogrammen. Doch was Grass Valley dieses Mal ankündigt, hat es in sich, denn mit Edius X kommt das Backround-Rendering zurück, was dazu führen soll, dass man auch höher auflösende Videos flüssig bearbeiten kann. Die Software sorgt dafür, dass das System im Hintergrund werkelt und dieses immer optimal auslasten und der Cutter davon gar nicht gestört werden soll. So soll man beispielsweise nun auch einen Export machen und dennoch im Vordergrund weiterarbeiten können. Wenn dann doch mal etwas stockt, kann man über den GV Job Monitor erkennen welche Hintergrundprozesse laufen und den wichtigeren priorisieren. Weil wir dazu mehr erfahren wollten, haben wir ein Interview mit Michael Lehmann-Horn geführt, der als Distributor das Produkt in Europa verantwortet.

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Grass Valley konzentriert sich in der neuen Version auf ein neues Hintergrund-Rendering sowie einen Motion-Tracker, der sich in zwei Modi betreiben lässt.

Apropos Berechnung: Edius X kann nun H.265-kodierte Dateien ausgeben, wobei die Software auf Nvidia-GPUs zugreifen und die Ausgabe damit beschleunigen kann. Die Entwickler haben der Software nun einen Motion Tracker spendiert, den man wahlweise im Verfolgungs- oder Ankermodus verwenden kann. Bei ersterem wird beispielsweise der Titel an eine Person gehängt und haftet somit an ihr. Beim Ankermodus hatten die Entwickler die Social-Media-Produzenten im Fokus, die einen anderen Bildausschnitt über das Video legen und dann das Objekt automatisch verfolgen wollen.

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Der Titler Pro 7 von NewBlue ist als neues Titel-Werkzeug mit dabei und erlaubt es Schriftzüge und Animationen auf Profi-Niveau zu erstellen.

Auch im Audiobereich gibt es Neuerungen: Beim Audio Sync soll die Leistung verbessert sein. Zudem unterstützt Edius X nun VST-Plugins, wobei man auch gleich die passende Beigabe mitliefert: von Acon Digital gibt es nun die Filter "Compress, DeNoise, DeVerberate und Limit" kostenfrei dazu. Als weitere Beigabe holt man sich Unterstützung mit einem Titler. Der kommt von NewBlue und nennt sich Titler Pro 7 und enthält ein für Edius optimiertes Vorlagenpaket. Für mehr Effekte liefert die neue Version Prodads Vitascene V4 mit, wobei in der Edius-Ausführung 250 Filter und Übergangseffekte enthalten sind.

Wie immer haben Neuerungen meist auch Nebenwirkungen: Mit Edius X konzentriert sich Grass Valley auf Windows 10 und liefert keine Unterstützung mehr für die Firewire-Schnittstelle. Doch im Interview liefert Michael Lehmann-Horn dafür eine Option für den Betrieb der Vorgängerversion. Am Preismodell hat Grass Valley nichts verändert. Die neue Version wird wieder für zwei bis drei Jahre aktuell gehalten, so dass Anwender neue Funktionen ohne weitere Bezahlung bekommen. In Aussicht stellt Grass Valley mehr Gruppenfunktionalität, weitere Optionen bei den Projekteinstellungen und die Einbeziehung von Cloudspeichern. Edius X kostet derzeit (mit 16 Prozent Mehrwertsteuer) 574 Euro. Das Upgrade von Version 9 liegt bei 229 Euro. Die Edius Wokgroup Vollversion kostet 1061 Euro und als Upgrade von Version 9 424 Euro.

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