NAB 2015: Blackmagic DaVinci Resolve 12 - 80 neue Funktionen

Das mächtige, und zumindest in der „Lite-Variante“, kostenfreie Color-Grading-Werkzeug DaVinci Resolve bekommt in Version 12 eine Vielzahl neuer Funktionen spendiert und setzt den Fokus deutlich stärker auf den Videoschnitt.

Insgesamt soll es über 80 neue Korrektur- und Schnittfunktionen geben. Außerdem haben die Entwickler die Oberfläche überarbeitet, die mit ihrem schwarzgrauen Look an eine Mischung aus Premiere Pro CC und Final Cut Pro X erinnert und für bessere Lesbar- und Erkennbarkeit der einzelnen Elemente sorgen soll.

Die Erweiterung auf Version 12 hat es in sich: So sind nun Mehrkamera-Projekte möglich, wobei das Programm Kamerawinkel synchronisieren kann, die auf Timecode, Audio-Wellenform oder Start- und Endpunkten basieren. Ferner sind die Schnittmodi für „Slide“, „Multi-Slip“, „Ripple“ und „Roll“ und das Trimming erweitert. „Cutter können nun mehrere Punkte für dynamisches Trimmen und asymmetrisches Trimmen ihrer Clips auswählen, selbst wenn sich diese auf demselben Pfad befinden.“ Auch das Verwalten der „Bins“, also Material-Ordner für Projekte ist verbessert. So lassen sich nun etwa Smart-Bins mit Metadaten-Beschreibungen anlegen und komplette Projekte mit allen Ordnern archivieren und wieder herstellen. Häufig genutzte Ordner auf der Festplatte lassen sich jetzt favorisieren, wodurch sie mit nur einem Klick abrufbar sind.

Man kann Timelines verschachteln, gemeinsam schneiden und erweitert oder „zusammen gefaltet“ werden. Gerade bei großen mehrszenigen Projekten verspricht Blackmagic dadurch Vorteile. Ferner implementieren die Entwickler eine neue und professionelle Audio-Engine, die Plug-ins via VST/AU untersützt. Ein Track-Mixer ist ebenfalls mit dabei.

Die Haupt-Werkzeuge sowie die Oberfläche für die Farbkorrektur hat Blackmagic ebenfalls überarbeitet. Die Kurvenanwendung soll damit leichter fallen auch sind jetzt Automatismen für die Analyse und Anpassung der Farbe von zwei oder mehreren Clips machbar. Hinzu kommen ein „hochpräziser“ 3D-perspektivistischer Tracker und ein neuer 3D-Keyer mit laut Blackmagic verbesserten Optionen für „Matte Finesse". Der Cutter kann Smart-Filter definieren, Fenster in Bezier konvertieren und „Nodes“ in „Compound-Nodes“ verwandeln, um die Ansicht zu vereinfachen. „Ripple-Grades" lassen sich über mehrere Clips legen und mehrere Gradings in ein individualisiertes Clip-Grading überführen.

DaVinci Resolve 12 unterstützt das Rendering aus der Ferne, wodurch sich Projekte auf andere Resolve-Systeme, die sich auf der selben gemeinsamen Datenbank und dem selben Speicher befinden, verteilen lassen. DaVinci Resolve 12 soll die Zusammenarbeit mit anderen NLEs jetzt noch einfacher machen XML-Dateien aus Final Cut Pro X etwa kann das Programm jetzt auch als Multicam-Clips importieren und behält die ursprünglichen Kamerawinkel bei. Auch die Audio-Timeline wurde besser an die in Final Cut Pro X angepasst.

DaVinci Resolve 12 wird ab Juli für DaVinci Resolve-Anwender als kostenfreier Download verfügbar sein.

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Camcorder-Vergleich

Link zum Hersteller: Blackmagic - DaVinci Resolve 12
 
DavinciResolve12ColorPage web
Blackmagic hat die Farbkorrektur und Grading-Funktionen erweitert sowie die Handhabung der Werkzeuge nach eigener Aussage vereinfacht.
DavinciResolve12MulticamPage web
Mit DaVinci Resolve 12 sind jetzt auch Mehrkamera-Projekte machbar.
DavinciResolve12DeliverPage web
DaVinci Resolve 12 beherrscht jetzt das Verschachteln von Timelines. Außerdem lassen sich komplette Projekte aus der Ferne rendern und auf andere Systeme mit Resolve verteilen.

 

 

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