NAB 2019: Atomos Shogun 7 - 1500 nits für Dolby Vision

Bei Atomos geht es Schlag auf Schlag - bei der Auskopplungsgeschwindigkeit an neuen Monitoren und Recordern kann man schon mal den Überblick verlieren. Zur NAB gibt’s mit dem Shogun 7 einen neuen Fieldrecorder speziell für Dolby Vision, der auch als „Switcher“ dienen kann.

Da für die Arbeit in Dolby Vision spezialisiert, macht der Shogun 7 in puncto technisches Innenleben keine halben Sachen. Das 7,2 Zoll (18 cm) große Display liefert eine native Auflösung von 1920 x 1200 Pixel (325 ppi) mit einer Helligkeit von 1500 cd/m². Das (dynamische) Kontrastverhältnis gibt Atomos mit 1.000.000:1 an und spricht von einem Dynamikumfang von 15+ Stops. Einmal mehr will man damit das „On-Camera-Monitoring-Game“ revolutionieren. Atomos verspricht tiefes Schwarz und brillante Farben und will mit der fortgeschrittenen LCD-Panel-Technologie in Kombination mit einer neuer 360-Zonen-Hintergrundbeleuchtung auch konkurrierende OLED-Screens ausstechen. Den DCI-P3-Farbraum deckt der Shogun 7 etwa zu 105 Prozent ab – das Panel liefert 10 Bit, allerdings via 8 Bit+2 FRC.

Atomos Shogun 7

Der Recorder ist in der Lage bis zu 5,7K DCI mit 24p/25p/30p aufzuzeichnen und kann 4K DCI mit bis zu 50/60p – abhängig von der verwendeten Kamera (siehe hierfür die ausführlichen technischen Daten) in 10 Bit oder 8 Bit 4:2:2.
Als Codec dient ProRes RAW, ProRes, CinemaDNG oder Avid DNxHD, wobei sich für für HDR zwischen HLG/PQ wechseln lässt. Eingespielt wird das Signal kameraseitig entweder via HDMI oder zweimal 12G-SDI. Ausgänge gibt es ebenfalls einmal für HDMI 2.0 sowie zweimal für 12G-SDI. Ein HDR-Signal lässt sich zudem direkt als Dolby Vision HDR-Standard ausgeben und damit entsprechend kontrollieren. Der Shogun 7 ist damit Atomos erste Monitoring-Recorder-Einheit, die den Dolby Vision-Standard beherrscht.

Interessant ist, dass der Shogun 7 auch als Switcher dienen kann. Bedeutet, dass man zwischen vier Full-HD-SDI-Livestreams und einem Programmstream direkt über den Touchscreen wechseln kann. Dabei lassen sich die vier 1080p60-SDI-Streams direkt als ISO aufzeichnen inklusive dem Programm-Output. Die Aufnahmen lassen sich dann mit markierten Schnittpunkten als XML-Meta-File direkt an die Schnittsoftware weiterreichen. Den größeren Sumo 19 will Atomos nebenbei erwähnt via Firmware-Update mit der gleichen Funktion ausstatten. Aufgezeichnet wird wie üblich auf eine kompatible 2,5 Zoll SATA SSD oder HDD. Als Energielieferant dienen zwei Sony NP-F-Akkus, wobei man einen während des Betriebs direkt tauschen kann.
Der Shogun 7 beherrscht die üblichen Kontrollfunktionen wie “Waveform, Vectorscope, False Color, Zebras, RGB parade, Focus peaking, Pixel-to-pixel magnification, Audio level meters und Blue only“.

Atomos will den Shogun 7 im Juni ausliefern. Der Preis wird bei rund 1784 Euro liegen.

Atomos Ninja V: im Praxiseinsatz mit der Nikon Z7

Newsübersicht - Präsentation



Link zum Hersteller: Atomos Shogun 7

atomos shogun 7 front web

Der Shogun 7 ist 1500 nits hell und liefert eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Er kann das Bild direkt als Dolby Vision anzeigen und eignet sich deshalb entsprechend für die Bildkontrolle in besagtem HDR-Format.

atomos shogun 7 back web

Der Shogun 7 stellt einen HDMI 2.0-Ein- und Ausgang sowie zwei 12G-SDI-Ein- und Ausgänge bereit. Via SDI lässt sich dabei auch in ProRes RAW aufzeichnen.

Unsere Videos laufen mit Musik der Online-Plattform
musik gratis