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Nvidia Shield: Multimedia-Konsole mit 4K-Wiedergabe

Auf der Game Developers Conference 2015 in San Francisco hat Nvidia sein Konzept einer Multimedia-Konsole namens „Shield“ konkretisiert und das GerĂ€t nun erstmals vorgestellt. Neben den Gaming-FĂ€higkeiten soll auch die 4K-Videowiedergabe eine wichtige Rolle spielen.

Das soll „Shield“ im Gegensatz zur PS4 und Xbox One (Test in Ausgabe 02/2015) nĂ€mlich beherrschen, wobei man bei den beiden Spielekonsolen-Platzhirschen wohl davon ausgehen kann, dass die UHD-Wiedergabe zumindest mit bis zu 30 Bildern irgendwann via Update Einzug hĂ€lt. Nvidias Shield soll UHD-Filme mit bis zu 60 Bildern zeigen können und dafĂŒr die Codecs VP9, H.265 und H.264 verstehen. Ob das dann simpel per angestecktem externen Speicher funktioniert oder wieder nur per Stream respektive Netzwerk gelingt, wird bislang nicht klar. Ton wird als 7.1- oder 5.1-Surround-Sound ĂŒber die HDMI 2.0-Buchse wiedergegeben.

Zumindest fĂŒr Spiele ist Nvidia Shield zum grĂ¶ĂŸten Teil als Streaming-Konsole gedacht. Die Games werden von leistungsstarken Servern via Nvidias Grid-Dienst per Internetverbindung abgerufen und dann von der Konsole direkt auf den Fernseher „gebeamt“. Damit könnte zumindest fĂŒr eine Zeit weitere Hardware in Form von neuen Konsolen (und Mediaplayern) ĂŒberflĂŒssig werden, denn der Hauptteil der Rechenkraft liegt ja bei den Server-Zentralen. Die Latenz soll dabei circa 150 Millisekunden gesenkt worden sein, bedeutet, dass beim Streaming nahezu keine sichtbaren Ausfallzeiten auftreten sollen. Bisher der grĂ¶ĂŸte Kritikpunkt an der Technologie.

Die integrierte Tegra-X1-CPU (auf Maxwell-Basis) arbeitet mit 256 Kernen und hat Zugriff auf 3 Gigabyte Arbeisspeicher. Im Schnitt arbeitet sie damit etwas mehr als doppelt so schnell wie die 10 Jahre alte Xbox 360 – allerdings bei deutlich reduziertem Stromverbrauch (etwa EinfĂŒnftel der Xbox 360). Die Inhalte werden dabei ĂŒber ein Abo-Model vertrieben, physische DatentrĂ€ger wie bei PS4 und Xbox One wird es nicht geben. Sicherlich sind auch die bekannten Video-on-Demand-Anbieter mit von der Partie, schließlich beruht das Betriebssystem auf Android.

Als Archiv-Station wird Nvidia Shield aber leider nicht dienen können. Lediglich 16 Gigabyte Festspeicher sind integriert. Man ist also auf externe Speicher angewiesen. DafĂŒr gibt es AnschlĂŒsse fĂŒr zwei USB 3.0- sowie eine Micro USB 2.0-Buchse. Außerdem ist ein Kartenleser integriert, allerdings nur fĂŒr MicroSD-Speicher mit bis zu 128 Gigabyte. Per IR Receiver lassen sich dann auch Fernbedienungen wie die Logitech Harmony verbinden und das GerĂ€t alternativ zum Gamepad vom Sofa aus steuern.

Nvidias Shield wird im Mai in den USA fĂŒr 199 US-Dollar an den Start gehen. FĂŒr den europĂ€ischen Markt gibt es bislang keine Angaben.

Eminent EM7385: Mediaplayer im Test

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Camcorder-Vergleich

Link zum Hersteller: Nvidia - Shield
 
nvidia shield controller web
Nvidias Shield wird vordergrĂŒndig als Spielkonsole beworben. Trotzdem ist sie auch als Smart-TV-Box und eventuell als Mediaplayer mit 4K-Wiedergabe zu gebrauchen.
nvidia shield console web
Mit Maßen von 13 x 21 x 2,5 Zentimetern ist die Shield recht kompakt. Das Gewicht liegt bei 654 Gramm.
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